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Kommerzienrath Etwold saß zur Zeit mit seiner Tochter beim Kaffee.
Er war Wittwer und hatte außer dieser Tochter nur noch einen Sohn, der nicht in der Residenz wohnte. Beide Kinder waren erwachsen.
(Fortsetzung folgt).
„Wenn Sie sich nur nicht irren", sagte der i Kommissar. „Wir müssen sogleich Einlaß durch die ' kleine Pforte suchen."
Er, Soltmann und Neubert begaben, sich eiligst 1 nach dem Hause.
Die näher bezeichnete Seitenpforte war, wie zu erwarten, von einem Portier bewacht, der aber den „im Namen des Gesetzes" Einlaß begehrenden Leamten sofort, wenn auch mit sehr verdutzter Miene öffnete.
„Sollte mich wundern", murmelte er, jenen nachblickend, „wenn das nicht dem Anarchisten Matthies gilt." I
Trotzdem schon mehrfach heute hier hindurch gegangen worden war, waren die verfolgten Spuren | doch noch zu erkennen. Sie mündeten an einer I Seitenthür des Hauses. Diese Thür war nicht verschlossen und unbewacht.
Nach kurzer Berathung und ohne von Jemand I bemerkt worden zu sein, traten die drei Männer i hier ein.
lieber eine steile Wendeltreppe gelangten sie zu I einem Corridor in der ersten Etage. Diesen hinauf I gehend hatten sie zur Rechten die Hoffenster, zur I Linken eine Reihe von Thüren, deren Aufschriften I die Geschäftsräume oder Büreaux des Kommerzien- raths erkennen ließen.
Zuletzt kamen sie an eine Glasthür und durch diese in den prachtvoll dekorirten Wintergarten des Etwoldschen Hauses; derselbe war verödet.
Während sich nun die Anderen der inneren Thür des Gartens zuwandten, blieb Soltman zurück. Sein Falkenauge irrte gierig suchend über die Kieswege hin; aber hier war so viel gegangen worden, daß an ein Auffinden der verfolgten Spur an dieser \ Stelle nicht zu denken war.
Endlich blieb sein Blick auf einem Stückchen | ausgezackter rother Seid? haften, welches dicht bei der Thür und fast unter feinen Füßen lag. Mechanisch bückte er sich darnach. „Ein Fetzen rother Seide", murmelte er; „aber in einem so außerordentlichen Falle darf man nichts unbeachtet lassen." Er steckte das Stückchen Zeug ein und folgte dem Kommissar. /
Dieser und Neubert waren in einem der angrenzenden Salons — man befand sich hier in den Prachträumen des palastartigen Hauses — auf Diener gestoßen, welche dort mit Ausräuinungs- arbeiten beschäftigt waren.
Von ihnen erfuhren sie, nachdem sie sich legitimirt hatten, daß es am Abend zuvor einen großen Maskenball gegeben. Die Diener sprachen von niedreren hundert Gästen.
Dieser einzige Umstand, das erkannte Jeder sofort, erschwerte die Untersuchung ungemein.
Die Herren ließen sich nun in das^ Parterre hinabführen und dem Kommerzienrath melden. Indessen tauschten sie ihre Meinungen mit, einander aus. An das beigesteckte Stückchen Seide dachte Soltmarm momentan nicht.
Jach Ment Ziel.
Novelle von Moritz Lilie.
(Fortsetzung.)
Sie nahm neben ihrem Begleiter Platz und zog den Sonnenschirm zu, da sie hier vollständig un Schatten saßen. , ,
„Für eine junge, lebenslustige Dame, wre Sie, Fräulein von Eschenheim, muß das Landleben sehr bald langweilig werden", entgegnete Victor nut einem prüfenden Biick auf seine Nachbarin. ,,Jm . Sommer, wenn Alles grünt und blüht, läßt es stch ertragen, aber im Winter, wo Schnee und Eis die Natur bedeckt, und die Menschen ans Zimmer gefesselt sind, würde es Ihnen nicht lange gefallen. Alle jene rauschenden Vergnügungen: Concerte, Theater, Bälle, 'der Carneval mit seinen tollen Scherzen, das Alles müßten Sie missen und dafür im günstigen Falle den Verkehr mit einigen gleichgesinnten Freunden und Nachbarn eintauschen."
„O wie gerne wollte ich alle jene Zerstreuungen der Saison missen, wenn mir dafür, die stillen Freuden einer traulichen Häuslichkeit geboten würden!" rief Liesbeth lebhaft aus. „Wie glückücy würde ich fein, könnte ich die langen Winterabende im warmen, gemüthlichen Heim verbringen, einige liebe Bekannte bei mir sehen, und mit ihnen plaudern und singen! Für mich hat diese Stille einen besonderen Reiz; wie ein klarer, ruhig dahinziepender Strom, ohne merklichen Wellenschlag stießt die Zeit vorüber, nicht brausend und hastig wie ,das Leben der Großstadt, nicht hoch ausschäumend wie während der Saison, aber auch nicht versumpfend wie in der heißen Sommerzeit, sondern sanft und gemeßen, friedlich und glücklich." ,
„Ich danke Ihnen für diese Worte, mein Fräulein", erwiderte der junge Lcmdwirth, „ich nehme sie als Ermuthigung mit hinaus auf meine einsamen Gitter, und werde mich ihrer erinnern, wenn mich die Sehnsucht nach den Genüssen der Residenz beschleichen sollte. Ja, Sie haben Recht, auch das Landleben im Winter hat seine Freuden; uns sind nicht die engen beängstigenden Schranken der Etiguette gezogen; wir haben nicht sorgfältig darüber zu I wachen, daß nicht der leiseste Verstoß gegen die hergebrachten Regeln des geselligen Verkehrs uns überrascht. Frei und ungezwungen bewegen wir uns in | dem uns angewiesenen Kreise, natürlich und unge«
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