Ausgabe 
28.12.1925
 
Einzelbild herunterladen

SÖH^

Jeder Weinhändler liefert:

SEIT 1183 SCHIERSTEin L RHO.

Maingau.

Frankfurt a. M.. 24. Dez. (05621.) Der Nach Hnterschlagung von QHü nbeige I- Lern in Höhe von 70000 Mark geflüchtete Stabtsekretär Paul Dresbe vom hiesigen Sn* genbamt wurde gestern nachmittag in Rotter­dam verhaftet. Ein Auslieferungsantrag ist bereits gestellt worben. Von der Deutsch* Herrenbrücke stürzte s i ch Mittwoch vormittag ein elternloses 23jähriges Mädchen aus dem Rordend in den Main und verschwand sofort in ben hochgehenben Fluten. Eine Ret­tung war unmöglich. In einem hinterlassenen Briefe gibt bas Mädchen Lebensüberdruß als Ursache zu dem Selbstmord an. In der Gneisenaustraße gegenüber dem neuen Straßen- bahndepot hat sich am Mittwoch abend zwischen 9 und 10 iltjr ein junger, gut gekleideter Mann a n einem Bretterzaun erhängt. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg.

Frankfurt a. M., 27. Dez. (WB.) Am Weihnachtsabend wurde hier in der Oppen­heimer Straße ein Ehepaar, der Drehorgel­spieler Fylius und seine Frau, durch Gas vergiftet tot auf gefunden. Die an­gestellten Ermittlungen haben bis jetzt nicht er­geben, ob es sich um einen Hnglüdäfali handelt, ober ob das Ehepaar freiwillig aus dem Leben geschieden ist.

WSN. Hanau, 27. Dez. Landgraf E r n st von Hessen-Philippsthal ist im Atter von 79 Jahren auf seiner Besitzung bei Philippsthal im Kreise Hersfeld gestorben. Mit ihm ist die Linie Hcssen-Philippsthal erloschen.

KrciZ Fulda.

WSN. Fulda, 24. Dez. Um den Posten des Direktors an der hiesigen Städtischen Sparkasse, der infolge der Amtsenthebung des seitherigen Direktors Jung freigeworden und ausge­schrieben war, haben sich nicht weniger als 2 6 8 Persönlichkeiten beworben. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern vormittag 9.30 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof. Der Zuführer Wenk aus Neuhof wollte einem Per­sonenzug ausweichen und wurde dabei von einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Güter- zug erfaßt uni) überfahren. Der Verun­glückte erlitt so schwere Kopfverletzungen, daß er kurz darauf starb.

Don der Industrie- und Handelskammer Giehen.

Heber die Tätigkeit dieser Körperschaft in jüngster Zeit ist zu berichten:

Dem Gesetzentwurf zur Sicherung der Getreibebe weg ung tonnte nicht zugestimmt werden, weil er einen Rückfall in die Getreide­zwangswirtschaft bedeutet und im Widerspruch mit der Preissenkungsaktion steht.

Die in Aussicht gestellte baldige Aufhebung der Verordnung über die Geschäfts­aufsicht entspricht der auch von der Handels­kammer wiederholt bekundeten Auffassung. Der Entwurf eines Gesetzes über den Vergleich zur Abwen düng des Konkurses, welcher an die Stelle der Geschäftsaufsicht treten soll, wird mit einigen Abänderungen gutgeheihen.

Zu dem Entwürfe eines S ch a n kstä t t en- geseyes hat die Handelskammer eine ab­lehnende Stellung eingenommen, da ein Dedürf-

* nis zu einer so weitgehenden Regelung der Ver­hältnisse im Gastwirtsgewerbe in keiner Weise y- anzuerkennen sei.

Eine Eingabe an den deutschen Industrie* v und Handels tag und an den Reichsjustizminister,

in welcher eine Her abs etzung der Ge* richtskosten und Anwaltsg ebühren beantragt wird, wurde befürtoortet.

Einer gesetzlichenRegelungdes Zu­gabewesens, wie sie verschiedentlich gefordert wird, konnte die Handelskammer nicht bas Wort reden. Die Zugaben seien eine andere Art der Reklame, die in vielen Fällen durchaus berechtigt sei. Gegenüber zutage tretenden Auswüchsen auf diesem Gebiet boten die Vorschriften des un­lauteren Wettbewerbgesehes genügende Hand­habe.

Mit einer gesetzlichen Beschränkung der Zahl der kaufmännischen Lehr­linge im Verhältnis zur Zahl der Gehilfen, wie sie vom Deutschnationalen Handlungsgehilfen- verbond Gau Main-Weser beantragt wirb, kann sich die Handelskammer nicht einverstanden er­klären.

