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Geineinnütziges.

Vertraut Eueren Kindern die Wartung des Geflügels an. Läßt man die Kinder auf dem Hühnerhof selbst mitwirken an der Wartung und Pflege der Thiere, so liegt der materielle Nutzen, der aus der Uebergabe eines großen Theiles der Arbeit erfolgt, auf klarer Hand. Nicht zu unter­schätzen jedoch ist noch ein anderer idealer Gewinn, der aus der Mitarbeiterschaft unserer Kinder in dieser Beziehung erzielt wird. Denn der tägliche Umgang mit dem Geflügel, die treue Fürsorge bei der Fütterung und Pflege der Alten und beson­ders bei den Jungen, ferner die fortgesetzte Beobachtung ihres Wesens und Treibens man braucht hier nur an die Be­weise der Mutterliebe der Glucke den Küchlein gegenüber zu denken das Alles kann nur einen veredelnden Einfluß auf Herz und Gemüth der Kleinen ausüben. Die practifchen Amerikaner lassen ihre Kinder sich sogar an dem aus der Ge­flügelzucht erzielten Gewinn betheiligen. Das weckt in den­selben Lust und Liebe zur Arbeit und fördert die Sparsamkeit.

Wan» und wie sollen wir das Gemüse rei­nigen ? Jedes Gemüse soll erst unmittelbar vor dem Ge­brauche in der Küche gewaschen und gereinigt werden und zwar durch rasches Durchschwenken desselben, ja nicht aber, wie es häufig mit Salat und Spinat geschieht, daß man es längere Zeit im Wasser liegen läßt, da dadurch der Wohl­geschmack der Gemüse bedeutend leidet, indem es, wie man sagt,ausgewäffert" wird und insbesondere das volle Aroma, wie bei Carviol, Sellerie und Petersilie, vollständig verloren geht. Jedenfalls für unsere Hausfrauen ein wohl zu beachten­der Wink.

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Wie verhindert man das Schwitzen und Ge­frieren der Fenster? Das ist oft eine stete Quelle des Aergers, da alle Bemühungen, die Eisbildung von solchen Fenstern, welche sich nicht durch kühle Luftströmungen von selbst freihalten, zu verhindern, meist vergeblich sind. Man löse selbst oder lasse sich beim Droguenhändler oder Apotheker 55 Gramm Glycerin in einem Liter verdünnten (73 vom Hundert), nicht denaturirten Spiritus auflösen, dem zur Besserung des Geruchs irgend ein geeigneter Stoff, z. B. Bernsteinöl, zugesetzt werden kann. Sobald die Mischung wassercklar geworden ist, reibt man die innere Fläche des Fensters mit einem Fensterleder oder Leinwandlappen, die mit der Flüssigkeit angefeuchtet sind, ab. Dies verhindert nicht blos das Gefrieren, sondern auch das Schwitzen der Fenster-

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Bunte Stickerei zu waschen. Bei bunten Sticke­reien auf, grauem oder weißen Leinenstoff, sei die Stickerei nun in Baumwolle, Wolle oder Seide ausgesührt, wende man, um den Faden nicht zu schaden, immer eine Abkochung von Seifenwurzeln an, in welche man, wenn abgekühlt, einige Tropfen Salmiakgeist oder Terpentin gießt. Ist der Gegenstand rein, so wird er zuerst in lauwarmen und dann in kaltem Wasser gespült, zwischen einem Tuche ein wenig getrocknet und dann auf der linken Seite gebügelt.

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Haarwasser gegen Schuppenbildung. Es werden 50 Gramm Schwefeläther-Weingeist, 50 Gramm Benzoe-Tink­tur, y2 Gramm Heliotropin und 1 Gramm Geraniumöl mit einander gemischt, und damit wird die Kopfhaut täglich mittelst eines Schwämmchens einmal eingerieben. Ein einfacheres Rezept lautet: Man mische 50 Gramm destillirtes Wasser, 1 Gramm Borax und 2 Gramm Bau de Cologne und reibe den Kopf damit eim

Vermischtes.

