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Zapatero eine über seinen Stand wert hinausgehende geistige Befähigung und Kraft wohne; dann setzte
segnen.'
„In zwei Stunden wird'S vollbracht sein, Maria 1 Dolores, Geliebte meines Herzens, bete Du für mich, bis ich wiederkehre.'
Ohne ein Wort weiter abzuwarten, wandte sich Antonio ab, denn es nahten wieder die Schritte der Wachen, und geräuschlos schloß sich das Fenster.
Als der frühe Wanderer am Alcazar dem Palaste des Königs, und an dem glanzvollen Hause des Hsrzoas von Medina-Celi, in welchem der römische Landpfleger Pontius Pilatus von Judäa. geboren sein soll, vorübergeschritten war, hüllte er sich tiefer in den Mantel, drückte den Hut fest in die Stirn, so daß sein Gesicht halb unkenntlich wurde und blickte vorsichtig und durchdringend um sich. Noch waren die Straßen und Plätze der Köuigsstadt leer; nur in den Seitengassen vernahm man manchmal den schweren Tritt der Wasserträger oder die Schellen . der Mulas (Maulthiere), die vom Weichbilde der Stadt die Früchte der reichen Gartenzucht herbei, führten. Der Zapatero verbarg sich rückwärts schreitend in einer Säulenhalle des Königspalastes und beschäftigte sich, innerlich vor Erregung bebend, mit den arabischen Inschriften, welche die Abenceragen, die Könige der Mauren, zum Preise Mohamed's '■ und ihrer eigenen Größe hier und an den Wänden | der neben dem Schlosse errichteten Moschee vor I ihrer Wanderung in die Verbannung zurückgelassen.
(Fortsetzung folgt).
»Aectiou? A. Dcheyda. - Druck und' Verlag der Brühl'schen Druckerei (Ir. Ehr. Pietsch') in Gießen.
„hohen Prachtgebäuden'', wie •••■_■
voll von großartigen Resten, aus der Zeit, da me Könige der Mauren hier geherrscht und dre Stadt
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Umgebungen, ihrer Ruinen und großartigen roman- ! tischen Erinnerungen, wenige ihres Gleichen.
In jener Zeit des Glanzes, es war in der I Nacht des 17. November 1352, war am äußersten | Ende der Vorstadt Triana zu Sevilla ein junger , Mann eifrig beschäftigt, eines jener Biesser mit | Schlagseder, welche die Spanier Novajas nennen, $ und die in der Geschichte des Landes allzu oft ihre I Rolle spielten, zu schleifen und dabei, anscheinend in stiller frornmer Andacht, zu dem Bilde der Madonna, | über welchem in jedem Hause des Südens die । Novajas zur Weihe aufgehängt sind, manchmal emporzuschauen, mährend er auch hier und da aufmerksam hinauslauschte, wenn die Tritte der Wachen draußen tönten, welche in jenen Zeiten der Kämpfe zwischen Mauren und Christen doppelt nörhig waren.
Der junge Mann, seines Zeichens ein Zapatero, Schuhmacher, trüg das kleidsame aber etwas düstere Kostüm der damaligen Christen Spaniens, wie es noch heute mit sehr geringer Abweichung in Andalusien existirt. Endlich schien er mit der Arbeit zu j Stande gekommen zu sein, und mit wohlgefälligem j Blicke noch einmal die Schneide prüfend, steckte er i dieselbe wieder in die Scheide, worauf er mit ge- i kreuzten Armen einige Minuten in tiefes Sinnen versunken stehen blieb.
Es mußten keine freundlichen Gedanken sein, dre fein Hirn durchkreuzten, denn aus bän, dunkele» Augen schoß zuweilen aufleuchtend ein Blitzen, das, verbunden mit der krampfhaft das Messer umschließenden Hand, die gewaltige Erregung des Innern, wie das Ringen nach einem Entschlüsse verrieth. Plötzlich raffle er sich zusammen und trat ins Nebengemach, wo auf einer groben Strohmatte, unter einem zugleich als Decke und Vorhang dienenden leichten Leinentuche eine etwa fünfzigjährige Frau ruhte, von blasser, wachsartiger Gesichtsfarbe, magerem, von Leiden tiefgesurchtem Antlitze und weißem Haare. Die Frau schlief unruhig, schien es; vielleicht kehrten ihr auch im Traume die bitteren Erlebnisse wieder, die sich auf den von Strenge und Entschlossenheit sprechenden, aber auch an stummes Dulden und Entsagen gewöhnten Zügen wiederspiegelten. Der junge Mann stand neben dem ärmlichen Lager; mit einem seltsamen Ausdruck von Vorwurf, Liebe und Angst blickte er die Frau an,
wie die Italiener von Neapel sagten: .
a vista Sevilla, no a vista maravilla" (Wer Sevilla nicht sah, sah nie ein Wunder).
So bedeutend wie damals, im 13. und 14. ^ayr-
zu werfen schien. Stunde um Stunde verrann, langsam wich die Nacht, fern am Horizont rothete
So bedeutend wie vamars, un io. uuu i। sich der Himmel; der Zapatero sah cs un ift hip Stadt wobl nicht mehr, aber noch leuchten wilder Freude zeigte sich auf seinem Ange
es kostete ihm Mühe heute Abschied zu nehmen; auf der Schwelle blieb er stehen, blickte wieder um, emen letzten Anfall von Unentschlossenheit und schwache bekämpfend; noch einen Scheideblick, er trat vor die Thür des Häuschens, dieselbe leise schließend.
Vor einem der ersten Häuser in der Nachbar- aasse blieb er stehen und blickte auf ein mit hölzerenem Güter eingefaßtes Fenster, wie sie damals zur größeren Sicherheit an den Gemächern der Frauen sich be- sanden, und klatschte einige Male in die Hände. Gleich nachher öffnete sich das Fenster, ein junges Mädchen erschien und rief:
„Die heilige Jungfrau ser mit Dir, Antonio Perez. Ich wachte die ganze Nacht, um Dich noch zu sehen. Gott und die Heiligen mögen Dem Werk


