Ausgabe 
29.9.1925
 
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über die Ausgangsstellung hinausgegangen. Nachdem dies erreicht sei, wolle er sich jetzt dis notwendige Erholung gönnen. Sn unter­richteten Kreisen glaubt man, daß aller Wahr­scheinlichkeit nach Marschall P e t a i n als Nach­folger Lyauteys zum Generalgouverneur von MaroSo ernannt werden wirb.

Spanische Offensive gegen Adjir

London, 29. Sept. (W. T. D. Funkspruch.) Aach einer Meldung derTimes" aus Tanger hat Abd el Krim im Hinblick auf die Gefahr, die ihm bei Adjir droht, eine große Anzahl von Dscheballah-Kontingenten aus der Umgegend von Karrich im Bezirk von Tetuan zurückgezogen und sie zur Unter st ützung der Rifleute in das von den spanischen Truppen be­

mann wurde immer w.eder der Umftanb befunden, daß sie sich nach ihrer Verhaftung keinesfalls nach dem Befinden des Professors Rosen er­kundigte, ob er am Leben sei, oder nicht. <5ie erklärt das wie folgt: Als ich in Haft genommen wurde, war ich der Ansicht, daß es sich nur um einen Raubüberfall gehandelt habe. Mit­gefangene im Polizeigefängnis wußten mehr als ich, sie erzählten mir. daß Rosen und Stock er­mordet worden seien. Sch hatte aus diesem Grunde kein Interesse mehr, mich weiter zu er­kundigen. Sm übrigen steht die Reumann auf dem Standpunkt, daß nur ein Raub vorge­nommen werden sollte, die Täter aber gestört worden seien. Sie folgert das daraus, daß die Decken, die sie zum Fenster hinausgeworfen hatte, beim Eintreffen der Polizei an einer anderen Stelle lagen, als wären sie bereits zum Fort­nehmen bereitgelegt worden. Frau S t a n d t k e, die Tochter der Reumann, betont nach wie vor ihre Unschuld. Sie habe mit kindlicher Liebe an Professor Rosen gehangen, der für sie sehr viel getan habe. Wenn sie bemerkt hätte, daß ihre Mutter irgendetwas Schlechtes im Schilde führe, so hätte sie Rosen sofort benachrichtigt, oder sie hätke ihre Mutter auf ihren Geisteszustand untersuchen lassen.

Typhus-Epidemie im Eulengebirge.

Luftverkehr und der Sicherheit der Reisen­den. Geheimer Regierungsrat Fisch erörterte das Thema insbesondere vom meteorologischen Gesichts- punkte aus.

Zur Mordaffäre Rosen.

Breslau, 28. Sept. (TU.) Allgemeines Interesse dürfte die Aussage der Hausdame Reumann und ihrer Tochter, der Frau Standtke, zu den neuesten Ermittelungen in der Mordaffäre Rosen Hervorrufen. Als Frau Reumann aus dem Munde ihres Verteidigers von der Beschuldigung des Arbeiters Paaschuk Kenntnis erhielt, blieb sie vollständig ruhig und äußerte, die Leute können nichts gegen mich aussagen, und wenn sie es täten, dann würden sie lügen. Als ein belastendes Moment für die Neu»

der letzten Monate große Mengen von Flug­schriften und Waffen eingeführt worden.

derung und eine wener voraussehbare Steigerung der Preisverhältnisse eine genügende Grundlage bieten, zu bewirken uni> sich endgültig an diesen Preis zu binden: das auf Grund der Klausel ihm zustehende Recht ist damit erschöpft, und der andere Teil muh sich im Interesse der Sicherheit des Geschäftsverkehrs darauf verlassen können, daß er die Lieferung zu den gesorderten erhöhten Preisen nun auch wirklich erhält. Will der Lieferant sich im.Hinblick auf die Unsicherheit der weiteren Gestaltung der Preisverhältnisse nicht fest binden, sondern sich die Rechte aus der Klausel noch weiter sichern, so ist es sein« Sache, das mit genügender Deutlichkeit durch einen entsprechenden Vermerk zum Ausdruck zu bringen."