Probe.Lieber Freund, ich will Dir sagen, wie Du darüber in's Klare kommen kannst, ob Amanda als Frau für Dich paßt oder nicht. Bei Eurem nächsten Beisammensein sagst Du:Mein Fräulein, können Sie das Räthsel lösen: Was geht auf?" Antwortet sie:Der Mond", so schlage sie Dir aus dem Sinn; sagt sie aber:Der Kuchen", dann ist sie eine gute Hausfrau und für Dich die rechte Partie."

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Ein feinfühlender Spitzbube. Richter:Sie geben also zu, in der Küche dieser Dame einen Braten ge­stohlen zu haben?" Angeklagter:Jawohl; aber ich habe der jungen Frau damit nur eine Blamage bei ihrem Mann ersparen wollen I"

Feine Auswahl. Auf einer Tafel steht geschrieben: Hier ist täglich dreimal frische Kuh-, Bauern-, Kinder- und Geißmilch zu haben."

Schmale Mitgift. Klärchen:Was wirst Du mir denn geben, Papa, wenn ich mich verheirathe?" Geizhals: Meine Einwilligung, Klärchen!"

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Uebertrumpft.Mein Großvater starb im Alter von 94 Jahren und meine Großmutter war 103 Jahre alt, als sie starb!"Das ist gar nichts! Ich habe Verwandte, die überhaupt noch gar nicht tobt sind!"

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Im Eisenbahnwagen. Ein Reisender zum Nachbar: Mir kommt vor, daß auf der Locomotive sich neben dem Führer ein Herr mit einem Ordensband befindet?"Das ist Ihnen neu? Die Regierung hat ja beschlossen, daß zur Sicherung der Reisenden die Mitglieder der Direction und des Aufsichtsrathes je eine Woche lang diesen Dienst auf der Loco­motive übernehmen."Also als Geißel!?"

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Der kleine Verräther. Fritzchen:Aber Tantchen, Du bist ja gar nicht so groß, daß Du bis zum Schornstein reichst." Tante:Wieso denn, Kind?" Fritzchen:Ja, Papa meinte neulich, das Geld, das Du ihm geborgt hast, könntest Du in den Schornstein schreiben."

Versäumter Augenblick. Mama:Was hat denn der Assessor mit Deiner Hand zu schaffen gehabt?" Tochter: Er hat gesagt, ich hätte eine wunderhübsche kleine Hand." Mama:Und was hast Du denn darauf gesagt?" Tochter: Nichts." Mama (ärgerlich):DummesDing; hättest doch beigefügt: Und sie ist noch frei."

Literarisches

Wer kennt nicht Emmy Heine, die Herausgeberin der weitver­breitetenLehrbücher für Handarbeiten". Unter der Redaction dieser Autorität steht das im Verlage von John Henry Schwerin, Berlin, herausgegebene große Handarbeitenblatt für die Familie, das den bezeichnenden Titel »Frauen-Fleitz* führt. Alles, was das weibliche Handarbeitenfeld an Neuen: und Interessantem bietet, ist in diesem mit Hunderten von Naturgrößen Original-Handarbeitenvorlagen ausgestatteten Handarbeitenblatt dargestellt! Für das Wcihnachtsfest er­öffnet sich imFrauen-Fleiß" eine Fülle nützlicher und erfreuender Ge­schenke, so daß ein nachträgliches Abonnement zu 75 Pfg. vierteljährlich allen Denen zu empfehlen ist, welche nach zweckdienlichen Arbeiten Um­schau halten. Man abonnirt aufFrauen-Fleiß" noch für dieses Quar­tal zu 75 Pfg. bei sämmtlichen Buchhandlungen und Postanstalten. Erstere und die Expedition vonFrauen-Fleiß", Berlin W, verabfolgen auf Wunsch unentgeltliche Ansichtnummern dieser concurrenzfreien illu- strirten Zeitschrift.

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.