Ausgabe 
30.5.1895
 
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wohl ein Oesterreicher, aber ein Freund des Fräulein Blanche | will in Ihre Geheimnisse nicht eindringen," fügte Catherine de Lavaline meiner Wobltbäterin." ! lebhaft hinzu, als sie einen unruhigen Ausdruck auf dem Ge«

2(Sin Verwundeter ist heilig!" sagte Lefebvre.Dein I sichte des Verwundeten bemerkte.Uebrigens geht das mich

Zimmer, meine Catherine ist eine Ambulanz geworden, darauf j nichts an, und Fräulein Blanche verdient wirklich, geliebt zu

zielt Niemand. Pflege den armen Teufel, rette ihn; ich will I werden."

Dir gerne helfen Deine Dankesschuld an das Fräulein, j Der Graf Neipperg richtete sich halb in bie Höhe auf

d-m Du io viel schuldest, abzuzahlen, aber sieh' zu, daß I und rief mit Begeisterung:Ja, ste ist schön und gut,

Niemand davon erfährt es würde mir vielleicht in meiner | meine geliebte Blanche I O, Madame, wenn der Tod^ mich Section fchaden" I hinwegrafft, sagen Sie ihr, daß ich mit meinem letzten Athem«

O Du bist ein wackeres Herz ebenso gut wie I zuge ihren Namen ausgesprochen habe, sagen Sie ihr, daß alle tapfer! Lefebvre, hier ist meine Hand: wenn Du willst, I meine Gedanken, ehe das Leben mich verließ, ihr und werde ich Deine Frau!" |Sie werden nicht sterben!" sagte Catherine, bemüht,

Das wird schnell geschehen sein aber die Freunde I ihn zu trösten.Stirbt man denn in Ihrem Alter und

werden ungeduldig, ich muß ihnen folgen." I wenn man verliebt ist? Sie müffen leben, mein Herr, füt

Sergeant Lefebvre, Sie werden erwartet, die Wahl i Fräulein Blanche, die Sie lieben und Sie gewiß wieder

fängt an," sagte einer der Gardisten. | liebt, und auch für jene andere Person, die Sie eben nennen

Es ist gut, ich folge Euch. Vorwärts, Kameraden." I wollten ohne Zweifel ihren Vater, Herrn von Lavaline? Und während der Sergeant sich zur Wahl in die Section I Ein sehr schöner Herr ich habe ihn einige Male gesehen, begab, trat Catherine auf den Fußspitzen in das Zimmer, I den Herrn Marquis; er trug ein prächtiges blaues Sammt- wo in einem leichten, von Fieberschauer unterbrochenen I gewand, mit Gold gestickt und schnupfte seinen Tabak Schlummer der junge österreichische Offizier ruhte, der, weil I aus einer Büchse, die mit lauter glänzenden Steinen besetzt er den Namen Blanche von Lavalines genannt hatte, ein I war." , o

für ste heiliger Gast geworden war. I Als Neipperg den Namen de» Marquis von Lavaline

I hörte, ließ er eine Geste entschlüpfen, die für ein Zeichen

VI. I der Verachtung und Zorn gelten konnte.

Der kleine Henriot. IWie es scheint, sind sie keine guten Freunde," dachte

Der Verwundete war bei dem leichten Geräusch von I Catherine bei sich.Gut, das zu wissen, ich werde ihn ntif Catherinens Tritten erwacht. Sie brachte ihm Bouillon I mehr erwähnen. Ohne Zweifel widersetzt sich der Vater bet und etwas Wein, indem ste sagte:Da, Sie müffen sich I Heirath - armer Fräulein! Also darum wollte der junge stärken, Sie brauchen alle ihre Kräfte, denn Sie können nicht I Mann sich tödten lassen!" (Fortsetzung folgt.)

lange in diesem Zimmer bleiben. Nicht ich schicke Sie fort, I

o nein Sie sind hier der Gast des Fräuleins Blanche, g sie hat Sie in meine Wohnung geführt, sie ist's, die Sie hier I

aufnimmt und beschützt. Aber, sehen Sie, es kommen sehr Iln11111 Uriges»

Neipperg machte eine Bewegung und sprach langsam: I städtischen Krankenhause zu Lyon eine Auflösung von Paraffin Wir bab^?den König vertheidigt/' in Petroleum oder Benzin angewandt und es wird von dem

" AL wo!" rief Catherine achselzuckend.Er hatte sich I Verfahren behauptet, daß durch dasselbe der Fußboden un« ia in die Nationalversammlung geflüchtet, dort suchte ihn j durchdringlich für jede Flüssigkeit, Pilze rc. werde. Um den Niemand er war in Sicherheit und ließ Euch, Egoist, I Fußboden zu reinigen, wird derselbe einfach mit einem Lappen wie er ist, abschlachten, ohne mehr an Euch zu denken, als I abgewischt, der mit sehr verbünntet GatfcoUöf^ cm die rothe Mütze, die er sich am 20. Juni, kaum dah I Da Schmutz und Feuchtigkeit an dem so behandelten Hche die Patrioten fort waren, vom Kopfe riß, trotzdem et sich I nicht hasten oder eindringen können, ist ein Scheuern nicht ( vor unseren Kameraden vom Faubourg Antoine gestellt hatte, I nöthig und bleiben trotzdem die Dielen stets weiß und rein, als fttze e? sie fteiwillig auf! Aber," fügte si? nach einem Die Lyoner Aerzte sind von den Erfolgen sehr eingenommen kurzen Stillschweigen hinzu,warum haben Sie sich denn in I und empfehlen die Behandlung der Fußböden in dieser Weise dieses Getümmel hineinreißen lassen, Sie, ein Fremder! Denn I für Schulen, Kasernen und Privathäuser.

Sie sind ja Oesterreicher, wie Sie mir sagten." I * .

Lieutenant der Leibwache Sr. Majestät ich war mit I Kerzen trifft Brandt in Schönborn eine Ein«

einer Mission an die Königin beauftragt." I Mtung, welche die Benutzung von Glascylindern möglich

Also für die Königin haben Sie sich geschlagen, I Ru dem Zwecke wird oben auf die Kerze eine doppel« Sie, den unsere Kämpfe gar nichts angingen!" murrte Ca« I roatt^de unten mit Luftlöchern versehene Hülse aufgeschoben, therine. c . . ..I welche sich mit einigen Klauen oben aus die Kerze ausstützt

Ich wollte sterben!" antwortete der junge Offizier mit I un?) ben trägt, der entsprechend der stattfindenden großer Einfachheit. Verbrennung der Kerze beständig mit der Hülse allmälig nach

Sterben! In Ihrem Alter? Für den König? Für I t «nkt.

die Königin? Na, dahinter steckt etwas anderes, mein junger | '

Herr!" sprach Catherine mit gutmüthiger Schelmerei.Ver- I der Dam«'

zeihen Sie, wenn ich indiskret bin, aber wenn man zwanzig j Für die kleidsamen

bm iR * ebenetIiebtl BÄÄ 8'sLrGeschmeM ® ' Sie baden es errätben meine gute Wirthin!" I keit doch der Beweglichkeit der Aermel keinen Abbruch thut.

" Ei, daswar au? nicht schwer? Und wollen Sie, daß I Gewiß sind die amerikanischen Ladys um diesenVortheihda ich Ihnen sage, in wen Sie verliebt sind? In Fräulein I durch den Aermeln unbeschränkte Dimensionen geben zu könne, Blanche von Lavaline, darauf könnte ich wetten. O, ich sehr zu beneiden.