Diese grundsätzlichen Ausführungen des Reichsgerichts find geeignet, die große Beunruhi­gung, die durch die Unverbindlichkeitsllausel in das Wirtschaftsleben noch immer getragen wird, zu beseitige und den Begriffe:: von Treu und Glauben wieder zu ihrem Rechte zu verhelfen.

Die Auswertung.

Das Auswertungsgeseh wie auch das Gesetz über die Ablösung der ö.j.s e n t- lichen Anleihen enthalten eine Reihe von Fristen, deren Kenntnis und ganz besonders deren Innehaltung von größter Wichtigkeit ist. Der erste Termin ist der 3 0. September.

Dis zu diesem Tage müssen Ansprüche auf Herausgabe von ausgelosten oder gekündigten Industrieobligationen und verwandten Schuldverschreibungen bei der Bank an- gemeldet werden, bei der die Stücke z. Zt. zur Einlösung eingereicht sind. Es handelt sich hier­bei um solche Stücke, die zwar zur Einlösung eingereicht sind, die sich aber noch im Besitze der Bank befinden. Eine Auswertung derartiger Pa­piere findet bekanntlich auch dann statt, wenn bereits eine Abrechnung mit dem Gläubiger oder mit dem Schuldner, oder eine Hinter-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 29. September 1925.

Ohne Verbindlichkeit".

sich endlose Preissteigerungen, ganz wie es dem Lieferanten beliebt, gefallen lassen müsse. Mit diesem Standpunkt räumt nun das Reichsgericht grundsätzlich auf, indem es anläßlich eines Einzelfalles folgendes ausführt:

Äe KlauselDie Preise verstehen sich ohne Verbindlichkeit" kann nicht dahin ausgelegt wer­den, daß sie dem Lieferanten das Recht gibt, bis zum Zeitpunkt der tatsächlichen Lieferung, je nach dem zwischenzettlichen Steigen der Preise, mit immer neuen Forderungen von Preiserhöhungen hervvrzutreten. Fordert er zu einer Zeit, wo die Lieferung in naher Aussicht steht, eine Preiserhöhung, so gibt er damit seinen Willen kund, die Lieferung zu diesem Preise, für dessen Berechnung ihm die zwischenzeitliche Aen-

eingelettet.

Erdbeben in Armenien.

Moskau. 29. Sept. (WTB Funkspruch) Der 4104 Meter hohe Gipfel des Berges Ala- gvs in Armenien wurde durch ein starkes Erdbeben erschüttert. Gewaltige Fels­massen stürzten in die Täler. Die in Höhlen hausende 2Iomadeirbevölkerung dieser Gegend ist, von einem panischen Schrecken ergriffen, geflüchtet.

unverzüglich vornehmen.

Gießener Wocherrmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte das Pfund: Butter 190 bis 210 Pfennig, Matte 40, Käse 70, Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 7 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 25, Römischkohl 10, Dohnen 20 bis 35, Unterkohlrabi 6, Grünkohl 20, Feldsalat 80, Tomaten 40, Zwiebeln 12, Meerrettich 40 bis 120, Rhabarber 20, Kürbis 6 bis 8, Pilze 40, Kartoffeln 4.5, Falläpfel 5, Aepfel 15 bis 30, Dirnen 20 bis 35, Zwetschen 18, Honig 35, junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 110, Rüsse 45 bis 50, Preiselbeeren 45 bis 50, Weintrauben 60; das Stück: Eier 16, Dlumenkohl 40 bis 150, Salat 15, Salatgurken 20 bis 30,' Einmachgurken 2 bis 3. Endivien 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5, Rettich 10 bis 20. Sellerie 20 bis 35; das Bund: Radieschen 15, gebe Rüben 12.

drohte Gebiet eingesetzt. Der Kreuzer Paris" ist in der Ducht von Melilla ein­getroffen, wo er mit anderen französischen Kriegs­schiffen gemeinsam mit den französischen Flie­gern das Vorgehen der spanischen Truppen ge­gen Adjir unterstützen werde.

Die kommunistische Gefahr in Indien.

führung von indirekten Steuern.

