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Mit tief mitleidigem Blick beugte Liffa sich über die leblose Gestalt.
Diese geschmeidigen Glieder schienen besser für einen Kämpfer in der Arena, alr in diese vornehmen Kleider zu paffen I
Wie schön diese feingeschnittenen Züge mit der hohen Stirn, dem vollen Bart und dem leichtgewellten blonden Haar waren! (Fortsetzung folgt )
Osrneinnütziges.
Hebet schlechten Geruch in den Zimmern zur Zeit der Heizperiode hört man jetzt überall klagen. Er gibt mancherlei Ursachen dafür, und die Zeitungen haben ihre Leser in der letzten Zeit vielfach darüber aufgeklärt, daß der« selbe von schlechten Oefen, namentlich aber von schlechtem Heizmaterial und den dadurch erzeugten Gasen und Dämpfen herrühre, An eine besondere Quelle der üblen Gerüche, die reinliche Hausfrauen leicht zu beseitigen im Stande sind, erinnert „Dar Rothe Kreuz." Der Staub, welcher sich während des Tages' in einem bewohnten Zimmer stets in reichlicher Menge entwickelt, setzt sich auch auf die Flächen de» Ofen» ab und wird beim Erhitzen desselben thetls langsam, thetls schnell verkohlt und verbrannt. Die reichlichen thiertschen und pflanzlichen Beimengungen können dabei unter Umständen so schädliche Dämpfe erzeugen, daß z. B. bet Lehrern u. A. in sehr staubigen, mit eisernen Oefen ausgesiatteten, großen Räumen Kratzen im Halse, Katarrhs und sonstige Folgezustände entstehen. Das einzige, aber zugleich sehr einfache Mittel ist rechtzeitiges Staubwischen vor dem Anheizen des Ofens.
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Beim Pflanzen von Obstbänmen ist nicht oft genug zu wiederholen, daß der Baumpfahl zuerst gesetzt werden muß und dann erst oer Baum. Niemals soll der Pfahl in die Baumkrone reichen- Immer und immer wieder sieht man Bäume nicht richtig angebunden In Form einer 8 ist zu binden und nicht wie eine Null. Null ist ja nicht».
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Baumpfähle gegen Fäulnitz zu schützen. Da» beste Schutzmittel gegen da» Abfaulen der Baumpfähle ist da« Jmprägniren mit Kupfervitriol. 2 Kilo Kupfervitriol werden in 100 Liter weichem Wasser gelöst, die Pfähle werden, am starken Theile angespitzt, in die Flüssigkeit gestellt, in welcher sie so lange stehen bleiben, bi» die blaue Flüssigkeit am oberen Stirnende zu Tage tritt, was schon nach einigen Tagen der Fall ist.
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Ledetabsälle als Dünget. Diese wirken al» Dünger nur langsam, doch anhaltend und sind deßhalb sehr paffend für Obstbäume. Wo man solche Abfälle billig haben kann, oenutze man diese Gelegenheit. Alle» Schuhwerk ist nicht so gut, immerhin aber al» Dünger für Bäume nicht zu verwerfen.
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Schälen welket Aepfel. Das Schälen von welken Aepfeln wird erleichtert, wenn man dieselben eine halbe Stunde zuvor in kalte» Waffer legt, da sie sich dadurch bedeutend auffrischen. Soll den Aepfeln aber die Schale abgezogen werden, so lege man sie einige Minuten in heiße» oder eine Minute in kochender Waffer.
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8 Ein Handspiegel wird zum hübschen Geschenk, wenn man denselben mit buntem Atlas (je nach Geschmack der Empfängerin) auf der Rückseite beklebt, den Rand oder Rahmen mit einer Garnirung von gleichem Stoff verziert An d e rechte Seite de» Spiegels kann man ein kleines Bouquet von künstlichen Blumen und am Griff, welcher mit Atlas umwunden wird, eine hübsche, nicht zu lange Schleife anbringen.
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VermMehtes.
Der Falsche. Förster: „Nun, Herr Meyer, haben Sie schon viel geschossen?" — Meyer: „Ach, den ganzen Tag hatte ich keinen Anlauf, und da kommen mit einem Mal zwei Hasen und setzen sich Beide auf 30 Schritt vor mich hin. Da mußt ich wahrhaftig nicht, auf welchen ich zielen sollte." — Förster: „Auf welchen haben Sie dann schließlich geschaffen?" — Meyer: „Na richtig auf den falschen."
