Ausgabe 
2.7.1896
 
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Unterhaltungsdiatt nun Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).

Die Töchter des Popen.

Roman von Marguerite Poradowska. Deutsch von M. Pillet.

(Fortsetzung.)

Panna Binia wird uns den Thee eingießen/ sagte Thaddäus.

Und mit reizender, schüchterner Unbeholfenheit that das junge Mädchen wie üblich zuerst den Zucker und den Löffel in das Glas, damit es nicht springe, dann goß fie einen kleinen Theil des heißen Getränk» hinein, öffnete den Hahn des Samowars und füllte die Gläser mit kochendem Wasser, indem fie einen fragenden Blick auf den Hausherrn richtete, um zu erfahren, ob die Mischung so gut oder zu stark wäre.

»Zu stark? Nein, gewiß nicht, Panna Binia, keine Angst, im Gegentheil zu schwach."

Dar verlegene Mädchen goß schnell etwas Thee dazu.

Noch immer zu schwach," sagte Thaddäus lachend.

Aber diesmal sah fie ihn ganz hilflos an und wußte nicht, was fie thun sollte, denn der Thee aus dem Glase floß schon fast über in den kleinen metallenen Untersatz.

Panna Binia wird doch wissen, daß man Rum in den Thee thun muß, viel Rum, wenn er stark werden soll."

Und der gute Oberförster, der sich an der beschämten Miene seiner Schülerin ergötzte, streckte schalkhaft lächelnd die Hand nach der Crystallflasche aus. Dann brachen alle Drei in ein frohes, glückliches Lachen aus.

Thaddäus hatte sich bequem zurückgelehnt, sog den Duft seiner Cigarette ein und schlürfte seinen Thee in kleinen Zügen; dabei betrachtete er Janek und Binia, die emsig mit ihrer Mahlzeit beschäftigt waren. Er war stolz auf seinen Hans, denn er las in den klaren Augen des jungen Mannes ein großmüthiges Vergessen alles Vergangenen. Erst am Abend vorher hatte er durch Binia von ihrer Rettung aus dem Flusse gehört, und wenn er auch Janek seine Zufrieden­heit nicht mit Worten ausgesprochen hatte, so verstanden sie sich doch auch ohne diese.

Ja, er freute sich seines Werkes und fühlte sich für alle Mühe hundertfach belohnt. Sein ruhiges, auf Wohlwollen und Gerechtigkeit gegründetes System hatte Früchte getragen.

Mit Predigten, mit bitteren, scharfe« Worten hätte er eine heftige Natur wie die Janeks nicht bezwingen können; es gehörte dazu die langsam, aber sicher wirkende Macht des Beispiels. Tropfen äuf Tropfen hatte Hans die Lehren seines Meisters in sich ausgenommen und war ihm ganz natürlich ohne Anstrengung auf dem geraden richtigen Wege gefolgt.

Es war fünf Uhr Abends. Durch das offene Fenster drangen die milden Wohlgerüche des Waldes. Tausendfache Vogelstimmen mischten sich in da» Säuseln der vom Winde bewegten Blätter. Draußen und drinnen im Häuschen un­gestörter, heiterer Friede. Die Sonne sank langsam hinter die grünen Eichen. Thaddäus erhob sich plötzlich.

Sie müssen fort, Panna Binia; was würde Ihr Vater sagen, wenn wir Sie über die erlaubte Stunde hinaus be­hielten? Nimm Deine Flinte, Janek, und rufe Komar; wir wollen die kleine Popadianka ein Stückchen begleiten," sagte er, die beiden jungen Leute schelmisch anlächelnd.

VI.

Es war Binia« letzte Stunde bei dem Förster gewesen, denn ihr Vater fand, daß fie vorläufig genug gelernt hätte-

Diese Entscheidung verdroß Han« mehr, al» er erwartet hatte und er erblickte darin einen neuen Beweis von dem kalten Egoismus des Priesters.

Von nun an lief er nicht mehr wie sonst davon, wenn er zufällig auf seinen Streifereien dem jungen Mädchen und ihren Schwestern begegnete, sondern zog den Hut schon von weitem ab und ging auf sie zu-

Sie sind es, Panna Binia?"

Guten Tag, Herr Hans. . . . Alles gesund zu Hause?" »Ja, danke. Suchen Sie Brombeeren? Warten Sie, ich werde Ihnen einen Ort zeigen, wo die Sträucher ganz schwarz davon find."

Die kleinen Mädchen klatschten vor Freude in die Hände.

Ein andermal rannte er mit der lustigen Gesellschaft einem Eichhörnchen nach. Wenn sie bann müde vom Laufen waren, ruhten fie sich einen Augenblick aus und plauderten im Schatten einer Tanne auf einer sonnigen Lichtung, wo purpurrother Fingerhut seine Kerzen gerade in die Höhe streckte.