Ausgabe 
29.12.1925
 
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n Nieder - Flotstadt, 28. Dez. Für 1926 wurde die Hunde st euer mit 16 Mk. in der seitherigen Höhe beibehalten. Davon entfallen an die Gemeinden 4 Mk. Dem Einspruch, der von etwa 30 Personen gegen die Höhe der Kic - chensteuern erhoben wurde, hat das Landes- kirchenamt stattgegeben, indem es die angeforder-

PeLzmärtel.

Ein Nürnberger Spielzeugroman.

eines 8jährigen, der mit Ruhe und Exaktheit Hervorragendes leistete. Sämtlichen Mitwirken« den wurde als Weihnachtsüberraschung seitens der Gesellschaft ein kleines Angebinde in Gestalt einer guten Tafel Schokolade überreicht. Die übergroße Freude kam in dem anschließenden lebenden Bild aller Mitwirkenden, das dann den Abschluß des wohlgelungenen Abends bildete, so recht zum Ausdruck. Der leitenden Schwester der K l e i n k i n i) e r f ch u l < onnte als Ertrag die Summe von 54,75 Wt. überreicht werden.

ri. Lich. 27. Dez. An Weihnachten wirkte in leiden Feil gott es dien st en der Posaunenchor mit, der auch am heiligen Abend die Mühe nicht scheute, trotz des stürmi­schen Wetters vorn hohen alten Stadtturm aus mit feinen allerdings leider vom Wind sehr ver-- wehten Klängen das Christkind zu begrüßen. Am Vormittag sangen die Chorschul: und einige Herren vom Cäcilienverein in der Kirche. Besorg derer Beliebtheit erfreut sich die Christvesper der Kinder in der lichtergeschmückten Marien-

amtcr der Gruppe 7 mit 1 Kind statt 10,20 Mk. jetzt 7,50 Mk. pro Ziel. Die T u r n g e in e i n d e Florstadt gab bei überfülltem Saal ihren U n - terhaltun grabend. Zur Einführung wur­den auf der neu erbauten Bühne einige Pyramiden gestellt, die die Stimmung aus das folgende ernste opiel ..Volk in Not" cinstcllten. Die Ausstattung der Bühne war mit einfachen Mitteln sehr gut ge­lungen und den Anforderungen, die an die Szenerie gestellt wurden, entsprechend. Die Spieler gaben sich sehr viel Mühe und hatten alle ihre Nollen gut ausgearbeitet, sodatz damit schon von vornherein eine Gewähr für die gute Wirkung vorhanden war. Ganz besonders fesselte der Inhalt, der den Frei­heitskampf der Tiroler schilderte. Der Abend war vielen ein Erlebnis.

Kreis Büdingen.

nd. Nidda, 28. Dez. Das Woihnachls- f e st wurde hier durch kirchliche Feiern in recht erhebender Weise begangen. Am Heiligen Abend läuteten von 89 Uhr sämtliche Glocken aus der Swdtkirche und dem Iohanniterturm, während die Feuerwehrkapelle auf dem Marktplatze mehrere Choräle und Weihnachtslieder spielte, oic wirkte auch im Hauptgottesdienste am 1. Feiertage mit, in dem sie unter Leitung von Oberpostsekretär Bäcker zwei Weihnachtschoräle in schöner Weise vortrug. Auch der Kirchenchor verschönte durch zwei Weih­nachtslieder den Festgottesdienst. Die Festpredigt über rechte Weihnachtssreude hielt Pfarrer Laut. Im Abendgottesdienst wurde das sehr ansprechende Weihnachtsoratorium von Leipold von Schulkin­dern und mehreren Erwachsenen in vorzüglicher Weise aufgeführt. Alte und neue Weihnachtslicder klangen in anmutiger Form aneinandergcreiht er­greifend zu Herzen der sehr zahlreichen Zuhörer. Am 2. Feiertag trug der GesangvereinEintracht' im Bormittagsgottesdienst durch den Vortrag zweier Weihnachtsgesänge unter Leitung von Musiklehrer Ackermann zur Verherrlichung des Gottes­dienstes in würdiger Art bei. Zum Schlüsse wurde nachmittags noch ein Kindergottesdienst^mit einer Weihnachtsfeier verbunden, wobei die Schulkinder ein hübsches Weihnachtsspiel aufführten, das die beiden hiesigen Geistlichen eingeübt hatten. Bei allen Feiern war unser Gotteshaus stets dicht gefüllt.

