Ausgabe 
1.8.1896
 
Einzelbild herunterladen

Ähre sich von ;en Weise ge­ilt Sümmchen kann, wo er gsam, so doch viel, sagt ein hren unnützen versucht, wird sparniffe an» Menschen ver« artet Barnum !» Einkommen anzigfachen, je

icht wenig, - reis bedeutend daß sie ihren i, den Schein t Opfer. Es m Mitteln zu tterlaffen, für d auch glück-

itt die Frauen nicht« Neble«

heut wunder« nken Sie doch,

Wie wahr will et! - i Ausnahme" in Vater von

:Na, heut irige« Trink« rlot, da habe in

1 Mk. 50 Pfg. ! nennt unsere ,ar launenhaft, che uns unver« doch die Frau daß sie einen ng fassen kann, s ihr instinctiv mmt dabei eine antome, welche Besonders in -urtheilung der deren geistigen, sahrenheit und und Schaden "stört wird. ehr zeitgemäß, höheren Liebe, rd die hierzu re Einblicke m -ch dem Weibe dtt und leicht- aodernen Frau utz vor folgen^ ihren.

n Gießen.

Untechaltungsdlatt pm Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).

i :

4 ' 1 -

JV* i /"*

Samstag -e« L August

!

«7.

'W8DW.

I

MA.

Die Erbin.

Novellette von Leo Sonntag.

(Schluß.)

Jeder Versuch, den Hedwig machte, Ilse zu trösten, zu beruhigen, war umsonst. Immer wieder schluchzte sie auf: Warum mußte gerade ich ihn lieben? Warum lieb' ich ihn noch?"

Endlich ließ der erste heftige Ausbruch ihres Schmerze» ein wenig nach.

Er darf morgen nicht kommen, darf nicht mit dem Onkel sprechen; ich werde ihm schreiben I"

Und mit ihrer ganzen Energie richtete sie sich auf und eilte zum Schreibtisch.

Herr Lieutenant," lautete da« Billet,Sie haben mir gestern die Ehre erwiesen, mich Ihrer Liebe zu versichern; doch es geschah unter falschen Voraussetzungen. Ich habe heute Morgen erfahren, daß man mich hier allgemein mit meiner Schwester Hella verwechselt, das heißt, daß man mich für die Erbin hält, die sie ist. Wir find Halbschwestern und ihr allerdings beträchtliches Vermögen stammt von ihrer ver« storbenen Mutter, während ich arm bin. Sie sehen also, ich entspreche nicht dem Ideal, welchem Sie nachstrebten und ich entbinde Sie daher Ihre» Versprechens, morgen meinen Onkel aufzusuchen. Ergebenst Ilse Selttkoff."

Am Abend desselben Tage» saß Curt von Thelen in seinem Zimmer, eifrig studirend, al» plötzlich Alfred zu ihm hereingestürmt kam.

Lies dies," rief er und warf Ilses Billet vor ihm auf den Tisch.Lies und dann sage mir, was ich thun soll."

Was Du thun sollst? Nun, das scheint mir sehr klar," sagte Curt, nachdem er die wenigen Zeilen überflogen,zu ihr hingehen und ihr sagen, daß Du sie nie für eine reiche Erbin gehalten."

Aber das wäre ja eine Lüge, denn ich habe sie dafür gehalten."

Du hättest -*

m , »Hier, lies auch dies." Und Alfred reichte ihm jenen Brief seines Onkels, der ihn seiner Zeit so sehr erregt.

So, das war'«? Also deshalb wolltest Du zuerst nicht» von Ilse wiffen, deshalb Dein sonderbares Benehmen, da» ich mir nicht erklären konnte!"

Ja, der Vorschlag meine» Onkel» empörte mich, ich wehrte mich lange gegen meine Liebe, denn auf den ersten Blick hatte mir e» Ilse angethan; ich wollte mich nicht gefangen geben, wollte kein Glücksjäger sein. Aber was half mir die ganre schöne Ueberlegung? Nichts, gar nicht»! Ich unterlag schließlich doch und zwar hoffnungslor. Und wenn meine Ver­hältnisse nur etwas besser wären, ich würde mich heute auf­richtig freuen, daß sie nicht die Erbin ist, denn das war eigent­lich das Einzige, was mich insgeheim noch an ihr störte. Aber was soll ich thun? Darf ich sie an mich binden, ohne ihr eine gesicherte Existenz bieten zu können, und würden ihr Onkel, ihre Mutter es zugeben?"

Ob sie will, scheinst Du gar nicht zu fragen."

Wozu? Ich weiß, baß Ilse mich liebt, und wenn ich es nicht gewußt hätte, aus diesem Brief hätte ich es heraus- gelesen."

Nun, wenn es nur Deine ungünstigen Vermögensverhält­nisse sind, die Dir zu denken geben," begann Curt zögernd, so könnte ich Dir vielleicht einen Vorschlag machen."

Halt, alter Freund, mache mir lieber keinen Vorschlag, denn ich müßte ihn doch nur als einen Act Deiner Großmuth betrachten. Daß ich weder an Deiner Freundschaft noch an Deiner Opferwilligkeit zweifle, weißt Du, aber eben so gut wirst Du mir zugestehen müssen, daß ich ein Opfer Deiner­seits keinesfalls annehmen kann."

Jetzt bin ich es, der Dir Halt zuruft. Wer sagt Dir denn, daß ich ein Opfer bringen will? Viel eher könnte mein Vorschlag ein solches für Dich bedeuten. Wenn ich vorhin zögerte, mich auszusprechen, so lag es daran, daß mir der Gedanke ganz plötzlich gekommen war. Willst Du mich jetzt anhören ?"

" . ,mertnelroe8enl" stimmte Rheinsberg zu, und nun

setzten sich die beiden Freunde zu einer ernsten Bsrathung hin und es war schon sehr spät in der Nacht geworden, als Fred endlich mit einem festen Entschluß von Thelen Abschied nahm.