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K-M-inniitziges.

Ci« gutes Mittel, um Feuer zu beleben. Ein vorzügliches Mittel, um das im Ausgehen begriffene Feuer sofort wieder zu beleben und die nur noch schwach glimmenden Kohlen in Helle Gluth zu bringen, ist Kolophonium und jede Hausfrau sollte von diesem leicht aufzubewahrenden, äußerst wohlfeilen Stoffe einen Vorrath halten. Ein kleines Stückchen reicht hin, um die verglimmenden Kohlen in Gluth zu ver­setzen, da das Kolophonium schmilzt und stch über das glim­mende Feuerungsmaterial ergießt, wodurch Flammen und Hitze in kürzester Zeit zunehmen. O

Kitt zum Verbinden von Messing mit Glas oder Porzellan erhält man, wenn man zwei Theile Hausenblase in der achtfachen Menge Waffer erweicht, dann das Wasser abgießt und die Hausenblase durch acht Theile 96-proeentigen Alkohols (im Wafferbade) und die Lösung durch Leinwand filtrirt. In einem zweiten Gefäße löst man einen Theil Mastix in sechs Theilen Alkohol, setzt einen halben Theil Chlorammonium hinzu und bringt beide Lösungen in warmem Zustande zusammen. Beim Verkitten werden Porzellan und Metall leicht angewärmt, ebenso der Kitt, um ihn dünnflüssig zu machen. Das Trocknen des Kittes erfordert einen halben Tag. Der Kitt ist unzerstörlich und wird mit der Zeit immer haltbarer. Da der Kitt durch Verdunsten de« Alkohols allmälig dickflüssig wird, setzt man zuweilen frischen Alkohol zu. *

Cigarrerrasche entfernt aus polirten Möbeln die weißen Flecke, welche dadurch entstanden sind, daß heiße Gefäße darauf gesetzt wurden, oder daß irgend welche Flüssigkeit auf der polirten Fläche gestanden hat. * s

Schuhwerk, welches mit Schimmel behaftet ist, befreit man von der lästigen Pilzensammlung, indem man es mit verdünntem Carbolwasser abreibt.

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Zunge Möhrchen ä la mßnagSre. (Französisches Recept.) Die Möhrchen werden geschabt, in Scheibchen ge­schnitten und in eine Casserole gelegt. Dann gießt man einige Glas Weißwein und einige Lassen aufgelösten Liebigs Fleischextract hinzu, fügt Salz, Pfeffer, Muskat, Zwiebel und die üblichen Küchenkräuter bei und läßt die Möhrchen gar kochen. Aus der eingekochten Brühe nimmt man später Kräuter und Zwiebel heraus und bindet die erstere mit Mehl und einem tüchtigen Stück Butter zu einer sämigen Sauce, die man von Neuem über die Möhrchen gießt.

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Butterklötzcheir iu Fleischbrühe. 100 Gramm Butterschmalz oder frische Butter rührt man schaumig, bringt allmälig 4 bis 5 Eier und eben so viel Hand voll gesiebtes Semmelmehl, etwas geriebene Muskatnuß, fein geschnittenen Schnittlauch und Salz dazu. Nachdem man diese Masse 15 bis 20 Minuten hat anziehen lassen, wird ein Probeklößchen geformt und in kochende Fleischbrühe gebracht. Sollte es noch nicht zusammenhalten, ist noch etwas Semmelmehl zuzu­fügen. Haben die Klößchen eine Viertelstunde gekocht, kann die fertige Suppe aufgetragen werden.

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Käse-Auslauf. 5 Eidotter, 5 Löffel dicke Sahne, 3 Löffel Parmesan und 3 Löffel Schweizerkäse werden gut verrührt, der Eiweißschnee dazu gegeben und die Maffe eine halbe Stunde gelinde gebacken.

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Schrreekäse Man nehme ein halbes Liter dicken Rahm, den Saft von zwei Citronen und die mit Zucker abgeriebene

Schale, ein Glas Madeirawein und Zucker nach Belieben; schlage daraus einen festen Schnee und setze dann in ein Sieb irgend eine beliebige Gestalt davon und lasse sie die Nacht vor dem Gebrauche abtropfen.