Das Wohnungswesen in Preußen.

Berlin. 28. Sept. Der Landtag setzt die Beratung des Wohlfahrtshaushaltes bei der Be­sprechung des Wohnungs- und Siedlungs­wesens fort.

Abg. Häse (Soz.) verlangt besseren Bau­arbeiterschuh. Während die Bautätigkeit zurückgegangen sei, habe gleichzeitig die Zahl der Unfälle im Baugewerbe erheblich zugenommen. Die preußische Staatsregierung fülle endlich ein Dauarbeiterschutzgeseh vorlegen. Vom Reichsarbeitsministerium sei für die Ar- ^beiterschaft nichts zu erwarten.

y. Ministerialdirektor Conze weist darauf hin, daß die staatlichen Daukontrolleure im Zusammenhang mit dem allgemeinen Beamten- |

3 abbau zum großen Teil abgebaut worden seien. - Der Minister werde ihre Zahl gerne vermehren, wenn die Finanzlage es verlange. Im Jahr 1925 sei die Entwicklung deS Wohnungsbauwesens verhältnismäßig günstig. Bisher seien etwa 80 000 neue Wohnungen errichtet worden.

Abg. Ladendorff (Wirtsch Berg.) richtet scharfe Angriffe gegen die sogenannten gemein- I nützigen Siedlungsgesellschaften, I die in Wirklichkeit in den meisten Fällen beit Leitern nur die Möglichkeit gegeben hätten, mit I den für gemeinnützige Zwecken hergegebenen öffentlichen Geldern Spekulationsgeschäfte auf eigene Rechnung zu machen.

Ministerialdirektor Conze sagt eine gründ­liche Revision der Wohnungslisten zu . Rach der Rovelle der Finanznotvcrordlrung toerbe ein Teil des Ertrages der Hauszinssteuer auch für die Instandhaltung der alten Wohnungen verwendet werden. DaS Ministerium sei dankbar für die Mitteilung von Unregelmäßigkeiten und Uebelständen bei gemeinnützigen Siedlungsgesell- schaften, wenn sie so bestimmt mit Material belegt werden, daß dagegen eingeschritten werden kann. Das sei aber bei den von dem Abg. Lodendorff I angeführten Fällen nicht durchweg der Fall. I Man dürfe wegen solcher Einzelfälle die Sied- lingkgcsellschaft nicht allgemein verdammen.

Minister H i r t s i e f e r teilte mit, daß nach den neuesten Feststellungen die Hauszins- steuer im Jahre 1925 210 Millionen für die Kommunen und 150 bis 160 Millionen für den Staat gebracht hat. Daraus müßte natürlich die gemeinnützigen Siedlungswesen gefördert werden, sofern sie auf sozialer Grundlage stehen. Damit I schließt die allgemeine Aussprache über das Wohnungs- und Siedlungswe^en.

Beim KapitelAllgemeine Volkswohlfahrt und Erwerbslo'ensürsorge" wünschte Frau Ege (Soz.) größere Mittel zur Förderung der Kinder­erholungsheime.

Der Reichsdisziplinarhof.

Berlin, 28. Sept. (WTB.) Nach demReiche anzeiger" wurden zu Mitgliedern des Reichsdiszipli- nargerichtshoses wicdererßannt: Als Präsident des Reichsgerichts S i m o n s, als stellvertretende Praß, denken Lobe und Mansfeld, als Mitglieder die Reichsgerichtsräte Zeiler, Warneyer, Ad. Mueller, Metz, sowie der bayerische Gesandte v. P r e g e r , als stellvertretende Mitglieder der sächsische Gesandte Reichsminister o. D. Grad- nauer, d-r hessische Gesandte Frhr. v. B i e ge­leben, der Hamburger Bürgermeister Peters en, der mecklenburg-schwerinsche Gesandte Tischbein und der braunschweigische Gesandte Boden.

Ein Kundgebung der Universität Wien in der Anschluhsrage.