hintereinander, wie an einer Schnur hin und her gezogen. _ _. 1 =

War das nicht zum Lachen? Sie Wirts- reute fanden darin einen prächtigen Gesprgchs- ftoff für ihre Gäste und boten ihn gleich am Tische herum. Einer der Frühschöppler aber lachte nicht mit, sondern meinte mit bitterem Ernst, statt sich Elstern einzubilden, sollle sich Meister Leopold lieber einmal mit dem armen Puppenpeter beschäftigen, der schwer erkrankt sei und in Lebensgefahr schwebe.

Der Mann, der so sprach, toau einer Don denjenigen, die Peter Tand als rechtschaffenen Bürger kannten und liebten und iHv. daher immer in Schutz genommen hatten.

Meister Leopold, fügte er unwillig hinzu, habe sich damit für immer entehrt, daß er einen Hnfchuldigcn ins Gefängnis werfen liest. Er allein sei schuld an all Den rätselhaften, aber offenbar als Himmelsstrafen gekommenen Er­scheinungen, die Nürnberg heimsuchten. Das Lieblingsthema aller Stammtische war kaum an­geschnitten, als alle Gaste - - und es kamen jetzt viele Sonntagsbummler sich daran beteiligten. Nur Abraham Schloß sah, in seine Grübeleien versunken, einsam im dunkelsten Winkel der Wirt­schaft, wo er sich noch obendrein hinter einer Batterie leerer Diergläser zu verstecken bemühte. Niemand beachtete ihn. Zum hundertsten Male wurden die aufsehenerregenden Vorfälle, für die jeder eine andere und doch feine überzeugende Erklärung wußte, durchgehechelt.

Wenn der Puppenpeter wirklich unschuldig ist", ries jetzt einer erregt,und im Gefängnis stirbt, dann wehe dem. der ihn auf den Ge-

stistskirche am Abend des ersten Christtags. - Die katholische Gemeinde feierte ihreMette" in der Christnacht um fünf Uhr in Der Morgen­frühe und hielt am zweiten Feiertag ein feier­liches Hochamt in ihrem Kirchlein. - - Seit vielen Jahrzehnten sind in hiesigen Familien Pfleg­linge des Frankfurter Waisenhau­ses untergebracht. 3f>re Zahl betrug zeitweise bis zu etwa hundert. Die Kinder werden mei­stens wie eigene Kinder gehalten und reden ihrs Pflegeeltern mitDetter" undMutter" an. Manche sind später hierher zurückgekehrt und haben sich hier verheiratet. Während vor dem Krieg die Kinder stets alsbald nach ihrer Schul­entlassung Lich verließen, um in Frankfurt einen Beruf zu lernen, werden seit einigen Jahren manche Kinder nach der Konfirmation hier in Lehrstellen untergebracht. Infolge der durch die neuen Wohlsahrtsgefetze und durch veränderte soziale Verhältnisse veranlaht-en Umstellungen kam cs dahin, dost schon eine Neihe von Jahren der Nachwuchs von F-rankfurt ausbleibt. So beträgt zur Zeit die Zahl Der Frankfurter Pflegekinder und Zöglinge nur noch elf; unter den Konfirmanden ist diesmal nur ein einzig^ Sranifurter Kind, ein noch nie dagewesener Fall! Kurz vor den Feiertagen kam Der Inspektor des Frankfurter Waisenhauses, Direktor Beck­mann, hierher, um gemeinsam mit den hie­sigen Helferinnen sowie Dem Nektar, Den Geist­lichen und Den Pflegemüttern die Weihnachtsfeier fürdie Frankfurter" zu halten. Nach einer warmen und tiefen Ansprache des Inspektors und gemeinsamem Gesang von Weihnachtsliedern teilte er die Geschenke aus, Die. er von Frank­furt mitgcbracht hatte. Die Zöglinge hattenvor» her ihre Wünsche äußern dürfen, und alle Wun­sche sanden freundliche Berücksichtigung. Eine gemeinsame Kaffeetafel schloß sich an. Wie Di- retter Deckmann zur Freude aller Ltcher, die die alte liebe Verbindung mit Dem Frankfurter Waisenhaus nicht missen möchten, mittcüte, be­steht die Absicht und Möglichkeit, künftighin wieder Frankfurter Kinder in Lich unterzu-