Literarisches

Horoskope. In der sogenannten Ausklärungszeit bis in unsere Tage glaubte man alle übernatürlichen Erscheinungen als Schwindel und Aberglauben belächeln zu dürfen. Seit etwa zwanzig Jahren hat der Hypnotismus, früher als blöder Unfug (Magnetismus) verfehmt siegreich alle Bedenken vor sich niedergeworfen und die osficielle Wissen­schaft erkennt ihn an. Hiermit aber ist das Vorhandensein psychischer vom materiellen Körperleben losgelöster Kräfte im Menschen bewiesen' Ob der Spiritismus in seiner drastischen Consequenz auf Täuschung be­ruht, lassen wir dahingestellt; jedenfalls dürfen wir heute annehmen daß in seinen Manifestationen sich geheime Kräfte offenbaren, deren natürliche (d. h. im Naturorganismus erklärbare) Ursache wir möglichen­falls noch enträthseln werden. In diesem Sinne sprach sich der be­rühmte Psychiater Lombroso aus, nachdem er mit elf anderen italienischen Naturforschern eine Woche lang mediumistischen Vorstellungen beigewohnt-, alle Anderen schieden als überzeugte Spiritisten, während ermit Schmerz und Scham" seine Ausfälle wider den Spiritismus als Ver­irrungen früherer Unwissenheit zugestand, dagegen die Hoffnung nicht aufgab, dereinst diese an sich völlig unerklärlichen Thatsachen auf natür- ttchem Wege ableiten zu können. Die Beziehungen des modernen Spiritismus nun zu der Astrologie der früheren Zeiten weist ein äußerst rnteressanter Aufsatz nach, der in dem neuesten Hefte der weitverbreiteten FamüienzeitschriftZur guten Stunde"' (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong u. Co-, Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.) eben erschienen ist. Ein zweiter Artikel aus der Feder eines bekannten Psychiaters besprichtDie Hypnotisirbarkeit des Menschen" und behandelt diesen' Männer und Frauen gleichmäßig interesffrenden Stoff nach allen Richtungen hin in eingehendster Weise. Ueberhaupt legt dieses Heft wiederum beredtes Zeugniß ab, für die Höhe, auf welcher dieses Journal angelangt ist. Der Roman von Annie MockFühre uns in Versuchung" nähert sich in spannendster Weise dem Gipfelpunkt des interessanten Conflicts, während B. Ernst'sPrüfe wer sich ewig bindet" in glücklicher Lösung harmonisch ausklingt. Als neuer, gleich in der ersten Fortsetzung volltönig einsetzender Roman trittVergeltung" von dem beliebten Autor Hans Richter hinzu, an welchen sich eine Fülle von kleineren Artikeln, glänzenden Illustrationen anschließt, um im Verein mit der GratisbeigabeJllustrirte Classikerbibliothek", welche Eichendorff's Ge­dichte fortsetzt, und mit der werthoollen AbtheilungFür unsere Frauen" die sich zu einer unentbehrlichen Rathgeberin in allen häuslichen An­gelegenheiten ausgestaltet hat, auch dieses Heft wiederum zu einer der glanzvollsten Erscheinungen unserer Journallitteratur zu machen.

Lebendig begraben lassen sich die indischen Fakire in ihrer Heimath ohne Anwendung irgend welcher Luftzufuhr, wie man sie in Budapest bei den dort aufgetretenen Fakiren angewendet hat. Das so­eben erschienene Heft 26 der bekannten großen illustrirten Familien- zeitschrift »Mr alle Welt-» (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co Berlin W. Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.) enthält aus der Feder eines bekannten Orientreisenden, der wiederholt solchen Beerdigunqen und Wiederausgrabungen beigewohnt hat, eine hochinteressante Abhandlnnq über diesen Gegenstand, in welcher der Verfasser, der selbst Arzt ist und alle Vorgänge bei der wunderbaren Procedur genau controllirt hat, nachweist, daß dem Begrabenen während der tage- oder wochen­langen Grabeszeit auch nicht ein Hauch Luft zugeführt werden kann. Der Artikel ist sogar mit dem Portrait eines Fakirs versehen, welches Verfasser von demselben photographisch ausgenommen, als der wunder­liche Heilige eben wieder dem Grabe entstiegen war. Ferner finden wir in demselben Hest neben den beiden RomanenUm Nichts" von David Christie Murray undIn der kleinsten Hütte" von F. v. Kapff- Estenther und einer NoveletteEine Schreckensnacht" von C. Weßner, eme ganze Reihe nicht minder interessanter Artikel, welche den Titel dieses besten Familienblattes vollkommen rechtfertigen. Wir führen dar­aus nur an:Ist Selterswasser gesund?" von Dr. Otto Gotthilf, «Die deutsche Hochseefischerei" von Karstensen,Die. Stufenbahn", Spe.seeis",Technische Neuheiten",Schwimmsport und Schwimm­feste",Die russischen Krönungsbecher",Puffer für Ölfische" und noch viele kleine Mittheilungen, Gedichte, Plaudereien rc. re Aus den Illustrationen in Bunt- und Schwarzdruck hebt sich die doppelseitiqe Origmalzsichnung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. auf dem Kyff- häuser, das soeben enthüllt worden ist, ganz besonders heraus. Da- f*n^en ro*r vorzügliche Holzschnittreproductionen der Gemälde vereinten Kräften" von Antonio Paoletti,Unvergeßlich" von R. Konopa,Arbeiter und Bummler" von Heinrich Sperling,Sonder- bares Angebot" von B. Genzmer, sowie die Originalzeichnungen Drohende Gefahr" von L. Dettmann,Ein Reiterspiel in Quetta" und eine reiche Zahl von drastischen Humorbildern, an die sich Portraits, technische Zeichnungen und Texlillustrationen, reihen so daß jeder Ge chmack und jede Interessensphäre durch das Heft befriedigt werden muß.

Redaktion: S. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen UniverstkStS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.

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