^etr Wolfram, wie viel Geld mag mein Schwager dem

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Horch' - schon Mitternacht. Jetzt kommt wieder ein Zug."

bringen. Nun dämmerte der Morgen, es schlug sechs l wieder mußte jetzt ein Zug einlaufen. 1

Längstens morgen Mittag, hatte Hans Adam geschrieben; er konnte also auch jetzt schon kommen.

..Ruth ließ seine Zimmer heizen und in der Bibliothek ein will nur lieber den Wagen zum Bahnhof schicken," meinte sie.

Cäcilie antwortete nicht direct.Ich sah mich diese Nacht

Sarge liegen, sagte sie halblaut.Ihr Alle wäret fröhlich, am meisten Hans, den ich bezeugen hörte, daß er nun

Sor9en m/hr habe. Es schien, als sei über Moldt eine neue Sonne aufgegangen."

Das junge Mädchen schüttelte den Kopf.Da siehst Du, wie viel Werth bte Träume haben, CM." J

fein Traum, ich schlief nicht wirklich. Eine

Unddann eine Stunde später:O Ruth, wenn das arme Herz stlllstehen könnte! Es thut so weh, so weh!"

Sei ruhig, sei ruhig, Cilli. Wolfram hilft uns."

, Ms die trostlos lange Nacht vergangen war, früh um zehn Uhr, ließ Ruth den Wagen vorfahren, um sich nach Dornau zu begeben. Hoch vom blauen Herbsthimmel schien die Sonne wie helles Gold; hier und da blühte noch verspäteter Mohn und an allen Dornengebüschen hingen die schwarzblauen Schlehen. Es war ein schöner, frischer Octobertag, kühl, aber unendlich angenehm und kräftigend.

Ruth lehnte im überdachten Fond der Chaise, sie hielt die Augen geschlossen und die Hände im Schooß gefaltet. Es war ihr wie ein Traum, diese Fahrt zu dem fremden Manne, dem sie so unendlich vertraute, von dessen bloßer Nähe sie schon Trost und Beruhigung erwartete. Sie fragte sich auch nicht, ob er diesen Schritt unpassend finden werde. Erich Wolfram war über inhaltlose Kleinigkeiten vollständig erhaben.

Dann hielt der Wagen und ihr Vormund selbst kam aus dem Hause, um ihr den Schlag zu öffnen.

Sie, Fräulein Ruth?" rief er voll Ueberraschung.

mochte ihn erschrecken.Es ist doch nichts Böses geschehen?" fragte er unruhig,

Haben Sie eine Viertelstunde für mich übrig, Herr Wolfram? Smd Sie trotz der eigenen Trauer geneigt, eine andere Unglückliche anzuhören?"

A führte.sie in das Besuchszimmer und klingelte der Haushälterin, bte zunächst einige kleine Erfrischungen bringen mußte. Sie wären unglücklich, Fräulein Aßmann? Was ist Ihnen geschehen?"

» e.8,nbe~bie Farbe wechselte.Ich banke A/". auf das Jnmgste, Fräulein Ruth. Was ich bin und habe, das steht zu Ihrer Verfügung; Sie sollen sich in mir niemals getauscht sehen. Und nun, bitte, sagen Sie mir Alles." - Ruch spielte mit einer verspäteten Rose, welche die alte ^aushältermPastors Jüngste" gebracht und ihr mit heim» A^ Ricken und Winken neben das Weinglas gelegt hatte.

Und dann erzählte sie ihm Alles.Cilli fürchtet, daß sich Hans ein Leides gethan haben könnte," schloß sie ihren Bertcht.Sie ist außer sich, wie von Sinnen."

Wolfram lächelte ruhig.Hans Adam?" sagte er. Nein, Fraulein Aßmann, daran zu denken wäre überflüssig."

Ruth fühlte, daß sie erröthete. Es lag in den Worten thres Vormundes ein Etwas, eine Geringschätzung, wie die Ueberzeugung, daß der leichtsinnige Hans Adam die Dinge nie» wals so tragisch nehmen werde; das empfand sie auch ohne etne dahin gehende ausdrückliche Bemerkung. Der ernste Mann vor rhr sah das Leben mit anderen Augen an als der Baron, dem die Welt mit Allem, was sie enthielt, nur geschaffen schien, um sich über jeden Verdruß und jedes Mißlingen bestmöglich hrnwegzutäuschen, die guten Stunden aber bis zur Neige zu yvTHvpvIl«

Cilli ist krank," sagte seufzend das junge Mädchen.Ich fürchte für ihren Verstand, ja, für ihr Leben."