Dem stummen Trinker in der Ecke, der den ~ " brach Der falte

ötefeet zeugte von fleißiger Arbeit im letzten Jahre und bewies, daß der Verein unter Der rührigen Leitung fernes Srnflenten. Iltufifer Gchomber aus Beuern, recht gute Fortschritte gemacht hat. Auch die Theaterstücke »urZten von allenMitsPielenden flott und ftchrr gespielt und Steten reichen Beifall/Bei einer D^lofimg und Tanz verlief die Feier weiterhin in schönster

Kef felbach. 28. Dez. Der Pflaster-

?ine Anzahl Arbeitsloser lohnende Beschäftigung gcfuw^n.^^shain, 28.De». Am zweiten Weih- mvt<4eiertag sand hier im Gotteshause eine schone Weihnachtsfeier statt. Es wirkten dabei mit d? Gesang ve rein unter Leitung von Lehrer M e i d t und die StinDer unserer Schule; ihre Lieder waren ebenfalls von unserem Lehrer eingeubt und wi- oen unter dessen Leitung oorgetragen. Die Sm. Dec erhielten am Schluß der Feier als Geschenk em

wahren Schuldigen kannte, Schweiß aus Der Stirne.

Wenn er im Gefängnis stirbt, dann wche dem, der ihn auf Dem Gewissen hat! Wie ein Zentnergewicht lasteten diese Worte auf seiner Brust. Der Freund des Puppenpeters hatte recht, es war furchtbar, zu denken, daß ech iln- schuldiger, Vater zweier verlassener Kinder, im Gefängnis fterb#n sollte. Abraham suhlte es selber, aber jetzt konnte er nichts mehr tun, das Schicksal nahm seinen Lauf. Daß es so wett

Streik Friedberg.

