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Vermischtes.
und scheint ein Leckerbissen für sie zu sein, wie man dies in den ersten Tagen des Frühlings sehen kann, wenn man auf die Sperlinge Acht giebt. —• Anbetracht dieser überaus nützlichen Thatrgkert wird man es dein vielverlästerten Spatzen wohl verzeihen dürfen, wenn er zu Zeiten auch ein paar Weinbeeren wegstibitzt oder sich am Obst delectirt. ~
sie dem Offizier scherzend mit den Worten: „Nun, lieber S . . - die Sorte 1863 lagert wohl noch immer? Na, seien Sie nicht mehr böse, jetzt habe ich einen besseren Lieferanten. Probiren Sre mal dieses Kraut, das ist eine andere Nummer." — Die prächtigen Cigarren dampfte der junge Held den Turkos in das kaffeebraune Angesicht, aber dre 63 er Sorte lagert noch immer, sie ruht auf einem prachtvollen, goldenen Gestell auf dem Schreibpult des glücklichen Besitzers.
ZurEhrenrettungdesSperlings. „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte" . . . Dies dichterische Wort könnte man auch auf den GaffeuMngen unserer heimischen Vogelwelt, den Spatzen, anweu en. Denn kaum stehen sich über die größere Nützlichkeit oder aber den größeren Schaden emes Vogels die Ansichten so schroff gegenüber, wie bezüglich des Sperlingsund zwar überwiegt die Zahl seiner Gegner bedeutend diejenige seiner Vertheidiger. Nun, es ist richtig, der Sperling plündert unsere Obstgarten, Weinberge und Getreidefelder öfters in ganz unverschämter Art, aber wie groß anderseits auch die Verwüstung ist, die er unter den ^nsecten und Würmern anrichtet , kann man deutlich aus der Berechnung sehen, die Herr Brad ey, Professor der Botanik an der Universität Cambridge, m seiner Abhandlung über den Ackerbau eingeruckt hat, und worin er die Anzahl von Larven angiebt, welche ein paar Sperlinge gebraucht haben, um ihre Zungen zu füttern. Sie beläuft sich in einer Woche auf 3300. Die Richtigkeit dieser Berechnung zeigt er auf folgende Art. Man hat bemerkt, dach em Sperling, der Junge hat, jede Stunde 20 Mal zu Neste fliegt, um ihnen Futter zu bringen. Dies thut sowohl der Vater als die Mutter. Die Klugen erhalten also jede Stunde 40 Schnäbel voll Futter. Nimmt man nun an, daß beide Sperlinge 12 stunden
Redaction: A. Scheyda. — Druck und Perlag der Brühl'schen Drucker« (Fr. Chr. Pietsch) m Gießen.
Nikotin-Vergiftung", wie die über dem Bett hängende Tafel nachwies. Anscheinend gleichgültig erkundigte er sich nach der Lebensstellung und dem Wohnort der Eltern, faßte den Patienten noch einmal scharf ins Auge und setzte dann seinen Gang durch das Krankenzimmer fort. Der Fall schien hiermit erledigt, zumal der Kronprinz wohl wußte, daß dem ertappten Sünder nach seiner Entlassung aus dem Lazareth noch eine Arreststrafe blühte, „wegen Rauchens in den Räumen der Anstalt". Die Strafe war bald verschmerzt und sechs Wochen später, am heiligen Weih- - nachtsabend, finden wir den jungen Krieger unter J den Seinen im traulichen Familienzimmer der guten ; Mama — den Vater hatte er vor Jahren schon verloren. Hinter einer dampfenden Punschbowle lehnte er sich behaglich im Sessel und rauchte eine „ganz bedeutende Giftnudel", womit er die feine Havanna-Cigarre des älteren Bruders meinte. Die Lichter am Christbaume waren schon verlöscht, Alfred und Meta, die beiden jüngsten Geschwister, eben zu Bette gebracht, und während der Kadett gerade seiner hübschen Cousine, einem 16 jährigen Backfischchen, mächtige Heldenthaten aus seinem Kadettenleben berichtet, stellte sich der Weihnachtsengel noch em Mal ein und setzte noch schnell eine verspätete Holzkiste vor ihm auf den Tisch. Und was war darin? Eine mächtige — Cigarre! Aber so groß und so hart, wie eine Feldgranate, und so schwer wie ein Kommißbrot! Sonderbare Sorte! Aha, jetzt hat er's! Es war nur eine Atrape, und aus dem Innern derselben zog er eine — Milchflasche heraus, eine Saugflasche in — Lebensgröße — mit einem Gummisaugpfropfen — und gefüllt mit echter, unverfälschter Kuhmilch. Auf der Flasche aber klebte ein Zettelchen mit-der Aufschrift von wohlbekannter Hand: „Wohl bekomm's!
Friedrich Wilhelm."
Also der Kronprinz war der Spender? Und das galt ihm, dem sechszehnjährigen Primaner, dem alten erfahrenen Kadetten und baldigen Portopee- EksEä ss-bS dieser stylvollen Rede warf er hastig den Rest der • ^halten dwse reden T g W wenn man SÄ“«?*“-*-w- rr»'äSä kam eine ernste und bewegte Zeit. Bald nach der . Vertilgung der 1 Nahrung ist, die sie
Pfeife im Munde, knapp vor Sonnenuntergang durch glatter^,grünlicher^ Larven m(m
die Vorposten reitet, den heimlichen Cigarrenfreund wieder. Aus jenem grünen Bürschchen ist ein ernster, stattlicher Offizier geworden. Freudig bewegt begrüßt der hohe Herr den jungen Krieger mit einem warmen Händedruck. Eben will er wieder weiterreiten,, da wendet er sich noch einmal um, holt aus feiner Satteltasche ein Päckchen mit Cigarren und überreicht


