Ausgabe 
29.1.1925
 
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der Näh^

2hn Mittwoch ereignete sich in

von Linden ein schwerer üngluddfalL Die Arbeiter der Lleberlandzentrale der Pfalz-

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mit entfesselt habe, jetzt ein müßiges und

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vermeiden.

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Don der badischen Regierung wird mit, feilt. Nachdem durch Berichte der Taaespre«

durch Ohreaseuse rmd durch d»

mit seinen anerkannt hervorragend ausgestalteten, in eigenem Nedaktions- und Druckereibetrieb bearbeiteten Beilagen

Bezugspreis einschließlich aller Beilagen 2 Mk. monatlich und 20 Pf. für Trägerlohn. Bestellungen nehmen entgegen in Gießen die Trägerinnen und die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, auswärts über 208 örtliche Zweigstellen und die Post.

Neutralisierun uferS trnirDe von

werte muhten bei Fundamentarbeiten für einen Hochspannungsleitungömaft Sprengungen vorneh­men. Da die Explosion der Sprengkapsel nach längerer Zell nicht erfolgte, wollten der Monteur Maus aus Mannheim und der Elektriker Dohle aus Wesenberg die Ursache der Ver­zögerung der Explosion feststellen. Als sie gerade an die Sprengstelle gelangt waren, erfolgte die Explosion. Dabei wurde dem Dohle der Kopf und rechte Arm abgerissen und der Bauch vollständig ausgeschlitzt. Der Monteur Maus, dcm ebenfalls der Kopf abgerissen wurde, wurde etwa 10 Meter weit geschleudert. Deide hinter­lassen ihre Frau und vier unmündige Kinder

Marokkanische Kämpfe.

Paris 29. San. (WTD. Funkspruch.) Nach einer Meldung desJournal" aus Madrid hat

Deutschland die Mögllchkeit einer Erhöhung der Polizeimannschasten von 90 000 auf 150 000 zu gestatten. Dieser große taktische Fehler der Alliierten 6ii.be den Hauptgrund für die gegenwärtigen Schwierigkeiten. Was die Frage des deutschen Rüstungsmaterials angehe, so müs.e man a n n e h m en , daß Deutschland noch über große Waffenlager verfügt, da es sich hartnäckig weigere, eine Aufstellung über sein Rüstungs- material auszuhändigen. Deutschland verstoße damit gegen die Artikel 868 und 869 des Ver­sailler Vertrags, die bestimmten, daß Deutsch­land innerhalb von zwei Monaten sein Kriegs­material zerstören müsse.

Frankreich könne nicht im Frieden leben, solange eS Waffenge rausch aus Deutschland vernehme.

In dem Augenblick, da sich die Notwendig­keit industrieller Zusammenarbeit äußerst fühl­bar mache, nehme in Deutschland der Rache- g e d a n k e immer mehr zu. Vielleicht habe man falsch daran getan, der Rückkehr des Kron­prinzen nach Deutschland keine Bedeutung bei- zumessen und die Kriegsschuldigen von einem deutschen Gericht aburteilen zu lassen. Sei es nicht unmoralisch, daß ein Jahrhundert nach dem Lode Napoleons der Mann, der den Krieg

aravemts^en Senats an die ttnterrichtöverwal- tung offenkundig geworden ist, daß die Rede des Prof. Frhr. Marschall v.Dieberst ein bei der ReichSgründungSfeierderäLni- versität Freiburg schwere Ausfälle gegen den heutigen Staat und einzelne seiner Repräsentanten enthalten hatte, hat das Unterrichtsministerium von dem Redner das Manuskript der Rede eingefordert. Prof. Freiherr Marschall von Bieberstein hat es ab- gelehnt, dieser Forderung nachzukommen. Hierauf ist gegen ihn ein Disziplinarver­fahren eingeleitet worden.