< Bad-Nauheim, 28. Dez. Die Weih­nachtstage verliefen hier ruhiger als in frühe- reu Jahren. Die Not der Zeit hat von selbst dazu geführt, daß das Weihnachtsscst wieder mehr das Fest der Familie geworden ist. In den Lokalen war nur wenig Verkehr. Um so erfreulicher war der starke Besuch der Gotteshäuser. Die Liturgische Weihnachtsfeier in der evangelischen Dankeskirche und die Christmette in der katholischen Bonisa- tioskirche am 1. Feiertag nachmittag übten besonders große Anziehungskraft aus. Einen eindrucksvollen Abschluß der kirchlichen Feiern bildete heute gegen abend das Weihtiachtskonzert der Bad- Nauheimer Singakademie, das unter Leitung von Musikdiretior Hans Nofenmeyer in der Dankeskirche stattfand. Die Vertragsfolge gab dem trefflich geschulten Chor reichlich Gelegen­heit, ein reifes Können tu zeigen. BesondersIn Duld subito" von Earl Lvewe und dasWiegen, lied der Hirten" von H. Reimann waren von über- wältigender Wirkung. BeimWeihnachtsoratorium" von Heinrich Schutz (15851672), das in der Bear­beitung des Darmstädter Kirchenmusikdirektors Arnold Mendclsfoh.i zur Aufführung kam, wirkten Herr Otto Stahl-Darmstadt (Tenors und Frau Dr. Amu Schmidt-Müller -Frankfurt am Main (Sopran) als Solisten mit Die Orgel meisterte Lehrer Wilhelm Diehl. Chor und So­listen boten ihr Bestes und ließen die alte, traute Weihnachtsgeschichte zu einem eindrucksvollen packen­den Erlebnis werden. Frau Dr. Anni Schmidt- Müller zeigte sich auch in derEcho-Arie aus Dem Weihnachtsoratorium" von I. S. Bach als reife Künstlerin. Die Weihnachtsfeiern der Ver­eine waren alle rechte Familienfeste. Die beiden Turnvereine boten turnerifd)e Darbietungen und Regieaufführungen und ließen es auch an theatralischer Unterhaltung nicht fehlen. Auch die GesangvereineConcordia" undFrohsinn' versammelten ihre Mstglieder unter dem brennen­den Tannenbaum, um bei Gesang und Theaterauf­führungen ein frohes Weihnachtssest zu begehen. DerFrohsinn" benutzte die Gelegenheit, um im Kreise der großen ..Vereinssamilie" einige lang­jährige verdiente Mitglieder zu ehren. Für die zur Zeit hier anwesenden Kurgäste und alle die, die weder im trauten Familienkreise noch in einem Verein das Weihnachtsfest feiern konnten, war das im Weihnachtsschmuck stehende Kurhaus ein Sammelpunkt.

Nach dem Italienischen Der Teresah erzählt von Gustav W. Eberletn.

Copyright 1925 bl) A. Scherl G. m. b. H., Berlin. 26. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Abraham richtete sich auf. Lerne daraus, sagte er zu sich selber mit einem schiefen -Dtta nach dem Käsig. Lerne daraittr, den toten Biestern zu mißtrauen und ihre Bälge nicht im Käsig liegenzulassen! Jakob und Iulchen, wenn die einmal krepieren, fliegen sie noch Die gleiche Nacht auf Den Kehricht. tt

Du allein verstehst mich, gutes Iulchen , schluchzte jetzt Abraham während sich Iulchen wie eine Ballattänzerm spretzte und Drehte.Du suchst mich immer aufzuhettern Jakob aber ja, auch Jakob macht mir böse Augen und ljint5)ad>tbi?D?te sich Abraham freilich nur ein. Salob war alt, schon halb entfieDert unb litt an allerhanD Gebresten Aber wie es immer geht, wenn man kein sauberes ®ctoif|en hat, erblickte Abraham Schloß überall FeinDe Die ihm Boses tun wollten. Lim so wohler tat ihm das lustige Spiel Der Amsel. Er zog, es war Sonntag, seinen guten Anzug an unD gmg jum Frühschoppen. Damit konnte man am besten seine Gemütszustände hinunterschwemmen.

Das Bratwurstglöcklein war zu Dieser frühen Morgenstunde wenig besucht. Die Wirtsleute unterbieten sich lachenD über einen fonDerbarmx Vorfall, Den Die Glöckleinswirtin vorn Markt mit heimgebracht halte. Auf Dem Markt war alles um Das Dienstmädchen von Meister Leo­pold hermngestanden, das haarklein erzählte, wie der Meister seit heute morgen halb verstört herumgehe, weil er beim Aufwachen eine Elster qesehen habe. Elstern bringen bekanntlich Unglück. Das Mädchen aber lachte über ihren Herrn, denn diese Elster, sagte sie, existiere nur in feiner Einbildung. Er behaupte nämlich, das fei das Komische Daran, gesehen zu haben, wie Die Glster aus Dem Schlot heraushing, um Plötzlich wieder Darin zu verschwinden, und das dreimal

