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größter Mühe und Sparsamkeit habe ich es doch nicht fertig gebracht, nur das zur Bewirthschastung Nöthigste zu schaffen. Sie haben ja selber immer die Bücher eingesehen. Der Er­trag ist ein geringer. Es steht ja eine leidliche Ernte auf dem Felde, aber es sind noch Fehlbeträge vom vorigen Jahr zu decken. Außerdem verlangt der Viehstapel bedeutenden Ein-

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Viel tausend Gottes Segen, lieber Herr Ernst! Wie habe ich mich gefreut, als mein Walter mir gestern erzählte, er habe Sie unterwegs getroffen. Und so gesund und frisch sehen Sie aus, wie seit lange nicht." u

Na, laß gut sein, Alte. Du denkst noch immer, daß Du mein Kindermädchen bist wie früher und mich vor jedem Schnupfen behüten mußt. Dir scheint's auch noch gut zu gehen. Wo ist denn Dein Mann?"

«Er muß gleich hier sein, ist nur eine kleine Strecke in den Wald gegangen- Kommen Sie nicht hinein? Ich wartete schon lange und habe meinen Kaffeekuchen fertig wie immer.

Natürlich! Siehst Du, immer noch die alte Kinderfrau, die mit Kuchen ihren Kleinen verzieht. Ah, da ist Walter ia auch."

Der alte Förster trat herzu, herzlich von seinem Herrn begrüßt. Alle traten in's Haus und setzten sich um den ge­deckten Kaffeetisch.

Was meinst Du, Alter, wenn ich ganz hier bliebe?

schuß. Die Pferde -"

Laffen wir das jetzt; ich bin ja gezwungen, mich von heute ab ernstlich mit der Sache zu beschäftigen und muß da­her in den nächsten Tagen Alles genau mit Ihnen durch­sprechen. Jetzt würden wir doch nicht in's Einzelne eingehen können. Nur so viel steht als Nothwendigkeit fest, daß ich hier bleiben und mein Brod zu effen suchen muß. Heute Abend haben wir's ja noch, also suchen wir erst sür Weiteres uns die Kräfte zu erwerben," schloß er, lächelnd seinem Gegenüber eine volle Schüffel zuschiebend und darauf sein Glas füllend.

Auf erfolgreiche Arbeit!" Er hob das Glas.

Aber Malten schien nicht bei Appetit zu sein, trank seinen Wein nur bis zur Hälfte.

Ziemlich schweigend wurde der Rest der Mahlzeit ver­bracht; dann verabschiedete sich Malten, da er noch in der Wirthschast zu thun habe, Scheffler rauchte schweigend seine

um zum I Den Vormittag über ging er mit Malten den Hof und die Ställe durch, auch hinaus aus's Feld, um das Vieh zu be> ziemlich ^eiL Da war allerdings Vieles, was feinen Muth vom Morgen niederbeugte. Denn wenn er von der Landwirthschaft zu thun, I auch nichts verstand, so wurde ihm doch klar, daß hier so ziem- lieber» lich Alles herunter liege und Wandel geschaffen werden müsse, Aber er zumal der Verwalter nicht ermangelte, ihm die Dinge im

Nachher können wir zusammen effen. Müller, folgen Sie mir I Cigarre und blickte in den trüben Abend Kein. Nicht lange,

und bringen Sie meine Sachen oben unter." I so verließ er auch das Zimmer und verblieb den Rest des

Er schritt vorn über den weiten Flur, stieg eine Treppe I Abends oben in dem semigen.

hinan und öffnete oben die Thür eines Zimmers, dessen FensterAchten S,e auf Alles, was Sie in und außer dem Haufe

nach der Hinterseite des Hauses gelegen waren- Man sah von sehen und hören, Muller, ein ganz reines Gewissen scheint mein

dort über den Garten auf jenen kleinen See, von dem eben I guter Malten nicht zu hoben, wenigstens ist ihm mein Hier-

die Rede war. Das war feine Wohnung gewesen, wenn er bleiben fatal. In den nächsten Tagen, werde ich mir die

sonst hier weilte und man sah es dem Raume an, daß er besser Bucher geben lassen und da können Sie ^felben^remdlren,

gehalten war,' als die andern. An beiden Seiten befanden sich | wenn ich in den Wald gehe. Aber thun Sie es unbemerkt- Thüren. Mit den Worten ging Scheffler in fein Schlafzimmer und

