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ist ermordet morden und zwar vergiftet. Er hat die Stadt überhaupt nicht verlassen."

Riston!" stieß der Kommerzienrath mit einem abwesenden Ausdruck hervor.

Der Kommissar hatte den Namm erhascht.

Wer ist Riston?" fragte er, sich den Namen notirend.

Nannte ich einen Namen?" fragte Etwold ängstlich.

Den Namen Riston, allerdings."

Merkwürdig!" sagte jener.Da ich einen

Menschen dieses Namens gar nicht kenne."

(Schluß folgt.)

Der KausgarLen, wie er sein soll.

Die Liebe zur blühenden Natur _ ist ein be- merkenswerther, liebenswürdiger Zug im dentschen Volkscharakter und diesem Zuge entspricht auch das in allen Kreisen und Schichten unseres Volkes her« vortretende Bedücfniß eines Hausgartens, selbst der minder Bemittelte ist bestrebt, wenn es die Verhält­nisse nur irgendwie gestatten, sich ein eigenes Gärtchen anzulegen und wäre es auch noch so klein. Dem sachverständigen und aufmerksamen Beobachter drängt sich nun aber häufig die Bemerkung auf, daß die Anlage unserer Hausgärten, mögen dieselben nun von größerem oder kleinerem Nmsange sein, ost eine sehr mangelhafte und unzweckmäßige ist, so baß einige Winke in dieser Beziehung nicht unbeachtens- werth erscheinen dürfen, zumal da sie Gesichtspunkte berühren, über welche die unzähligen Gartenbücher gar nichts oder nur Unwesentliches enthalten.

Die wesentlichste Bedingung zur guten Anlage eines Hausgartens ist diese, daß man den Unter­schied zwischen ihm und dem großen oder Parkgarten kenne und vor Augen halte. Dies um so mehr, als die meisten Gartenbücher und Gartenschriften sich nur auf die parkähnlichen, nicht aber auf^ kleinere Gärten beziehen und letztere wiegen doch bedeutend vor. Der Park stellt gleichsam eine veredelte Land­schaft dar, eine verschönerte Natur, in ihm muß daher die Natur versteckt sein und die Natur vor­herrschen, auch Regelmäßigkeit möglichst vermieden werden. Der Anleger solcher Gärten arbeitet nur mit großartigen Formen, mit breiten Mafien von Licht und Schalten, von heller und dunkler Be­laubung, Wald hier, Lichtung dort. In den Lichtungen bilden die Rasenflächen naturgemäß den Grund seines Gemäldes, die Kraftpartien sind die Bäume, bald als Einrahmung, bald als Gruppen, bald als einzelne, freistehende Prachtexemplare, während die Blumen hier nur den untergeordneten Theil abgeben. Ganz anders verhält es sich mit dem Hausgarten, M muß die Kunst vorherrschen, das Regelmäßige hervortreten, wobei aber nicht ge- künstelt werden darf; deshalb keine geraden Linien, sondern gebogene. Im Hausgartrn müfien ferner die Blumen die Hauptrolle spielen, denn er ist seinem

ganzen Wesen nach ein Blumengarten und aus diesem Grundbegriffe gehen wichtige Regeln hervor, gegen welche aber bei der Anlage von Hausgärten oft ver­stoßen wird.

Dieser Tadel betrifft zunächst den Gebrauch oder vielmehr Mißbrauch des Rasens, letzterer spielt in unseren Hausgärten meist eine viel größere Rolle, als ihm naturgemäß zukommt. Es ist dies wie sich aus der Geschichte der Schöngärtnerei leicht nachweisen läßt darauf zurückzuführen, daß der englische Styl den bei uns früher heimisch gewesenen altfranzösischen Stpl im Gartenwesen fast ganz ver­drängt hat und in jenem herrscht ja der Rasen un­bedingt vor sind doch die Engländer in der Er­zeugung eines schönen, sammetähnlichen Rasenteppichs unbestritten Meister! Aber da der englische Garten wesentlich ein Landschafts- und kein Hausgartenstyl ist, so findet bei ihm der Rasen eine ganz naturge­mäße Verwendung, während der letztere in unserem Hausgarten zu wenig motivirt ist, um Hauptpartien bilden zu können; auch gebietet das Praktische eine Beschränkung des Rasens im Hausgarten. Uebrigens muß man bei dem letzteren darauf achten, daß der Rasen nur aus feinen Grasarten bestehe und stets sauber gehalten werde, denn ein schlechter und ver­nachlässigter Rasen verunstaltet den kleinen Garten ! noch viel mehr, als den Parkgarten, weil bei jenem

Alles in der Nähe ist und in die Augen fällt.

Soviel über den Rasen. Ehe wir nun zu dem eigentlichen Zwecke des Hausgartens, den Blumen, kommen, seien noch einige Bemerkungen über Ge­müse und Obstbaum gestattet, weil gerade hierauf von Besitzern kleiner Gärten sei es aus Lieb­haberei, sei es aus Nothwendigkeit viel mit ge­halten wird. Was den Gemüsebau anbelangt, so darf derselbe dem Garten nicht zur Unzierde werden und dies geschieht aber durch die langen Bohnen­stangen, wie auch durch die Erbsenreiser, beides nimmt sich nichts weniger als zierlich aus, Kartoffeln und Krautköpfe in einem Hausgarten jedoch müssen geradezu als unästhetisch bezeichnet werden. Auch die Obstbämne tragen gerade nicht zur Verschönerung des Hausgartens bei, denn um mit ihnen Gruppen bilden zu können, dazu ist der Raum hier viel zu beschränkt und vereinzelte Obstbäume nehmen sich einfach lächerlich aus. Will man aber doch auf die Obstdäume in seinem Garten nicht ganz verzichten, vielleicht schon um der Kinder willen, nun, so ver­lege man sie in den Hintergrund, wo auch Stachel-, Johannis- und Himbeeren Platz nehmen mögen. Auch der Laube, die nun einmal im deutschen Haus­garten schier unentbehrlich geworden ist, wollen wir kurz gedenken. Wer mit dem Raume nicht besonders beschränkt ist, wähle lieber die natürlichste Laube, einen dichtbelaubten Baum oder auch bloß eine Ver­tiefung in eine dichte Gruppe Laubholz und Ge­sträuch. Für kleinere Gärten empfehlen sich mehr künstlichere Lauben mit oder ohne Gestell. Letzteres selbst sei stets nur einfach; die gekünstelten Satten» ; werke der früheren Zeit find gar zu unnalürlich und