Die Anregung der Vereinigung deutscher Bahnspediteure, die Gebührensätze der Bahnspedition in den Bezirken der Reichs­bahndirektionen Frankfurt a. M. und Mainz zu er­höhen, konnte in Ansehung der katastrophalen Wirtschaftslage nicht befürwortet werden.

Zur Abstellung der zahlreichen Klagen von .Unternehmungen der Industrie und des Handels über ihre Heranziehung z u den Kosten der Handwerkskammer wird die Handels­kammer versuchen, in Gemeinschaft mit den übri­gen hessischen Handelskammern die Freistellung der ihrem ganzen Wirtschaftscharakter nach nicht dem Handwerk zugehörigen Betriebe zu erwirken.

Den Bestrebungen der Handelskammer, eine Her abs etzung der Gewerbesteuer in ben Gemeinden Grohen-Linden und Heuchelheim zu erreichen, blieb der Erfolg versagt.

Gegen den Fahrplan der Kraftpost Fellingshaus en Krofdorf Die­sten waren Bedenken nicht zu erheben.

Die Bemühungen, einen früheren Beginn der Weihnachtsferien für die kaufmän­nischen Fortbildungsschulen zu errei­chen, haben leider keinen Erfolg gehabt.

Kaufmann Adolf Schwarz zu Lich ist als Sachverständiger in Privatversicherungsfcagen öffentlich angestellt und beeidigt worden.

Die Handelskammer wird sich um die Wei­terführung des Triebwagens 564 ab Fulda b i s Alsfeld, für die sie sich bereits im September vergeblich einsehte. erneut bemühen. Sie wird ferner dafür Sorge tragen, daß die Zufahrt ft raste zum Güterbahnhof in Alsfeld in einen den Bedürfnissen des Ver­kehrs entsprechenden Zustand gebracht wird.

Amtsgericht Wetzlar.

ü Wetzlar, 24. Dez. Unter der Beschuldi­gung der gefährlichen Körperverletzung war ge­gen den Mechaniker Fritz W. von Rauborn durch gerichtlichen Strafbefehl auf 50 Mark Geld­strafe. Hilfsweise 10 Tage Gefängnis, erkannt

worden. Hiergegen legte W. Einspruch ein. Wie die Verhandlung ergab, wurde der Zeuge U. an einem Sonntag im Rovernber, als er des Rachts mit seinem Rade von Rauborn nach Wetzlar fahren wollte, in Rauborn von mehreren jungen Burschen überfallen, vom Rade gerissen und mißhandelt. Als er fliehen wollte, wurde er noch mit Steinen beworfen und durch mehrere Steinwürfe im Gesicht verletzt. Während der Zeuge bei seiner polizeilichen Vernehmung be­hauptet hatte, den Angeklagten habe er als einen der Täter erkannt, sagte er heute bei seiner eidlichen Vernehmung aus, den Angeklag­ten habe er nicht erkannt. Den Angeklagten be­stritt jegliche Teilnahme an dem Heberfall, und will den Zeugen gar nicht kennen. Die Ver­handlung ergab auch keinerlei Anhaltspunkte, die eine Verurteilung des Angeklagten rechtfer­tigen. Demgemäß lautete das Urteil auf kosten­lose Freisprechung des Angeklagten und Uebemahme der Kosten durch die Staatskasse. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte Auf­erlegung der Kosten auf den Zeugen beantragt.

Wegen Betrugs, begangen im strafschärfen­den Rückfälle, hatte sich der Reisende Richard Olt., der sich im Gerichtsgefängnis Wetzlar in Untersuchungshaft befindet, zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich am 1. Dezember d. I. im Hotel Kaltwasser in Wetzlar einlogiert und 4 Tage daselbst gewohnt und gegessen, ohne überhaupt über Barmittel zu verfügen. Rach- dem die Zeche auf 34 Mk. angewachsen war, versuchte der Kellner Zahlung zu erlangen und machte dabei die Entdeckung, daß der Angeklagte überhaupt kein Geld besaß. Des Weiteren hat der Angeklagte einen anderen Gastwirt geschä­digt. indem er bei diesem 2 Glas Bier trank, ohne dies bezahlen zu können. Als ihn der Kellner um Bezahlung anging, ließ er ihm die Brille als Pfand zurück. Der Angeklagte war geständig und gab an, aus Rot gehandelt zu haben. Das Gericht erkannte gegen den schon vielfach wegen Betrugs vorbestraften Angeklag­ten auf fünf Mo nate Gefängnis unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft.

