Ausgabe 
11.4.1893
 
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Dienstag, den 11. April.

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Nttt-vhaltungsblatt znin Gietzensv Anzeigen (Gsneval-Anzeig-p)

1893.

Nr. 42

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Tante Hannas Geheimniß.

. Original-Roman von E. v. Linden.

(Fortsetzung).

Du närrische Alte," fuhr Armgard, mit einer tiefen Bewegung kämpfend, leise fort,kannst Du denn überhaupt fern von Ebenheim und Deiner verhätschelten Armgard leben?"

Nein, ach nein," weinte die Mamsell,ich würde bald genug daran sterben. Fürchte ja auch nur, daß mein Herzblatt nicht so glücklich wird, wie ich'S wünsche und wie sie es ver- dient. Mag der junge Herr mich behandeln, wie er will, es soll mir gleich sein, wenn er nur seine Frau recht lieb haben wird."

Das wird er ganz bestimmt und mir zu Liebe wird er auch Dich gut behandeln, Evers I"

Nun, dann bin ich zufrieden, wenn nur Sie ganz glück­lich sind, meine liebe, liebe Herrin!"

Steh' auf, Evers, und fetze Dich hier dicht her zu mir. So, Du bist die Einzige, der ich vertrauen kann, ich muß mit Dir plaudern, wenn mir's im Gehirn nicht wirr werden soll. Sieh', Liebe, der arme Steindorf ist im Grunde schlimm behandelt worden, man hat ihn seines Erbes beraubt"

Nein, Fräulein, das ist nicht so"

Schon gut, Evers, unterbrich mich nicht, ich weiß, was Du sagen willst, die Sache an und für sich bleibt doch dieselbe. Wenn sein Vater vernünftig gewesen wäre, dann hätte er ihn hier behalten und das schöne Gut wäre nicht so verschleudert worden. Es war nicht recht von meinem Vater, daß er dieses zugelaffen, er mußte einschreiten, es war seine Pflicht, als Freund und Nachbar, und weil er solche» versäumt, ist jene Pflicht auf mich übergegangen."

Die Wirthschafterin sah sie hier so erstaunt und verstäub- nißlos an, daß Armgard einen Augenblick verstummte.

Nun freilich," fuhr sie dann langsam fort,kann man bei Leuten Deines Schlages, liebe Evers, ein so feines Gefühl für Ehre und Pflicht nicht erwarten, aber ich besitze dasselbe in einem besonders peinlich ausgebildeten Grade, weshalb ich nach reiflicher Ueberlegung den besten Ausweg in einer Ver­bindung gewählt, die unsere Eltern ja vordem schon bestimmt hatten."

Ja," sprach Evers ruhig,und nun wischen Sie Alles, was dazwischen liegt, wie mit einem Schwamme weg."

Ganz recht, mit dem Schwamme der Vergessenheit," be­stätigte Armgard, wehmüthig lächelnd.Das wäre also der eine Grund meiner Verlobung, gute Evers I Der zweite

und nicht der geringste ist das schreckliche Schicksal, welches den armen Steindorf durch den Tod seines letzten und einzigen Kindes so jäh getroffen. Es hat mich tiefer bewegt, als die Welt es geahnt, da er die Kleine meinem Schutze übergeben und ich es war, welche gegen Deinen Einspruch, gute Evers, die verhängnißvolle Spazierfahrt mit derselben unternahm."

Aber Sie hätten ja auch selber dabei verunglücken können, mein liebes Fräulein!" wandte die Mamsell kopfschüttelnd ein.

Allerdings, doch kann diese Möglichkeit meine Schuld nicht verringern," fuhr Armgard seufzend fort,es war auch mein Verhängniß, da ohne diesen grauenhaften Zufall"

Sie brach ab und wandte die Augen seitwärts, weil sie die alte Evers nicht noch tiefer in ihr von Angst, Scham, Zweifeln und Unwillen gemartertes Herz blicken lassen mochte.

Steindorf ist durch meine Schuld ein einsamer, verlassener Mann geworden," setzte sie nach einer Weile mühsam hinzu, deshalb, liebe Evers, bin ich verpflichtet, ihm durch meine Hand einen Ersatz zu geben"

Auch durch Ihr Herz?" unterbrach die Alte sie ernst.

Ja, Du neugierige Person, auch durch mein Herz, weil ihm das gehört hat, so lange ich denken kann. Und nun geh', Evers, sprich mir aber nicht wieder davon, mich zu verlassen. Ich bin müde und will versuchen, einzuschlafen."

Die Mamsell ging, im Innen! überzeugt, daß ihr Herz­blatt sich um einiger wunderlicher Grillen halber für ihr ganzes Leben unglücklich mache. Wenn doch die Tante Hanna ge­sund wäre und ihr noch bei Zeiten den Kopf wieder zurecht setzen könnte!

Armgard öffnete das Briefchen des Bräutigams und las: Theuerste! Man will mich nicht zu Dir lassen und ich bin ganz kopflos vor Sehnsucht nach Dir. Hast Du befohlen, mich abzuweisen? Ich kann und mag es nicht glauben, daß Du auf's Neue krank geworden bist, daß wieder fremde Menschen sich zwischen uns drängen, unsere Herzen von einander entfernen wollen. Morgen Vormittag bin ich wieder hier und flehe Dich an, mir Deinen Anblick zu gönnen. Sei nicht grausam gegen den Verlassenen, der nichts auf Erden mehr fürchtet, als Dich zu verlieren. O, wärest Du erst mein, ganz mein, um mit mir hinauszufliegen in die weite, weite Welt, wo Neid und Mißgunst uns nichts mehr anhaben können. Werde gesund, o, werde gesund, Geliebte, für Deinen Julius."

Ein seltsames Gefühl durchzog beim Lesen dieser Zeilen ihr Herz. So hatte noch niemals ein Mann zu ihr geredet, und sie hätte kein Weib und jener Mann nicht der Traum ihrer ersten Jugend sein müssen, wenn dieser glühende Erguß sie nicht berauscht haben würde wie starker Wein. Sie las