Ausgabe 
6.2.1886
 
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Hiehener Zsamilienblätter

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1886.

Samstag den 6. Februar.

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Der Herr ist wohl geistesgestört?" wandte Sonnenberg sich zu Dora, die, ohne Antwort zu geben, ihm den Rücken wandte und hinauseilte, um die Polizeibeamten einzulassen.

Das Ganze ist nichts weiter als eine niedrige Rache, die uns Beiden gelten soll", sagte Ernestine, die es rathsam hielt, ihren Bruder über die Sach­lage zu unterrichten.Man macht mir einen Vor­wurf daraus, daß ich mich nicht früher als Deine Schwester bekannt habe, man will Unterredungen belauscht haben, die wir geflogen haben sollen, und nun"

Genug!" fiel ihr der Beamte in die Rede. Wir haben Beweise, die nicht widerlegt werden können, und daran allein halten wir uns. Ich er­suche Sie, Herr Sonnenberg, mir die Schlüssel zur Corridorthür dieser Etage, nebst den Dietrichen, die Sie jedenfalls mitgebracht haben, herauszugeben. Ebenso wünsche ich die alte Mütze und das baum-

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berg, und ich erinnere mich nicht, Ihnen schon mal begegnet zu sein."

Ich irre mich durchaus nicht, Sie hießen einem Jahre in London Mister John Brighton vor Kurzem ist die Leiche Ihrer Frau aus Flusse gezogen worden."

(Fortsetzung).

Sie kennen mich wohl noch, Mister Brighton?" fragte der Engländer ironisch.Ich bin hierher ge­kommen, um mich nach dem Schicksal Ihrer Frau zu erkundigen."

Sie irren sich wohl", erwiderte Sonnenberg, der auch jetzt die schwer bedrohte Fassung rasch wiedergefunden hatte,mein Name ist Theo Sonnen-

ßm Spiel des Zufalls.

Roman in drei Bänden von Ewald August König.

eigenen Frau, sind!" rief der alte Herr zornig. Das glaube ich nicht nur, sondern ich habe auch die Beweise dafür. Oder wollen Sie noch immer behaupten, daß jene Frau Ihnen unbekannt gewesen sei?"

Beweisen Sie mir, daß ich sie gekannt habe."

Ich schwöre einen Eid darauf", daß Sie der Gatte der Mrs. Mary Brighton waren!" sagte Mr. Smith mit gehobener Stimme.

Und die Dienstmagd des Hauses, in dem Sie wohnen, beschwört, daß die Engländerin am Abend vor ihrem plötzlichen Tode bei Ihnen gewesen ist und mit Ihnen zugleich das Haus verlassen hat", fügte der Beamte hinzu.Die Zusammenkunft in Ihrer Wohnuug fand spät, nach dem Theater statt und Sie entfernten sich mit der Dame gegen Mitter­nacht."

Das Gesicht Sonncnberg's war kaum merklich fahler geworden, seine Hand, an der der Brillant blitzte, fuhr langsam über den schwarzen Vollbart.

Und wenn Lies die Wahrheit wäre, was ich keineswegs zugebe, was würde dadurch bewiesen?" höhnte er.Das was Sie bewiesen zu sehen wünschen, noch lange nicht. Die Dame hat sich selbst das Leben genommen, so lautet auch das Gutachten des Gerichts-Arztes, der die Leiche be­sichtigte. Was wollen Sie nun noch? Sie scheinen zu den übereifrigen Criminal-Beamten zu gehören, die überall ein räthselhaftes Verbrechen wittern, das zu enthüllen sie sich berufen halten; ich will Ihnen ja dieses Vergnügen gern gönnen, nur lassen Sie mich selbst mit Ihrem Unsinn ungeschoren. Ich bin ein durchaus unbescholtener Mann und bei keinem Verbrechen beiheiligt."

Trotz dieser Erklärung verhafte ich Sie im Namen des Gesetzes!" rief der alte Herr so laut, daß seine Beamten, welche vor der Thüre standen, diese Worte vernehmen mußten.

Theo Sonnenberg machte, als er die Beamten Eintreten sah, als ob er in die Brusttasche greifen wollte, aber im nächsten Augenblick zog er die Hand wieder zurück. Ein verächtliches Lächeln flog über sein Gesicht, in dem die dunklen Augen unheimlich funkelten.

Sie haben die Gewalt", sagte er mit heiserer Stimme.Es wäre thöricht, ihr sich widersetzen zu wollen, ich würde ja unzweifelhaft unterliegen und diese Gegenwehr könnte später als Schuldbeweis gegen mich geltend gemacht werden. Ich werde mich fügen, aber halten Sie sich versichert, daß ich Rechen« schäft und Genugthuung von Ihnen fordere."

> einigermaßen, fblick ist es litt für das gnäbiji n ein Blick nut n ihrem Mundi in, ich bin ge< wie theuer mit liebe mit aller sie, daß ich ohiu ig. Ich muß ei wenn mich nicht on Ihren Lippen r Hand ruht die glück, da» ich zu Enttäuschung, bit mein Leos sein

wollene Taschentuch zu sehen, die Sie hier zurück- lassen wollten, um den Glauben zu erwecken, daß ein professioneller Verbrecher den Einbruch hier be- sein redliches Wollen,f gangen hübe."

d erreicht hat, ist ein? ,,Bin ich denn unter eine Gesellschaft von Toll- Häuslern gerathen?" fragte Sonnenberg höhnisch. So beweisen Sie mir doch, daß hier ein Einbruch verübt werden soll! Sie mögen ja ein vortrefflicher Polizeispion fein, mein bester Herr, aber diesmal verfolgen Sie doch eine falsche Fährte. Weil^ ich nid) damals imSchwarzen Adler" nach der Eng­

est, mit welch« Langen geröthet, wachsender Ver­ger Jener sprach, ze Zug in ihrem schte ihre schmale, Ottomane zierte