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"Redaktion: i. V. Hermann Elle.' Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

bemerkt?' zu Fräu-

Eugenie, Vorberei-

schenk machen.

Feine Antwort. Eine häßliche Dame nimmt Abschied von der Frau vom Hause. N. wird gefragt, wie er jene finde. Er antwortet:Ich hatte sie früher nie gesehen aber sie muß sich sehr ver­ändert haben.

U n s e r e K i n d e r.Es ist wirklich bewunderns- werth, gnädige Frau, wie gut Sie ausseheu. Und was Sie für eine prächtige Farbe haben." Die kleine Elch:Ja, die Schachtel kostet auch 5 Mark."

Delikate Frucht. Dame zur Köchin, die am Tage vorher eine Landparthie mitgemacht hat, auf deren zahllose Mückenstiche deutend:Da sehen Sie nun, Bertha, die Folgen einer Landparthie." Die Insekten haben Sie ja förmlich zerfressen." Köchin, selbstbewußt:Es sind die schlechtesten Früchte nicht, woran die Wespen nagen. (Deutsche Wespen.)

Vermischtes.

Glückliche Bräute. Ex-Kaiserin

wärks, die Polizei soll Sie nicht bekommen und wenn Sie auch zehnmal Schwereres verkrochen hätten. Alle Wetter, hören Sie die Stimme! Nun brennt'«, junger Herr!"

Ist mein altes Versteck noch vorhanden, Johann?" Versteht sich, wir verändern nichts. Dort sind

Sie vor der Hand ganz sicher."

d'rin hausen"

Thut nichts, Alter, gute Nacht!"

Der Verfolgte trat in den Raum, das Getäfel schloß sich hinter ihm und Johann löschte vorsichtig da» Lickt, als er dis Treppe hinabgestiegen war. Nach wenigen Lugenblicken befand er sich wieder in seinem Stübchen und hatte sich kaum, tief aufath- msnd, in seinen Lehnstuhl niedergelassen, als ein lautes, ungestümes Klingeln aus dem Krankenzimmer jhn emporschreckte.

Herr, Du meine Güte, dis Gnädige! Am Ende hat sie schon vergebens nach mir geklingelt."

Eiligst kam et d-m Befehle nach.

Wo steckst Du, Alter?" herrschte der Kranke ihn «ufgeregt an.Ich habe zum zweiten Male n»üi", unterbrach sie sich leiser,ich will D r k in

Ja, daran erkenne ich ihn", murmelte Johann, der kaum zu Athem kommen konnte.Sa, junger Herri" setzte er lauter hinzu,nun ein wenig lang­samer, wenn ich bitten darf, sonst geht mir das letzte bischen Athem aus."

Also die Hetzhunde sind mir schon auf der Ferse, Johann?"

>/3n» Herr *

Brauchst den Namen hier nicht auszusprechen, Alter!" unterbrach ihn der junge Mann,habe ihn für immer abgelegt."

Und doch in diese« Hau» wieder zmückgekehrt?" fragte Johann mit leisem Vorwurf.

Geh', ich bedarf Deiner Hülfe nicht", sprach jener gebieterisch.

O dock, junger Herr I" versetzte Johann, ihn be- kümmert anblickend,Sie bedürfen eines Freundes und der kann nur ich, der alte Johann, sein. Was sagten Sie einst al« Knabe zu mir? Johann! sagten Sie, Du bist mein einziger treuer Freund, wenn ich groß bin, will ich'« Dir vergelten"

O, mein Gott!" klagte der Verfolgte, beide Hände vor'« Antlitz schlagend,daran mich jetzt zu erinnern. Du wolltest Dick für meinen Leichtsinn opfern, doch besaß ich noch so viel Stolz in mir, Dün Opser auszuscklagen. Alter, treuer Freund, vergirb, ich kann's Drr nicht vergelten."

Sie wandten sich jetzt geräuschlos einem Seiten­flügel zu, stiegen eins Wendeltreppe hinan und schoben , in der Mitte derselben ein Getäfel zur Seite. Jo- f Hann leuchtete hinein und flüsterte:Da» Stübchen s ist ganz rein, habe er häufig, der Erinnerung halber, gelüftet und gereinigt, mögen vielleicht einige Mäuse

das Zimmer.

Gott sei gelobt, sie hat noch nichts

Mit diesem Stoßseufzer begab er sich lein Hedwiga.

(Fortsetzung folgt.)

Unrecht thurr, Johanni ich glaube, daß ein leb, Hafter Traum mich gefangen hielt."

Ich hätte des gnädigen Fräuleins Klingeln auch jedenfalls hören müssen", bemerkte Johann auf- athmend.

Wo find die Damen, Johann?

Das gnädige Fräulein haben Conferenz mit einem Lieferanten", log drr Alte mit gedrückter Stimme,und Freifräulein Hedwiga mochten hier nicht stören, weshalb sie auf ihrem Zimmr blieben."

Schon gut, Atter! Bitte Freifräulein Hed­wig«, sich hierher zu bemühen."

Johann verbeugte sich und verließ geräuschlos

welche sich in liebevollster Weife mit den tungelt zur Vermählung ihrer Nichte der Prinzessin Lätitia mit dem Herzog von Aosta beschäftigt, hat . ..., , t öffentlich erklärt, daß sie am Hochzeitstage ihrer Nichte

sie rönnen es heute, indem ©m, i auch drei junge Bräute in reichlichster Weife ansstatten

vrrtrauen und meme Hülfe annehmeii. Nur vor- ; ^Me. Die Mädchen müssen im gleichen Alter mit

Prinzessin Lätitia stehen, eine soll eine Französin, t die zweite eine Italienerin, eine dritte eine Engländerin , fein. Die betreffenden jungen Damen haben keine i andere Aufgabe, wenn sie der Wohlthat theilhaftig s geworden, als jedes Jahr an ihrem Hochzeitstage s in die Kirche zu gehen und ein Gebet für den Herzog I von Aosta und seine Gemahlin zu sprechen. Selbst­verständlich sind die Bewerberinnen sehr zahlreich,, umsomehr, als auch Prinzessin Lätitia erklärte, sie wolle den betreffenden Mädchen je ein Hochzeitsge-