Literarisches
„Ein Wäschsschatz im Saufe ist ein Schatz an Gesundheit!" Diese allbekannte hygienische Satzung ist das glänzendste Zeug- niß für die Bedeutung der Wäsche überhaupt. Nicht nur dieses, sondern auch des wirthschafilichen Standpunktes halber, den die im Verlage von John Henry Schwerin, Berlin W 35, erscheinende „Jllrzflrtttt Wäsche-Heilung- sich zu eigen gemacht hat, sollte keine sparsame Hausfrau versäumen, sich eine Gratis-Probenummer bei irgend einer Buchhandlung von dieser Perle unter den Frauen-Zeitungen kommen zu lassen. Mit ihren jTetS das Neueste bietenden Wäschemoden, ihren mehr als hundert Wäsche-Schnitten zu den im erläuternden Text enthaltenen Wäsche-Abbildungen (Schnittmusterbogen mit jeder Nummer), mit ihrem aus berufener Feder stammenden Wäsche-Bericht, den als Beilage dienenden Klöppelbriefen und Artikeln über Serviettenlegen bietet auf diesem Specialgebiet die „Jllustrirte Wäsche-Zeitung" das Umfassendste und Vollendetste für den sehr geringen Aboniiementspreis von nur 60 Pfg. vierteljährlich. Sie giebt ferner Anleitung zu lohnendem Frauenerwerb und lehrt der Mutter und Tochter Selbstanfertigung der Wäsche — unschätzbar für's Häusl Abonnements bei allen Buchhandlungen, Postanstalten und durch den Verlag der „Jllustrirten Wäsche- Zeitung" John Henry Schwerin, Berlin W 35.
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Beim Jahreswechsel empfehlen wir unseren Leserinnen das Abonnement auf die beliebte Wochenschrift »Die» Blatt gehört der Hausfrau!- (Verlag von Friedrich Schirmer in Berlin). — Dieses Blatt diente wohl ähnlichen Unternehmungen als Vorbild, bleibt aber unerreicht in seiner Gediegenheit und Reichhaltigkeit des Inhaltes. „Dies Blatt gehört der Hausfraul" hat von allen Hausfrauenzeitungen zuerst die Abtheilung „Mode und Handarbeiten" eingeführt und ist heute das einzige Blatt dieser Art, welches, gleich den großen Modenblättern, in künstlerisch ausgeführten Originalvorlagen — dem geläuterten Geschmack des guten Publikums angepaßt und die Gebote der Sparsamkeit überall berücksichtigend — Alles bietet, was mit dem Fortschritt auf dem Gebiete der Mode, fei es in der Wahl der Stosse oder in der Ausführung, zusammenhängt. Practische Schnittvorlagen erleichtern dabei die Selbst- anfertigung. Im Großen und Ganzen bleibt aber das Prinzip des Blattes unverändert; es soll darin „durch Vereinigung des Practischen mit dem Idealen der thätigen Hausfrau in ihrem Wirken fördernder Beistand geboten, aber auch der Sinn zu Höherem erhoben werden!" — Zu dem Spielhagen'schen Roman „Zum Zeitvertreib" und zu Ortmanns socialem Roman „Im Ausstand" wird sich im Laufe dieses Quartals die neueste Erzählung von B. v. d. Lancken: „Das neue Geschlecht" hinzugesellen. Dieser letzte Roman wird bei Frauen sicherlich ebensoviel Bsiiall finden, als seiner Zeit die in demselben Blatte erschienene Lancken'sche Erzählung „Radme".
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Das theuerste Weihnachtsgeschenk wird einer Dame nicht so v'el Vergnügen bereiten, als ein Jahres-Abonnement der Mode- das in allen Buchhandlungen zu Mk. l0,— zu haben ist und auf einem reizenden Almanach in vielfarbigem Kunstdruck bestätigt wird. Die Beschenkte erhält dafür 24 Hefte der „Wiener Mode" in farbigen Decken, 12 Hefte „Wiener Kinder-Mode", 12 Schnittmusterbogen, zahlreiche farbige Beilagen und das Recht auf Gratisschnitte für sich und ihre Familie. Die „Wiener Mode" bringt jährlich über 350-j muster- giltige Original-Modezeichnungen und Handarbeiten. Sie ist ihrer nunmehr erreichten Vollkommenheit wegen das anerkannte Lieblingsblatt jeder besseren Familie.
Zitherspieler tinb Freunde des Zitherspiels dürfte es interessiren, daß die seither in Tölz (Oberbayern) erschienene Zitherzeitung ,@*o vom Gebirge- in den Verlag der „Reuen Musik- Zeitung" (Carl Grüninger) in Stuttgart durch Kauf übergegangen ist. Die Redaction bleibt in den Händen des in Zitherspielerkreisen vortheil- haft bekannten Herrn Franz Fiedler in Tölz. Das Blatt, das die Interessen des Zitherspiels vertritt, bringt neben belehrenden und unterhaltenden Abhandlungen Concertberichte und Coneertprogramme, welche über die Thätigkeit in Zitherspielerkreisen orientiren, und in jeder Numm-r auf Notenpapier gedruckte Musikbeilagen. Der Abonnementspreis beträgt nur Mk. 1,20 vierteljährlich. Probenummern versendet die Verlagsbuchhandlung von Carl Grüninger in Stuttgart auf Verlangen gebührenfrei.
Redaetion: N. Scheyda. — Druck und «erlag der Brühl'fchen UniverstMS-Buch- und Steindnickerei (Pietsch * Scheydas in Gießen.


