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^ält mich hier zurück. Was in Bezug auf den Nachlaß Ackermann's noch zu besorgen ist, hat der Verlobte Ludmilla's übernommen; ich habe Alles mit ihm besprochen."

Und morgen schon willst Du mich begleiten?" fragte er mit glückstrahlendem Lächeln, ihr in's er­glühende Antlitz blickend.Was wird die Welt dazu sagen?"

Kümmert's uns, Geliebter? !j Sollen wir ihren engherzigen Vorurtheilen nur den kleinsten Theil unseres Glückes opfern?"

Nimmermehr!" erwiderte er entschlossen.Sei es, in England finden wir wohl einen Geistlichen, der unserem Bunde die kirchliche Weihe giebt und nun, liebe Tante, theure Ludmilla, gestattet mir, daß ich Euch meine süße Braut zuführe und sie Eurer Liebe empfehle!"-------

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Ein Jahr war vergangen; Tante Lina, die ihr Haus verkauft hatte, wohnte bei ihrem Schwieger­sohn, der mit eisernem Fleiß und unermüdlicher Ausdauer sein rasch emporblühendes Geschäft ver­waltete und daneben noch immer in seinen Citaten- schätzen schwelgte.

Tags Arbeit! Abends Gäste! Saure Wochen! Frohe Feste!"

Damit empfing er auch heute wieder den Advocaten Emil Rommel, der mit seiner jungen Frau zum Be­such kam, und aus jedem Zuge seines gutmüthigen Gesichts leuchtete dabei eine geheimnißvolle Freude.

Ich habe Nachrichten von drüben; mein biederer Schwager ladet uns insgesammt zur Taufe seines Erstgeborenen ein; er ist nicht mehr der Letzte seines Stammes, und früh übt sich, was ein Meister werden will!"

Du treibst es wieder zu bunt!" sagte Hertha, ihm einen halb scherzhaften, halb verweisenden Blick zuwerfend.

Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Thaten sehen!" erwiderte Maiwind. Mutter und Kind befinden sich wohl, und es liegt eine solche Fülle von Glück in dem Brief meines Schwagers, daß es gar nicht zu beschreiben ist. O, daß sie ewig grünen bliebe!"

Es steht noch etwas Anderes in dem Briefe, was Dich interessiren dürfte", wandte Tante Lina sich zu dem Advocaten,Hans von Reizenstein, den Du damals ja auch kennen lerntest, hat sich mit Lust und Liebe in seinen neuen Beruf gefunden; er soll ein tüchtiger Mensch geworden sein."

Sogar der rothe Fritz ist ein ehrenwerther Mann geworden", fügte Maiwind hinzu;mein Liebchen, was willst Du noch mehr? Drüben heißt es freilich: Vogel friß oder stirb; ein Leben wie im Paradies wird der Bursche dort nicht gefunden haben."

Der Oberförster hat mir auch einige Zeilen geschrieben", nahm Tante Lina wieder das Wort; er wohnt bei seinen Kindern und fühlt sich wohler

denn je zuvor, die guten Nachrichten von seinem Sohne scheinen ihn zu verjüngen."

Nun, zu allen diesen erfreulichen Nachrichten kann ich auch eine hinzufügen", sagte der Advocat lächelnd;Herr von Görlitz hat ebenfalls eine Ein­ladung zur Taufe an uns erlasien."

Sieh' da, sieh' da, Timotheus!" rief Maiwind, angenehm überrascht.Wie fruchtbar ist das kleinste Reis, wenn man es wohl zu pflegen weiß! Gehet hin und thuet deßgleichen!"

Die jungen Frauen hatten sich durch einen ver­stohlenen Blick rasch mit einander verständigt, sie verließen das Zimmer. Karl Maiwind aber füllte aus der würzig duftenden Maibowle, die auf dem Tische stand, die Gläser und erhob das f einige mit den Worten:

O, wer weiß, was in der Zeiten Hintergründe schlummert! Künftige Ereignisse werfen ihren Schatten voraus, und die Schatten, die ich entdecke, lassen mich ahnen, daß auch wir Beide am Vorabend eines großen Ereignisses stehen! Emil, lieber Freund und Kupferstecher, stoß mit mir an: Wer ein holdes Weib errungen, mische seinen Jubel ein!"

Die Brandstifterin.

Criminal-Novelle von AndrS Hugo.

(Fortsetzung).

Der erste Hausknecht des goldenen Ringes wiederholte seine bereits in der Voruntersuchung ge­gebene Aussage, daß er bei Anbruch der Dunkelheit auf dem Boden des Vester'schen Stallgebäudes ge­wesen, um Heu herabzuholen. Da die beiden Ge< bäude nur durch eine Fachwand getrennt gewesen seien, so habe er ganz deutlich hören können, wie drüben in dem andern Raum, der den Holzvorrath Kirchners berge, eine Person sich längere Zeit auf­gehalten und dort rumort habe.

Was haben Sie uns hierzu zu sagen?" fragte der Präsident die Angeklagte.

Ja, ich war dort", erwiderte diese schüchtern.

Ich habe Holz dort geholt."

Wozu?"

Zum Feueranzünden."

Der Präsident lächelte ungläubig.

Es war am 6. August und wir hatten 1516 Grad Hitze, sagte er, das Haupt überlegend hin und her wiegend."

Ich habe es geholt, um es am andern Morgen gleich zur Hand haben zu können."

Wie lange hielten sie sich dort auf?"

Etwa fünf Minuten."

Auf die an den Hausknecht darauf bezügliche Frage antwortete dieser, daß er, als er zum zweiten Male jene Stelle passirt habe, was vielleicht nach einer Viertelstunde geschehen sei, ganz deutlich auf