Ausgabe 
4.2.1886
 
Einzelbild herunterladen

rissen ihn vom Knütteln so iuv rr verschiedene» ruch des rechten h eines heran« ! Räuber, und stefährtes konnte es zurücklegen? n Tone innigster

regationssekretär haben", sagte id erregt einen glaube, Mitter- rließ, aber wir Haltung vertieft, früh aufbrach l Sohr niemals n er ausfährt?" ort;ich weiß, macht, selbst zu r Stunde heim- nnen Domestiken

es Ueberfalle» ?" ist ein ausge- ner Roffelenker, nie Zügel hand­aller Sportsmen unerwartet ge- die Zügel ganz er das Pferd in ne Räuber viel- nindestens aber koffes entronnen fetzung folgt).

L

für gemeinnützige Haushalt und (3fr . E. Jacobsen (Ä lebergerstratze 26). on Nr. 4, 1886: von Koks-Abfällen incip der Kälteer- t-Reichs-Lampe.

Staubexplosionen, mpfindlichkeit von :l des Pfeifenthans in. Erkennung landen. Gerbe- ichse. Verhinde­rer Leuchtgasberei- - Schreibtafelcom- rtickstoffbestimmung chlose Abortanlage . Bakusine.

Kupferoxhd-

tziietzener Aamilienblätler.

Belletristisches Beiblatt zum Gießener Anzeiger.

15. Donnerstag. den 4. Februar. 1886.

Gin Spiet des Iufasss.

Roman in drei Bänden von Ewald August König.

(Fortsetzung).

Siebentes Kapitel.

In der eigenen Schlinge.

Die Mittheilungen, die Katharine ihrer Herrin gemacht hatte, erwiesen sich als völlig richtig.

Dor« war noch nicht lange von ihrem Besuch bei dem Beamten heimgekehrt. Sie hatte kaum Zeit gefunden, ihre Magd zu unterrichten, als auch die Gesellschafterin sich wieder einfand.

In der unbefangensten Weise berichtete Ernestine über ihre Ausgänge; sie hatte einige Einkäufe ge­macht, die »on der Magd gegen drei Uhr abgeholt werden sollten. Dora gab ihre Einwilligung; sie kam auch dem Wunsche ihrer Gesellschafterin nach und beauftragte selbst Katharine, jenen Ausgang zu machen.

Sie hatten sich eben zu Tische gesetzt, als auch das anonyme Schreiben eintraf. Dora mußte, als sie es gelesen hatte, sich gestehen, daß fie ihm vollen Glauben geschenkt haben würde, wenn sie nicht ge­warnt worden wäre.

Sie sah, wie scharf Ernestine sie beobachtete; es fiel ihr schwer, Unbefangenheit zu heucheln, während sie am liebsten dem mühsam verhaltenen Zorne in scharfen Worten Luft gemacht hätte.

Sie mußte mit Ernestine über den Inhalt des Briefes berathen, wie der Beamte es ihr angerathen, gewissermaßen »orgeschrieben hatte, und diese er­klärte ohne langes Bedenken, daß man der Auf­forderung Folge leisten müffe.

Sa wurde denn ein Wagen bestellt, und mit innerlich wachsender Unruhe erwartete Dora nun die kommenden Dinge.

Zwei Uhr hatte es längst geschlagen, Ernestine sprach schon davon, daß man nun bald aufbrechen müffe, da der Schreiber des anonymen Briefes jedenfalls auf pünktliches Erscheinen rechne.

Er wird warten, bis wir kommen", erwiderte Dora, die auf jedes Geräusch horte, das draußen sich vernehmen ließ;übrigens haben wir auch noch Zeit genug, der Wagen bringt uns rasch zur Stelle.

Der Wagen könnte sch»n hier sein! Uebrigens muß nun auch Katharine ihren Weg antreten"

Geduld!" sagte D»ra mit einem schwachen Ver­such, einen scherzhaften Ton anzuschlagen. ,,Du

bist doch sonst so ruhig und gelassen, weshalb jetzt diese Unruhe und Aufregung?"

Sie hatte sich erhöben, in rastlosem Auf- und Niederwandern suchte sie die eigene Unruhe z« be- meistern; sie sah den tückischen Blick nicht, mit dem Ernestine sie beobachtete.

Ist diese Erregung nicht begreiflich?" fragte die Gesellschafterin.Wir stehen nun endlich vor der Lösung des dunklen Räthsels, die wir so lange vergeblich gesucht haben; ist da die Besorgniß nicht natürlich, diese Lösung könne abermals uns ent­gehen?"

Dann wäre der Schreiber des Briefes ein Be­trüger !"

Wir haben keine Bürgschaft dafür, daß er es nicht ist! Da kommt der Wagen!" fuhr Ernestine lebhaft fort,beeilen wir uns, Katharine soll nun auch gehen, damit sie wieder hier sein kann, wenn wir heimkehren."

Twra heftete den Blick voll fieberhafter Erwartung auf die Thüre, sie hatte zwischen dem Rollen der Wagenräder ein anderes Geräusch vernommen, das sie von dem Eintreffen der Beamten unterrichtete.

Die Thür wurde geöffnet, Katharine ließ zwei Herren ein, den Criminalbeamten und einen Fremden.

Ich habe die Ehre, Ihnen Mister Smith aus London vorzustellen", wandte Michel sich zu Dora, ohne von der Bestürzung ihrer Gesellschafterin die mindeste Notiz zu nehmen.Sie erinnern sich, gnädige Frau, daß ich in London einen Freund der grauen Dame kennen lernte, der mir versprach, mich hier besuchen zu wollen."

Außerordentlich angenehm", erwiderte Dora, indem sie die Herren durch einen Wink einlud Platz zu nehmen.

Ich halte mich in Deinem eigenen Jntereffe verpflichtet, darauf aufmerksam zu machen, daß wir keine Minute länger zögern dürfen", sagte Ernestine ungeduldig.

Madame Hennig, nicht wahr?" fragte der alte Herr lächelnd.Wollen Sie mir gütigst er­klären, welcher Art die Beziehungen sind, die das innige Verhältniß zwischen Ihnen und Herrn Sonnenberg begründen?"

Der stechende Blick Ernestines wurde starr, die schmalen fest aufeinander gepreßten Lippen zuckten krampfhaft, sie wußte jetzt schon, daß Alles verrathen und verloren war.

Der Zorn bäumte sich mächtig in ihr auf, sie wollte diesen Kampf, den man ihr anbot, durch­

irr Gießen.