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nicht die Rede sein."
„Aber Sie riethen mir doch selbst zu M."
„Ich Ejatte wirklich gehofft, daß die enger gezogenen Grenzen auch auf Herrn Eduards böse Leidenschaften beschränkend einwirken würden. Und dann mußte meines bescheidenen Erachtens nach auch die größere Verantwortlichkeit ein erhöhtes Pflrcht- gefühl in ihm erwecken. Es thut mir wirklich sehr, sehr wehe, Herr Csmmerzienrath, Ihnen von Allem das Gegentheil berichten zu müffen."
„Es ist um toll zu werden", fuhr Etwold auf, „dieser Bube!" Er kreuzte die Arme über der Brust, wie um den Sturm, der sein Inneres durchwühlte, zu bezwingen, und ging mehrere Male schweigend im Zimmer auf und ab.
Wie die Katze die Maus, mit der sie ihr grausames Spiel treibt — Bosheit und Schadenfreude in dem verfolgenden Blick — so beobachtete währenddem der Prokurist seinen Chef. Das durchbrochene offene Fachwerk, welche» sein Stehpult krönte, lieh
sprach Etwold mit erzwungener Ruhe, die Gerechtigkeit Ihrer Klagen zu prüfen, sondern nur um Ihnen zu zeigen, wie wenig würdig Sie Ihrer Stellung und meines Ihnen bewiesenen Ver-
ihm genügenden Schutz.
Als jetzt Elwold stehen blieb und auf ihn hm- blickte, zeigte er wieder die früher bewiesene Demuth uxd ix seinem Antlitz einen Zug gefühlvoller Theil-
trauens waren."
Ein hämisches Lächeln umspielte auf eme Sekunde die zusammengepreßten Lippen Duprats, während sich auf Leuchtmanns Antlitz Staunen und
führte Sie nach M.?"
„Errathen Sie es nicht schon, Herr Commerzien- rath?" fragte Duprat sanft. Er schloß mit einem bedeutungsvollen Blick auf den Chef die Thür.
Etwold's Züge verfinsterten sich.
„Mein Sohn", sagte er gedankenvoll, „ich hätte mir's denken können. Er hat seine frühere Lebensweise auch in M. beibehalten?"
Der junge Mann räusperte sich »erlegen. Es schien, als wenn er mit der Sprache nicht recht heran» wolle.
„Reden Sie ganz offen", ermuthigte ihn Etwold. ^,Was ist'» mit Eduard?"
„Herr Commerzienrath" begann Duprat mit vollem Bedachts „es will mich b-dünken, als ob
Entrüstung malten. . . .r .
, Anstatt diesem verdienstvollen rungen Manne werb i«, nachzueifern", fuhr Etwold fort, „haben Sie immer nur opponirt und es auch fonst an der schuldigen I Achtung vor meinen Wünschen fehlen lassen. Mit Ihrem heutigen Erguß haben Sie sich vollends das ! Urtheil gesprochen. Sie sind mit einem halben j Jahresgehalt entlassen, das ich Ihnen mit Rücksicht s auf Ihre traurigen Familienverhältniffe und Ihre langjährige Geschäftsthätigkeit in meinem Hause zahlen will. Ich erwarte von Ihnen jetzt aber ein besonnenes, anständiges Betragen, und daß Sre | Ihren Platz noch heute räumen werden."
Leuchtmann wollte noch etwas erwidern. | „Kein Wort mehr!" brauste Etwold auf. „Oder ! ich entziehe Ihnen auch diesen letzten Beweis von Wohlwollen. Gehen Sie."
Es zählte noch in der Brust des tiefgekränkten Mannes und gerne hätte er seinem gepreßten Herzen Luft gemacht. Aber er gedachte seiner armen Lieben daheim, und das zwang ihn, zu schweigen. Nur noch einen Blick warf er von dem Chef auf den Prokuristen, und daraus sprach Alles, was er hätte sagen können; er enthielt eine Warnung für Etwold, eine Drohung für Duprat. Natürlich machte das auf Beide keinen Eindruck weiter.
Als er hinaus war, nahm Etwold die unterbrochene Unterhaltung wieder auf.
„Also nicht mein Brief, sondern ein glücklicher Zufall hat Sie, mein lieber Duprat, zu einer Zeit zurückgeführt, wo ich Ihres Rathes nicht wohl entbehren kann", sagte er im Tone ungeschwächten Wohlwollens. „Zuvörderst nun eine Frage: Was
Eduard?" . _
„Nun denn", erwiderte Duprat, und ein tückischer Blick schoß aus den stahlgrauen, kalten Augen her- vor, „das Betragen Ihres Herrn Sohnes ist geradezu unverantwortlich. Er führt nicht das Leben eines Geschäftsmannes, sondern eines Libertins und vergeudet am Spieltisch und mit liederlichen Dirnen Summen, welche zu dem von Ihnen bewilligten Unterhalte in keinem auch nur annäherndem Ver- hältniffe stehen. Ich glaubte den mir gemachten Mittheilungen nicht und reiste deshalo selber hinüber. Leider fand ich nicht nur alles Gesagte bestätigt, sondern noch übertroffen. Und — das Schlimmste. — M. ist bedeutend kleiner als die Residenz ; da kann von einem Verbergen dieser Exeeffe natürlich
Sie "an den Vorgängen in meinem Hause stets genommen haben. Sie waren der Erste, der mich auf die Gefahren, die meinem Sohne rn dem Weltstadtleben drohten, aufmerksam machte, der mir bewies, daß er hier nicht bleiben könne, wenn ich meinen ehrlichen alten Namen nicht mit Schan e bedeckt sehen wollte. Und wenn Sie jetzt fortsahren, Eduard zu boobachten, so erkenne ich das an. Ich ja, daß Sie aus den lautersten Motiven handeln. Wie also führt sich mern Sohn in M.?
„Darf ich ganz ohne Rücksicht sprechen?"
„Ich verlange sogar Ihr volles Vertrauen. Das Zweiggeschäft in M. ist nicht unbedeutend, und ist es mir nicht gleichgültig, wie der beseitige Chef desselben, der Träger meines Namens mich dort vertritt. Fasten Sie sich kurz. Was ist s mit