yerauszupregen, yaven die Eltern an mittel* alterliche Foltern erinnernde Strafen an­gewandt. Das Kind ist von seinem Vater, wäh­rend es von der Mutter festgehalten toorDen ist, von mittags bis in di e Nacht hinein in kurzen Pausen mit einer Hundepeitsche durch­geprügelt worden. Als durch diese Folter ein Geständnis des Kindes nicht erreicht wurde, wurde der Junge nackend in eine Kiste g esperrt, in der er nur mit zusammen­gekrümmten Knien sitzen lomitc und wo er 21/2 Lage und zwei Nächte zübringen mußte. Als Strafessen wurden ihm gekochte . Kartoffelschalen vorgesetzt. Durch das Wimmern des Kindes und sein Fernbleiben von der Schule wurden die Mißhandlungen aufgedeckt. Das Kind wurde der elterlichen Erziehungsgewalt entzo­gen. Das Gericht verurteilte den Vater zu 3, die Mutter zu 4 Monaten Gefängnis.

Beisetzung der Opfer von ZecheHannibatt.

.Unter großer D t itigung der Bochumer Be­völkerung und in Anwesenheit der städtischen Behörden wurden die Opfer vonHannibal" bestattet. In der Lohnhalle d'r ZecheHcm- nibaT, die eine würdige Ausschmückung erhalten hatte, waren die sieben Särge unter Lorbeer­bäumen aufgebahrt. Die Pfarrer beider Kon­fessionen hielten Ansprachen.

Gin neuer Dankskandal.

Der Direktor der Landes-Pfandbrief« a n st a l t in Berlin, der Geheime Regierungs-

Gießener Familienblätter

Dienstags und Lomstags

Heimat im Bild

Donnerstags

Die Scholle

Ratgeber für Viehzucht-, Feld- und Gartenbau Freitags

rat Nehring, ein feit Jahrzehnten im preu­ßischen Staatsdienst stehender Beamter, ist p l 5 h° lich unter Verzicht aus Pension und all' sonstigen ihm zustehenden Rechte aus seinem Amt aus- geschieden. In. eingeweihten Dankkreisen ver­lautet, daß Geheimrat Nehring zum Schaden Kredite

Aus aller Wett.

DarLarische Ettern.

Vor dem Schöffengericht Tempelhof hal­ten sich die Eheleute Paul und Anna Wasser- st r a h w gen schwerer Mißhandlung deS eigenen KtwdeS zu verantworten. Die Ellern hatten den lljährigen Knaben im Verdacht, 11 Mark, die für die Miete bestimmt waren, ge­stohlen au haben. Hm aus ihm ein Geständnis

seines Instituts einem Konsortium in Höhe von mehreren Millionen Währt habe.

Explosionsunglück

das spanische Kriegsmrnisierium aus Mawkko Nachrichten erhalten, daß ein heftiger Kamps zwischen Raisuli und Abd et Krim stattgefunden habe, in dem Raisuli und einer der Führer Abd cl Krims gefangengenom­men worden sei. Die spanischen Behörden hätten strenge Maßnahmen ergriffen, um eine Rück­wirkung auf die Lage der spanifchen Truppen zu

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 29. Januar 1925.

Vorrwtizen.

Lageskalender für Donnerstag. Stodttheater, 63/i Uhr: »Mein Detter Eduard". Vortrags-Vereinigung, 8A Uhr. Neue Aula der Unibcrfltät: Lichtbilder-Vortrag. Schuh- und Polizeihund-Sportverein 1922, 8 Hhr int Postkeller": Jahreshauptversammlung. Süd' Westdeutscher Rad io klub, 81/» Uhr, Hörfaäl des Physikalischen Inslituts: Vortrag. Lichtspiele Haus, Bahnhofstraße:Die Nibelungen", l.Teil Siegfried".

Wettervoraussage.

Weiterhin trübe, südliche bis westliche Winde, milde, noch leichte Niederschläge.

Der Zerfall des kontinentalen Hochdruckgebie­tes, das öen winteclichne WitterungscharäktLi- zu Anfang dieser Woche bedingte, hat rasche Fort­schritte gemadyt. Warme Luftwellen dringen von Frmckreich nach Zentraleuropa vor und bewirken beträchtliche Milderung der Temperaturen in ganz Deutschland, so daß heute morgen auch der Osten und Schlesien frostfrei sind. Wtr liegen auf der Südostseite eines kräftigen Nordmeerwirbels, so daß auch morgen die Zufuhr warmer feuchter Luft noch im wesentlichen anhält.

