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Tönen LUS ihrer keuchenden Brust.Sterben! Nein, ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht retten Sie mich, helfen Sie mir--" , m

Das kann ich nicht," sagte er mit einem Versuche, stch loszumachen. Es gelang ihm nicht.

$Ich gebe Euch mein Geld, mein ganzes Geld," flüsterte sie geheirnnißvoll, --gutes Gold, sehen Sie" Sie griff hastig unter das Kiffen und brachte einen Beutel zum Vor­schein. Derselbe entsank ihrer zitternden Hand, fiel auf die Bettdecke und klirrend lösten sich die Goldstücke, bedeckten das Bett und rollten auf der schmutzigen Diele dahin.

Gold! Gold!" schrie die Alte lachend.Seht Ihr, das Alles ist mein mein" ,

Sie ergriff eine Handvoll Münzen und hielt sie dem Arzte hin- ,

Nehmt es, nehmt es," flüsterte sie wieder,es ist mein, mein und echtes Gold--11

Die Anwesenden hielten den Athem zurück. Selbst die beiden Mädchen, welche mit gierigen Augen zusahen, wie die Ducaten auf dem Boden dahinrollten, rührten sich nicht.

Denn ich will nicht sterben," phäntasirte die Alte weiter. Hab' meine Seele verkauft für das Gold jetzt soll es mich retten - leben leben! Aber Ihr wollt es nicht. Ihr weist es zurück. Gut. Haha! Dann soll es Niemand haben Niemand--"

Suchend glitten ihre Finger über die Decke, aber sie waren nicht mehr im Stande, ein Goldstück zu erfaffen-

Ich hab' Euch nichts gethan," röchelte sie,gebt mir ein Kreuz - ein Kreuz - beten, be-tet für mich bet-"

Sie fiel aufschreiend zurück und war tobt.

Es war eine seltsame Scene- Die Leiche im Bette, ein schmutzstarrendes Zimmer, wo das Elend hauste, das Geld auf den Dielen umhergestreut und in der Ecke die zitternden Mädchen.

Schweigend, in tiefer Erschütterung entfernten stch die Männer. (Fortsetzung folgt.)

Gemeinnütziges.

Gurken schmackhaft und haltbar einzumachen.

Im Sommer, Herbst und Winter sind saure Gurken ein sehr angenehmes Genußmittel, nichts aber ist für Händler und Haus­frauen ärgerlicher, als wenn die eingemachten Gurken nicht schmecken oder sich nicht halten, deshalb fei folgendes bewährtes Verfahren bei dem Einmachen empohlen- Um Salz- und Waffer« qurlen einzumachen, legt man die frischgepflückten Gurken in kaltes Waffer ein, reinigt sie gut mit einer Bürste und legt sie in reine Gefäße, am besten in Weinfäffer, so ein, daß zuerst eine Schicht Dill und Sauerkirschenblätter, dann eine Schicht dicht an einander liegender Gurken kommt. Mit dieser schicht­weisen Einlegung wird fortgefahren, bis das Faß voll ist, dann füllt man das zugeschlagene zur längeren Dauer der Gurken auch verpichte Faß durch das offene Spundloch mit Salzwaffer an. Dazu wird das Waffer gekocht, (auf je 2 Pfund Waffer eine Hand voll Salz) und nach dem Erkalten des Waffers etwas guter Weinessig und klargestoßener Weinstein (auf je 24 Pfund Waffer 1 Liter Weinessig und 16 g Weinstein) zu« qesetzt. Mit offenem Spundloch läßt man das Faß so lange an der freien Luft stehen, bis die Gährung vorüber ist, dann füllt man es nach und nach mit Salzwaffer wieder ganz voll, verspundet es, und stellt es in den Keller.

Eines der besten Mittel, Eier für den Win­terbedarf zu conservieren, ist die Bestreichung der im August gelegten srischen Eier mit Eiweiß. Das Eiweiß von frisch gelegten Eiern wird zu Schaum gequirlt und bleibt 24 Stunden stehen. Die dann vorhandene geklärte Flüssigkeit wird zum Bestreichen der Eier benutzt und die Eier werden

dann mit der Spitze nach unten gestellt, in trocknen Räumen aufbewahrt. Um das Anbacken der Eier zu verhindern, em- pfiehlt es sich, von jedem Ei erst die untere und dann die obere Hälfte zu bestreichen. So behandelte Eier, bei denen der Luftzutritt auch verhindert wird, sollen sich den ganzen Winter hindurch völlig frisch erhalten.

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Um Papier wasserdicht, durchsichtig und un- durchdriugttch für Fett zu machen, tränke man es in einer gesättigten Lösung von Borax, in welcher Schellack bei gelinder Wärme aufgelöst wurde. Die Mischung kann durch Anilinfarben gefärbt werden- > _

Flanell zu bleichen. Flanell, welcher gelb geworden, kann man wieder bleichen, wenn man ihn einige Tage lang in eine Lösung harter Seife legt, wozu man starkes Ammo. niak hinzufügt. Man nimmt l/2 Pfund harte Seife, 50 Pfund weiches Waffer und % Pfund starke Ammoniaklösung. In kurzer Zeit aber kann man dasselbe Resultat erlangen, wenn man den Flanell eine Viertelstunde lang in eine schwache Hy­drochlorsäure hinzugefügt hat-

Vermischtes.

Nicht der Rede werth.Sie wollen mich wohl in den Garten führen, um den Mondschein zu genießen, Herr Lieutenant?"Wo denken Sie hin, meine Gnädige, ist ja im ersten Viertel, wegen so 'ner Lumperei möchte ich Sie nicht bemühen!"

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Ein Nascher. Chef:Weiß der Kuckuck, Herr Maier, was in der letzten Zeit mit unseren Couverts ist, sie kleben nicht mehr." Buchhalter:Ja, das glaube ich schon, Herr Prinzipal, das kommt von unserem Lehrling; seit der die Kost im Hause hat, leckt er mit wahrer Gier von allen Couverts den Gummi ab."

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Doch etwas. Sohn:Vater ist das nicht eine herrliche geeiterte, sieh nur, das Bächlein links und rechts die herrliche Wiese." Vater:Ja, 's wär' aber noch 'ne schönere Gegend, wenn mitten brin ein Bierwagen stände."

Freiheit.

Nur wo unbegrenzt die Freiheit,

Doch nicht ungezügelt waltet: Blüht der Liebe höchste Reinheit, Die das Leben schön gestaltet.

Nicht die Sklaven, nur die Freien, Können wahrhaft herzlich lieben, Können helfen und verzeihen, Wahre Religion stets üben.

Nächster soll dem Nächsten dienen, Nicht dem Herren reich der Knechts Da ist Freiheit hold erschienen, Wo für Alle gleiches Recht

Wo bleibt sonst gewollte Gleichheit

Vor des höchsten Gottes Thron, Wenn die wahre, echte Freiheit Wird nicht jedes Menschen Lohn!

Ludwig Eichler.

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.