244
und, wie sie sagten, unerhörten und schändlichen
Die Drohung, auch sie dann ebenso wie
änbere.
Ioniern behandelt zu werden, zu den Freibeutern übergingen, endete mit einer gänzlichen Vernichtung des Heeres des Herzogs. Dieser selbst fiel und nur zwei Ritter Bonifacius von Verona, einer der beiden Beherrscher von Negroponte und Roger Deslan aus Roussillon, blieben am Leben, und wurden durch die
und auf das Abschneiden und Aushungern ihrer Gegner beschränkten, ebensowenig der „großen Gesellschaft" ernstlich zu schaden, als ein ähnliches, vier Jahre später angestrebtes Unternehmen.
Redaction; A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühllchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
Fürsten des Despotats von Argos verwickelt, er I Catalonier gefangen. Diese bemächtigten sich der schickte Unterhändler nach Kassandra, um die Cata- I Bürger von Theben und Athen, letzterer durch Sturm, lonier zu sechsmonatlichen Kriegsdiensten gegen hohen I sowie des ganzen Herzogthums. So waren die schon Sold zu verpflichten. Diese willigten ohne Verzug zur Heimkehr entschlossenen Abenteurer plötzlich Herren ein und brachen bereits im Frühjahr des nächsten I eines schönen und großen Furstenthums geworden. Jahres nachdem ein mit ihnen verbundener Trupp Viele heiratheten die Wittwen und Tochter ihrer am . Türken aus Anatolien nach seiner asiatischen Hei- Cephisius erschlagenen Gegner. Die ^atalomer matb friedlich und mit reichem Beute-Antheil zurück- I bildeten aber von jener Zeit an unter dem Namen gekehrt war, durch Macedonien, die Schluchten des „der großen Gesellschaft" eme Rauberrepuolik in O r mpo?, und durch das Gebiet des Herzogs von Attika und Böotien. Aus Mangel eines zur Fuhrer- NeAatras ziehend nach Böotien auf. Dort er- schäft geeigneten Mannes boten die Catalonier ihrem richteten die Catalonier an den Ufern des Cephisius Kriegsgefangenen, Roger Deslan, den Oberbefehl ein verschanztes Lager zur Aufnahme ihrer Weiber, I an, welcher ihn auch übernahm. Cr erwählte die von Kinder Greise und Schätze. Walther von Brienne Nicolas de Saint-Omer prachtvoll gebaute und nach kam hier zu ihnen, ließ ihnen einen zweimonatlichen ihm genannte Burg von Thchen zu seiner Residenz Sold vorausbezahlen und begann sofort die Feind- und zum Sitze des aus zwölf Mitgliedern bestehenden seliakeiten gegen die ihm verwandten und früher ver- Regierungs-Senats. Er übte als Nachfolger der kündeten Fürsten von Arta und Neu-Patras. Er alten Landesherzoge sammtliche mit dem Throne nahm ihnen mit Hülse der Catalonier dreißig Kastelle verbundene Rechtsame aus, verlieh Lehen und Adels- ab^und nöthigte sie in kurzer Zeit zu einem für patente, forderte Huldigung und Tribut von allen ihn Iwrtbeilbasten Frieden. Anstatt aber den Cata- I außerhalb des alten Herzogthums belegenen Landern äMWi Ä waren, dm nnb Md», brach und schloß Staat««,-»,- mit bedungenen Sold für die vier übrigen Monate zu den umliegenden Gewalthabern, besonders aber nut rablen wählte Walther von Brienne 500 der Vor- I den Byzantinischen Strategen von Mistra, gegen ic uebmsten jener Freibeuter, (200 Reiter und 300 Franken von AchM und gegen die Fürsten von Fußgänger) aus, gab jedem derselben Erbländereien | Tarent und Neapel, die Todfeinde dieser illegitimen zu Lehen und befahl den Uebrigen, ohne irgend eine weitere Vergütung sofort seine Staaten zu verlassen.
Als die Fremdlinge zu gehorchen sich weigerten, warb der Herzog aus seinen athenäischen und the- banischen Lehensleuten, denen er auch noch Türken und andere Söldlinge zugesellte, ein Heer von 8000 Mann zu Fuß und 6400 zu Pferd, um die Aben- teurer mit Waffengewalt von feinem Boden zu ver- treiben. Auch schlossen sich auf Walthers Einladung noch viele französische, in Morea wohnende Ritter dem Zuge gegen die gefürchteten Catalonier an. Diese, nur 7500 Mann stark, verschanzten sich an den Ufern des Cephisius und zogen auf dem Felde, ido sie mit Recht den Angriff vermutheten, eine Menge Gräben, welche die ganze Ebene in einen für Reiterei ungangbaren Moorgrund verwandelten. Auch erklärten die 500 von Walther belehnten Catalonier dem Herzog unverholen, daß sie gegen ihre Freunde und Waffenbrüder nicht kämpfen, sondern gemeinsame Sache mit denselben machen würden,
Negierung.
Von allen Ländern des Herzogthums Athen waren der Wittwe und dem unmündigen Sohne des Herzogs Walther von Brienne nur Nauplion und Argos geblieben; die „Gesellschaft" verlangte von Walther von Fougerolles, dem Statthalter von Argos, Uebergabe und Huldigung und bemächtigte sich, als ihr diese verweigert ward, des offenen Theiles jener Länder. Schrecken und Verwüstung ging den Ecoberungszügen jener Abenteurer voraus, und weder die Aufforderungen und das Einschreiten weltlicher Herrscher, noch die Bannstrahlen des Papstes geboten den Cataloniern Einhalt. Erst als sich im Jahre 1326 die „große Gesellschaft" unter den Schutz der Könige von Sicilien aus dem Hause Arragon stellte und durch königliche Statthalter regiert wurde, erfuhr deren entsetzliche Kriegsführung, die auf ganz Morea mit eisernem blutigem Drucke aemeinfame Sache nur oenjeiveu «w.. .vulut.., , gelastet hatte, einige Milderung. Trotzdem war ihr wenn der Herzog seine ungerechte Gesinnung nicht Gebühren unwahre 1331 noch so verrucht, daß der ändere * Me Drohung, auch sie daun ebenso wie Erzbischof Wilhelm vonParas aufbie Aufforderung X“»Ä< !° MOTbeta, war b« des Papst.« Johann XXL b-n Bannslrahl ,-gen Smoft« Antwort. Der Kampf, ber in ber Mitte die „hartnäckigen Ketzer und Pan« von Athen des Frühlings stattfand, und in dem gleich zu Be- schleuderte, ja sogar einen Kreuzzug gegen sie predigte, ainn die Türken, aus Furcht nach einem etwaigen Jndesien vermochte dieser, den Walther von Brienne, Sieae von dem treulosen Walther gleich den Cata- der Sohn des letzten Herzogs von Athen führte, da lonimi behandelt zu werden, zu den Freibeutern sich die Catalonier auf einen Vertheldigungskrieg


