Ausgabe 
28.1.1886
 
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hle erzählen.

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wohl auch den Herrn zurückkommen?"

Nein; entweder ist er sehr spät gekommen, > z« v.

oder er hat sich so leise ins Haus geschlichen, daß I er laut hinzu,besitzen Sie auch deren Zusage?

ich's nicht hören konnte, es mag ja auch sein, dag ich gerade in jenem Augenblick geschlafen habe."

Peter Michel hatte sich von seinem Sitz er­hoben; mit der Dose in der Hand wanderte er langsam auf und nieder.

Fortsetzung folgt.

stehen." ,

Was ich meiner Ehre schuldig bin, weiß ich selbst sehr genau, ich verzichte also in dieser Be­ziehung auf Ihre Belehrungen. Um aber wieder auf die Sache selbst zu kommen: welches Recht be­sitzen Sie zu dieser indiskreten Frage?"

Ich wiederhole Ihnen, das Recht der Priorität. Sie hätten unschwer erfahren können, daß ich und, wie ich glaube, nicht aussichtslos um Liesbeth werbe, und dazu um so mehr befugt bin, als ich bereits die Einwilligung des Vaters besitze."

Wahrscheinlich in der Weinlaune abgelockt I" sagte Alfred zu sich selbst.Und Liesbeth?" fügte

Sa, sie war wieder bei ihm, an der Stimme I hab''ich sie erkannt", antwortete es.

Das war am Tage nach dem Datum, den Sie vorhin genannt haben?"

Ja wohl, das weiß ich ganz genau."

Wann kam sie?"

Spät, ich war schon in meinem Zimmer, um ins Bett zu gehen."

Ganz recht, nach dem Theater", nickte er.Sie kam wohl nach ihm? Mußte sie läuten, damit er ihr die Thür öffnete?"

Nein, sie kamen zusammen, und sie schlichen die Treppe hinauf wie die Katzen, aber ich hörte sie doch, ich hab' ein gutes Gehör."

Sie hörten sie sprechen?"

Nein, aber als sie im Zimmer des Herrn Sonnenberg waren, da schlich ich mich hinunter, ich wollte wissen, ob er wieder Damenbesuch hatte."

Hatten Sie dabei einen bestimmten Zweck?"

Lieber Gott, man muß doch wissen, was im Hause vorgeht!" fuhr das Mädchen achselzuckend fort.Und wenn das so fortging und er jeden Abend bis in die Nacht hinein Damenbesuche ent» pfing, dann blieb er nicht lange mehr in unferm Hause wohnen, dafür wollte ich schon sorgen. Also ich schlich mich hinunter, und da hörte ich die Stimme wieder, die ich am Abend vorher gehört hatte."

Aber die Worte verstanden Sie nicht?"

Nein, und deshalb ging ich bald wieder in | mein Zimmer zurück."

Klang die Stimme der Dame zornig?"

Sehr, aber wie gesagt, verstanden hab' ich kein Wort."

Wie lange blieb die Dame?"

Eine halbe Stunde sicher."

Und bann?" fragte der Beamte, der feiner Er­regung nur mühsam gebieten konnte.Ging sie allein, oder begleitete er sie?"

Sie gingen zusammen fort. Davon sollte auch Niemand was wissen, und ich würde es am Ende auch nicht erfahren haben, wenn nicht eine Treppen­stufe zweimal geknarrt hätte. Ich hatte die Thür meines Schlafzimmers nicht fest geschloffen, um besser hören zu können, und weil ich so aufgeregt war, schlief ich die halbe Nacht nicht. Die Ge­schichten des Herrn gingen mich freilich nichts an, aber ich hätte doch auch gar zu gerne gewußt, wer die graue Dame war, die sich so dicht verschleiert hatte. Ich vermuthete, daß ich sie kennen würde, wenn ich hinter den Schleier blicken könnte"

Sie war eine Fremde", unterbrach der alte Herr sie,eine Dame aus England, und sie hatte sich wohl deshalb fs dicht verschleiert, damit Sonnenberg sie nicht sofort erkennen könnte. Wenn sie in jener Nacht so schlecht geschlafen haben, so hörten Sie

Aach yoßem Ziel.

Novelle von Ms ritz Lilie.

(Fortsetzung.)

Plötzlich vernahmen sie eilige Schritte auf dem Kieswege, und sich umwendend gewahrten sie rm Halbdunkel eine Gestalt, die auf sie zukam. Es war Brehmer, der sie zu suchen schien.

Der Herr Baron Ihr Vater,, läßt öte um eine kurze Unterredung bitten, gnädiges Fräulein", wandte er sich an dieses mit einer leichten Ver­beugung. , , . ,

Ich danke Ihnen!" sagte Liesbeth, indem sie Alfreds Arm losließ und davon eilte- Der Lega­tionssekretär wollte ihr folgen.

Auf ein Wort, Herr von Sohr, wenn sch bitten darf!" rief Brehmer; fragenden Blickes blieb der Andere stehen.

Ich habe die Ehre, von Ihnen gekannt zu fein, einer gegenseitigen Vorstellung bedarf es also nicht", fuhr der bleiche, junge Mann fort, und Alfred schien es, als sprühten die tiefliegenden, dunklen Augen Funken.

Wir lernten uns auf dem Balle des Grasen Plaskp flüchtig kennen", warf der Legationsfekretär leicht hin,Herr von Eschenheim machte uns damals bekannt. Aber was wünschen Sie von mir?"

Sollen Sie gleich erfahren", rief der Andere. Aus Ihr Wort als Cavalier: haben Sie Absichten auf Fräulein von Eschenheim?"

Das ist in der That eine seltsame Frage, die ich vielleicht kaum meinem intimsten Freunde beant- i werten würde", versetzte Jener ruhig.

Einem Freunde mögen Sie die Antwort ver­weigern, einem Manne gegenüber, der altere Rechte besitzt als Sie, gebietet es Ihre Ehre, Rede zu