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Gemeinnütziges.

Zur Pflege der Zimmerpflanzen. Jetzt ist die Zeit, in der die Zimmerpflanzen in bester Vegetation sind. Deßhalb brauchen sie jetzt viel Waffer, viel Nahrung und reichlich frische Luft. Die abgeblühten Zimmerpflanzen werden zurückgeschnitten und verpflanzt. Auch die emfindlicheren Gewächse können nun vor das Fenster auf ein Blumenbrett gestellt werden. Ist das Blumenbrett der Sonne stark aus« gesetzt, so thut man gut, dasselbe so einzurichten, daß man zwischen die Töpfe Moos packen kann, damit die Erde nicht zu heiß wird. Das Moos halte man mäßig feucht, nicht zu naß. Die Erde in den Töpfen muß trotz de» Mooses doch austrocknen, denn es ist gerade das wechselweise Trocknen und Feuchtwerden der Erde in den Töpfen von der größten Be- deutung für die Pflanzen, weil dadurch immer wieder frische Luft in die Erde eindringen kann. Darin beruht im Wesent­lichen das ganze Geheimniß der Pflanzenpflege, die Erde so zu begießen, daß sie in verhältnißmäßig kurzer Zett wieder trocken wird und dabei doch so stark, daß die Pflanzen ge­nügend Master erhalten. Damit die im Frühjahre ausge- säten Blumengewächse sich recht üppig entwickeln, verpflanze man sie möglichst oft, jedesmal aber, in nur etwas größere Töpfe. Zu kräftiger Entwickelung der Pflanzen ist es wei­terhin nöthig, die Pflanzen regelmäßig zu düngen. Blatt­pflanzen gebe man eine Salpeterlösung (1 : 1000), die man bei jedesmaligem Gießen anwenden kann- Blüthen« pflanzen erhalten außerdem noch etwas phosphorsaures Kali. Bei Regenwetter stelle man seine Pflanzen, auch wenn man sie sonst dauernd im Zimmer hält,,ins Freie.

Regel für das Gießen der Zimmerpflanzen. Das Master muß durch die Erdbällen schnell in die Unter­sätze laufen und darf in diesen nicht die Unterfläche des Topfes berühren. Wir setzen diese also auf Steinchen oder Korkringe. Die Hauptsache bei der Zimmerkultur ist aber ein ruhiger Stand der Pflanzen. Bet fortwährendem Hin» und Herrücken gedeihen sie nicht. Gießen mit lauwarmem Waffer ist eine weitere Hauptursache, wodurch manche trän» kelnde Pflanze wieder gesund wird.

Pfeffergurken einzulegen. Man wählt dazu ganz kleine, höchstens fingerlange Gurken, bürstet sie ab, legt sie vier Stunden in Salzwaster, trocknet sie gut ab und schichtet sie mit dazwischen gestreutem Estragon, etwas Pfefferkraut, nach Belieben auch Perlzwiebeln oder Schalotten und Meer­rettich, ei« wenig Salz, schwarzen Pfefferkörnern und Lor­beerblättern in große Glasbüchsen oder kleine Stetntöpfe, gießt abgekochten und wieder abgekühlten Weinessig darüber, kocht denselben nach 2 bis 3 Tagen abermals auf und wieder­holt dies noch zweimal in kurzen Zwischenräumen, worauf man die Büchsen fest zubindet und aufbewahrt. Viele mischen noch spanische Pfefferschoten, Ingwer, Fenchel, Thymian, Nelken und Koriander unter die Gurken oder beobachten das Verfahren, den Essig zweimal nach einander siedend über die Gurken zu schütten und nach acht Tagen nochmals aufzukochen, dann aber erst nach dem Auskühlen darüber zu gießen.

Die letzten Rosenstecklinge pflanzen wir jetzt in Töpfe, wie auch die im August gemachten Chrysanthemum. Stecklinge. Wir stellen letztere im kalten Kasten auf und ent» spitzen sie, sobald sie 5 bis 6 Zoll Höhe erreicht haben. Dann werden sie verpflanzt und zwar in 4V2 Zoll weite Töpfe, in denen sie blühen sollen. Die Blätter dürfen .auch bet diesen niemals zum Welken kommen.

