Ausgabe 
30.1.1886
 
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Das glaube ich auch", nickte Dora.Aber wird der Richter dieser Behauptung auch Glauben schenken? Ist es nicht am Ende bis jetzt nur eine Vermuthung Sonnenberg's? Und wenn nun diese Behauptung nicht bewiesen werden kann"

Es ist mehr als das", unterbrach der alte Herr sie, indem er sich erhob.Sonnenberg war ja im Garten Reichert's, als der Cassenraub entdeckt wurde, er kann ja Alles sehr genau beobachtet haben, und einem so gut unterrichteten Zeugen gegenüber wird Reichert nicht zu leugnen wagen. Aber nun muß ich mich beeilen"

Dann will ich Sie nicht länger aufhalten. Ich darf Sie also gleich nach Tisch erwarten?"

Jawohl, und bis dahin vermeiden Sie Alles, was in der Seel, ihrer Gesellschafterin ein Miß­trauen erwecken könnte."

Nachdem Dora sich entfernt hatte, ging der alte Herr in sein Schlafzimmer, aus dem er schon nach wenigen Minuten im Pelzrock mit Perrücke und Brille zurückkehrte.

Fortsetzung folgt.

Mach hohem Met.

N»»eLe »»n M»ritz Lilie.

(Fortsetzung.)

Darin kannst Du Recht haben, rother Heinrich; bi» ich erst soweit, dann wird mir an Eurem Um­gang verdammt wenig mehr gelegen sein", erwiderte Jener mit cynischer Offenheit.

Der rothe Heinrich verdankte diesen Namen vermuthlich seinem brandrothen Bart, der das Ge­sicht umrahmte.

Nun, der Fuchs wird uns von den Federn, welche das Gänschen ihm zubringt, ohne Zweifel auch ein paar Kiele zufließen laffen, es ist schon, damit wir reinen Mund halten", meinte der Erst« wieder.Es wäre doch ärgerlich, wenn gewisse Dinge vorzeitig zur Sprache kämen und dadurch der ganze schlau eingesädelte Plan in die Brüche ginge."

Der Fuchs warf dem Sprecher einen wülhenden Blick zu.

Was ich gesagt habe, gilt, Ihr sollt mit mir zufrieden sein, wer aber dann noch schwatzt, dem breche ich den Hals, verstanden?" zischte er leise zwischen den Zähnen hervor.Jetzt aber zu dem Geschäft, das mich heute zu Euch führt, obgleich ich diese Spelunke eigentlich nicht mehr betreten wollte."

Hoho, Freundchen, nur nicht so wegwerfend vom Löwenkeller gesprochen, wo Leute verkehren, die mindesten« so anständig sind, wie Du!" sagte der rothe Heinrich lachend.Aber Du sprichst von einem Geschäft, Fuchs, lass' hören, um was es sich handelt, und wenn etwas Ordentliches dabei zu ver­dienen ist, kannst Du auf uns rechnen."

Der Angeredete schwieg eine Weile, als über­

lege er, ob er über die Angelegenheit weiter sprechen solle oder nicht.

Ich habe in der Eile einen dummen Streich begangen, der mir verderblich werden kann", begann bet Fuchs endlich im Flüstertöne, so daß die Drei sich über den Tisch beugten, um ihn besser ver­stehen zu können.Es gilt einen Patron, der mir im Wege steht, unschädlich zu machen."

Fragend blickten die Männer auf ihren Genossen, der abermals eine Pause machte.

Das Herrchen hat ebenfalls Absichten ans die Kleine, und ich fürchte, der Teufel hat das Mädchen geblendet, daß sie ihn nicht ungern sieht", fuhr der Fuchs fort,einer von uns wird also weichen müssen. Gestern Abend traf ich mit ihm zusammen, es kam zu Auseinandersetzungen, und das Ende vom Siebe war, daß ich ihn auf Pistolen forderte."

Donnerwetter, das war gewagt", rief der Aelteste am Tische.

Und wann soll das Duell stattfinden?" fragte der Rothe.

Ich habe es, eine nothwendige Reise vorschützend, um einige Tage hinausgeschoben, dann aber muß die Sache zum Austrag kommen, wenn ich nicht Mittel und Wege finde, den ganzen ärgerlichen Handel beizulegen, auf irgend eine Weise unmöglich zu machen", erklärte Jener.Dazu aber darf nicht ich die Veranlassung fein, sondern sie muß von meinem Gegner ausgehen."

Und wer ist dieser?"

Das sollt Ihr gleich erfahren. Ihr begreift jetzt, daß hier etwas geschehen muß, und zwar ohne mein Zuthun, was um so leichter durchzuführen ist, als man glaubt, ich sei verreist. Gelingt es mir nicht, diese Duellgeschichte zu Hintertreiben, so riskire ich, daß mich der Kerl über den Haufen schießt wie einen tollen Hund, denn nach den Regeln des Zwei­kampfes muß ich ihm den ersten Schuß überlassen. Auch Euch kann es nicht gleichgültig sein, ob mir das Lebenslicht ausgeblasen wird, denn mit dem Euch zugedachten Antheil wäre es dann natürlich nichts, so wenig wie mit der Heirath."

Weshalb zögerst Du auch bis in's Unendliche!" rief lauter, als es wohl seine Absicht war, der rothe Heinrich, und es lag in dem Tone der unverhohlene Ausdruck des Vorwurfs.Ich würde an Deiner Stelle längst vorgegangen sein, denn wozu diese Zurückhaltung führt, siehst Du jetzt."

Davon versteht Ihr gerade so viel wie der Esel vom Tanzen, behaltet Eure Weisheit also hübsch für Euch", versetzte der Fuchs unwilligGlaubt Ihr denn nicht, daß ich ganz triftige Gründe habe, de» geeigneten Moment abzuwarten, daß jede Vor­eiligkeit die ganze Sache verderben würde? Dem Menschen aber, der mir so unvermuthet in den Weg getreten ist, mußte ich imponiren, ihm energisch ent­gegentreten und das konnte nur in der unter Cava- iieren üblichen Weise geschehen."

Die Gefährten am Tische ließen ein unter­drücktes Lachen hören.