Ausgabe 
19.3.1895
 
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Dienstag den 19.

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Die Nemesis.

Novelle von W a l t e r H o g a r t h.

-- (Nachdruck verboten.)

Der junge bayerische Edelmann Freiherr Rupprecht von Eggonsberg war aus einer Studienreise durch die italieni­schen Alpen auch nach Monaco gelangt, doch hatten ihn nicht die berüchtigten Spielhöllen Monacos, sondern die herrliche Lage dieser Stadt dahin gelockt. Schon zwei Tage weilte Rupprecht von Eggonsberg in Monaco und erfreute sich an der farbenprächtigen südländischen Landschaft, ohne auch nur daran zu denken, an einem der grünen Spieltische sein Glück zu versuchen-

Der sorgfältig erzogene und von Natur sehr glücklich beanlagte junge Edelmann fand überhaupt an bedenklichem Spiel und Sport keinen Gefallen, sondern er vertrieb sich lieber seine Musezeit mit Reisen, Jagden und landwirthschaft- lichen Studien. Wollte er doch nächstes Jahr da» väterliche' Erbgut au» den Händen eine» Pächters in eigene Verwaltung nehmen und diesen Plan verfolgte er so ernst, daß er für ausschweifende Vergnügungen weder Sinn noch Neigung hatte. Vor seiner Abreise von Monaco rooJte der junge Freiherr sich die Spielhöllen von Monaco aber doch einmal ansehen und zögernd und vorsichtig, als wenn er auf einem unrechten Wege wäre, schritt er am dritten Tage seiner Anwesenheit nach den Spielsälen.

Kaurn hatte der junge Edelmann einen Saal betreten, wo die Spieler und Spielerinnen aller Nationen sich um den Tlsch des Roulette-Spieles rouge et noire drängten, da fiürjte sich mit freudigem Ausrufe ein in extremer Toilette gekleideter Cavalier mit stechenden grauen Augen und langem, spitzen Schnurrbart auf ihn los.

Guten Tag, mein lieber Baron I" rief der Cavalier in deutscher Sprache.Welches Glück, Sie hier zu sehen! Das heißt, welches Glück werden Sie hier haben, denn daß Sie hier tm einzig schönen Tempel der Fortuna Ihr Glück »er» suchen wollen, steht doch außer Zweifel."

.. «Du irren Sie sich allerdings, lieber Rittmeister!" er­widerte Eggonsberg lachend.Ich bin, wie Sie wiffsn, an» gehender Landwirth und in Hazardspielen ganz unerfahren,

überhaupt nur zufällig gerade nach Monaco gekommen. Ich bereise da» nördliche Italien und will noch heute Abend weiter reifen."

Ach, Sie scherzen, lieber Baron ober reden wie ein unschuldiges Kind, welches das Leben und seine hiesigen Reize nicht kennt. Herrliche Natur, schöne Frauen, internationale Gesellschaft und Goldhaufen für jeden glücklichen Spieler gibt es hier und da wollen Sie heute schon wieder fort, Eggons­berg, treten Sie Ihr Glück nicht mit Füßen. Sie sind rung und müssen den perlenden Champagner de» Lebens, der nir­gends besser als in Monaco credenzt wird, genießen, ehe Sie sich auf Ihrem einsamen Landgute hinter Ställen und Obst» bäumen begraben."

Der junge Baron sah den weltgewandten Versucher, den er von der Residenz her kannte, verlegen an und sagte dann: Entschuldigen Sie eine Frage, Herr Rittmeister! Sind Sie schon lange in Monaco?"

Schon länger al» drei Monate. Ich habe nämlich letzten Winter den Dienst guittirt, weil ich mich von unserem alten Oberst nicht zu Tode chikaniren lassen wollte. Konnte thatsächlich nichts Gescheidteres thun, lieber Baron. Lebe hier wie der Prinz von Arkadien vor seiner Höllenfahrt. Gewinne fast täglich einige tausend Francs und genirt es mich nicht im Geringsten, wenn ich einmal verliere. Mein Ritter­gut, welches ohnedies mit Hypotheken belastet war, habe ich verkauft und den Erlös am grünen Tische angelegt. Aber kommen Sie, lieber Freund, und versuchen Sie Ihr Glück!"

Spielen will ich nicht," sagte Eggonsberg ruhig,aber ansehen will ich mir einmal die Spielsäle."

Aber bester Baron, seien Sic doch kein Narr. Wenn Sie einmal nach München in'» Casino kommen und erzählen dort, daß Sie in Monaco gewesen seien und hätten nicht ge­spielt, so werden Sie auf alle Fälle furchtbar ausgelacht."

Ach, ich verstehe nicht» von den Hazardspielen und finde auch keine Freude an denselben."

Thorheit, lieber Baron, Thorheit! Die Hazardspiele wie rouge et noire sind die leichtesten von allen und der Reiz kommt sofort, wenn man spielt. Was kann Ihnen dabei überhaupt passiren. Schlimmstenfalls verlieren Sie dabei ein paar hundert Francs. Sie können al» Neuling, wie dies oft der Fall ist, ober auch kolossales Glück haben und ein Ritter-