A Nidda, 28. Dez. Der hiesige Turn- verein. Der stärkste aller hiesigen Vereine, veranstaltete in Krafts Saalbau eine Weih­nachtsfeier der 3ugenDabtciIung. wozu sich ehr viele Eltern und sonstigen Turnfrcunde eingesunden hatten. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. med. Fritz Koch, begrüßte m herzlichen Worten alle Erschienenen und 1 u' r'e Den Zweck der Veranstaltung. Dann D," n .nehrerc jugendlichen Tur", r und Turne, i" - ' slende Gedichte auf. Turner- und W>.> ^lieber wechselten mit sehr gut eingeübte:; Volkstänzen und Freiübungen der Knaben und Mädchen ab, bie großen Dris ttl sanden. Knecht Nuprecht und St. Nikolaus erschienen plötzlich in der frohen Kinderschar. Sie lobten Die Braven und Flei­ßigen die sich besonders während des verstossenen Jahres in den Turn- und Spislslunden durch Pünttlichteit- und Eifer hervorgetan hatten, und teilten außer Lebkuchen und Turnernadeln auch Aepfel und als ganz besondere Auszeichnungen Llrkunden über hervorragende Leistungen per Knaben und Mädchen gelegentlich Der diesMtz- jährigen Wettkämpfe aus.

Nidda, 27. Drz. DerTurnverein Nidda 1 8 5 9 hielt gestern abend im Garn-- brinus sein d.esiähr.ges W i n t e r D c r g gen ab. Obgleich der Eintritt nur Mitglledern und deren Familienangehörigen gestattet wurde, war doch Der große Saal dicht besetzt Nach einer kernigen Begrüßungsansprache des zweiten Spre­chers,' Lehrer Wolf in Llnter-Schmitten, be­gannen die gemeinsamen Gesänge der Turner und Turnerinnen. In Musilvorträgen Der Feuer- wehrtapelle Nidda und turnerischen Hebungen Der aktiven Mitglieder des Vereins wurden den erschienenen Gästen reiche Tlnterhaltung geboten. Allgemeine Freiübungen, Gemeinturnen an zwei Barren, Freiübungen der Turnerinnen, Neckübun- gen und Pyramiden wurden mit erstaunlicher Gewandtheit und Sicherheit ausgeführt und sanden vollen Beifall der Anwefenden. Man mertte, daß ein vorzüglicher Turnergeist im Vereine herrscht, der mit Eifer für das im Juli k. 3. hier stattsindende Gauturnfest vorbereitet. Ein gemütlicher Ball, bei Dem nur deutsche Tänze getanzt wurden, beschloß Die gelungene Feier. ______________

Weihnachtsbüchlein. fll. k .

Wirbera, 28. Dez. Am heiligen Abend fckvd in unserer Kirche eine Chri st m e t l e , von d ändern aus Göbelnrod und Relnhardshain vsranftallet, statt. Die beiden Lehrer t5 a y-wo- beinrod und A11 e n d ö r f e r - Re.nhardshain h ,len die Lieder eingeubt. ASfgsMvt wurde das Mahnertfche Weihnachtsfpiel. Die Kinder wurden, wie alljährlich, mit Weihnachtsbuchern beschenkt.

Harbach, 28. Dez. Wie allmhrlich, |o fand auch in diesem Jahr eine Weihnachtsfeier unter dem Ehriftbaum in der Kirche statt. Unser Organist, Lehrer Faber, hatte mit den Kindern dir Weihnachtslieder eingeubt, ihr reiner unD schöner Vortrag trug wesentlich zu dem schonen Verlauf der Feier bei. Die Kinder erhielten am Schluß als Geschenk je ein Büchlein aus Der Sammlung der Christrosen.