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Gries mit Birnen nach Wiener Art. */4 Pfd. Gries wird in siedende Milch eingerührt und zu dickem Brei gekocht, den man in eine Schüffel nimmt und verkühlen läßt.

Jndeffen 4 Loth Butter leicht gerührt, 3 Eidotter, 3 bis 5 ab- gezogene, gestoßene bittere Mandeln, etwas fein gewiegte Ci- tronenschale, 2 Eßlöffel voll gestoßenen Zucker und der ab­gekühlte Gries hineingeschafft und zuletzt der Schnee der Ei­weiß dazu gegeben. Von dieser Masse wird dann der dritte Theil in eine kleine, wohl ausgestrichene Form gegeben, eine fingerdicke Schicht geschälte, in Scheiben geschnittene und mit Zucker bestreute Birnen darauf gelegt, dann wieder eine Lage Teig, dann wieder Birnen und endlich die letzte Griesmasse darüber, die mit Eigelb, welches mit Wasser gequirlt wurde, bestrichen wird. Der Auflauf wird eine Stunde im heißen Ofen gebacken. Zum Bestreichen desselben kann Eigelb von der Masse zurückbehalten werden.

Vermischtes.

Sein Kredit. Ihr Papa (zu dem Schwiegersohn in spe):Wissen Sie, mein Herr, ich habe die Entdeckung gemacht, daß Sie absolut kein Geld und einen sehr schlechten Kredit besitzen." Schwiegersohn in spe:Da muß ich doch aber sehr bitten, lieber Papa! Seitdem die Leute wissen, daß ich mit Ihrer Fräulein Tochter verlobt bin, sind mir von allen Seiten Gelder angeboten worden."

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Ungerechtfertigt. Chef, (der seinen Kommis über den Büchern eingeschlafen gefunden hat):Ich will Ihnen etwa» sagen, Meyer, am nächsten Ersten können Sie gehen!" Kommis (mürrisch):Na, deshalb brauchen Sie mich doch nicht jetzt schon aufzuwecken 1"*

Witterungswechsel. A-:Sagen Sie mir nur, wie Sie zu dem Rufe gekommen sind, ein ebenso guter Wetter» prophet zu sein, wie Falb?" - B:Ich prophezeie immer das Gegentheil von Falb mal behält er Recht, mal ich!"

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Unsere Dienstboten. Mädchen:Sehr lieb wär' mir's, wenn gnä' Frau sich heute Nachmittag recht aufputzen möchten." - Frau:Ja, warum denn das?"Ich möchte Sie gern meinem neuen Geliebten, vorstellen."

Das Geburtstagsgeschenk. Emmi:Hier, Tante, schickt Dir Mama einen Kuchen zu Deinem Geburtstage." Tante:Aber Emmi, das ist ja viel zu viel!"Ntmm's nur; Mama hat gesagt, man dürfe sich mit so einer alten Klatschbase nicht verfeinden."

Vermögen. Backfisch:Denke Dir 'mal, Tante, schon wieder eine neue Bekanntschaft, ich versteh's besser wie Du?" Tante:Na, ich sollte einige hunderttausend Thaler Geld haben, da würde ich Dir schon zeigen, daß meine Reize auch noch etwas vermögen."

Argwohn-B Er:Und dann schreibst Du mir post» lagernd unter A. B. 7, hörst Du, Schatz!" Sie (stockend) : Emil ... ich bin doch nicht etwa Deine Siebente?"

Wenig Vertrauen. Junger Ehemann:Wo ist denn die gnädige Frau?" - Dienstmädchen:In der Küche!" Junger Ehemann:Um Gottes Willen, daß es nur kein Unglück gibt!"

Eine Fr eundin- Käufer:Sagen Sie, kann ich mich fest darauf verlassen, daß Ihre Tinctur gegen Sommer» sprossen, von der ich meiner Freundin eine Flasche zum Ge­burtstag schenken möchte, wirklichen Erfolg verspricht?" Verkäufer:Ehrlich gesprochen, Fräulein nein " Käuferin: Gut, dann nehme ich eine Flasche."

Redaction: I. V.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

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