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UnterhaUungMatt zum Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).
ist. Und gerade weil ich so von Herzen glücklich bin
über die
„Das versteht sich," bemerkte Frau Digby, erleichtert äufathmend. „Es wird mir zum Lohn für Trissas Leben kein Opfer zu groß fein. Aber, Onkel, es ist durchaus nicht freundlich von Dir, fo gerlngfchätzend von meiner Tochter zu reden."
„Na, na, Nichte, Du solltest mich doch nun endlich kennen," sagte Sir Fülle „Ich unterstütze zwar verzogene Mädchen nicht gern, aber ich gebe ja zu, daß Trissa sehr hübsch, sehr munter und auch nicht dümmer als Andere in ihrem Alter
Die Tochter des Meeres
Semem s»n *. Steele.
Rettung des Kindes, suche ich nach dem Rechten als Belohnung."
„Ich würde ihr zu gern ein schönes Geschenk meinen Mitteln angemessen machen."
„Thorheitl" unterbrach der Baron sie hastig. „Meinst Du, ein Werthpapier oder ein kostbares Halsband könne ein so edles Mädchen für das Leben Deiner einzigen Tochter belohnen? Ich habe eine ganz andere Idee. Du mußt wissen, daß ich gestern zu der Dame ging, die sie, wir mir scheint, als eine Art Sündenbock zu sich genommen hat, um mich nach ihrem Leben zu erkundigen, und so viel ich erfahren konnte, ist er ein armes, verlassenes Geschöpf, um das sich seine natürlichen Beschützer nicht kümmern und das die Natur in herrlicher Weise ausgestattet hat. Nun denke ich, Nichte, wir wollen sie von dieser Art Wanderleben retten; was meinst Du dazu?"
„Mein lieber Onkel, damit würdest Du Dir eine entsetzliche Verantwortung aufbürden," erwiderte Frau Digby bestürzt.
„Unsinn, Helene I Glaubst Du, ich würde ein solcher Thor sein und mir ein junges Mädchen wie dieses in's Haus nehmen? Das würde, so alt ich auch bin, zu allerhand Gerede Veranlassung geben. Nein, ich habe einen ganz anderen Vorschlag. Laß sie zu Dir kommen und gib ihr Aussicht auf eine bessere Stellung, als sie jemals bei der alten, geizigen Frau haben kann. Ich werde Dir das Nöthige für sie geben, damit Dein Einkommen nicht darunter leidet."
Frau Digby machte ein etwas bestürztes, unentschlossenes Gesicht.
„Mein lieber Onkel, bedenke es wohl. Ein solcher Wechsel in ihrer ganzen Stellung und dann . . ."
(gertfet**e.)
XXXVII.
„Nun, Nichte, wie geht es dem Mädchen heute?" fragte Sir Fülle, in Frau Digbys Frühstückszimmer tretend. „Aber ich brauche wohl gar nicht zu fragen, ich kann es mir schon denken. Trissa klagt und die kleine Heldin ist frisch und blühend."
Frau Digby sah ärgerlich au».
Granville lachte.
„Wirklich, Onkel, ich muß sagen, daß Du sehr hart gegen die arme Trissa bist," erwiderte die Mutter so vorwurfsvoll. „Sie ist wirklich so ungemein zarter Natur, daß ich mich gar nicht wundere, daß ein solcher Schreck, wie sie ihn gestern gehabt hat, sie dermaßen angegriffen hat. Ich habe ihr zugeredet, jedenfalls im Bett zu bleiben, bis Doctor James kommt."
„Und die Andere .... das edle Wesen, dem Du das Leben Deines Kindes verdankst . . . was hast Du wegen ihr beschlossen, Helene?" fragte der alte Baron Fülle voll Interesse.
„Nun, sie erklärte so entschieden, daß ste ganz wohl sei und aufstehen werde, daß ich meinte, es könnte ihr nicht» schaden. Man sieht ja sofort, daß sie viel kräftiger als meine Trissa ist."
„Gewiß und auch in geistiger Beziehung ist sie ihr überlegen," bemerkte Sir Fulks kühl. „Davon hat sie gestern einen guten Beweis geliefert . . . meinst Du nicht, Granville? Sie ist tapfer wie ein Admiral."
„Und schön wie eine Prinzessin," fügte der junge Mann begeistert hinzu.
Frau Digby warf Granville einen drohenden Blick zu, den derselbe jedoch gar nicht zu beachten schien, denn er fuhr ilic:06 Jott: "^un, ich bin eigentlich recht froh, daß sie nicht hier ist, denn ich wollte mit Dir berathen, was wir nun thun fallen. Natürlich müssen wir uns für den Dienst, den sie uns erwiesen hat, angemessen revanchiren."
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