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genug junge Hühner hat. Nach sorgfältigen Erfahrungen steigert sich die jährliche Eierproduction einer Henne bis ein­schließlich des dritten Lebensjahres, vom vierten Jahre aber an nimmt dagegen die Zahl der Eier ab. Man schlachte die Hennen also, bevor sie das vierte Lebensjahr erreichen und zwar entweder kurz vor Beginn der Mauser als Suppenhuhn oder bald nach vollendeter Mauser und nach einiger Mast als Brathuhn. Natürlich müssen die Thiere während und nach der Mauser sehr reichlich gefüttert werden. Hennen, welche vier Jahre und mehr alt sind, bringen als Leghühner nicht mehr die Futterkosten ein, jeder Hühnerzüchter schädigt sich also sehr, wenn er die alten Hühner nicht rechtzeitig abschafft. Für die abgehenden Hennen stellt man ebenso viele im letzten Früh­jahr erbrütete junge Hennen ein; ist man auf Zukauf an­gewiesen, so besorge man denselben schon im Anfänge des Winters, nicht aber erst im folgenden Frühjahr, weil man dann mit den bei den Züchtern und Händlern zurückgebliebenen geringeren Thieren sich begnügen muß, während man Ende Herbst und Anfang Winter noch die schönste Auswahl an kräftigen jungen Hühnern hat- Man wähle solche Hennen aus, die von Frühbruten stammen; die im Sommer erbrüteten Hühner stehen hinter jenen stets erheblich zurück.

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Eine neue Schuhart, welche ventilirt, aber dennoch wasserdicht ist. Unter dem NamenCellular- Schuhe" ist eine neue Schuhart erfunden, welche Luft durch­läßt, also die Ausdünstung der Füße begünstigt, aber dennoch wasserdicht ist- Diese bemerkenswerthe Eigenschaft der neuen Schuhart erklärt sich nach einer Mittheilung derLeipz. Jll. Schuhm.-Ztg." dadurch, daß die Luft sich, wie bei den gummi­freien Regenmänteln, so in den feinen Maschen des Gewebes fängt, daß sie keine Feuchtigkeit durchläßt. Die Cellular-Schuhe sind nämlich mit einem seidenen oder baumwollenen Futter versehen, dessen Gewebe den Zellen der menschlichen Haut in­sofern gleicht, daß es Ausdünstung gestattet, aber nicht so leicht Luft zuläßt. Unter der Wölbung des Fußes befinden sich im Leder mehrere kleine Löcher, die für die Ventilation dienen. Nach dieser Beschreibung könnte man annehmen, als müßte durch diese Oeffnungen die Feuchtigkeit in den Schuh dringen. Dem ist aber nicht so; denn ein Cellular-Schuh, längere Zeit in's Wasser gehalten, bleibt im Innern völlig trocken.

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Hüte aufznfrischert. Um einen weich gewordenen Hut wie neu herzusiellen, bestreicht man ihn auf einer Seite mit dünn aufgelöster Gelatine, läßt ihn etwas übertrocknen und glättet ihn dann mit einem nicht zu heißen Eisen. Es gelang uns auf diese Weise, einen schwarzen Hut in Roßhaar­geflecht aufzufrischen. Beim Plätten legte ich ein Tuch zwischen Hut und Eisen, weil Roßhaar leicht sengt. Der Hut wurde wie neu und noch widerstandsfähiger als vorher. Zum Auf­putz benütze ich einen graugelblichen Seidenschleier, den ich feucht plättete, um ihn steifer zu machen, und eine Rosarose, deren ein wenig verblaßter Farbe ich durch etwas stark ver­dünnte rothe Tinte nachhalf. Alle Rosablumen lassen sich mit ein paar Tropfen rother Tinte sehr gut auffrischen; mit Anilinfarbe, in jeder Droguenhandlung zu haben, kann man sogar eine schöne dunkelrothe Farbe erzielen.

