Gemeinnütziges.
Erkältungen sind die stetigen Begleiter eines Witternngsumschlags und die Ursachen der mannigfachsten Erkrankungen. Auffallender Weise beobachtet man dieselben fast ebenso viel bei eintretendem Steigen der Wärme al» bei starkem Rückgang derselben. Das kommt daher, daß wir meist dem Wechsel der Witterung mit dem Wechsel der Kleidung nicht genau folgen, d. h. mit dem Anlegen der Winterkleider warten, bis die Erkältung eingetrete« ist, und im Frühjahr zu voreilig damit find. Abhärtung unseres Körpers ist freilich sehr zu empfehlen, doch muß dieselbe vernünftig betrieben werden, was nur dann geschieht, wenn wir uns an den Uebergang zur leichteren Kleidung nur allmählich gewöhnen. Bei unbeständiger, feuchter Witterung aber erkälten wir uns durch nichts mehr, als wenn wir zu bequem dazu find, die mehr oder minder durchnäßten Kleider mit trockenen zu wechseln. Man hat einen Gang gemacht und bekommt in den Strümpfen die Feuchtigkeit mit, und damit ist der empfindlichste Theil des Körpers, der Fuß, in Gefahr, der Vermittler einer Erkältung zu werden. Der berühmte Arzt Pettenkofer schildert den Prozeß, der fich in diesem Falle vollzieht, indem er sagt: „Wenn wir uns im Freien nasse Füße zugezogen haben, so beginnt, sowie wir in ein warmes Zimmer mit trockener Luft kommen, eine bedeutende Verdunstung. Wenn man an der Fußbekleidung nur drei Loth Wolle durchnäßt hat, so fordert das Wasser darin so viel Wärme zu seiner Verdunstung, daß man damit ein halber Pfund Wasser von Null Grad zum Sieden erhitzen oder mehr als ein halbes Pfund Eis schmelzen könnte." Man wechsele also nasse Strümpfe, sowie andere keuchte Leibwäsche und Kleidungsstücke sobald als möglich; im gegen- theiligen Fall wird man ohne einen tüchtigen Schnupfen oder sonstigen Katarrh kaum davon kommen.
Feuchte Wohnung. Ein sehr einfaches Verfahren, um zu wissen, ob eine anscheinend feuchte Wohnung für den Menschen bewohnbar ist, besteht darin, daß jedes Zimmer gut verschlossen und man in denselben eine ganz genau abgewogene Menge frisch gebrannten und fein zerstoßenen Kalkes ausstellt. Erst nach 24 Stunden wiegt man den Kalk wieder ab und stellt den Unterschied fest. Beträgt die Gewichtszunahme mehr als 1 Procent, so sind die Zimmer der großen Feuchtigkeit der Luft für die Gesundheit der Menschen nachtheilig und sollten nicht bewohnt werden. Es müssen daher Vorkehrungen getroffen werden, um in solchen Wohnungen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu vermindern.
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Fensterscheiben zu reinigen. Durch Anwendung von Bürsten oder kräftiges Scheuern mit groben Lappen werden die Glasscheiben leicht zerkratzt; wenn man sie aber mit scharfem Essig oder verdünnter Salzsäure benetzt, so werden die grauen, matten Stellen, welche sonst gar nicht weichen wollen, verschwinden, und nach Abspülen mit reinem Wasser wieder rein und durchsichtig erscheinen.
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Holzfiecke« aus Wäsche zu entfernen. Durch das Waschen in neuen Wannen bekommt das Zeug zuweilen braune oder gelbe Flecken. Um dieselben zu entfernen, löst man einen Theelöffel voll Weinsteinsäure in einem Liter weichem Wasser auf, weicht die befleckte Stelle hierin ein und wäscht sie nach 24 Stunden aus. Allenfalls ist dies Verfahren noch einmal zu wiederholen. Besonders hartnäckige, durch Tannenholz entstandene Flecken weicht man in eine aus der Apotheke geholte starke Lösung unterschwefelsaures Natron ein, streut dann Weinsteinsäure darauf und wäscht mit lauem Regen- wasser nach.
