(j(j -----
b« W- SM »«m« «»f »L L L* ,.** I s b«Ä.
Tag' den Bauern spielen, es gchi, schornicht an „ I war zerkratzt und entzündet. Als sie aus ihrer
ein £Sen ^nnUt erwachte, rief sie: „Mein Gott, mein „Glaub s schon! sagte der Patient und schlief - | - rulyn(rt v< Sie erzählte, sie habe im zweiten Stocke
(Fortsetzung folgt.) I einen Arm gesehen, dann sei ein Fläschchen auf ihr Gesicht
heruntergefallen, worin gewiß Schwefelsäure gewesen sei. Der
I Schuldiener hatte sie aus einem Verstecke beobachtet und sagte ihr
, rm„. , nun ins Gesicht, daß sie selbst das Fläschchen vom ersten Stocke
Aus einem Madchen-Penfionat. herabgsworfm w Ja der That fand man im Paterre des
I Stiegenhauses ein zerbrochenes Fläschchen, welchem Schwefel-
Die Neue Freie Presse berichtet über wundung^Gckchte de?^"harmloser Natur' sei und nicht
der sich in Wien ereignet hat und dessen sich wahrscheinlich I Schwefelsäure herrühre. Die Ankunft eines Polizei« die Psychiater bemächtigen werden: Seck drei Monaten herrschte | madjte dem „Feuer in der Mädchenschule" ein Ende, in einem unserer hervorragenden Mädchen-Institute eine gewisse ®ga , das Mädchen zu einem vollen Geständnisie zu
Aufregung. Die Frau Directrrce konnte nicht mehr ruhig 0 9 alle Drohbriefe geschrieben und die Hand«
schlafen, die Professoren bangten um ihr Leben, die SchuleMnen I ■ ,etrjJuten, auch den Frevel an ihrem Haar und an sahen in allen Winkeln Gespenster »nd Kobolde und der Schul- T eitl. letzteres habe sie gethan, um
diener untersuchte jeden Stuhl, auf den er ftch setzen wollte, g bgr etjleren Vergehen von sich abzulenken,
ob nicht unter demselben eine Dynamitpatrone angebracht sei. ^Hißten aihmeten erleichtert auf und bedauerten auf« Und an dem ganzen Rummel war die Künste und reizendste b’$ Absche Mädchen ob seiner grenzenlosen Verirrung.
Pensionärin der Anstalt schuld. Fraulein «., Schülerin eines Aig as h Anstalt entfernt und den Eltern übergeben,
höheren Jahrgangs, beneidete ihre Kameradin Fräulein G. um rourve UUfl 1
ihre bessere Note in der deutschen Sprache, die sie Anfangs —----------
November auf Grund einer guten Schularbeit erhalten hatte.
Einige Tage später sand man vor der Directtonskanzlei ein
Spottgedicht über den Professor der deutschen Sprache, das mit dem Namen der beneideten Schülerin G. unterzeichnet war. I -----
Letztere wurde zur Rede gestellt, leugnete aber energisch. Von Vorsichtig. Schneiderlehrling: „Der Herr Studiosus dieser Zeit an kamen allwöchentlich Drohbriefe an die Lehr- sümpfte läßt für die Hose schön danken; Geld habe er äugen« kräfte und einzelne Schülerinnen des Inhaltes, daß die Anstatt blld((^ ^ins " — Meister : „Aber ich habe ihm doch geschrie- zu Grunde gehen müsse, indem man sie in die Luft sprengen er rol[ mir ble Hose sofort wieder zurückschicken, wenn er werde. Einer Schülerin wurde gedroht, man werde ihre „g n-xt bezahle." — Lehrling: „Ja, zuerst zog er die Hose schönen Augen durch Schwefelsäure blenden- Alle Briefe waren | Qn unb bQnn [a8 cr ben Brief." in Rundschrift geschrieben. Die Lehrkräfte ließen nun von I * *
Schnörkel weg. Merkwürdigerweise hatte gerade die Schrift« bei einem ländlichen Tanzvergnügen). „Ra, hör n Sie mal, vrobe der beneideten G^die größte Aehnlichkeit mit den Schrift« dieses ewige Ruhestiften . . Sre haben da auch n cht d n
zügen der Drohbriefe. Die^G. war über diese Verdächtigung angenehmsten Posten!' - Hausknecht (indem er wieder em n außer sich, und ihr Vater drang auf eine energische Unter« Krakeeler, mit. einem Schwung ani die Luft befördert). „Ihr suchung der Sache. Gleich darauf fand man die Schublade I Stadtleut wißt s halt net, was schön ist!
der K. und die ihrer Nachbarin erbrochen, die Handarbeiten * • *
und die Kappe der K. waren verschwunden. Die K-verlangte Küchenliebe. Frau des Hauses: „Aber Karoline, energisch Ersatz der Kappe, die ihr auch von der Anstalt ge- ! roatum weinen Sie nur immerfort?" — Karotine: „Ach, gnä« währt wurde. Am nächsten Tage waren die verschwundenen blge «r£tu, mein Schatz will mich verlassen." — Frau des Handarbeiten wieder in den Laden, aber total zerschnitten. I . ^So, warum denn? Können Sie mir nicht sagen, Die Schülerinnen hatten jedoch bereits die K- im Verdacht. I Caroline, was Ihren Schatz zur Untreue veranlaßt hat?" — Diese machte zu ihren Freundinnen solgende Aeußerung: „Das Caroline (in höchsten Schmerz ausbrechend): „Ach, die gnädige
Mädchen, welches sich solche Frechheiten erlaubt und so viele Herrschast ißt gar so selten Schweinebraten mit Klößen."
Verwirrung hervorruft, sollte man, wenn sie entdeckt werde, I ♦ *
exemplarisch strafen." Er wurden ununterbrochen Verhöre h, Bibelgesellschaft be«
ÄÄ '» w™ ^l'e bÄ«”1 w
der Polizei anzurufen. Doch bevor dies geschah, führte die K. I ite nun 0 .
eine neue Scene auf, die aber zu ihrer Entlarvung führte. I • ,.
Als um 8 Uhr Morgens die Schülerinnen über die Stiege Trost. Studiosus zu seinem Gläubiger, der die Treppe in ihr Unterrichtszimmer geführt wurden, blieb die K. absichtlich hinunterpurzelt: „Machen Sie sich nichts daraus — nächsten zurück. Plötzlich schrie sie laut auf: „O Gott, wie das brennt!" > Monat zieh' ich in's Erdgeschoß."
Redactiour A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