" Watzenborn-Steinberg, 28. Dez. , Einen wohlgelungenen FamilienabeN d mit Weihnachtsfeier veranstaltete am 1. Weih nad)t5feicrtagabcnb der Gesangverein ju« aendfreuvd. Die Vereinsmttglieder nut ihren Familienangehörigen erfreuten sich in echter, rechter Weihnachtsfreudc an dem ganz auf Die Weihnachtsftimmung eingeftcUten Programm. Tiaute WeihnachtsmeloDien, gefimgen unter Dem lichterglänzenDen Weihnachtsbaum, ein sehr gut ge- vieltcs stimmungsvolles Theaterstuckchen unD Drei lebcnDc BilDcr wechselten in bunter Reihenfolge mit verschieDenen VereinslieDern unD mehreren recht nut zu Gehör gebrachten Musikstücken Des nur mis jugendlichen Kräften bestehenden Mandolinen- kluds in angenehmster Weise ab.

' (Brimingen, 28. Dez. Am ersten oeicr- taaabend fand in unserem dicht besetzten G o i t e s- h a u l e die diesjährige Ehristseier statt. Verschönert wurde die andachtsvolle Feier durch mehrere Ge- smigsvorträge des G e f a n g o e r e i n sC i n iracht" und des dazugehörigen Quartetts unter Mitwirkung eines hiesigen Geigenspielers. Tags vorher konnten Geldspenden, die von einer hiesigen, in 21 in e r i f a wohnenden Dame ge- stiftet worden waren, an Ortsarme verteilt wer­den. Unter GesangvereinE in t r a d)t , der unter der bewährten Leitung seines Dirigenten, Lehrers Ludwig a r ft c 11 c r Watzenboru-'-tein. berg, in verhältnismäßig kurzer Zeit zu hoher Blute gelangt ist, hielt am 2. Weihnachtsfeiertag fein diesjähriges W i n t e r v e r g n u g en in dem neuhergerichteten Benderscheti ^>aale ab Rach einer kurzen Begrußvngsanfproche des Präsidenten Ad. B u ß wurde die bekannte OperetteWmzerttefel von Milke nufgeführt, deren Wiedergabe nach leder R-chttmg hin Anerkennung verdient. Die Auffüh­rung farib denn auch den wohlverdienten lebhaften Beifall. Rach Worten des Dankes fand eine Ver­losung statt, durch deren Ertrag die Vereinskafse für die im kommenden Fvuhtahr ftQttjinbenöv Fahnenweihe gestärkt wurde Ein gemütliches Täuschen hielt die meisten Besucher noch bis in die frühen Morgenstunden zusammen. . a

, Liw 29. Dez. Ein stimmungsvolles W e i h n a ch t s f P i e l bereitete Die hiesige G e- lellsckaftGemütlichlrit Der hiesigen Einwohnerschaft in Steins Saalbau Entgegen den Zielen vieler anderer Vereine, Nmnertrage ihren Vereinskaffen zuzusühren. hatte fm) Die Gesellschaft Die Aufgabe gestellt, einen nennens­werten Vctraq aus Der Einnahme Des Tages ver siieffaen K t e i n k i n D e r s ch u l e zum Zwecke Des Ankaufs von Weihnachisgeschcnien für unsere

kommen würde, hatte er nicht gedacht und nicht gewollt; fein Wunsch war nur gewesen, sich einen Aivalen vom Hals zu schaffen, und Öafür ge­nügte es, wenn der Puppenpeter, Der Liebling der Kundschaft, aus dem Geschäft gejagt wurde. Einmal 2l gesagt, mußte er nun auch B sagen; eine Lüge gab die andere, sein böses Werk wuchs ihm über Den Kopf. Gewissensbisse Plagten ihn und dazu Iain nun noch die schrenliche Angst vor neuen Strafen. Denn, Das fühlte er Dunkel, Die Meister Leopold erschienene und ouf die gleiche unheimliche Weife ihm erschienene Elster bedeutete nichts Gutes. Nichts Gutes konnte es bedeuten, daß er gerade heute von dec schweren Erkrankung des Puppenpeters ver­nehmen mußte. Er zahlle und ging.

