Ausgabe 
9.1.1896
 
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1896

Lm-müstag den 9. Januar

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Untrrhaitmtgsblatt;um Gichrnrr Anzeiger (Generai-Aiuriger)

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Rr. 3

Ein Dämon

Novelle von I. Pia.

(Fortsetzung.)

IV.

So erregt hatte Liffa ihren Onkel noch nie gesehen selbst nicht in jener Stunde, wie er dereinst auf Deck seine« bereits für verloren gehaltenen Schiffes gestanden hatte- Auf seinen Krückstock gestützt, starrte der alte Velten das Mädchen sprachlos an, wie dasselbe athemlos in da» Zimmer gestürzt kam und in abgebrochenen Worten das eben Gehörte wieder­holte-

Einen Moment ruhten ihre Augen mit angstvoll- forschendem Blick auf ihm, dann warf sie sich ihm mit einem lauten Aufschrei an die Brust.

Onkel Martin o sag', daß es nicht wahr daß es eine Lüge ist daß ich Deine Nichte bin!" schluchzte sie.

Martin Velten blieb aber noch immer stumm, nur seine rauhe Hand strich liebkosend über da» dichte, seidenweiche Haar.

Ach, sie sagten mir so schreckliche Dinge," stöhnte Liffa und schmiegte sich fester an den treuen Alten,ich hätte kein Anrecht an Dich, sagten sie, ich sei ein arme» Findelkind, da» von Deiner Güte lebe. Ach, wenn da» wahr wäre ich ertrüge er nicht!"

Dreimal setzte der alte Seemann an, ehe er sich genügend gefaßt hatte, um seiner Stimme Herr zu werden.

Maat!" kam e» dumpf von seinen Lippen-

Zu Befehl, Capitän!" antwortete sie mit kläglicher, von Schluchzen erstickter Stimme.

Muth, Maat! - Nimm Dich zusammen, sei ein Mann 1" ermahnte Velten.

Trotz des Mitleids und des Kummers seiner Seele ward seine Stimme immer fester.

Von jeher an strenge seemännische Disciplin gewöhnt, richtete Liffa sich stramm auf und stand mit traurigem, noch thränenüberströmtem Gesicht vor ihrem Vorgesetzten.

Ich hatte gehofft, Dir, meinem Getreuen, mein Logbuch nicht eher vorlegen zu brauchen, al» bis ich dem letzten Hafen

zusteuerte, wo es keine Stürme, keine Schiffbrüche giebt; aber es scheint, die lose, naseweise Zunge der Frau, welche mir ewiges Schweigen über die Sache gelobte, hat meine Pläne durchkreuzt."

Einen Moment zog sich die Stirn des alten Seemanns in finstere Falten, dann fuhr er in ach, so innig zärtlichem Tone fort:Komm', Kind, setze Dich her zu mir und laß Dir erzählen."

Stumm nahm Liffa auf dem einen Holzschemel an seiner Seite Platz, stumm lehnte sie ihre weiche, thränenfeuchte trotz des warmen Sonnenscheins kalte Wange gegen seine schwielige Hand, die fie ihr ganzes Leben hindurch mit der Liebe und Zärtlichkeit einer Mutter gepflegt und geschützt hatte.

Vorerst, bevor ich mit meiner Erzählung beginne, muß ich Dir sagen, Mädchen, daß Du mir von der Stunde an, wo ich Dich als halb verhungertes kleines Ding von kaum einem Jahre aufnahm, theurer bist, al« eigene Kinder mir fein könnten, mehr an'« Herz gewachsen, al« irgend ein anderes lebendes Wesen auf der Welt.

Meine Freunde da draußen," fuhr der alte Seemann auf die tanzenden und glitzernden Wellen zeigend fort,haben mir manchen bösen Streich gespielt, aber ich kann ihnen Alles vergeben denn sie haben mich reichlich entschädigt, al« sie Dich mir in die Arme warfen.

Damals lebte meine Schwester noch und hielt mir Hau« schon wie ich Dich al« kleine« braunes, halbläugiges Ge- schöpfchen vom Strande Heimtrug, stahlst Du Dich in mein Herz und hast Deinen Platz da immer behauptet. Daß Du nicht mein eigen Fleisch und Blut warst, sagte ich Dir nicht anfangs, weil Du noch zu jung warst, mich zu verstehen und wie Du älter warst, sah ich wohl, daß Du mit derselben Liebe an dem alten Manne hingst, wie er an Dir und da fürchtete ich, Dir mit meiner Mittheilung wehe zu thun. So schwieg ich, unbesorgt, daß Du von fremden Lippen die Wahrheit erfahren könntest; denn gewöhnlich warst Du mit mir auf dem weiten Meere; daheim war Fräulein Valerie Deine einzige Gefährtin deren Tante hatte mir versprochen, weder Dir noch ihrer Richte etwa« über die Sache zu ver« rathen und ich baute auf ihr Wort,"