Wien, 29. Sept. (WTB. Funkspruch.) In Ausführung der Beschlüsse des im Juni in Wien abgehalrenen Hochschultages erläßt die älniver-

den, daß sie dem Lieferanten das Recht gibt, bis zum Zeitpunkt der tatsächlichen Lieferung, je nach dein zwischenzeitlichen Steigen der Preise

legung zugunsten des Gläubigers stattgefunden hat. Hat die Bank solche Obligationen an den Schuldner nach dem 1. Juni 1925 abgeliefert, so gilt die Ablieferung als nicht geschehen. Die Anmeldung mutz alle notwendigen Angaben ent­halten; insbesondere sind Rame, Wohnort, Woh­nung des Einreichers, der Zeitpunkt der Ein­reichung, die Bezeichnung der Stücke nach Zahl, Rennwert, Schuldner, Ausgabejahr, Zinsfuß, Serie und Rümmer anzugeben. Erfolgt die An­meldung von einer Person, die nicht selbst die Stücke eingereicht hat, dann muh auch die Be­rechtigung des Anmeldenden zur Geltendmachung der Ansprüche nachgewiesen werden.

Das Aufwertungsgesetz spricht den Alt- b e s i tz e r n von Industrieobligationen und ver­wandten Schuldverschreibungen eine erhöhte Aufwertung zu. Altbesitzer sind Personen, die die Stücke vor dem 1. Juli 1920 erworben und ununterbrochen im Besitz gehabt haben. D^e Schuldner, das find also diejenigen Ge­sellschaften. die die Obligationen ausgegeben ha­ben, müssen bis spätestens 30. September 1925 die vorstehend erwähnten Altbesitzer durch Be- kansttmachung im Reichscmzeiger bzw. 'n den sonst für ihre Veröffentlichung zuständigen Blat­tern aufgefordert haben, ihre Altbesiheranspruche geltend zu machen. Daraufhin haben die Alt- besiher innerhalb eines Monats ihre Stücke bei dem Schuldner oder der von ihm zu bestimmen­den Stelle anzumelden. Der An m e l d ung sind die Unterlage n, die geeignet f'tro, den Nachweis des Attbesihes zu erbringen, brizu- fügen, andernfalls müssen sie innerhalb eines weiteren Monats nachgereicht werden.

Da bis zum 30. September 1925 die Auf­forderungen zur Anmeldung von feiten aller industriellen Unternehmungen ergangen 'ind. möge sich der Altbesitzer, der die Bekanntm.e -In­gen nicht genau verfolgt hat, sofort durch Nach­lesen im Deutschen Reichsanzeiger oder durch Anfrage bei der Gesellschaft davon unterrichten, bei welcher Stelle anzu­melden ist, und möge die Anmeldung hierauf

Kundgebung des Reichsbundes der llinderreichen.

Essen, 28. Sept. (TU.) Im überfüllten Kruppsaal des Städtischen Saalbaues zu Essen hielten gestern vormittag die Provinzialverbände Rheinland und Westfalen des Reichs-- bundes der Kinderreichen eine Kundgebung ab, auf der überDie Kinderreichen und die Be­rechtigung ihrer Forderungen" Medizinalrat Dr. Engelmann aus Kiel referierte. Er beleuchtete scharf die erschreckende Abnahme der Geburten und die ebenso starke Zunahme der Fehlgeburten und machte es den verantwortlichen Stellen zur Pflicht, alle Maßnahmen zu er­greifen, bevor der Verfall unseres Volkes be­siegelt sei. Den Grund zu der Geburtenabnahme sah der Redner in bet wirtschaftlichen R ot und in der Unsicherheit der Ar­beitsverhältnisse. Er forderte die Er­höhung der sozialen Zulagen der Erwerbslosen, Schulgeldermäßigung, Stellung von Wohn­heim st ä t te n für erwerbslose Kinderreiche, Verpflanzung in ländliches Gebiet in Form von Siedlungen, Schutz vor Kündigung der in Miet- Häusern Wohnenden, steuerliche Schonung und die Besetzung öffentlicher Aemter und Regie­rungsstellen mit kinderreichen Beamten, da das die beste Sicherung zur Erhaltung des Staates sei. Rach der Rede nahm die Versammlung ein­stimmig eine Entschließung an. in der sie bessere Maßnahmen zum Schuhe der kinderreichen Familien und Bereitstellung aller verfügbaren Mittel (Boden und Geld) zum Bau von Wohn- Heimstätten und Siedlungen für kinderreiche Fa­milien fordert, ferner Schutzmaßnahmen bei Locke­rung der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen und eine besondere Berücksichtigung bei Ein-