*

" D i e Februar-Miete in Hess en. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft gibt bekannt, daß die für den Monat Dezember v. Is. festgesetzten Derechnungssähe der Miete auch für den Monat Februar bestehen bleiben.

** Die Nacheichung der Mabe und Gewichte in der Stadt Gießen findet im Fe­bruar wie folgt statt: Vom 2. bis 7. Februar: Marllstrahe, Rittergasse, Neustadt, Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Kornblumengasse, Westanlage, Nordanlage, Oswaldsgarten, Hamm- straße. Lahnstraße, Rodheimer Straße, Krofdorfer Straße, Schühenstraße, Hardt. Vom 9. bis 14. Februar: Bahnhofstraße, Tiefenweg, Kap- lansgasse, Katharinengassc, Lowengasse, Wolken- gasse, Schanzenstraße, Frankfurter Straße, Alice- strahe, Wilhelmstraße, Liebigstraße, Leihgestemer Weg Riegelpfad, An den Bahnhöfen, Ebelstratze. Friedrichstraße, Hofmannstrahe, Crednerstraße, Hillebrandstrahe, Klinikstraße, Wetzlarer Weg, Grabenstraße, Hinter der Westanlage. Dom 16. bis 21. Februar: Neuenweg, Neuenbäue, Sonnenstrabe, Erlengasse, Weidengasse, Garten- ftraße. Stephanstrahe, Hessenstrahe, Schiffender - ger Weg, Ludwigsplah, Ludwigstratze, Süd-- antage, Dismarckstraße, Goethestraße, Dleich- strahe, Bergstraße, Löberstraße, Sicher Straße, Kaiserallee, Wolfstraße, Woltkestraße, Eichgärten, Großer Steinweg, Roonstraße, Gutenbergstraße.

Von der Strecke Kirchhain Durg-Nieder-Gemünden. Vom 1. Fe­bruar ab werden auf der Strecke Kirchhain Burg-Rieder-Gemünd:n die Bahnhöie Nruhaus, Nieder-Ofleiden, Schweinsberg und Amöneburg Sonntags für den Fahrkarten- und Gepackverkehr geschlossen. Die Züge hatte,: jedoch dort fahrplan­mäßig auch Sonntags. Die von Den genannten Stationen aus geltenden Fahrkarten toeuben Sonntags in Den Zügen durch die Zugbedienste­ten verkauft. Zeit-, Arbeiter- und Schülerkarten können entweder an den Sonntagen auf der dem Verkehr geöffneten Bestimmungsstation oder am vorhergehenden Tage auf der Ausgangsstation selbst gelost werden. Reisegepäckabfertigung ist von unb nach den genannten Stationen Sonntags ausgeschlossen.

RDD. Mehr Höflichkeit! Aus Den Kreisen Der Derkehrsoeamten, insbesondere Der in den Reisebureaus angestelllen, werden immer wieder Klagen über die zunehmende Unhöflichkeit deS Publlkums übermittelt. H wdorgeboben wird dabei, daß es gerade auch Aigehörrge der gebil­deten Kreise sim>, Die sich zu Ausbrüchen nervöser Gereiztheit Hinreitzen lassen. Namentlich in Zeiten

Oberhesfens und des angrenzenden Lahngebietes ift der seit 175 Jahren erscheinende

Gießener Anzeiger

g deS rechten Rhein- ben Vertretern Gcoh-Dri- tanniens und der Vereinigten Staaten nur gegen das Versprechen eines militärischen Garantie- Paktes abgelehnt. Herriot kommt zu Der Fest­stellung, daß die Rheinlandbesehung mit Der Sfcagc des Garantiepaktes eng ver­knüpft fet Im weiteren Verlauf seiner Kwnmer-.