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Eine Stempelfarbe, welche nicht zu rasch auf dem Karbekiffen trocknet, wird aus 16 Thellen einer beliebigen Anilinfarbe, 80 Theilen kochendem destillirten Wasser, 7 Thellen Glycerin und 3 Theilen Syrup bereitet. Das Anilin wird in heißem Wasser gelöst und unter Umrühren der übrigen Bestandtheile hinzugefügt. Zahlreiche Vorschriften zur ge­werbsmäßigen Herstellung von Tinten und Stempelfarben finden sich im 17. Band der chemisch-technischen Bibliothek von A. Hartleben, zu beziehen durch jede Buchhandlung.

Wie soll es in dem Taubenschlag ansfehen?

Rein sei der Fußboden und rein von Taubenschmutz. Also

hinaus mit dem Taubenmist, nütze ihn auf dem Composthaufen und bereite Deinen Tauben ihr Heim mit einem schönen trockenen Sandbett. Da finden sie Gelegenheit zum Baden und können sich vor Ungeziefer fchützen. Ferner ist den Nestern besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Dieselben be­finden sich gewöhnlich in hölzernen Gestellen und sollen mit weichem Heu belegt sein. Man entferne allen Schmutz, und achte darauf, daß keine alten, faulen Eier oder Eierreste in denselben verbleiben. Falls Ungeziefer vorhanden ist, reinige man, so oft es ohne das Gehege zu gefährden möglich ist, und setze neues Heu in die Nester.

Vermischtes.

Gerechter Zweifel. Ihr Gegner ist verurtheilt, Ihnen die ganze Summe zu bezahlen, nur müssen Sie die Kosten tragen." - Klient:Ja, hab' i denn nu eigentlich g'wonne oder verlöre?"

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GroßMuth. Bettler:Ich bitte um eine gütige Un­terstützung; bin armer Reisender." Kaufmann:Habe heute bankerott gemacht, mein Freund, indessen, Buch­halter, notieren Sie für ihn zehn Mark in) die Gläubiger mässe."

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Kindermund. Der Lehrer erläutert den Kindern die Bedeutung und Anwendung von Sprichwörtern. So sollen Sprichwörter gefunden werden, die auf Kinder An­wendung haben, z. B.Jung gewohnt, alt gethan",Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" u. f. f. Dann fragt der Lehrer, ob einer seiner kleinen Schüler vielleicht auch einen Spruch wisse, der auf ihn, den Lehrer, Bezug habe. Ein siebenjähriger Knirps hebt erfreut und siegesge­wiß den Zeigefinger der rechten Hand und ruft keck:Liebe Deine Feinde!"

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Human. Frau:Es bricht mir das Herz ab, wenn ich sehe, wie die armen Leute dort nichts ordentliches anzu­ziehen haben und so frieren müssen." Mann:Aber liebe Frau, bedenke doch, was die Leute an Wintergarderobe sparen I"

Schnelle Bedienung. 1. Kommis:Wo ist denn der Herr, der das Heftpflaster wollte?" 2. Kommis:Der ist wieder fortgegangen; seine Wunde ist inzwischen zugeheilt!"

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Auf der Kunstversteigerung. Versteigerer:Hier, meine Herrschaften, ein Meisterwerk des berühmten Malers Schmierinsky in Goldrahmen I" Kunstfreund:Drei Mark biete ich!" Versteigerer:Drei Mark . . ., aber ich bitte Sie, liebster Herr, soviel ist ja allein das Bild werth!"

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Erklärt.Das ist aber doch eigentlich nur ein sehr geringes Gefolge bei dem Leichenbegängniß des Sanitätsraths D.!"Sehr natürlich. Seine Patienten sind ihm eben alle vorangegangen!"

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Dumme Frage. Frau:Hast Du mir etwas mit­gebracht?" - Mann:Ach was - Du siehst doch, daß ich von der Jagd komme!"

Mit Recht. Doctor Schnäbler hat eine Millionärin geheirathet. Nun, er ist ja practischer Arzt.

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Schade. Professor (einen lebensgefährlich steilen Seu» abhang hinuntersausend):Und gerade heute muß ich meinen Geschwindigkeitsmesser zu Hause gelassen haben!"

Redaction; A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Vi^cn.