i > Verwiegend erscheinen, ohne irgendwelche Stellungnahme und lediglich zu Infor­ma t i o n s z w e ck e n an die Ratsmitglieder wei- terzüleiten.

Der Völlerbundsrat trat dann noch zu einer nichtöffentlichen Sitzung zusammen. Er beschloß, die Entscheidung über den vom Oberkommissar des Vollerbundes in Danzig, Mac Donall, erhobenen Einwand gegen die Errichtung einer polnischen Wache auf der Wcstern- platte auf feine Dezembersession zu vertagen. - Ferner beauftragte er den estländischen Gene­ral Laidoner, die jüngsten Vorgänge an der provisorischen Grenze des Mvssulgebie- t e s zu untersuchen. Damit ist die 35. Ratstagung geschlossen. Die nächste Ratstagung im De­zember wird in Genf und nicht in Madrid statt- finden. Die Einladung der spanischen Regierung, eine der nächsten Ratstagungen in Madrid statt- sindcn zu lassen, wird vielleicht im März des nächsten Jahres entsprochen werden.

Pnrtilion« Die beiden japanischen Flieger sind Mon-

JiUCRirin ^yaureys. tag nachmittag um - ,4 Uhr, auf dem Flug-

Fez, 28. Sept. (Havas.) Marschall Platz Bourget gelandet und von dem Ver- Lyautey hat im Verlauf der heutigen Wochen- tretet der französischen Regierung, .Unterstaats­sitzung-des Regierungsrates angekündigt, daß er sekretär Eynac, begrüßt worden. Auch zahl- die Regierung gebeten habe, chn von dem Posten reiche Vertreter der japanischen Kolonie hatten als Generalgouverneur in Marokko zu ent* sich eingefunden. Am späten Nachmittag legten heben. Im Außenministerium erklärt man, daß I die beiden japanischen Flieger einen Kranz am der ' Demissionsbrief des Marschalls heute i n I Grabe des unbekannten Soldaten nieder.

Paris eingetroffen sei. Marschall Lyau- ^»ni.^m«>-.nm,-nas^Katastrr,vk.e in China

tey ist heute nachmittag v o m S u l t a n in einer ^berschWemraungs-Kcttaftroptze m ^na,

Privataudienz empfangen worden. Der Mar- Der Danun deo Gelben S^^ Jt gebr^n schall begründet sein Rücktrittsgesuch damit, daß und hat oen südlichen B^ltk überschwemmt Man die Lage in Marokko jetzt gesichert erscheine, nimmt an, daß das ,

Die französischen Truppen hätten nicht nur ihre ^anal bi£ zum Jangtse J^rb.

Stellungen vor Beginn des Feldzuges zurück- ^eb^chwemmung soll die schrecklichste sem, erobert, sondern seien an einigen Punkten sogar die lrch s e 11 d e m I a h r e 1 $ 8 7 ^eignet - - - - - 1 Man schätzt das überschwemmte Gebiet auf etwa

1500 Quadratmeilen. Zwei Millionen Menschen sollen von dem Unglück betroffen und Hunderte sollen ertrunken sein. Die ' Internationale Kommission hat eine Hilfsaktion

Wettervoraussage.

Westliche Winde, wieder Regenfälle, vorwiegend bedeckt, kühl.