binettes und behandelte Dabei Die Fragen Des Genfer Protokolls, der alliierten Schulden, der Wiederaufnahme der Diplomatischer Bezie­hungen zu Sowjet ruhland und schließlich diejenige der Räumung Der Kölner Zone. Das Genfer Protokoll bedeute leine Bedrohung der französischen Sicherheit. Frankreich habe es zuerst unterzeichnet und erwarte, daß es nun auch von den anderen Nationen ratifiziert werde. Selbstverständlich trete das Protokoll erst Dann in Kraft, wenn über die Abrüstung eine grund­sätzliche Verständigung zustandegekommen fei. Die französische Regierung betonte von neuem, daß Deutschlands Aufnahme in den Völ­kerbund wünschenswert sei, unter der Vor­aussetzung, daß man sie nicht an irgendwelche Zugeständnisse oder Vorbehalte knüpfe. Herriot wies darauf hin, daß Frankreich besonders in der Frage Der Kontrollkommission Des Völkerbundes einen durchschlagenden Erf 0 lger­zielt habe.

Prüsibent der Kontrollkommission für Deutschland werde ein Franzose fein.

Zur Frage der interalliierten Schulden er­klärte Herriot, selbst vom rein geschäftlichen Standpunkt aus müssen die Schuldner Die un­geheuren Schwierigkeiten Frankreichs ein» sehen, Die eintreten würden, wenn Frankreich feine gesamten Schul den bezahlen müßte.

Was Rußland angebe, so wolle die fran­zösische Regierung kein Urteil über die innere Politik der Sowjets fällen, aber Rußland dürfe nicht länger aus Der europäischen Gemeinschaft ausgeschlossen bleiben.

In der Frage der Räumung des Köl­ner Gebietes, sagte Herriot dann, habe seine Regierung etne Politik des Einvernehmens mit den Verbündeten befolgt. Gr schätze sich glück­lich, Der Kammer bet dieser Gelegenheit die Ver­sicherung geben zu können, Daß Die Freund­schaft zwischen Den beiden großen, sich ergän­zenden Völkern, Frankreich und England, niemals so herzlich und gefestigt gewesen sei, wie im gegenwärtigen Augenblick. Der Redner ging Dann ausführlich auf die Frage der Mili- tärkontrvlle und der deutschen Verfehlungen ein. Frankreichs Anwesenheit am Rhein fei Die letzte Bürgsch as t für seine Sicherheit. (Lebhafter Bll, all auf allen 'Dan­ken. )Die französische Forderung auf Verlegung der Grenzen Frankreichs an den Rhein und

quemes Leben als Gutsbesitzer führen dürfe? Haben Sie acht, schloß Herriot unter lebhaf­tem Beifall, daß nicht einer Der größten Kriegs­schuldigen mit Hilfe der 3ntrigante't in Bayern wieder Fuß faßt.

Herriot erntete groben Beifall, als er sagte, Die Sicherheit Frankreichs sei die erste Bedingung für Den Frieden Eu­ropas und Der Well. Auch bei Der Opposition fand er lebhafte Zustimmung. Zum Dchlub gab Herriot unzweideutig zu verstehen, daß eine Aussöhnung zwischen Deutschland und Frank­reich nicht möglich fei, solange Der idealen französischen Demokratie (?) eine Demokratie ge­genüberstehe, Die tatsächlich eine Oligarchie Dar» stelle (!).

Die französische Presse zur Rede Herriots.

Paris, 29. Jan. (£11.) Herriots gestrige Kammerrede wird von Der Morgenpresfe als ein großer Erfolg angesehen. Die Blätter der Opposition heben hervor, daß die Stunde des Burgfriedens wieder geschlagen habe. Es trage sich nur, ob der Beifall der Opposition nicht Herriot den linksstehenden So­zialisten entfremden werde. Die Oppositions- blätter stellen ausdrücklich fest, daß auchPoin- car6 die Rede Herriots ohne auch nur ein Wort daran zu ändern, hätte verlesen können. Herriot habe eine Rede des reifsten Patriotismus gehalten und derFigaro" schreibt, die Kammer werde die Verbreitung der Rede beschließen und man müsse sie dazu beglückwünschen. Die gestrige Sitzung be­be ute einen Zusamm enschluh aller P a r- t eien und werde nicht ohne Folgen bleiben. Die wunderbare Rede Herriots fei eine furcht­bare Erwiderung auf Die Note Strefemanns.

