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>cht stand, ver- licht abzuwen«
Armen. Da ins.i zu haben, mein Sohn! aber 18 Jahre, dt, wo Ulrich >r dis Hörner : Tochter der immerfort, ich
Balle lernten se<i und lieben, sts ein Engel, eißt. Da g-- ich selber den a. Er machte ändler ab, der Schwiegersohn idtr den Wild« rbuhler etwas r auf Reisen.
Verrath; er se, welche der , nach Paris, lle »u studiren, and bri seiner aterhause." Ltreich", mur- se machte, halten", nahm eine furchtbare tiger Ausgang ndrrt worden, -veit beruhigte, rfität bewegte, he wüste und velcher sich behändigen, an : dachte. Die steifen, da der und der tolle sie», das Gold zu zerstreuen, kleine Hedwiga jungen Mutter der Freiherr eile ihr Schutz Hs oder sieben i sein Examen, te ziemlich ge- sich ein Logis Ich war bereich' trefflicher itige Erziehung e. Der arme )esterreich fein Krieg stand in wanciren und
studirte mittlerweile mit mir militärische Wissen^ schäften. Soviel steht fest, daß er sich in jeder Hin« ficht musterhaft benahm, das Vaterhaus ängstlich mied und einer Begegnung mit der Stiefmutter stets auswich. Nur Tante Ulrike, die er wir eine Mutter liebte, sprach er zuweilen. Ich mußte in jenen Tagen urplötzlich provisorisch ein Commando übernehmen und nach einer anderen Garnison übersiedeln. Als ich zurückkehrte, war Ulrich ohne Abschied auf und davongegangrn. Ich hörte, daß er das Vaterhaus betreten, mit der jungen Baronin geredet und die kleine Hedwiga geküßt habe. Daß ihn hierbei d?r Freiherr, welchen er verreist gewähnt, betroffen, die Reitpeitsche über ihn geschwungen und der Schlag die Stiefmutter gchreift habe. Kurz und gut, Ulrike war wiederum der gute Engel des Hauses gewesen, — aber der Riß war nicht mehr zu reparirrn. Das mächtig erwachte Selbstgefühl der gemißhandelten jungen Frau bäumte sich gegen «in ferneres Zusammensein mit dem rohen Gatten auf, — während ihre Schuldlosigkeit ihr dm Muth gab, ihm stolz entgegen zu treten. Sie kehrte nicht in's Vaterhaus zurück, um der Welt keinen Stoff zur Verleumdung zu geben und dir eigene Ehre wie die Zukunft ihres Kindes nicht zu gefährden, aber sie wählte ein freiwilliges Exil, was der Gesellschaft gegenüber als Badekur galt. Hier lebte sie mit ihrem Töchterchen, nur von Ulrike besucht, eine kurze Zeit, welche sie dazu benutzt hatte, ein Testament aufzufttzm, das Hedwiga unter den Schutz der Tante Ulrike stellte, fie zur alleinigen Erbin de» noch vorhandenen großväterlichen Vermögens und damit ganz unabhängig von dem Willen des verschwenderischen Vaters machte. Dann starb die arme Dulderin."
„Weshalb übrrließ sie ihr Kind nicht dem Großvater in X.?" fragte Egon verwundert.
„Um den alten Mann nicht in Versuchung zu führen, zum zweiten Male ein junges Herz zu brechen", versetzt« der Major derb, „fie that wohl daran, der Freiherr konnte sein Kind nicht tyranntsiren, um nicht an den Bettelstab zu gerathen, weil der alte Großhändler Wind von der Geschichte bekommen, und sein Vermögen, falls Hedwiga vorher sterben werde, milden Stiftungen vermachen wollte. Run sind beide tobt und die junge Erbin frank und frei."
„Was sagte die ahnenstolze Irmgard dazu?" fragte Egon nach einer Weile.
