Ausgabe 
2.11.1886
 
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spottung als eines alten betrogenen Mannes anheim-

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Die Schüsse der Wachter hatten inzwischen eine Anzahl Männer herbeigerufen und man beschloß, während der Nacht das Wäldchen zu beobachten, am nächsten Tage aber dessen furchtbare Bewohner darin anzugreifen. Da wollte ein glücklicher Zufall, daß mit Sonnenaufgang aus der Richtung von Oran ein Reiterzug, bestehend aus französischen Chasseurs und Beduinen, daherkam, welche Vieh und Häute nach dieser Stadt escortirt hatten und stch jetzt wieder auf dem Rückwege nach Mascara befanden. Der

Darum gräme Dich nicht, armer Junge, sie hätte Dich für Dein ganzes Leben unglücklich ge­macht, weil sie kein Fünkchen Liebe für Dich em­pfunden, überhaupt kein Herz besitzt."

So sprach die bekümmerte Frau, welche Felix stets wie ihren Sohn geliebt. Stumm hörte der junge Mann sie au, drückte ihr die Hand und ging auf feinet Vaters Zimmer, wo er in wenigen,

Iuffufs Abenteuer.

^Schluß).

Entschluß und mußte sich fügen, stand doch zu viel für sie auf dem Spiele. (Fortsetzung folgt.)

gegeben. ,

Da kam ihm die Einladung eines Freundes nach Wildbad äußerst gelegen, Antonie mußte ihm wohl oder übel folgen, um in dem wildromantischen Eng- thol neue Triumphe zu feiern. Rodenburg athmete auf, da jener Unverschämte cs doch nicht zu wagen schien, ihnen hierher zu folgen.^ Sein Entschluß, nach bitteren Zeilen Abschied von ihm nahm. ! wenigen Ta^n schon in die Hc.mth ^^'"Eehren,

Alsdann sagte er Frau Reinhardt Lebewohl, s And unerschütterlich ^. A tmu kannie diei warf sich tn die vor der Thur noch harrende Droschke, . um zu dem Banquier des Hauses Rodenburg zu fahren und sich hier gegen einen Nevers einen Theil seines mütterlichen Erbes auszahlen zu lassen. Der Banquier Gotthard, bei welchem Felix einen be- fleundeten Notar traf, bot mit letzterem im Verein Alles auf, den jungen Mann von einem verzweifelten i Schritt zurückzuhalten. Dieser blieb fest und erklärte j endlich lieber auf das Geld verzichten zu wollen, ! worauf er die Summe erhielt, den beiden Herren, . die ihn stets so gern gehabt, Lebewohl sagte und noch am selben Tage nach Bremen abreiste, um von dort mit dem ersten besten Dampfschiff nach England zurückzukehren, wo er seine Stellung sogleich löste. Dann verschwand er, und hatte bis zur Stunde nichts wieder von sich hören lassen. ~

Der alte Herr Rodenburg konnte diesen Schlag doch nicht überwinden. Ec hatte, von Leidenschaft verblendet, gehofft, dem Sohne, welcher ja noch ein

keine anderen Bande Rücksicht zu nehmen. \----------- -- - t

9Teh lieber Sfolirl11 fo fcblofö Sl^hibdvbt * Söu^nfinti

weinend,mir ist die Geschichte der erste Nagel zu j hierin ein Graf AUorf aas, welcher ^um von ihrer meinem Sarge geworden, da ich mein Kind verur- s Decke wich, mit ihr auscick uni- ,ug 1 1

thcilen muß/das alle natürlichen Gefühle verleugnet ; der schönen Frau kaum als vorhanden betrachtet^ und sich verkauft hat, weil Dein Vater erklärte, nie- j Nach einer leidenschaftlich ^ne droote mals seine Einwilligung zu einer Heirath zwischen ; Rodenburg iyr .""t Emer ung, h

Dir und einer Bettlerin zu geben und in diesem \ seiner grenzenlosen Zaml ch-ut , 5;;« .öen

Falle Dich zu enterben. So wählte sie ohne Be- $ Universalerbin eingef.£2* X denken den alten Mann und den Neichihmn, und s bis auf seinenErsetzlichenH h S macht nun Mit ihm eine prunkvolle Hochzeitsreise. - erbt und nun sah er , ch- l.chk ,

herbeigelassen, seine schwärmerischen Briese, welche er _ seiner Vermählung zu impomren und ihn dann nach von London aus an sie gerichtet, zu beantworten, s und nach damit zu versöhnen; mochte ferne-, gegla Ohne weiteres Besinnen nah-m er'Urlaub und reiste | haben, daß FeliL in London bleiben und sich dar mit dem ersten Dampfer nach Hamburg. - verheirathen weÄe, was bei etwaMU Mgereu

Hier erfuhr er zuerst von dem alten Comptoir- > Erben dem alten Herrn das Angenehmste hätte s n di«r und dann °°n S°°u R-mh°-d- in d-r ! E-». Und »UN -mpsing -- um d-m -Ugl-Ich-N Marzipan-Villa, daß man ihn nicht getäuscht, daß - GeschäftShaufe drs Nachricht, das d« c^hu das die schreckliche Wirklichkeit vorhanden, sein alter Vater - dortige Verhältniß gelöst und sein kurzes vchrttben, stch mit dem jungen Mädchen vermählt habe, welches l worin er sich von dem Vaterhauie f >. - 8

sein Sohn von Kindheit an so schwärmerisch geliebt. \ sagt, somit verwirklich, hatte. Der Dornen Ec erfuhr von Antonien's Mutter, daß ihre Tochter j fiel sichtlich, zumal seine lunge-U)e 9 *

zu der ungleichen Heirath in keiner Weise gezwungen i brachte. Freunde uno dekaamen z^g sch

worden sei, daß sie vielmehr den alten Herrn nur i ihm zurück, oder ließen, ihm Borwürf^ Spott, l« aus schnöder Berechnung geheirathet, weil dieser ihr ? sogar Verach.nng empfinden, ne i g, 1 . .

die Mernative gestellt, entweder als Gebieterin in - ihn durch ihr kokettes Wesen und ver^n^e dw äßel seinem Hause zu bleiben oder dasselbe mit der s zu sehen. Dre Heimaty wur e $ -

Mutter zu verlassen; sie sei mit Felix nicht verlobt s brachte feine Frau "ach Baden-Baden wo ,yre worden, liebe ihn auch nicht, soviel er bemerkt, da ; Schönheit und Eleganz , 'BOrrtenrvn

sie seine Briefe niemals beantwortet, habe also auf - Saison machte und die ^^rgungm dec vornehm,

1 - -------- ' I Männerwelt des alten Gatten Eifersucht vis zum

. Besonders zeichnete sich