Ausgabe 
12.3.1895
 
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In der Ecke hob Ella die kleinen Finger in die Höhe und rief ängstlich:Ich bitt« ja, Papa!"

Wetterelement! Was soll das nun wieder?" brummte der alte Herr.

Gib ihm die Ella, Papa!" bat Martha leise.Ich bins zufrieden."

So - ?" Ein Licht ging ihm auf; er zwickte die Augen zusammen und fixirte Max.Ah! Also hier ist der hübsche Bart zu finden?"

Gefällt Ihnen mein Bart, Papa?"

Nein, mir!" kicherte Ella vergnügt.

So steht es mit Euch?" nickte Papa Birkendorf.Na, dann nehmt Euch in na, punktum I"

Mit Blitzesschnelle folgten Umarmungen, Küsse doch das kennt der freundliche Leser selbst ich hoffe, aus eigener

Erfahrung.

Hauptmann Birkendorf zerrte ein buntseibenes Tuch aus bet Schlafrocktasche unb rieb seine Stirn bamit.

Herrgott, war bas eine Nacht!" sagte er aufathmenb.

Aber bei Morgen bricht an unb mit ihm eine neue, fröhliche Zukunft!" rief Max, Arm in Arm mit seinem Bräut- chen, froh bewegt.

Alles schien am guten Ende, da stieß mitten in der Be« haglichkeit plötzlich Birkendorf einen ächzenden Ton aus und schlug sich entsetzt auf die Stirn.

Um Gotteswillen! Was ist denn?" rief Alles.

Der alte Herr knickte förmlich zusammen und jammerte: Das hatte ich ganz vergessen ich bin ein Mörder. Drunten liegt ja doch ein Todter"

Mit rascher Bewegung stand Max am Fenster.

Das wollen wir gleich feststellen." Er beugte sich hinaus und rief:He, Gärtner, haben Sie den Leichnam gefunden?"

Deutlich vernahm man die Bejahung durch eine heisere Stimme.

In furchtbarer Spannung hatte Birkendorf gehorcht; nun zitterten ihm die Beine und er brachte nichts als:O o o!" heraus.

Einen Augenblick hatte Max überrascht in« Zimmer zurückgeblickt, aber sogleich waren ihm Zweifel an der Glaub« Hastigkeit dieser Leiche aufgestiegen.

Wer ist es denn?" rief er hinaus.

Der Molly, unser Hauskater!" grunzte es vom Garten herauf.

Max trat in's Zimmer; laut lachten die beiden Damen; er gab fein eigenes Lachen dazu.

Hauptmann Birkendorf verdrehte erst das Gesicht, als hätte er Galläpfel geschluckt, immer mehr in die Höhe stieg er aus seiner niedergedrückten Stellung, und auf einmal schrie er ein mächtigesHurrah!" Als Fahne schwenkte er seine weiße Zipfelmütze.

Das war das Todesröcheln!" rief ihm Max zu.

Birkendorf machte einen gravitätischen Schritt und rieb sich die Hände.

Welch ein wonniges Gefühl," schmunzelte er seelen« vergnügt,ich bin nur Katzenmörder!" Zu dem glücklichen Paare gewendet, fuhr er fort:Ihr habt einander unb für Dich, Martha, ba muß ich eben einen anberen Täubrich suchen!"

Mein süße» Täubchen!" flüsterte Max selig und schaute in die klaren Augen Ellas.

Werde ich auch gerupft?" neckte sie.

Ein lauter Kuß war seine Antwort.

Papa Birkendorf stand bei Seite und blinzelte zu den Küssenden hinüber. Die Spitzen seines Schnurrbartes drehend, brummte er grimmig:Bombenelement wie so ein Kuß schmecken muß! Weiß mich kaum mehr zu entsinnen. Ich wollt, ich wär auch noch so ein junger Springinsfeld und könnte auch mitthun na, punktum!"

Darauf faßte er seinen künftigen Schwiegersohn am Arme und zog ihn, allerdings nicht ohne Mühe, zu sich heran.