Stärkere Wärmeausstrahlung bei schwach be­wölktem Himipel haben die Temperaturen der letzten Nacht stark sinken lassen, in höheren Lagen bis nahe an den Gefrierpunkt. Der kontinentale Hochdruck verlagert sich unter geringer Abschwä­chung ostwärts, da bei; Nordmeertief bis nach Süd­frankreich übergreift. Wenn auch der Kern des Tiefs nordostwärts wandert, so verstärkt sich für Si m la, 28. Sept. (TU.) Der indische Innen- I unser Gebiet zunächst wieder die westliche Luft- minifter Crerar machte im indischen Parlament strömung.

während der Aussprache über den Anttag auf Gestrige Tagestemperaturen. Maximum 12,8 Gr. Freilassung der polittschen Gefangenen inter- Celsius, Minimum 2,6 Grad Celsius. Niederschlage esfante Angaben über den Umfang der kommu- 0,4 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 4,9 Gr. nistischen Propaganda in Indien. Er erklärte, Celsius.

die Regierung habe schriftliche Beweise dafür in den Händen, daß die kommunisttsche Propaganda in Indien über China geleitet und haupt­sächlich durch chinesische Kommunisten betrieben werde. Aus China seien während

*' Die Wahlkartei zu den Stadtverord­neten, Kreistags- und Provinzialtagswcchl lie­gen für jeden Wahlberechtigten auf dem Stadt­haus, Bergstraße 20, Zimmer Rr. 14, in der Zeit vom 2. bis 8. Oktober von 1/»8 bis 1/»1 Uhr vorm. und V23 bis 6 Uhr nachm., zur Einsicht aus. Räheres siehe heutige Anzeige.

** Die Df to ber miete. Der Minister für Mrbeit und Wirtschaft macht bekannt: Nach Anhoren von Jnteressentenvertretungen und Sachverständigen wird auf Grund des Artikels 9 der Hessischen Aus- fühungsoerordnung zum Reichsmietengesetz in der Fassung der Verordnung vom 20. August 1923 und der § 27 28 der Dritten Steuernotverordnung vom 24. Februar 1924 für die Berechnung der Miete für den Monat Oktober folgendes bestimmt: Die Miete für den Monat Oktober wird in gleicher Höhe wie für den Monat September festgesetzt. Auch an den übrigen bisher geltenden Bestimmun' gen, insbesondere über die gewerblichen Zuschläge usw., wird nichts geändert.

* Personalien. Die in Rr. 222 deS Gieß. Anz." vom 22. September wiedergegebene Notiz des Wolffbureaus über die Berufung Prof. Dr. Kadens an die Universität Genf bedarf insofern einer Richtigstellung, als Dr. Kaden bislang nicht Privatdozent an der Universität Gießen, sondern an der Universität Heidel­berg war.

** Damenverein Gabelsberger Gießen. In unserem Bericht vom 26. d. Mts. über den Gabelsberger Stenographentag in Bad- Rauheim muß es heißen: In der Abteilung 200 Silben erhielt einen ersten und Ehrenpreis Fräulein Therese Schmoll vom Damenverein Gießen.

" Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 296

Die KlauselnDie Preise verstehen sich ohne Verbindlichkeit".Lieferung freibleibend" usw. I hatten zur Inflationszeit gewiß ihre Berechtigung, ÄAd GllClT die auch vom Reichsgericht selbst da anerkannt

_. .. , , -__wurde, wo der Wortlaut der Gesetzesparagraphen

DteL-LockholmerLusLverkehrskottserenz dne derartige, den praktischen Verhältnissen Rech- Die Internationale Lustverkehrskonserenz wurde nung tragende Auffassung nicht ohne weiteres heute im schwedischen Reichsrat eröffnet. 14 Länder rechtfertigte. Infolgedessen spukt auch heute noch haben Vertreter entsandt. Unter den Anwesenden in den Kopsen zahlreicher Geschäftsleute dre Auf­wurde auch der Generalsekretär der Internationalen I fassung, daß ein Besteller beim Vorliegen der Luftfahrtgesellschaft, M. A. R o p e r , bemerkt. Klausel von der Unverbindlichkeit der Preise sich Außenminister Und en betonte die Notwendigkeit endlose Preissteigerungen, ganz wie einer Zusammenarbeit der Nationen auf dem Ge- es dem Lieferanten beliebt, gefallen lassen müsse, biete des Luftverkehrs. Zum Vorsitzenden der Kon- Mit diesem Standpunkt räumt nun das R e i ch ^ ferenz wurde Generaldirektor Iuhim gewählt. I.gericht grundsätzlich auf, indem es anläßlich Alsdann begannen die sachlichen Beratungen mit eines Einzelfalles folgendes ausführt: einer Erörterung der Frage: Luftverkehr bei Die KlauselDie Preise verstehen sich ohne Nacht, bei Nebel und im Winter. Das | Verbindlichkeit"^ kann^nicht dahin^ausgelegt wer- zweite Diskussionschema war die Frage der Maß­nahmen zur Hebung der R e a e l m ä ß i g k e i t im