Er lenkte seine Schritte nach Hause, aber ehe er sich's versah, trugen ihn seine Beine in Die GegenD des Gefängnisses, wo sein Opser mit dem Tode rang. Mißtrauisch betrachteten die Schildwachen den Mann, der verstört vor der Tür auf und ab strich.

Wäre er nach Hause gegangen und hätte er unbemerkt ins Zimmer treten können, so würde ec ein sonderbares Schauspiel erlebt haben: Seine Vögel, der räudige Papagei und Die freche Amsel, zogen aus!

Die Sache war so gekommen: NachDem sie die arme Elsterleiche hin und her geschleist hatte, zuerst, um Meister Leopold zu erschrecken, dann, um sie Vcingglück unter die Nase zu halten, um io au s neue ihren Zorn anzufachen, brachte sic Fisi g-gen Mittag in die Wohnung Abra­hams zurück und legte sie wieder genau so in den Käfig, wie sie gestern Darinnen gelegen hatte. Daraus schlich sich Die Gummikatze aufs Dach unD döste vor sich hin, indem sie noch einmal im Halbschlummer die schon ausgeführten Heldentaten durchlebte und die neuen im voraus auskostcte, die sie jetzt begehen wollte. Abraham, dieser Spitzbube so ging es verschwommen in ihrem Gehirnstübchen herum hat eins abbe- fommen; für die kommende Nacht hieß es jetzt eine neue äleberraschung ausbrüten. Aber welche? Für eine gute 2dee würde Fifi ihr grünseidenes Halsband mit den schönen Klingelglöckchen hin- gegeben haben.

O Steinfurth, 27. Dqz. Der hiesige Turnverein veranstaltete am zweiten Feier­tag ini großen Saale des Anton Hengst seine diesjährige Weihnachtsfeier, verbunden mit Theater, turnerischen Vorführungen, Tombola und Tanz. Zur Einleitung der Feier wurde unter brennendem Weihnachtsbaum das Lied<3tute Nacht, heilige Nacht" gemeinsam gefangen. 3n feiner Begrüßung streifte der erste Vorsitzende Hch Lottig J. die hohen Aufgaben unb Ziele der Deutschen Tumerschaft. Er ermahnte zum fleißigen Besuch Der Turnstunden, denn nur Da- durch bleibt der Turner auf der Höhe. Gleichzeitig forderte er alle noch Abseits stehen Den auf, dem Verein beizutreten und mitzuwirken bei Der Er­ziehung der Jugend im Geiste des allen Turn­vaters Zahn. Die turnerischen Vorführungen wurden mit Beifall ausgenommen; besonders ge­fielen Die Stabüvungen. ousgeführt von älteren Turnern. Als Theaterstück für den Abend hatte man das bekannte Sinaspie!Smgvögelchen" ge­wählt. Die Leitung und Besetzung dieses Stuckes lag in guten Hätten. Reicher Beifall belohnte die Mitwirkenden. Bei Tombola und Tanz ver­lebte man noch einige genußreiche Stunden.

Kleinen zuzuführen. Hm jedermann der Veranstaltung zu ermöglichen. Eintrittspreise gering bemessen. Der Feier lag ein hochinteressantes musikalisches und theatra­lisches Programm, vollkommen von schulpflich­tigen Kindern aufgeführt, zugrunde. Bei bren­nendem Christbaum wurde Die Feier durch das gemeinschaftliche LiedStille Nacht, hellige Nacht" eingeleitet. Anschließend beschäsiigten das kleine Volk niedliche Weihnachtsspiele und ein Vortrag, der auf die Bedeutung des Abends 1 hinwies. 3m Mittelpunkt der Feier stand das zweiaktige WeihnachtsfestspielDer Mutter Bild". Getragen von rührend sindlichschöner Idee fesselte es die Zuschauer oon Anfang bis zu Ende und rief kaum endenwollenden Bei­fallssturm hervor. Ganz besonders feien noch erwähnt ein Weihnachtreigen der 8 kleinsten Mädchen und die Klavier- und Violinvorträge der Kleinen und auch da wieder ein Diolinsolo

