Ausgabe 
8.2.1896
 
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)r. Büchner orsteher in j 1891 er» i Leben sei. Junten noch diese wohl» -acht ziehen.

eine gleich» idheit an in irper schonen die Meisten müssen I er von be» ckennen also rung nicht in anstaltungen, obachtung der jruno, sowie es Menschen» Itution keines« renn es wäre le Zahl seiner kann vielmehr ! Constitution, ls ein solcher -gentheil thut.

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oiefett, daß vcm d Eheschließungen ssen dieser Saison eben erschienenen ad auS eleganter elegenheiten. DaS ir originelle Ball- inte Taillenformen inder-Mode" über

und Kunsthand- in buntem Holz­tigen Galauniform ib, das der Glück- iur wahren Zierde ersehen, soll da» , im Werth e von :rthe von weiteren !werbeS unter den on und Verlag er- iirb, der die beste gineller Weise zu»! 1 Blumentisch das Dauernbett Zimmer- t Laub und Meer" rössentlichtes Rätsel, fellschastsspiel. Die :rben in Nr. 19 von :ilt dessen Redaction erlauf dieses Wett- ommen wird, darf

da) in Gießen.

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Flammen aus der Asche.

Novelle von L. Haid heim.

(Fortsetzung.)

Wären nicht ihre Augen gewesen, Herr Schwarze hätte darauf schwören mögen, daß Paula von Neegenhart noch kaum über die Zwanzig sei, so frisch und mittheilsam war ihr Ent­zücken über Alles, was sie erblickte und empfand.

Die Sonne schien herrlicher als je; die Gräser, die Blätter hingen schwer nieder vom funkelnden Thau; die von einem leichten Windhauch bewegte Lust war auch hier ganz erfüllt von dem Duft der Orangenblüthen. Rosen, Jasmin und die Akazien, die in den Gärten zu beiden Seiten des Weges in unendlichen Mengen wuchsen, zeigten ihre ersten Blüthen. Dem Malerauge der jungen Dame entging nichts von den tausend Schönheiten ringsum, nicht die Uepvigkeit der Vegetation, nicht die rankenden Weinreben, nicht Epheu und Clematis, welche von Baum zu Baum Guirlanden bildeten, nicht dieser bunte Wechsel von Berg und Thal, Wald, Wiesen und Aeckern, nicht die jtn Grün versteckten Dörfer und Weiler und nicht die lebendige Staffage des so großartig schönen Bildes.

Es ging immer bergan.

Die kleinen, tapferen Pferdchen, deren schellenbehängtes und messtngverziertes Geschirr leise klingelte, griffen tapfer aus; rauchend schritten die beiden Wagenlenker in behag» kicher Unterhaltung neben oder dahinter her, viele Kirchgänger strebten nach dem in buntem Festschmuck prangenden Gragnano. Frauen in grellbunter Tracht, Töchter der Maria in weißen Kleidern und himmelblauen Schleifen, weiße, von Wolle künstlich nachgeahmte Rosenkränze auf dem dunklen Haar, meist derbe bäuerische Dorfschönen, aber doch hier und da ein auffallend hübsches Gesichtchen oder ein besonders feuriges Augenpaar.

Alle Häuser in Gragnano sowohl wie an der Landstraße waren bekränzt, Blumenaltäre an den Straßen gebaut, Fahnen und Lampions ausgehängt, und in den Mienen Aller lag die Freude:Welch' herrlicher Festtag der Madonna!"

Hinter Gragnano wurde der Weg steiler, die Umgebung

stiller, ländlicher. Die Berge mit ihrem faftiggrünen Kastanien­wald, ihren grauen Olivenhainen umfingen sie plötzlich von allen Selten. Auf jeder Hecke Felgen, auf jedem dürren Fels Cactus! Ueberall zwischen den Weingärten schlanke Pinien und Cypressen, und vor Allem diese Uebersülle von wild- blühenden Blumen, tiefere Farben tragend als bei uns, glühenderes Roth wärmeres Rosa Blau Gelb!

Und dann der vortreffliche Weg ging in einer Ser­pentine von jetzt an stundenlang bergan da war es wieder das Meer, das faphirblaue Meer. Von leichtem Nebel nicht verhüllt, sondern nur unbeschreiblich lieblich umwallt wie eine schöne Braut im Schleier; da war er wieder, der mächtige Vesuv mit seiner gerade aufsteigenden Rauchwolke.

Die Sonne kam eben über die Berge hervor und warf noch schräge Strahlen, welche die Farbenbrechung, die Schatten intensiver machten; der Vesuv erschien wie in ein rosiges und veilchenfarbiges Licht getaucht.

Dann fuhren fie durch das reizend gelegene Pimonte, das am Fuße des Monte Sant' Angelo liegt, der jetzt in feiner ganzen zerklüfteten Wildheit und Majestät hervortrat. Ein malerisches Bild!

An ihm ging der Weg stundenlang dahin, immer höher kamen fie und in demselben Maße wuchs auch der Vesuv immer mächtiger und imposanter empor- Bei jeder Biegung der Straße wiederholten sich die gleichen Bilder, aber jedes­mal großartiger, bedeutsamer und ausgedehnter; die Dörfer und Weiler hatten aufgehört, nur selten kam man an Bauern» gehöften vorüber, ringsum gab es nur dichten, jungen Wald.

Paula von Neegenhart war stiller und nachdenklicher ge­worden, die lebhafte Freude einem träumerischen Genießen gewichen.

Dann sah ihr Begleiter, wie plötzlich eine Wolke über ihre Stirn, ihre Augen huschte; sie wechselte die Farbe, es mußte sie Irgend ein Gedanke peinlich erregen.

Nach einer Weile sagte sie mit veränderter, unsicherer Stimme, er war ein scharfer Beobachter:Gestern Abend war bei Tisch von einem Baron Tornegg die Rede Erich Tornegg, mir schien, er hat bei Ihnen gewohnt?"

Er bejahte und blickte fie erwartend an, da sie zögerte. Wissen Sie, wo er jetzt lebt?" fragte fie dann-