Ausgabe 
3.8.1895
 
Einzelbild herunterladen

3Ö4

Redaction: A. Schcyda. Druck und Verlag der Brühl'schen UniversiMs-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen.

haben diese Narren auf unsZ herabgezogen. Die Preußen g vorgeht, und ich gestehe, ich dachte nicht daran, die Meinung zielen mit Granaten auf unsere Häuser. Jetzt haben wir I des Vertheidigungsrathes einzuholen."

das gewünschte Bombardement- Sind Sie nun zufrieden, IUnd das war sehr unrecht von Ihnen, Commandant,"

Baron?" | sagte der Director der Genietrupven, Bellemond.

Der Bürgermeister drehte sich um, um Lowendaal zu I Beaurepaire setzte den Hut wieder auf.

suchen, aber der Generalpächter war verschwunden. IKamerad," sagte er zum Commandanten, geht

hot- ibm gerne aeiolat wäre weil er klaubte. I mich an. Ich werde, wenn es nothwendig, ist, mein Benehmen

»°°°**' -* Äs.« fa«t=Ä6wteU16e SSfäÄ KSÄtTÄ m'«- 1$ il' ssweiaen Ich lebte in mein Hauptquartier! ihre Befehle, welche den innern Dienst und die Polizeimaß. ÄS' 3,n,6w1 *" bi*" ®" b«ÄhÄeÄ'tÄJIXtertÄ »S *UWe fiorr «tftf" siebte der Präsident geben Sie nicht, I schulden; aber was meine Soldatenpflicht und die Granaten

Granaten Antwort. Die Trommel in Ihren Straßen schlägt | den Mnd

' 3S b« K die Trommeln «MI« -ui d« Treppe Ä--M-T und eie rnüBten ihn befrag«, ehe fie eine

Sie waaen es bierbenukommen" sagte der Bürger. I befehlen, als die Thore zu verrammeln, die Tiratlleure' auf meister verrweiselt.b^' Herr Comr^ndant ""fügte er hinzu, I den Wällen zu placieren, die Geschütze gegen die nahenden

indem er sich zu Bellemond, dem Gouverneur, wendete,rasch, ! feindlichen Corps auffahren zu ?ls^bätte ich

unterzeichnen Sie einen Befehl, daß dis Trommeln zu schweigen g nnen. das Kcmerad, habe ich gethan, als hätte ich d^ 'dnen bLzeichnen wtt^ DfMer< vorwerfen könnten, ist, daß ich nicht ein lebhafteres Feuer

"Ju einer ^^EMde wird VeMn in Nammen | |ejtige Detonationen folgten den Worten Beaurepaires. stehen und wir werden beim Lichte der Granaten die Mar 1 Ricbtuna des Thores Saint.Vietor.

seillatse singen," rief eine laute Stimme hinter ihnen. I Die Honoratioren erschraken, mehrere schlüpften hinaus,

Die Thür hatte sich geräuschvoll geöffnet, und Beau«. I in firo6er Sorge um ihre Wohnungen, denn die Preußen paire, von Lefebvre begleitet und von den Soldaten des I Oesterreicher würden auf diese wüthende Kannonade 13. Regiments und den Freiwilligen von Mayenne-et-Loire I mi-t elnettt Granatenregen antworten.

umgeben, erschien schrecklich wie der Kriegsgott vor den be- IDas ist ein tapferer Mann," sagte sich Neipperg, indem stürzten Bürgern. r, m 4 I er die offenen Züge Beaurepaires betrachtete.Sein Anblick

Der Präsident versuchte seine Autorität zu wahren. I trö£et tiber dieses schändliche Schauspiel."

Commandant, wer hat Sie ermächtigt herzukommen | und höflich auf ihn zutretend, sagte er:Commandant, und Berathungen der Munizipalität und der Bürger, die fie I ich darf Sie nicht in Unkenntniß lassen, wer ich bin: Graf berief, zu stören?" sagte er mit einer Stimme, welcher er I Neipperg, Adjutant des Generals Clerfayt."

vergeblich Festigkeit, zu geben stch bemüte. |Sie sind in Civtl?" sagte Beaurepaire mißtrauisch.

Man versicherte mir, daß Sie hier alle einen infamen IIch bin nicht als Parlamentär gekommen, Commandant,

Berrath beabsichtigen und daran denken, die Stadt zu über- I sondern einfach mit dem Auftrag, der Munizipalität von geben," antwortete Beaurepaire, ohne sich im Geringsten I Verdun und dem Vertheidigungsrathe eine offizielle Note des verwirren zu lassen.Bürger, ist das wahr? Antworteti" ! Generalissimus zu überbringen."

Wir sind nicht verpflichtet, Ihnen die Entschlüsse der |Wahrscheinlich die Aufforderung, die Stadt zu über- Behörden mitzutheilen, Herr Commandant. Wollen Sie sich I geben."

mit ihren Leuten zurückziehen und das Feuer einstellsn, das IJawohl."

Sie anbefohlen haben, ohne die Meinung des Vertheidigungs- IUnd was wurde hier geantwortet?

rathes einzuholen," sagte der Präsident streng, weil er sich | Beaurepaire warf einen anklagenden Blick auf die Hono-

von den Honoratioren unterstützt wußte. ratioren und dis Magistratsbeamten, die die Augen nieder-

Beaurepaire dachte einen Augenblick nach, dann nahm schlugen und den Kopf abwendeten. (Fortsetzung folgt,)

er den Hut ab und sagte in respectvollem Tone:Meine 1

Herren I Es ist wahr, ich habe die Meinung des Vertheidigungs- I DemtifcbitS«

rathes nicht abgewartet, um auf die Preußen feuern zu i ' ,, ., . Q, .

taffen, die stch bereits den Thoren näherten und Miene i Ueberrafchende Schlußfolgerung. Lehrer, machten, beim ersten Signal einzudringen - einem Signal,Wenn eine senkrechte und eine wagrechte Linie in einem das sie von innen zu erwarten schienen. Ich habe die Thore | Punkt zusammenfließen, was bilden sie dann? - Schuler- verbarrikadiert, mein braver Freund Lefebvre hier hat seine iEinen KlexI"

Voltiaeure m beiden Seiten der Pallisaden aufgestellt, und i *

der Feind ist zurückgehalten worden. Ich kam gerade mit l Er kennt sich! Student (zum Frühschoppen aus« meinen Freiwilligen an, als män mir mittheilte, was hier gehend):Na, gute Nacht, Mutter I