„Sie lebt nach wie vor im Stande der Unwiffen- heit und hält Alle» noch immer für Jmmendorf« sche» Eigenthum, obwohl der kleinen Hedwiga, der Tochter jene» verhaßten bürgerlicher» Eindringlings, das Ganze gehört. Ich halte eine solche Rücksichtnahme einer herzlosen, selbstsüchtigen Kranken gegenüber geradezu für sündhaft", setzte der sonst so gutherzige, mild urtheilende Major bitter hinzu, „sie war von vornherein das Herzblatt der Familie durch ihre Schönheit, als ob ein solche» zufälliges Naturgeschenk ein besondere« Verdienst und dem damit oft ungerecht Bevorzugten noch hoch angerechnet werden müsse. Die Menschen erziehe» sich selber ihr« Geiseln,
denn eine solche ist Fräulein Irmgard ihr-r Umgebung geworden. Weil ihr selber der Kelch der Glück«, bevor sie den ersten Trunk daraus gethan, von den Lippen gezogen worden, gönnt sie auch ihren Angehörigen keinen Tropfen daraus."
Der gute Major war ganz bleich geworden, während Egon still an feiner Seite ging und nur zuweilen einen theilnehnunden Blick auf ihn warf.
, Wie war's doch eigentlich mit jenem ersten Drama, dem Fräulein Irmgard zum Opfer fiel?" fragte er endlich, des Onkels Arm leise drückend.
„Ja, wie war's damit?" fuhr dieser, wie au« einem Traum erwachend, empor. „Die Dams hatte es sich im Grunde selber zuzuschrsiben und mag ihren eigenen Hochmuth und Trotz für ihr immerhin sehr trauriges Schicksal verantwortlich machen. Ich will sie deshalb nicht richten, Gottbewahre! — Wir Menschen sind durchgehends nur zu gern bereit, dem Herrgott oder dem Schicksal unsere eigene Schuld aufzudürden, und ein verlorene» Glück allem Möglichen, nur nicht den eigenen Jrrthümrrn, der eigenen Kurzsichtigkeit oder verhängntßvvllen Un-ntfchlossen- heit verdanken zu wollen. Wn mit klarem Blick und unnachsichtigem Ernste sein Leben durchforscht und das Facit desselben zieht, wird b'ld genug erkennen, wie der größte Thrtl des in die Brüche gegangenen Glücks auf eigene Rechnung zu sitzen ist."
„Sehr wahr, lieber Onkel!" sprach Egon, „ich schließe daraus, daß Du diese Berechnung an Dir srlber erprobt hast."
„So ist es, dem Himmel sei's geklagt, mein Junge! — Wäre ich im rechten Augenblick nicht zu kurzsichtig, zu feig und unentschlossen gewesen —'
„Onkel! Onkel!"
„Es ist so", fuhr der Major zerknirscht fort, „ich war ein Feigling, fürchtete mich vor dem Zorn abnenfiolzer Verwandten, anstatt mein Glück festzuhalten und es mit meinem Leben zu behaupten. Da hast Du mein Beksnntntß, Egon!",
„Ich begreife Alles, doch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt", versetzte der junge Mann köpf- schüttelnd, „dem mittellosen Lieutenant kann ich e» zu Gute halten, weil dis Ehre es ihm verbot, das Schicksal eines geliebten Wesen» an seine Armuth zu ketten, der reiche Erbe jedoch war sogar verpflichtet, sein verpfändete« Wort einzulösen."
(Fortsetzung folgt.)
Kirre Kifenßaynreise im Iaßre 1893.
Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Hans Blum in der „Gartenlaube" angesichts des vor Kurzem erschienenen Buches von Dr. Engel „die Eisenbahnreform" nachstehende Betrachtungen:
Es war am 14. Juli 1893. Die letzten Wrmine waren überstanden. Die Gerichtsferien hatten begonnen, auch die Schulferien. Alles drängte den Bahnhöfen der Stadt zu, die aber bei Leibe nicht mehr Bahnhöfe hießen, sondern „Empfangsgebäude."
Seit Beginn des Jahres war in ganz Deutschland