fität Wien eine Kundgebung, in der cs u. a. heißt:Wir erklären es als ein Gebot der Völkergerechtigkeit, daß dem einmütigen 'Willen des Volkes in Oesterreich entsprochen und ihm die durch das Völkerrecht und die durch seine geschlossenen Verträge ermöglichte staatliche Vereinigung mit Deutschland nicht be­hindert werde Oesterreichs erblickt in dieser Ver­einigung die einzige Möglichkeit, seinen wirt­schaftlichen, kulturellen und politischen Bestand zu erhalten. Durch die Vereinigung würde cm Zustand wieder hergestellt, der über 1000 Jahre zu Recht bestanden hat. Wenn Oesterreich sich kraft den vom Präsidenten Wilson unter Zustimmung der ganzen Welt fei^lichst verkündeten S e l b st b e st.i m m u n g s r e ch t e s der Völker mit Deutschland vereinige, so wird dadurch das wirksamste Bollwerk eines dauern­den Friedens in Europa errichtet."

Die französischen Schuldenverhandlungen.

P a r i s , 29. Sept. (WTB. Funkspruch.) Wie der Sonderberichterstatter desPetit Parisien" aus Washington meldet, hat die zweite Sitzung der französischen und amerikamschen Schulden- fundierungskommission am gestrigen Rachmittag .

25 Minuten gedauert. Caillaur überreichte den Breslau, 29. Sept. lWTD. funkspruch.) Amerikanern eine Rote, in der neben neuen Vor- In der Kreisstadt Reichenbach nehmen die schlägen ausführlich die Zahlungsfähig- Ttzphuserkrankungen zu. Es sind dort innerhalb feit Frankreichs dargelegt wird. Rach dem I einer Woche neun Personen als typhuskranl Aufbruch der französischen Delegatton setzte die und drei weitere Personen als typhusverdächttg amerikanische Schuldenkommission die Sitzung fort. in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Erne Um 4 Uhr ist die amerikanische Antwort grau ist verstorben . Auch jenseits des Eulen- bereits im Verlaufe einer neuen Vollsitzung den I gebirges nach der Reuroder Seite zu werden Franzosen überreicht worden. Aller Wahrschein- nunmehr Typhusfälle gemeldet.

nM ÄXtÄÄ Zur °m--.k°m,chen

schen Sachverständigen seien deshalb um 6 Uhr Rach einer Havasmeldung aus 2kuhork hat abends n o ch m al s mit den amerikanischen Kom- man die Hoffnung aufgegeben, das gesunkene Missionsmitgliedern zusammengetreten. UnterseebootS. 51 vor morgen zu beben.21 $

Caillaux beabsichtigt, am Freitagabend an jebe Hoffnung, die Besahungnoch lebend Bord des Dampfers2a France" Amerika anzutreffen, ist a u f g e g e b e n worden Zur zu verlassen. Er erklärte, daß er sich durch Zeit versuchen zwei Krane, das gesunkene U-Boot nichts an seiner Abreise werde hindern lassen zu heben. Sollte dieser Versuch nacht glucken, und daß er sicherlich ein Abkommen dann Plant man, unter den Tauchern einen mitbringen werde. Unwesentliche Einzel- Freiwilligen auszuwahlen, dec Ersuchen ton, beiten würden von den Sachverständigen unter durch eines der Lancierrohre in das innere ein- Leitung des französischen Bottchafters studiert zudringen.

werden. Die japanischen Flieger in Paris.