Ausgabe 
7.7.1894
 
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Die Hexe von Bingenheim.

Von Gg. Schäfer.

(Schluß.)

Am selbigen Tage waren Bardenstein und Stbille in dem Städtlein Nidda angekommen, hatten ihre Geschäfte besorgt und gingen nach dem Mittageflen über Geiß-Nidda den Berg hinan nach Bingenheim. Wie vor zwei Jahren leuchtete die Septembersonne über die schöne Gegend und ihre Herzen öffneten sich, als Beide immer nach allen Seiten Umschau hielten und sich an das erinnerten, was sie vor genau zwei Jahren gedacht und gefühlt hatten.

Wir mußten Vieles durchmachen, mein trautes Weib­chen," sprach Bardenstein, indem er auf die reizende junge Frau blickte, welche elastischen Schrittes an seiner Seite wan­derte.Aber haben wir nicht auch Schönes erreicht! Ein Hochgefühl ist es mir, frei und stolz vor den Commiffarius hintreten zu können, denn Niemand kann mir eine Uebelthat vorwerfen. Gott gebe, daß der Mann von seinem Hexenwahne bekehrt werden möchte."

Sibille nickte und eilte flüchtigen Fußes vorwärts.Hier ist die Stelle, wo ich stürzte," rief sie,und hier die Buche, auf deren Wurzel ich mich hilflos niederlaffen mußte. Es war der seligste Augenblick meines Lebens, als Du mich in Deine Arme nahmst und mir sagtest, daß Du mich lieb hättest."

Bardenstein ließ sich auf den Sitz nieder, zog sein schönes Weib an seine Seite und küßte es innig.

Ein Schuß krachte, nur wenige hundert Schritte entfernt, im Forste. Das Paar sprang auf.

Sollte Jagd in diesen Gehegen sein!" sprach Barden­stein;laß uns weiter gehen, daß wir aus dem Bereiche kommen."

Zwei Männer stürzten aus dem Gebüsche; der Ausdruck des größten Schreckens zeigte sich in ihren Gesichtern.

Herr! Herr! Ihr seid es, der Rentmeister," riefen sie durcheinander;zweihundert Schritte von hier liegt der Hexen- richter Caspari, er hat sich eine Kugel durch den Kopf gejagt."

Gott fei seiner armen Seele gnädig!" sprach Sibille; der Unglückliche dauert mich herzlich."

Das ist ein schöner Zug von Dir," antwortete Barden- stein,daß Du stets gerne verzeihest. Bleibe hier, ich will sehen, was zu machen ist."

Bardenstein eilte nach der Stelle, wo der Unglückliche lag; die Arbeiter folgten. Ein gräßlicher Anblick bot sich dar. Der Schuß war, da das Abdrücken der rostigen Pistole

schwierig sein mochte und einen Ruck verursachte, über die linke Kinnlade, die Wange, das Auge und die Stirne gegangen, ohne tödtltch zu wirken. Die ganze linke Seite des Gesichtes war zerfetzt und verbrannt, Caspari lebte noch und erduldete die grauenhaftesten Schmerzen.

Schafft Waffer herbei, Ihr Leute, daß wir die Wunde kühlen und auswaschen können," befahl Bardenstein.

Leise war Sibille nachgeschlichen, sie hatte den Befehl ihres Mannes vernommen und brach rasch die breiten Blätter des Wegerichs, deffen Saft Wunden heilt und deffen Blätter Küh­lung bringen; sie war eine gelehrige Schülerin der alten Beil­stein gewesen und verstand dis Eigenschaften der Heilkräuter wohl anzuwenden.

Bleib' weg, mein Kind!" rief Bardenstein dem jungen Weibe zu,der Anblick ist zu gräßlich."

Es gilt ein menschlich Werk verrichten, lieber Mann," war die Antwort;ich habe viele Wunden verbinden helfen und bin nie schwach dabei geworden, laff' mich Dir helfen."

So komme her zum Samariterwerke, Du tapferes Weib, wollen sehen, was wir vermögen." Die Arbeiter brachten Waffer in den Hüten. Sibille nahm ihr Tuch, wusch die entsetzlichen Wunden aus und zerquetschte die Wegerichblätter, um deren Saft zu kühlenden Aufschlägen zu benutzen. Der Verwundete regte sich, hob die Hand empor und öffnete das

unbeschädigte Auge.

Sibille!" stöhnte der Verwundete, deffen Brust sich con- vulsivisch hob und senkte. .

Ihr kennt mich, Herr!" sprach die innge Frau, indem sie fortwährend die schrecklichen Wunden kühlte. Bardenstein und die Arbeiter schafften Waffer herbei.

Wir müffen den Verwundeten von hier wegtragen," be­fahl Sibille.Hunderte und Tausende von Ameisen haben sich herbeigezogen; fastet an, Ihr Männer." ......

Sibille nahm das Haupt des Verwundeten sanft in die Hände; die Männer faßten an und trugen den Verwundeten näher an die Wafferquelle heran.

Die__alte--Böllstein--hat - prophe-

zeiht, - daß - mich--die--Würmer - - bei

- - lebendigem--Leibe--fressen - - muß-

t-n__" brachte der Unglückliche mühsam und stoßweise

hervor Haltet--die--Ameisen--ab!" Er

wurde' wieder ohnmächtig. Nach einer Weile öffnete er das aesunde Auge, faßte die weiche Hand Sibillens und drückte sie fest an seine stürmisch arbeitende Brust.

Sprachlos stand Bardenstein und sah dem Unglücklichen voll tiefsten Mitleids in das Angesicht. Caspari streckte die Hand nach Bardenstein aus; dieser kniete auf die anders Seite