Unter der Anklage des Widerstands hatte sich der Landwirt Ferdinand F. von Wetzlar zu verantworten. Der Angeklagte, der mit einem jungen Reh in den Wetzlarer Straßen ging, wurde von einem Polizeibeamten nach der Her­kunft des Rehes gefragt. Als der Angeklagte die Auskunft verweigerte, wollte der Beamte den Romen des Olngeflagten fest stellen und als auch dies ohne Erfolg war, den Angeklagten zwecks Feststellung der Personalien zur Wache bringen. Hierbei widersetzte sich der Angeklagte. Er war geständig und will in Erregung gehandelt haben. Das Urteil lautete auf 10 MarkGeld strafe, hilfsweise 2 Tage Gefängnis. Der als Zeuge geladene Polizeiwachtmeist er H., der ohne Ent­schuldigung dem Termin ferngeblieben war. er­hielt ebenfalls 10 Mark Geldstrafe, hilfs­weise 2 Tage Haft.

Der Landwirt Heinrich M. von Ahbach, der gegen eine polizeiliche Strafverfügung über 2 Mk. wegen unbefugten Befahrens fremder Grundstücke Antrag auf gerichtliche Entscheidung gestellt hatte, erzielte kostenlose Freisprechung.

Wirtschaft.

Die Lage des Arbeitsmarktes.

Heber die Arbeitsmarktlage in Hessen, Hessen-Rass au und Wal deck berichtet das Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt a. M.:

Die zunehmende Verschärfung der Wirt­schaftskrise tritt auf dem Arbeitsmarkt in letzter Zeit durch immer r ap i deres Steigen der Arbeitslosigkeit zutage. 3m Lan­desamtsbezirk (Freistaat Hessen, Provinz Hessen- Rassau, Freistaat Waldeck) nahm die Zahl der unterstützten Erwerbslosen (Hauptunterstühungs- empfänger) innerhalb von 14 Tagen um 43,2 Proz. zu. Am 15. Dezember bezogen rund 70000 Personen mit 88 500 Angehörigen (Zuschlags­empfänger) Erwerbslosenunterstützung gegen 48 800 bzw. 61 500 am 1. Dezember. Auf 1000 Einwohner entfielen tm Reg.-Bez. Wiesbaden 22,1, im Freistaat Hessen 21,3 und im Reg.-Bez. Kassel 14 Hauptunterstützungsemp- fänger der Reichsdurchschnitt betrug am 1. De­zember 11,3. Von der Krise sind nicht nur die Großstädte und Industriezentren in Mitleiden­schaft gezogen, auch kleinere Städte und länd­liche Bezirke haben, z. T. noch in erheblicherem Maße zu leiden haben: bspw. kamen in Frankfurt bei einer Gesamtzahl von 10 253 Unter- stühten am 15. Dezember rund 22, in Offenbach- Stadt bei 3028 rund 40, in Reu-Isenburg da­gegen 52 und im Kreis Kirchhain 45 Haupt- unterstützungsempfänger auf 1000 Einwohner.

Im gleichen Verhältnis wie die Zahl der unterstützten Erwerbslosen ist auch wiederum die der Arbeitsuchenden in allen Berufsgruppen weiter gestiegen. Das Weihnachtsgeschäft, das sonst eine Belebung der Vermittlungstätigkeit bzw. eine vorübergehende Besserung der Arbeits­marktlage zur Folge hatte, brachte in diesem Jahre keine spürbare Erleichterung. Rach der Stichtagzählung vom 15. Dezember waren bei den öffentlichen Arbeitsnachweisen im Landesamtsbezirk 96 554 Personen ( 84 923 männliche, 111628 weibliche) als Arbeitsuchende eingetragen, gegen insgesamt 55 150 am 17. Ro­vern ber. Die zu Beginn des neuen Jahres an­gekündigten Betriebsstillegungen und Werks­beurlaubungen lassen eine weitere Verschlechte­rung der Arbeitsmarktlage erwarten.

Sie amtliche Großhandelsindex­ziffer vom 23. Dezember. Die auf den Stichtag des 23. Dezember berechnete Großhandels- indexzeffer des Statistischen Reichsamts ist gegen­über dem Stande vom 16. Dezember (120,9) um 0,2 Prozent, auf 120,7, zurückgegangen.

**2luftriebauf demheütigenFrank- furter Schlachtviehmarkt: 195 Ochsen, 19 Bullen, 671 Färsen und Kühe, 257 Kälber, 74 Schafe, 3274 Schweine.

* Abschluß der badischen Städte- anleihe. Wie dasKarlsruher Tageblatt" er­fährt, sind die Anleiheverhandlungen verschiedener badischer Städte mit einer amerikanischen Finanz­gruppe wegen der Ausnahme einer Dollaranleihe in Höhe von etwa 4,5 Millionen zum Abschluß ge­kommen. Da die Garantie des badischen Staates für diese Anleihe nicht zu erlangen war, dürften die Bedingungen nicht so günstig sein wie bei der roürb tembergischen Städteanleihe, die staatliche Garantie genießt.

