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verständlich nicht mit kostspieligem und schwer erreichbarem Glase, sondern mit geöltem Papier ausgefüllt, ein Umstand, der zur Folge hatte, daß nur ein stark abgeschwächtes Dämmer» licht in den gastlichen Raum einzudringen vermochte.
An Einrichtungsstücken war darinnen nicht eben viel vorhanden. Ein offener Schrank mit allerlei Flaschen und Gläsern bildete jedenfalls den wesentlichen Bestand des Möble» ments. Außerdem gab es nur noch in dem einen Winkel ein niedriges Bett und in dem anderen eine hölzerne Bank nebst einem höchst primitiven Tische, den der Eigenthümer aller dieser Herrlichkeiten auf sehr einfache Weise dadurch hergestellt, daß er die Schrankthür auf einige in die Erde gesteckte Pfosten genagelt hatte. (Fortsetzung folgt.)
Ein menschlicher Bienenstock.
(Schluß.)
Aus den publicirten osficiellen Listen ersehen wir, daß täglich ungefähr 400 Kinder geboren werden, jedoch nur 200 Todesfälle vorkommen. 120 Ehen werden jeden Tag geschloffen.
Von einem Staate wie England, welches an der Spitze des Welthandels steht, und besonders in London, welches das politische und Handeli'Centrum dieses Landes bildet, finden wir natürlich alle Nationen der Welt repräfentirt, bei Ein» wohnern anderer europäischer Staaten oft durch Tausende. Es wird angenommen, daß in London mehr Juden als in ganz Palästina wohnen. Im allgemeinen jedoch ist die fremde Bevölkerung Englands mit seinen 25 000 000 Einwohnern keine so große, als daß sie die ewige Klage der Engländer über unmäßig vermehrte Einwanderung rechtfertigen könnte. Unsere deutsche Colonie ist natürlich die zahlreichste. Sie betrug nach dem Census von 1891 circa 50000, von denen etwa die Hälfte auf London kommt. Darunter find 2000 Bäcker und 1700 Schneider.
Wenn ich hier von der deutschen Colonie in London spreche, so ist es wohl passend, d,ß ich einige wenige Worte über deren innere Verhältnisse beifüge. Für religiöse und Erziehungszwecke besitzt sie 6 rein deutsche protestantische Kirchen (die katholischen Kirchen haben sämmtlich einen oder mehrere deutsche Geistliche), mit denen allen deutsche Volks» schulen verbunden sind, die dafür sorgen, daß das hier ge» borene oder jung herüberkommene Kind deutscher Abstammung mit dem Vaterlande in Verbindung bleibt. Dar schönste Beispiel deutschen Gemeinstnns und deutscher Wohlthätigkeit jedoch ist das durchaus aus deutschen Mitteln begründete deutsche Hospital, welches, obgleich fast nur (durch Vsrmächt- niffe hat sich ein kleiner Fonds angesammelt) auf freiwillige Beiträge und Subscriptionen angewiesen, doch bereits über 200 Betten gebietet. Ihre Majestäten, unser sowie der österreichische Kaiser, und fast alle unsere deutschen Fürsten betheiligen sich an dem guten Werke durch jährliche Sub» scriptionen. Obgleich ausschließlich für unsere Landsleute be» stimmt, nimmt im Falle von Unglück rc. das Hospital einen jeden Hilfsbedürftigen auf, ohne nach deffen Nationalität zu fragen. Immer mehr hatte sich das Bedürfniß herausgestellt, einen Mittelpunkt für deutsches Leben in London zu besitzen; für lange Zett scheiterte alles an dem Kostenpunkte, bis man etwa vor 30 Jahren diese Schwierigkeiten unter Beihilfe einiger patriotischer Landsleute besiegen und zur Erbauung der großen, herrlich eingerichteten deutschen Turnhalle schreiten konnte.
Das für Ankauf des Platzes, Bau und Einrichtung nöthige Capital betrug circa 9000 Pfund Sterling. Unter den vielen jetzt bevorstehenden englischen Hallen gilt die unsrige als eine Musteranstalt.