früher hier nicht kannte. Groß und klein lauschten im Dichtbesetzten Gotteshaus Den Klängen Der alten, diöncn WeihnachtslieDer unD Dem frischen Vortrag der JugenD. Wenn Der Verfasser Des Krippenspiels einleitenD sagt:Es ist nötig, Daß wir roieDer ler­nen, Die Feiertiefe unterer Feste nicht nur Durchs Ohr, fandern and) Durchs Auge Der ganzen Ge- meüiDc zu vermitteln", so ist er sicher auf Dem rechten Weg. Wir brauchen Weihefpiele. wie sie untere Vorfahren schon hatten!

Während sie so zwischen Wachen und Schla­fen überlegte, hatte sich, von ihr unbemerkt, eine Gruppe von Schwalben in der Nähe auf der Dachrinne niedergelassen. Sie mußten sich viel zu erzählen haben, denn ihr Gespräch wurde immer lauter und lauter. Fifi spitzte die Ohren, rührte sich aber nicht. Die Schwalben tauschten Neiseerinnerungen aus und berichteten ein­ander lärmend, was es in Nürnberg Neues gab. Es war ihre erste Versammlung, seit sie vor vier Wochen angekommen waren. Gerade ergriff unter lebhafter Aufmerksamkeil der Zugführer das Wort:

Bringglück ist zornig auf uns^ weil wir keine Nachrichten von den drei Störchen mit­gebracht haben, die an Weihnachten mit den Spiel­waren abgereist find. Sie hält uns für leicht­fertig und unachtsam. Sie sagt, wir hätten kein gutes Herz, und es fehle uns an Solidari­tät. Sie droht, uns bei allen Vögeln in Nürn­berg in Verruf zu bringen. Geht das nicht zu weit? Wir haben jene drei Störche doch gar nicht gesehen. Sind wir etwa Storchenhütec? CEötr?"

Wir haben sie doch gar nicht gesehen! Wir sind doch keine Storchenhüter!" antwortete der beleidigte Schwalbenchor.

Eine ergraute Schwalbe, die aus ihre allen Lage etwas griesgrämig geworden war, fing an, sich überhaupi über Bringglück zu beklagen, die sich für einen privilegierten Vogel halte, und nun kamen alle Störche schlecht weg. Storchen- pack! zischte die Alte. Storchenpack, Ltorchen- pack! zischten die anderen nach. Gescheit und scharfsinnig, wie die Schwalben sind, nehmen sie den Vorrang unter den Vögeln für sich in Anspruch und können es nicht ertragen, wenn man die Weisheit der Störche bewundert. Das ist nicht recht von ihnen, demi man sollte immer die Verdienste des anderen anerkennen. Dafür sind Die Schwalben aber so graziös, cs ist ein jo eigenartig schöner Anblick, sie pfeilschnell den blauen Himmel durchschwirrcn zu sehen, ihr Ge­zwitscher, ihr Schwätzen und Schellen und De­battieren hört sich so lustig an, daß man es ihnen schon verzeihen Darf, wenn fie erwach hoch­mütig sind.

(Fortsetzung folgt.)

bringen. _

df. Langsdorf, 28. Dez. Eine ichone Ehristseier fand am heiligen Abend in unserer Kirche statt. Lehrer Heldmann hatte mit Den Schülern unb einigen FortbilDungsschulermnen das KrippenspielDeutsche Weihnacht" von Wilh. Schreiner eingeübt. Die Veranstaltung fand allent­halben Anklang. Es war eine Lust zu sehen, wie sich Die KinDer unter Leitung ihres Lehrers so frei rira-enami jwiyeycutu, u.uriu und ungeniert benahmen, in einer Art, wie man sie | ten Betrage wesentlich herabsetzte. So^zahlt^em^Be.