Ausgabe 
4.2.1886
 
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Sie trösten sich damit, wenn's hier nicht gelingt, mird's ein andermal um so besser gelingen; ich fürchte aber, Sie werden sich in dieser Hoffnung bitter getäuscht sehen, einstweilen und wahrscheinlich für lange Zeit ist dem Treiben dieses dunklen Ehren­mannes ein Ziel gefetzt."

Wieder traf ihn ein glühender haßerfüllter Blick aus den grauen Augen Ernestine's.

Wenn Sie diese Schmähung verantworten sollten, so würden Sie es nicht können!" sagte sie, aber in demselben Moment legte sich die Hand des alten Herrn fest auf ihre Lippen.

Still", flüsterte er.Denken Sie an die Hand­schellen, ich scherze nicht."

Ernestine ergab sich in das Unabänderliche, sie hatte ebenfalls das rasche Oeffnen der Corridorthür vernommen, die Warnung kam nun zu spät, selbst wenn es ihr möglich wurde, einen lauten Schrei auszustoßen, durch den sie nur die Sachlage ver- fchlimmerte.

Und doch entrang dieser Schrei sich unwillkürlich ihren Lippen, als Theo Sonnenberg im Rahmen der offenen Thür erschien und der alte Herr nun feine Hand von ihrem Munde zurückzog.

Sonnenberg war erschreckt stehen geblieben, als fein Blick auf die zahlreiche Gesellschaft fiel, während er doch in diesen Räumen Niemand erwartet hatte.

Bitte, treten Sie näher", sagte der Beamte. Der Rückweg ist Ihnen abgeschnitten. Sie sind in Ihrer eigenen Schlinge gefangen."

Sonnenberg begriff augenblicklich die Situation, mit feiner Geistesgegenwart, die er nie verlor, hoffte er auch diesmal sich zu retten.

Mit hocherhobenem Haupte, ein trotziges Lächeln auf den Lippen, trat er ein.

Dürfte ich um eine nähere ^Erklärung dieser Worte bitten?" fragte er mit scharfer Betonung. Was reden Sie von einem Abschneiden des Rück- wegs und meiner eigenen Schlinge? Gnädige Frau, ich komme, um von Ihnen Abschied zu nehmen", wandte er sich zu Dora,ich fand die Thür draußen offen"

Er brach ab, fein Blick war auf Mr. Smith gefallen, der hinter der Portiere heroortrat.

(Fortsetzung folgt.)

Wach Hohem Ziel'.

Novelle von Moritz Lilie.

(Fortsetzung.)

Ohne Zweifel ist die Anzeige bereits erstattet und die Untersuchung im Gange?" fragte der Baron, und hoffentlich gelingt es, die Uebelthäter zu fassen und zur Strafe zu ziehen. Hat man den Legations- frkretär auch beraubt?"

Ohne Zweifel, obgleich davon im Briefe nichts

steht", erwiderte Jener,denn welchen anderen Zweck, als sich in Besitz von Geld und Werthfachen zu setzen, sollte der Anfall sonst gehabt haben! Es ist der Fluch aller großen Städte, daß sich gerade dort das verworfenste Gesindel zusarnrnensindet, um auf Kosten der Gesetz und Ordnung liebenden Claffen mit List oder Gewalt seinen Unterhalt zu suchen."

Fahren wir bei Herrn von Sohr vor, Papa, um ihm" unsere Theilnahme zu bezeigen?" rief das junge Mädchen sich erhebend.

Versteht sich, liebes Kind, thun wir das, wenn wir auch schwerlich Zutritt zu ihm finden werden", meinte der alte Herr.Sie aber, bester Rauschen- dorff, halte ich beim Wort, Sie werden Ihre Recon- valescenz bei uns beenden."

Sie verabredeten sich, und bald darauf fuhr der Wagen des Barons in scharfem Trabe die Straße entlang der Wohnung des Ueberfallenen zu.

Während Herr von Eschenheim und seine Tochter sich in der Hauptstadt befanden, sprengte ein Reiter auf der Straße gegen die Villa des Barons, hielt dort fein Pferd an, stieg ab und warf dem herbei­eilenden Diener die Zügel zu.

Die Herrschaft zu sprechen?" fragte er, ohne den ehrerbietigen Gruß des Lakaien zu erwidern.

Der gnädige Herr und das gnädige Fräulein sind vor einer Stunde nach der Stadt gefahren", berichtete der Gefragte,nur die Frau Baronin ist anwesend." L r

Der Angekommene nickte mit dem Kopfe, als wisse er das längst.

Melden Sie mich bei der gnädigen Frau", be­fahl er,und fügen Sie hinzu, ich wünsche sie in einer Angelegenheit zu sprechen, die sie persönlich sehr nahe berührt."

Der Domestik verbeugte sich und cute davon, nachdem er das Pferd einem herbeigekommenen Stallburschen übergeben hatte. Der Fremde machte einen kurzen Gang durch den Garren.

Wenige Minuten später trat der Diener wieder heran. ,, _

Die gnädige Frau fühlt sich sehr unwohl, sie läßt Herrn von Brehmer bitten, ihr ein anderes Mal die Ehre zu geben", sagte er.

Die Angelegenheit leidet keinen Aufschub, und ich werde die gnädige Frau nur kurze Zeit in An­spruch nehmen", entschied der junge Mann,sagen Sie das der Frau Baronin."

Der Lakai entfernte sich zum zweiten Male.

Sie belieben mir die Thür zu zeigen, Frau von Eschenheim, eine bequeme Manier, sich unlieb­samen Besuch vom Halse zu halten!" flüsterte er zu sich selbst, indem er mit der Reitgerte einen Schlag in das Laubwerk der Kastanie führte, an welcher er vorüberschritt, daß die getroffenen Blätter langsam zur Eide herabfielen.Jetzt oder nie muß meine Angelegenheit zum Austrage kommen, lassen Sie sehen, ob Sie bann noch den Muth besitzen, mich aus Ihrer Nähe zu verbannen."

Die gnädige Frau erwartet Herrn v. Brehmer",