Wolfram sah voll freundlichen Trostes in ihr Auge. Wollen Sie, daß ich nach der Hauptstadt reise, Fräulein Nuty k

Ruth senkte wie gebrochen den Kopf.Es ist etwas An» deres, um das ich bitten möchte, Herr Wolfram! Etwas ganz

Es schien, als greife eine ganz bestimmte Vorstellung bei ihm mehr und mehr Platz; seine Stimme klang kälter als vorher.

Möchten Sie, bitte, ganz offen sprechen, mein Fräulein I"

In Ruths Augen traten große Thränen.Seien Sie gütig gegen mich, Herr Wolfram. Unter allen Lebenden sind mrtrauen^könnte."^^ bem w rückhaltlos

die Nacht herab, es wurde ringsumher erstarken, alles Leben zog sich vor der empfind» ;n «:a$i?ere ber Häuser zurück. Arme Cacilte! Ruth sah im Geiste ihr farbloses, zartes Gesicht, ihre gerungenen Hände Sollte für die Dulderin der Weg bis zum stmLeidensanttitz? *9 Sollte sie sterben mit'die»

Es wird noch Alles gut, Cilli," tröstete Ruth.

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ln9ter. btts ruckende Gesicht in ihre Hände.

, I M»» u»d Winken mb-n"da- W-ingl-- 'g-l möglicherweise für uns eine Auskunft" °9t 38(18 ie&Ua£en ""ßte, das zerriß ihr das Herz.

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Stunde^hkr^ üieIIei^t $ Hans in einer halben Lb^?er Wagen kam leer zurück und ebenso erging es einer3@ter6enbTn.r W et®enen' 6äci[ie S«ch

»Wir sehen ihn nicht wieder," hauchte sie.

Ebenfalls!" beharrte Ruth.Jedenfalls! Ich bin da» von überzeugt rote von meinem Dasein."

Aber im tiefsten Herzen war sie weit weniger ruhig, als

«äußerlich wohl schien. Ohne ihre Schwester zu fragen, K'ckte sie einen Diener tn die Stadt und ließ sich bei dem Bankdirector erkundigen, ob der Baron von ihm gesehen wor» ^sicher Antwort kam Willibald selbst, und iunnpÄS erhöhte noch die heimliche Furcht des

»^8 ist geschehen? Ich bin außer mir."

JSf ä1"1' Alles wußte, senkte er traurig den Kopf. "^"E tch aus meinem Blute Geld prägen lassen, ich gäbe ., Ruch antwortete nicht; ihr war, als halte eine Eisenfaust $re murr«; E^onnt und drohte, sie zu ersticken.

Willibald versprach, in der Hauptstadt telegraphische Er» fttnhtgungen einznztehen und dann war Ruth wieder allein. mb[i»UtFbr>en^h^m9Yf.a9'h bie frü§e, Set6fibtii«merung sank herab; ^>nb1^2a bcer, Abend, aber ohne von dem Schloßherrn eine Ä liebenswürdige rücksichtsvolle Hans

khh. fiA§frtb flft@finV9en[enbetUngewißheit; Ruth ent» letzte srch, so oft sie daran dachte.

riches^9^^" roar nie vorher geschehen, nie auch nur Aehn- | ,, Und^näher und näher rückte die bange Frage: «Müßte Adam^u^ette??"' WeineS 9<Wtl Lebens bringe?, um Hans <*v**ll* gU l>vllvll r

in * üuf dem Ruhebett, sie wanderte

in fieberhafter Aufregung umher und blieb an keinem Orte länger als einige Minuten. Die Dienstboten flüsterten mit» einnaber, Jelbfi bte Fischerfamilien in der Scheune hatten schon £22®« 3e n$e tj\9<$ört unb ^Uchen sich in die Küche, um so Mfttchtig^ etf^retL ärmet Herr! Sie liebten ihn Alle