Ausgabe 
5.8.1886
 
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Der Wkitz und die Wkihgefafir.

Die Physik tappte lange Zeit hinsichtlich der Entstehungsursachen und des Wesens von Donner und Blitz im Dunkeln und noch im vorigen Jahr­hundert hielt man vielfach an der Erklärung des Aristoteles fest, wonach der Blitz eine Entzündung brennbarer Dünste sein sollte. Letztere sollten nach dieser Theorie, von der Erde durch Wärme empor getrieben, sich in der kälteren Luft zusammenballen und in dem Zusammenfchlagen der so gebildeten Wolken den Donner, in der wieder abgegebenen Wärme aber den Blitz erzeugen. Indessen noch im Laufe des 18. Jahrhunderts machte der berühmte Franklin bei seinen mannigfachen Experimenten die Entdeckung, daß der Blitz im Grunde genommen, nichts wei er ist, als eine electrische Erscheinung im Großen und die Untersuchungen der nachfolgenden Zeit haben dies nur bestätigt. Wir wissen jetzt, daß der Blitz aUe Eigenschaften des elektrischen Funkens besitzt und eine electrische Entladung dar­stellt, welche zwischen entgegengesetzt electrischen Wolken und Wolkenzonen oder auch zwischen einer electrischen Wolke und einem Punkte der Erdoberfläche, an welchem durch Vertheiiung die entgegengesetzte Elect- ricität angehäust ist, stattfindet. Durch die Vibra­tionen der beim Ueberschlagen des Blitzes gewaltsam erschütterten Luft entsteht dann ohne Zweifel der Donner und zwar gleichzeitig mit dem Blitz und nur deshalb wird er später wahrgenommen, weil sich das Licht bekanntlich weit schneller fortpflanzt als der Schall. Allerdings scheinen Blitz und

Donner oft zusammenzufallen, aber das ift, eben nur scheinbar, in Wahrheit liegt auch in diesem Fall zwischen beiden Erscheinungen ein gewisser, wenn auch noch so kurzer, Zeitraum und ein nur Halb­wegs aufmerksamer Beobachter wird diese Wahr­nehmung bestätigt finden.

Die Blitze stellen sich unseren Augen in ver­schiedenen Formen vor, von denen die in scharf be­grenzten Zickzacklinien sich bewegenden, sowie die, ganze Flächen des Himmels einnehmenden, Blitze die am häufigsten vorkommenden Formen sind. Ganz selten treten dagegen die sogenannten Kugelblitze auf, welche die Gestalt einer Feuerkugel haben, sich mehrere Secunden zeigen und sich viel langsamer bewegen, als die anderen Blitze. Sie sind eine noch ganz räthselhafte Erscheinung und es ist schon von verschiedenen Beobachtern behauptet worden, daß sie solche electrische Feuerkugeln sogar aus dem Erd­boden hätten aussteigen sehen, ob man es hierbei nur mit einer optischen Täuschung oder doch mit einer eigentümlichen Verbindung zwischen der Elect- ricität der Wolken und derjenigen der Erde zu thun hat, muß späteren Forschungen überlassen bleiben. Die Blitze schlagen entweder von einer Wolkengruppe zur andern und dieser Fall kommt am häufigsten vor oder sie schlagen von der Gewitterwolke nach oben, was sich ebenfalls häufig ereignet oder sie zucken endlich zur Erde nieder, in welchem Falle man zu sagen pflegt, daß eseingeschlagen habe."

Der Blitz ist eine furchtbare Naturkraft, die sich allerdings oft in ganz seltsamer Weise äußert, das eine Mal vermag sein Strahl den stärksten Baum vollständig zu zersplittern, das andere Mal sind seine Wirkungen nur ganz unbedeutend, ja, cs ist vorgekommen, daß Personen ganz kleine Gegenstände, die sie zufällig trugen, vom Blitz aus den Händen geschleudert wurden, während die betreffenden Personen selbst völlig unbeschädigt blieben. Alles, was sich über den Boden erhebt, ist dem Blitzschlag Vorzugs- weise ausgesetzt, aber es kommt auch häufig vor, daß der Blitz auf freiem Felde in den Erdboden einschlägt ohne daß sich eine äußere Ursache hierfür auffinden ließ. Eine besondere Anziehungskraft üben die Bäume auf den Blitz aus, was sich dadurch er­klärt, daß die in den Blumen circulirenden Säfte gute Leiter sind, da in ihnen eine starke Anhäufung von Electricität stattfindet. Indessen ist die An­ziehungskraft der einzelnen Baumarten eine sehr verschiedene, wie neuerliche Untersuchungen mit Be- stimmtheit ergeben haben. So zieht z. B. die Eiche den Blitz am meisten an und tatsächlich werden in gemischten Beständen fast immer die Eichen vom Blitze getroffen; weit geringer ist dagegen die An­ziehungskraft der Rothbuche auf den Blitz und was die Nadelbäume betrifft, so scheinen dieselben den electrischen Himmelsfunken noch weniger anzuziehen. Jedenfalls soll man aber die Regel beachten, sich bei Gewittern nie unter einen Baum zu stellen; es ist statistisch nachgswiesen, daß von 100 Personen, die 1 vom Blitze getroffen wurden, sich immer 4050

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auf diesem Grabe. - Und die andere Dame war auch schon hier"

Seitdem ist wohl Niemand mehr hier gewesen, um dieses Grab zu besuchen?" fragte Vera rasch.

O, doch Vor einigen Jahren kam ein ver­wundeter Officier mit einer italienischen Dame"

Herr von Görlitz und Signora Barlotti", sagte Tante Lina.Die Signora hat es mir selbst vor einigen Tagen erzählt."

Und noch heute Morgen war ein Herr hier mit einer blauen Brille und langem, blonden Bart"

Oberst Johnson!" unterbrach Ludmilla den Greis.

War er öfter hier?" fragte Vera.

So lange er hier imWeißen Hirsch" wohnte, jeden Tag." ,, r

Und sagte er Ihnen mcht, was rhn hierher führte?" , ,

Was sollte ihn denn Anderes hierher führen, als daß er dieses Grab besuchen wollte!" erwiderte der alte Mann achselzuckend.Der Todte war sein Freund, und ist es schön, wenn die Freundschaft noch über's Grab hinausreicht. Ich habe manchen reichen Mann hier gebettet, um dessen Grab sich nach dem Be­erdigungstage Niemand mehr bekümmerte, und doch verdanken ihm Viele Reichthum und einen stolzen Namen." (Fortsetzung folgt.)

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