Ausgabe 
30.5.1893
 
Einzelbild herunterladen

in der S.- Ostern eine ! von einem ich befragte, ob er gute er W-,der msuren sind »er Aufmerk« j verbimst." ta, steh' mal ende Rubrik, der Freund, es ja eben," ch rege sind! Jezappel un Zenn er noch sich uf was zur nächsten :b Fritze bei

inderingend): isehen Petro­gen Sie sich; ranchmal von coleum nichts

i:Darf ich werden, mein äugen werden

norr, Sie in« iit hintenüber nschenverstand

Korn lagern« ' Strolch: er ja zu viele

iiibe ich Ihnen r, nicht wahr, nein Fräulein, holden Lippen

Haben Sie erin:Gewiß, lärinnen sofort

8 nicht ändern, Mögliche ver« , Du hast ihm li

, was ich ge- e einem Räuber

eines Rekruten llenfch gar den

n.

Dienstag, den 30. Mai.

c

- --*-----------iS-?-

Nntevhaltnngsblatt zrrm Gietzenev Anzeigen (Geneval-Anzeigev)

qJ

Nr. 62I

WGMMMNtzGS

~ - --

Das große Loos.

Original-Novelle von Leo Werner.

(Schluß.)

Also Sie wollen Ihren Sohn nicht bitten, nicht fußfällig anflehen, von seinem wahnwitzigen Beginnen abzulaflen und zu Ihnen zurückzukehren, damit wir über unser Vorhaben uns verständigen können?" rief jetzt Buchhold mit drohender Geberde.

;,Nein, ich kann es nicht und ich will es auch nicht thun!" erklärte Malten abwehrend.

Run, so erkläre ich Ihnen, daß ich unsere Vereinbarung für erloschen betrachten muß und die baldigste Bezahlung Ihrer Schuld an mich verlange!" rief der Bankier im Tone höchsten Aergers.Den gestellten Zahlungstermin warte ich nun über­haupt nicht ab, denn es ist gar nicht daran zu denken, daß noch eine Verlobung Ihres Sohnes mit meiner Tochter zu Stande kommen wird. Wann gedenken Sie die mir schuldenden 400,000 Mark zu zahlen, Herr Commerzienrath?"

Ich werde bestrebt sein, Sie in kurzer Zeit zu befrie­digen, und sollte ich meine Fabrik verkaufen oder einen Theil« Haber in meine Firma aufnehmen," entgegnete Malten kalt­blütig.

Run, ich rechne auf Ihr Wort," bemerkte Buchhold,und hoffe, daß wir über die Angelegenheit nicht noch unangenehme Differenzen haben werden. Leben Sie wohl, Herr Com­merzienrath."

Als der Bankier endlich gegangen war, athmete der ge­quälte Mann erleichtert auf. Aber die Beruhigung Maltens dauerte nur ganz kurze Zeit, denn er sah nun die unbedingte Rothwendigkeit vor sich, binnen wenigen Wochen die bedeutende Schuld an Buchhold zu zahlen oder die Untergrabung seines ganzen Credites seitens des erzürnten Bankiers zu gewärtigen.

Die große Summe von 400,000 Mark konnte der Com­merzienrath jetzt nicht aus seinen großen Geschäften ziehen, also blieb ihm nichts übrig, als das Geld zu borgen oder sich durch Aufnahme eines Socius oder durch den Verkauf der Fabrik das genügende baare Geld zu schaffen. Wie schwer dies unter Umständen war, wußte der in geschäftlichen Angelegen- Hecken erfahrene Commerzienrath sehr genau und seufzend blickte er in die trübe Zukunft. Da dachte er an die drei Lotterie« loose, welche er ganz allein spielte, und klammerte an dieselben in seiner großen Sorge und Verlegenheit seine Hoffnungen.

Der Commerzienrath hatte die drei Vollloose einige Wochen vor der letzten Ziehung gekauft und er lief jetzt in sein Privat- zimmer, schloß einen Geldschrank auf und holte die drei Loose

aus einem Schubfachs hervor, um nachzusehen, an welchen Tagen der Ziehungstermin sei. Die Ziehung fand nächste Woche statt und Malten, der sich wie ein Ertrinkender an jedem Stroh­halm zu halten suchte, hegte die besten Hoffnungen von dieser Ziehung. Der Gewinn des tzroßen Looses auf eine der drei Nummern mußte ihn unfehlbar aus den Händen seines gefähr­lichsten Gläubigers befreien.

Der Commerzienrath Malten hatte während seiner Lauf­bahn als Großindustrieller so oft ganz unerhörtes Glück gehabt, daß er sich jetzt ganz und gar mit der Hoffnung schmeichelte, daß in dem kritischsten Stadium seines Lebens ihm das Glück nicht untreu werden und er einen großen Gewinn in der Lotterie machen werde. O, dann wollte er nicht nur den schlimmen Gläubiger Buchhold befriedigen, sondern auch Mittel und Wege finden, um sich mit dem geliebten Sohne, an dem trotz aller bösen Zerwürfnisse dennoch sein Herz hing, sobald als möglich auszusöhnen.

Ludwig Malten strengte inzwischen alle seine Kräfte an, um die Verbindungen mit den beiden Obersteigern und einem rasch engagirten tüchtigen Bergwerksingenieur die Felix«Grube vor dem Untergange zu retten. Nach fünf Tagen qualvoller Sorgen und nahezu übermenschlicher Arbeit war es endlich gelungen, der einströmenden Wassermassen in dem Bergwerke Herr zu werden. Dann wurden die Aufräumungsarbeiten in den verwüsteten Schachten in Angriff genommen und diese ließen sich in vier bis sechs Wochen wohl kaum bewältigen. Dieselben konnten die Obersteiger und der Bergwerksingenieur allein leiten und Ludwig behielt sich nur die Oberaufsicht vor. Dadurch bekam er Zeit, auf Mittel und Wege zu sinnen, wie der Betrieb des Bergwerkes wieder auf die rentabelste Weise eingerichtet werden könne. Die Anschaffung zweier großer Dampfmaschinen erschien dabei durchaus nothwendig, wenn die frühere starke Wafferkraft für immer verloren war- Die Dampfmaschinen hätten nicht nur allein eine sehr bedeutende Summe gekostet, sondern deren Betrieb an sich wäre auch viel theuerer gewesen als eine entsprechende Wasserkraft. Die Wiedergewinnung einer solchen war also das Wichtigste für die ganze Zukunft der Felix-Grube und ihres Besitzers. Dieser, Herr Hülsemann, hatte sich wieder so weit erholt, um mit Rath und That bei allen das Bergwerk betreffenden Arbeiten behülflich zu sein, und Ludwig unterbreitete ihm gerade heute mehrere Pläne zur Beschaffung einer neuen Wasserkraft für den Betrieb des Bergwerks. Der eine Plan Ludwigs das Wasser der benachbarten ungefähr hundert Meter höher als dar Bergwerk gelegenen Rehberge zu einem Bache zu sammeln