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UnterhaMngsblatt zum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).
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Dora.
Novelle von Marie Treuter.
(Fortsetzung.)
Dora war den Tag über schweigsamer als gewöhnlich und wich den Blicken meine« Bruders geflissentlich aus. Mit heimlicher Angst beobachtete ich von jetzt an mein Kind. Es war nach meines Bruders Abreise oft zerstreut, und ich fühlte instinktiv, daß sein Herz ein Geheimniß bewahrte, welches es der M, tter nicht anzuvertrauen wagte.
Was sollte, war konnte ich thun?
Sollte ich den Ort verlassen, ehe Dora noch über die Gefühle ihres Herzens klar würde? Ich vermochte es nicht. Eine geheimnißvolle Macht fesselte mich an diesen Ort, die Macht der blauen Augen.
Wieder kam ein Sonntag, und da ich mich wohler fühlte, so gedachte ich mit Dora dem Gottesdienste in der kleinen Dorfkirche beizuwohnen. Gewöhnlich bestanden die Andächtigen meist au» den Anwohnern des Ortes, diesmal aber waren fast alle Plätze der kleinen Kirche mit Kurgästen besetzt. Die Landleute brückten stch in bie Ecke und stiegen auf bie Emporen.
Dora stand mit vielen Anderen im Gange neben den Bänken. Da» Lieb, welches vor bem Beginn ber Predigt von der Gemeinde gesungen wurde, war beendigt, unb darauf horte man bie Schritte des Prebiger« auf ber Kanzeltrepps. c ,'?h iU ®?ra hinüber. Freudiges Erstaunen malte sich auf ihrem Antlitz.
Jetzt ertönte eine Stimme leise, gedämpft unb dennoch In lebet Silbe deutlich. Diese Stimme zwang mich, empor« zublicken.
Da stand er, hoch aufgerichtet, die Hände etwas er» hoben, den Blick nach oben gerichtet, dem Bilde eines Apostels gleich. Nachdem er ein kurzes Gebet gesprochen, folgte die Verlesung des Evangeliums, 1. Corinther 13. 1 — 13: «Wenn ich mit Menschen und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz und eine klingende Schelle."
Voll und .mächtig tönten jetzt die Worte von seinen Rippen. Ich schloß die Augen und gab mich traumverloren
dem Zauber dieser Stimme hin. „Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebs, diese drei; die Liebe aber ist die größte unter ihnen." Wieder blickte ich empor, fast in demselben Augenblick sah auch er nach unserem Platze herüber. Ich sah, wie er augenbicklich zusammenzuckte und eine Röthe seine Stirn und Schläfe überzog, wie sich ein dunkler Schatten über seine lichten Augen breitete. Dora» Anblick hatte ihn verwirrt, e» unterlag keinem Zweifel, er liebte ste. Wie im Traum hörte ich bie Predigt, vernahm ich ben Gesang der Gemeinde. Mit wankenden Knieen verließ ich, auf Doras Arm gestützt, das Gotteshaus.
„Ist Dir nicht wohl, mein Mütterchen?" fragte sie, stch tief zu mir herabbeugenb. Dabei sah ich, baß ihre Wangen brannten.
' - «Führe mich zu ber Bank unter ben Akazien, Dora," sagte ich mit erzwungen ruhiger Stimme, „bie feuchte Kirchen« lüft war für mich keine paffenbe Atmosphäre."
Seltsam, Dora schwieg, träumerisch ging ste neben mir her, bis wir bie Bank erreicht hatten. Ich fühlte, baß ich allein sein mußte.
„Nimm Dein Bab, Dora," sagte ich schnell, „ich werde Dich hier erwarten."
Dora gehorchte. Ich war allein, für nur wenige Se« künden nur, denn schon erklangen Schritte ganz in meiner Nähe. Vor mir stand der Mann, dessen Bild meine Seele folterte und den mir ein merkwürdiges Verhängniß selbst an den einsamsten Orten in den Weg führte. Sine Bitterkeit ergriff mein Herz, welche mir die Kraft gab, dem Manu ruhig in die leidenschaftlichen Augen zu blicken.
„Sie hier, Madame?" redete er mich an. „Welch glückliches Geschick führte mich an diesen Ortl"
Ich zwang mich zu einem höflichen Lächeln, bet Muth begann mir nachdenklich zu sinken.
Er nahm an meiner Seite Platz, er fragte mich nach meinem Befinden, bedauerte mein längere» Unwohlsein. Alle seine Worte klangen hastig, aufgeregt. Dann schwiegen wir Beide minutenlang. Ich machte eine Bewegung, um mich zu erheben. Diese Bewegung rüttelte ihn au» feinen Träumereien.
„Wollen Sie mir eine Viertelstunde Gehör schenken,