Zum Chef des Höchsten Kriegsrates Der rus­sischen Sowjetrepublik wurde als Nachfolger Trotzkis General F r u n s e ernannt, zum Chef Der Ostseeflotte Der ehemalige Uhrmachergeselle Matrose Z vw.

Frontwechsel Herriots.

(£ine Hetzrede in der Kammer.

Paris, 28. Ian. (Tld) Herriot gab heute nachmittag in Der Kammer eine umfassende Darstellung Der Außenpolitik seines Ka-

menöen Rechtsverhältnisse an Der für Den Schuld­ner bestehenden rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Unmöglichkeit scheitern muß, von feinen privatrechtlichen oder öffentlichrechtlichen SchuldnernAuf- Wertung zu erlangen. Die Verbände stell­ten Die Forderung, dah dieser Gegenstand aus­schließlich vom Standpunkt der In­teressen Der Gesamtbevölkerung und Gesamtwirtfchaft behandelt wird. Sie verlangten ferner Die alsbaldige Schaffung einer klaren, alle Zweifel ausschließenden Rechts­lage. die diese Verhältnisse den Zufälligkeiten Des richterlichen ®rmeffenÄ im Einzelfall ent­zieht und namentlich davon absieht, durch rück­wirkendes Eingreifen in erledigte und abgewickelte Schuldverhättnisse Verwirrung und UnorDnung in Das gesamte Wirtschaftsleben zu tragen. Bei einer solchen Regelung muß nach Der ckleberzeugung Der vertretenen Verbände an Der Grundlage der Dritten ©teuer® Notverordnung unter allencklmständen fest- gehalten werden. Die Verbände richten an Den Reichswirtschaftsminister die Ditte, dem Reichstag ihren Wunsch zu übermitteln, zur Ver­tretung ihrer Auffassung vor Dem Aufwertungs- auSschu hdes Reichstages Gelegenheit zu erhalten.

Der Barmat-S andal.

D-c Verwirrung der Fäden. Beziehungs- rrnd D tternwlrtschaft.

Berlin, 28. Jan. (Wolff.) Im preußischen cklntersuchungsausschuß für Die Barmat® Kutisker- Angelegenhell erklärte bei Beginn der heutigen Sitzung ein Vertreter des preußi­schen Innenministeriums, daß beim Polizeipräsi­dium sestgestellt werden konnte, daß Iwan Ku­tisker schon am 10. Dezember 1918 nach Berlin zugereist fei und am 1. Dezember 1919 erstmalig polizeilich angcmetDet wurde. Die Aufenthalts­genehmigung für Iwan Kutisker sei nicht von Rcgierrmgsrat v. Müller, sondern von Geheim­rat Müller und einer anderen Persönlichkeit erteilt worden. Der Vertreter des preußischen Innenministeriums verlas ein vom Privatbureau des Ministers Severing am 23. November 1920 an den zuständigen Referenten des Mini­steriums gerichtetes Schreiben, in Dem mitgeteilt wird, Reichskanzler Dauer habe Den Minister gebeten, sich Dafür zu interessieren, daß Der Familie Darmat, Die Der holländische!: Gesandt­schaft angehöre, auf Der Durchreise von Ruß­land nach Holland keine Schwierigkeiten gemacht würden.

Der Ausschuß beschließt sodann, die genann­ten Personen sowie Den Fhrn. v. Maltzah <1 zum 29. Januar zu laden. Finanzrat D r e k e n - seid äußerte sich sodann über die Geschäf te Der Preußischen Staatsbank mit Dar- mat Die Geschäftsverbindung sei tm Mai 1923 auf Grund einer Enrpfehlung und eines Schrei­bens des Reichskanzlers a. D. Dauer vom sächsischer ©efanhten Dr. Grad nauer ausge­nommen worden. Diese Briefe seien an Den da­maligen StaatsbankpräsiDenten v. Dumbois ge­richtet gewesen.