ReiSsuppe. Der Reis wird zuerst eine halbe Stunde in kaltes Wasser gethan, damit er feine eigenthümliche Säure verliert, sodann abgegossen und mit kochendem Wasser ab- gequirlt, dann in die kochende Fleischbrühe gethan und eine Stunde kochen lassen; wenn man will, noch mit einem in kaltem Wasser zerquirlten Ei in einem Kaffeelöffel voll Kartoffelmehl abgequirlt und mit zerriebener Muscatnuß bestreut.
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Fleischklötze. Das gekochte ober gebratene Fleisch wird mit etwas Zwiebel und einigen Sardellen recht fein gewiegt, */4 bis Vr Pfund Butter zu Schaum gerührt und nach und nach ganze Eier, sowie etwas geriebene Muscatnuß, gewiegte Citronenschale, Salz und ein Viertel soviel geriebene Semmel, als man gewiegtes Fleisch hat, dazu gethan, dann rührt man Alles gut durcheinander, formirt breite Klöse, bestreicht solche mit zerquirltem Ei und klarer Semmel und bratet sie in Butter auf beiden Seiten schön gelbbraun.
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Junge Häschen oder Kaninchen mit Kräuter«. Das junge Häschen oder Kaninchen legt man, in Stücke gehackt, mit Butter, feingeschnittenem Speck, Salz, Pfeffer, Petersilie, Sauerampfer und fein gewiegten Zwiebeln in eine Schmorpfanne. Nachdem das Fleisch genügend gedämpft ist, fügt man den Saft einer Citrone hinzu.
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Honigbier. Ein Pfund Honig wird mit 12 Pfund Wasser übergossen, dem Gemisch setzt man einen Abguß von 5 Gramm Hopfen und etwas Muskatnuß oder Ingwer zu. Hat sich die Flüssigkeit soweit abgekühlt, daß man einen Finger in ihr erleiden kann, so schüttet man ihr noch 2 bis 4 Löffel voll Hefe zu; am anderen Tage beginnt die Gährung. Nach 2 bis 4 Tagen ist sie bei etwas unter normaler Temperatur beendet. Ist Klärung eingetreten, so wird das Bier vorsichtig abgegossen und zum Gebrauch auf Flaschen gezogen.
Oernckiehter.
Vorschlag zur Güte. Student (der fich von einem Herrn fixirt glaubt): „Mein Herr, ich wünsche mit Ihnen zu hängen." — Herr: „Hären Se, könnten Se das nicht besser alleene besorgen?"
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Seine Auffassung. Soldat (in einem Geschichtr- werke lesend): „Napoleon verließ Helena nicht mehr bi» zu seinem Tode. (Für fich): Donnerwetter, muß die gut gekocht haben."
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Naive Frage. Mäxchen: „Nicht wahr, Papa, wenn der Herzog einen Sohn haben will, dann läßt er mit der Kanone 21 Mal schießen, und der Storch bringt ihm dann einen?"
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Wenig Vertrauen. Fritz (zu seinem Vater, der Schutzmann ist): „Vater, ist Dein Helm au» Gold?" - Vater: „Nein, wo denkst Du hin . . ." — Sohn: „Glaub'- schon, sonst hätten ihn die Spitzbuben schon lang erwischt!"
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Das gerade nicht. „Ist da« Mädchen, dem sie gekündigt haben, arbeitsscheu, gnädige Frau?" — „Das gerade nicht I Sie ruht nur gern aus, bevor sie recht angefangen hat!"
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Zerstreut. Professor (in den Raflrfalon hineinrufend):
-Guten Morgen! Ich gehe nur noch 'mal schnell vis-a-vis
B"Wltndler- Seifen Sie mich nur inzwischen immer ein!
Rtbaction: A. Schstzd«. — Druck und Verlag der Brühl'schm UniverfiKtk^vuch- und Ctcinbrurferei (Pietsch & Gcheyba) in VießM.
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