Höre mal," sagte er,nun wollen wir die Tauben schlafen lassen. Du bist der Marder also hinaus aus dem Schlag. Wenn es Tag wird, magst Du wieder vorsprechen, und Ihr zu Bett! Habt keine Sorge, jetzt wachen Zwei für Euch!" Seinem Schwiegersohn in spe lisvelte Birkendorf noch heimlich zu:In meinem Keller steht eine kleine Batterie rothe Kerls; ich brauche Jemand, der mir hilft, ihnen die Hälse zu brechen. Hihihi!"

Unten knallten Pfropfen; sogar an einem alten Soldaten­liede versuchte sich Birkendorf, oben schlief nur Martha; das Bräutchen lag in den weißen Kissen selig und träumte offenen Auges von süßem, sonnigem Liebesglück.

Und sie hat es wohl gefunden.

Winterkeöen der Insekten.

Von Dr. Hans Fröhlich.

----- (Nachdruck verboten.)

Wenn der Winter sein schneeiges Leichentuch über Feld Flur ausbreitet, so werden zwar zahllose thierische Individuen darunter zum ewigen Schlaf begraben, aber viele andere ver­fallen nur vorübergehend in einen erstarrenden Schlaf und werden von den ersten warmen Sonnenstrahlen wieder wach geküßt, denn keine einzige Gattung darf ihren gänzlichen Untergang finden. Noch andere beweisen sogar eine so energische Lebenszähigkeit und Widerstandskraft gegen die Kälte, daß sie fast ohne jede Erstarrung den Winter überdauern. Merk­würdiger Weise sind hierbei in großer Zahl gerade jene kleinen Lebewesen, die Insekten, vertreten, welche im Sommer theils durch ihres Körpers Pracht, wie die Schmetterlinge als lebende, schwebende Blumen unser Auge erfreuen, theils als zudringliche Schmarotzer, wie die Mücken und Fliegen, uns allenthalben behelligen und belästigen. Gewiß höchst wunderbar ist es, daß Insektenlarven, von denen so manche kaum einen Milimeter Länge haben, so viel Lebenskraft be­sitzen, daß sie die ganze kalte Periode unbeschadet überleben. Der Entwickelungszustand freilich, in welchem die Infekten überwintern, ist ein sehr verschiedener. Die meisten aus­gewachsenen Thiere lernen nur des Sommers Freude kennen und sterben, sobald der erste rauhe Sturm die Blätter von den Bäumen schüttelt, schnell dahin; aber ihre Nachkommen­schaft harret im Ei« oder Larvenzustande, in geschützten Winkeln sicher verwahrt, des kommenden Frühlings. Jedoch gibt es auch zahlreiche vollkommene Insekten, welche, freilich uns nicht mehr zu Leid als zu Freud, nie ganz unserer Be­hausung fehlen und auch draußen in der Natur sich einem aufmerksamen Beobachter oft zeigen. So finden wir in den Küchen oder Wohnzimmern, welche längere Zeit kalt stehen, immer noch einige von unseren treuesten Stubengenoffen, den Fliegen. Diese sind aber im Winter viel zudringlicher und unangenehmer als im Sommer; denn fast stets halb erstarrt fliegen sie oft genug direkt in die heißen Speisen hinein, ober sitzen- auf unserer warmen Nase so fest, daß ein einfaches Schütteln des Kopfes sie nicht zu verjagen vermag. Auch viele intimere und intimste Schmarotzer führen bekanntlich ihr stechendes und beißendes Dasein leider im Winter ruhig weiter. Die Parasiten der Säugethiere sind vielfach als Puppen an den Haaren ihrer Wirthe, z. B. der Schafe und Hirsche, fest anklebend zu finden und die auf Vögeln lebenden Arten bleiben im Winter meist in den Nestern derselben als Puppen liegen. Da nun viele dieser Vögel, wie die Schwalben, ihre alten Nester wieder aufsuchen, so finden auch die oft nicht zum Fliegen fähigen Parasiten im Frühling regelmäßig wieder ihren Tisch gedeckt.

Treten wir an einem klaren Wintertage in ein unbewohn­tes Zimmer, so kann sich uns leicht der liebliche Anblick dar­bieten, daß wir am sonnenbeschienenen Fenster einen Schmetter­ling, meist Fuchs oder Pfauenauge, lustig umherflattern sehen. Kommen aber trübe, kalte Tage, so müssen wir oft lange suchen, ehe wir diesen Wintergast in irgend einer dunklen Ecke ober am Zweige einer Topfpflanze roieberftnben. Solche