Der Vorsitzende des cklnt.ersuchungsausschusses faßt das Ergebnis Der cklntersuchung Im Falle Darmat dahin zusammen, daß hie Sachbearbeller auS sachlichen oder unfach- llchen Gründen, ohne die Generaldirektion Pflicht- gemäh zu unterrichten. Den Kredit über Gebühr erhöhten. Es wird nunmehr beschlossen, die An­gelegenheit Michael in geheimer Sitzung zu verhandeln. Hierauf wird die Oesfenllichkeit ausgeschlossen, um die Frage zu beantworten, welche Firmen noch größere Kredite als Barmat von der Staatsbank erhalten haben. Räch Wiederaufnahme Der Oeffentlichkeit be­schließt der Ausschuß für morgen Nachmittag auch den früheren Präsidenten der Staatsbank, jron Dumbois, zu laden.

Am Schluß Der heutigen Sitzung wird Dann ?wch Die Mitteilung gemacht, das morgen auch Staatssekretär Meißner vom Bureau des Reichspräsidenten in Der Sitzung erschei­nen toerDe, um über das Barmat gewahrte Dauervisum Akten vvrzulegen.

Vie hessische Regierungsfrifis. Das Zentrum für Erweiterung der Koalition nach rechts.

D a r m st a d t, 28. 3an. (DU.) Zwischen dem Zentrum, Der Deutschen Dolkspartei und dem Bauernbund des hesfrschen Land­tags fanden Besprechungen über Die Regierungs­bildung mit Rücksicht auf Die von Den Sollaldemo- fraten und Demokraten gefaßten Befchlüfse ftait. Die Telunion erfährt hierzu, daß eine grund­sätzliche Verständigung zwischen den Drei Fraktionen erzielt wurde. Das Zentrum steht, wie von mabgebenDer Seite verlautet, auf dem Standpunkt, daß eine Erweiterung der Koalition nach recht« unbedingt statt finde n muh, im Gegensatz zu Dem Be­schluß Der Demokratischen Fraktion.

Kleine politische Nachrichten,

Mehrere Blätter melden, es scheine nunmehr feftzustehen. Daß DieWahldesprsußischen MinisterpräfiDenten Durch Den Landtag am Dienstag, Dem 3. Februar vorgenommen werbe. Die ,Doss. Ztg." hält es für wahrschein­lich, daß ein Angehöriger des Zentrums zum preußischen Ministerpräsidenten von Der Wei­marer Koalition vorgeschlagen werden Dürfte.

Der Führer desStahlhelm", Franz Seldto, Der Hochmeister deS »Iungdeutschen Ordens". Arthur Mahraun, der Vorsitzende Des Nationalverbandes deutfcherBe- russverbände (vaterländische Arb itnehmer- bcwegung) Fritz Gehler, sowie zur Vertretung weiterer chmstttcher nationaler Arbeitsgruppen, Der Arbellersekretär Willi Dietrich, haben zum Zweck gemeinsamer vaterländischer und fozialer Arbeit eine Zentralstelle in Berlin errichtet, die Den DamenNattvnalauSschuh" tragen soll.

Der .Vorwärts" veroffenllicht einen Ausruf des Vorstandes der fozialDemokratifchen Par ter an Die Parteigenossen, in welchem zum schärfsten Kampf gegen die Kommunisten aus-> aesordert und u. a. die Ratifikation des Ab­kommens von Washington und ein Ar- beitSzeitgesetz. DaS den Achtstundentag wiedethersteltt. gefordert werden.

rede verlas Herriot den Artikel eines sozia­listischen BlatteS über die militärische Ausbildung Der Deutschen Hochschul- jugend.

Aus Die Polizeibestände eingehend, betonte er, Die Verbündeten hätten 1920 auf Der Aon- deS seren- in Boulogne Den großen Fehler begangen.

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