Die ungeheuere Ausdehnung der Stadt bedingt auch dem» entsprechende Verkehrsmittel, und obgleich solche dem Publikum in jeder Art und Weise und im weitesten Umfange zu Gebote
stehen, immer noch sind dieselben nicht genügend und man ruft und verlangt nach Erweiterung und Verbefferung derselben. Im Umkreise von 12 Meilen vom Mittelpunkte der Stadt, der General'Postofficin, 'gibt es 780 Meilen Eisenbahn mit 702 Stationen. Eisenbahnen unter auf und über der Erde und die unterirdische Bahn, die den localen Verkehr besorgt, befördern jeden Tag eine Million Paffagiere, während nicht weniger als 2 500000 Personen per Omnibus (deren Anzahl 5000 beträgt), bei 7500 zweirädrigen und 14 000 vierrädrigen Droschken und Pferdebahnen mit über 6800 Wagen, welche fast alle die Hauptstraßen der Stadt durchlaufen, reisen. Die Themse, welche London von Westen nach Osten in zwei Hälften theilt, ist durch 11 Eifenbahnbrücken überspannt, und Hunderte von Dampfbooten bringen für weniger Geld einen jeden schnell genug nach irgend einem am Wafler belegenen Theile der Stadt.
Es bleibt uns nur noch übrig zu sehen, wie es möglich ist, den Nimmersatten Riesen zu füttern. Die ganze Welt hat dazu beizusteuern, denn das kleine, übervölkerte England kann nicht einmal genug für den Bedarf von London produciren. Laut einer Erklärung von Lord Playfair im Oberhause sind nur etwa 30% des für England nöthigen Brodgetreide» heimisches Product, während man für 70% auf da« Ausland, vorzugsweise auf Süd-Rußland, Californien und Indien angewiesen ist.
Bekanntlich ist der Engländer ein großer Fleischeffer, und auch darin müssen andere Länder in die Lücke treten. Argentinien, Nord-Deutschland', Dänemark, Spanien und Holland senden Hunderttausende von lebenden Ochsen, während eigens dazu gebaute Dampsboote Millionen von Centnern gefrorenes Ochser.fleisch von Amerika und Schaffleisch von Neuseeland auf die englischen Märkte bringen. Im Jahre 1891 kamen in den Londoner Centralfleischmarkt allein davon 307 500 Tons (1 Ton — 1100 Kilo); die tägliche Zufuhr daselbst betrug 1005 Tons und erreichte an einem Tage sogar 2936 Tons. Für Weihnachten 1889 versah Chicago allein den Londoner Markt mit 27 000 Ochsenvierteln. 127 000 Ton« Fische kamen in demselben Jahre auf den Londoner Haupt- fischmarkt.
Auch der Import von Hühnereiern ist ein großartiger. Es klingt fast fabelhaft, von 1 200 000 000 Stück pro Jahr zu hören, von denen Rußland 75 000 000, Deutschland und Frankreich zusammen 714 400 000 und Belgien, Italien, die Türkei und Egypten den Rest lieferten. Zusammen repräsen- tirten diese 1200 Millionen Stück einen Geldwerth von 3 000 0M Pfund Sterling.
Al« Curiosum führe ich Hier den Londoner Küchenzettel für eine Woche bei. Er enthält 3 500 000 Laib Brod, zu 4 Pfund jeder, 7000 Tons Ochsen- und Schasfleisch, 4000 Ton- Fische, 100 000 Stück Geflügel aller Art, 2 Millionen Eier, 3 000 000 Pfund Butter, 6000 Tons Früchte und Gemüse und 2 000 000 Quart Milch.
An Kohlen verbrennt London jährlich nicht weniger als 16 000 000 Ton«.
Die Sicherheit der Stadt und ihrer Einwohner ist den Händen von 12 000 uniformirten und 400 geheimen Polizisten anvertraut, ungerechnet 800 solche, welche den riesenhaften Verkehr in den Straßen zu ordnen haben. Durch die Straßen der City allein passiren jeden Tag 95 000 Wagen und ca. 1 180 000 Füßgänger. Der Verkehr auf dem Fluffe ist bewacht von 500 Wafferpolizisten.
Rudolph Schück.
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Speculation. Commerzienrath: „Ich will den neuen Frack zur Audienz bei Seiner Hoheit anztehen . . . machen Sie die Knopflöcher recht in die Augen springend."
ftebactlon: St. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm UniverstMS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.
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