Dort rechts, Müller, werden Sie Ihre Wohnung finden, bald lag er in festem Schlafe-

hier links ist mein Schlafzimmer, tragen Sie meine Sachen | Heller Sonnenschein grüßte am nächsten Morgen und als dort hinein." I der Besitzer von Tannenhof an's Fenster trat, bot ihm sein

Er trat an's Fenster und blickte hinaus. Der verwilderte Gigenthum ein freundlicheres Bild als gestern. Er öffnete das Garten sah heute doppelt verwildert aus Langsam tropfte das j «enjier und sog mit vollen Zügen die Morgenluft ein. Die Wasser der regenschweren Blätter zur Erde und grau sah das I sgrujj Wurde ihm weit und fröhlicher Muth blitzte ihm aus den Gewässer da drüben ihm entgegen- I Augen.

Trübseliger Anfang," murmelte er vor sich hin, tratVorwärts an die Arbeit!" Er sprach es laut und fest dann aber fchnell und energisch zurück, ging in sein Schlaf- I öor sich hin. zimmer und verließ es, nachdem er sich umgezogen, * - ~

Essen hinunterzugehen.

Der Jnspector erwartete ihn in einem großen, leeren Raume, in dessen Mitte ein Tisch gedeckt war.

Mein Diener hat heute noch mit meinen Sachen das Stubenmädchen muß heute seine Stelle vertreten, trieben geschickt ist der gute Kerl so wie so nicht- ..... ,

war ohne Stellung und ich wollte ihn von der Straße nehmen. | schwärzesten Lichte erscheinen zu laffen. Außerdem haben sich meine Verhältnisse auch bedeutend geän- IMer ich habe doch jährlich meine Zuschüsse noch bezahlt," dert, so daß ich nicht zu große Ansprüche machen darf." I brach er einmal unmuthig heraus.

Der Jnspector horchte auf und blickte gespannt zu seinem IOhne sie wäre es auch gar nicht möglich gewesen, die Prinzipal hinüber. j Sachen hier nur so zu halten, wie Sie dieselben jetzt finden.

Ja, ja, mein lieber Malten, ich bin nicht mehr der reiche uebrigens stehen Ihnen die Wirthschaftsbücher ja jeder Zeit Mann von früher. Oder haben Sie meine Verluste bereits I $u @eß0te und werden mich glänzend rechtfertigen," erwiderte durch die Zeitung erfahren?" I Jener etwas empfindlich.

Nichts, gar nichts, ich bin außerordentlich erschreckt durchNun ja," lenkte Scheffler ein,ich habe ja nicht getadelt, diese Mittheilung, wenn Sie nicht belieben zu scherzen-" I Aber Sie werden verstehen, daß in meiner jetzigen Lage mich

O nein, leider durchaus nicht- Hier diese Scholle, auf I bas verstimmen muß- Ich werde allerdings die Rechnungen

der ich jetzt bin, ist so ziemlich das Einzige, was ich aus dem I prüfen müssen, um mich zu orientiren. Geben Sie dieselben

Zusammenbruch meines Vermögens gerettet habe." an Müller, er kann sie mir auf mein Zimmer legen- Heute

Malten war wirklich erschreckt.So denken Sie vielleicht I Nachmittag will ich zum alten Förster hinüber, um mit dem

dauernd Ihren Wohnsitz hier zu nehmen?" ü6er den Forst zu reden."

Allerdings, das bleibt mir als das Einzige übrig. Wieder hatte er bemerkt, daß der Verwalter die Farbe Tannenhof wird in Zukunft mrch ernähren müssen. Freilich vfe(t a(8r öotl ber Revision der Bücher sprach. Doch kann das nach den brsherrgen Erfahrungen nur ein sehr kümmer- ?Z'b ' ttUr citt ^cktiaer Moment gewesen-

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ber Bank, mit einer Handarbeit beschäftigt. Jetzt sah sie auf und eilte, so rasch ihre Füße sie trugen, den Ankommenden