Börsenkurse

Berlin

Frankfurt a.M.

Dalum

Banknoten.

Berliner

Börse.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

5% Deutsche RcichSanlethe 4% Deutsche ReichSanleiye . 8Vs% Deutsche Rcichsanlcibe 3% Deutsche Retchsanleide . Deutsche Sparprämicnan leihe 4°/0 Preußische fionsols . . . 4° o Hessen ... ..... 3/s0/n Hessen .......

3% Hessen...........

Dcuftche Werth. Dollar-Ant. dro. Doll-Schatz-Anweting.«) 4®/o Zolltürkcn 6% Goldmerikaner . . .

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prtvat-Bank Darmst. und Naitonaldank Deutsche Bank.........

Deutsche Dereinsbank .... Disconto Commandit Metallbank..........

Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Weltbank

Bochumer Grh .......

BndcruS .........

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . aencr Bergbau verke Aschersleben....

Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütle Obcrbedars ........ Phönix Bergbau ...... Rbeimtabl ........ . Niebeck Montan........ Tcllus Bergbau......

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovo . . .

Chcramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmunn......

Slnglo-Cont.-Guaoo . . ... Badische Anilin Chemische Mäher Alaptn . . Goldschmidt . ......

Gries, ebner Electron . » . . Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung ....... Rülgcrswcrke ........ Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . ....... Mamkraftwcrke . . Schlickert . .......

Siemens & Halske ......

Adlcrwcrke filetier ..... Daimler Motoren..... .

Hehligenftaedt....... .

Meguin............

Motorenwerks Mannheim

Frankfurter Armaturen . . «onservensabrik Braun . .

Metallgesell chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Wagbäuiel . . .

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 28. Dez. Der heutige Börsenbeginn Sand noch völlig unter dem Eindruck der mehrtägigen nterbrechung des Verkehrs durch die Feiertage. Die Abschlüsse bewegten sich in sehr engen Grenzen da der Orderseingang ganz unbedeu­tend war und die Spekulation sich Zurückhaltung auferlegte. Für eine Reihe von Werten mußte dayer die Notierung ausfallen. Bei Beginn des offiziellen Verkehrs wurde das Geschäft ganz all­gemein etwas lebhafter, wobei es zu einigen Son­derbewegungen kam. s2l n i l i n ro e r t e konnten sich kräftig erholen, da das Angebot wesentlich geringer geworden ist und Deckungskäufe vorgenommen wur­den. Schiffahrtswerte zogen wieder an, da die Reedereien dem Freigabeabkommen mit Ame­rika zugeftimint haben sollen und der Vertrag als gesichert angesehen wird. Ferner fanden Montan­aktien lebhafteres Interesse, wobei die ziemlich zuversichtlichen Erörterungen über die Trustbildung den Ausschlag gegeben haben dürften. Unter Füh rung der genannten Marktgebiete hatte die Börse im weiteren Verlaufe ein freundliches Aussehen. Auch die leichte Lage des Börsengeld mark- t e s dürfte zur Hebung der Stimmung beigetragen haben. Tägliches Geld notierte 8 bis 9i Prozent. Geld über den Ultimo stellte sich je nach der Zeit­dauer auf 10 bis 11J Prozent. Am Devisen­markt lag Paris mit 133,50 gegen London etwas schwächer, während Warschau mit 8,75 gegen Kabel, wie die übrigen Devisen, unverändert lag. Die Reichsmark notierte in London 20,37, Paris 6,56, Amsterdam 59,25.

Srantfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger-".)

Frankfurt a. M., 28. Dez. Tendenz: Fest. Die Börse war heute nach der drei­tägigen Hnterbrechung günstig veranlagt, was 'ich besonders in etwas regerer Rachfrage nach

SctjlUj» fiurt

l-Uor. ftur»

Schluh- Sur»

Anfan« 'tu- .

21. 12.

2<. 12

24. 12

28 12

Ü.200

0.2025

0,20

0,205.

0.21

0 22

0 2

0,21

0 22

u,29

1.3

0 31

0,11

0,2

0,21

0,2075

»

0.185

*

0 18

90.25

91,75

98

98 2

8

8

4275

42,9

45

r

136«

96«

96«

96.6«

103,9«

104«

104 5«

104.2«

104,7«

105,5«

- -

103,2«

-

103«

103.5«

69,75

89«

89«

91

90«

6.12J

6,15

6.12

6,12

0,03

0,03

61«

62,25«

28

28

27 75

38

89«

40

.rrl«

59«

60 9«

62.25«

61,75«

63 62«

55.4«

8>,25»

90,5«

89 75«

90,9«

94. >5«

93,25

9a

94 75

24.1

23.5

21,5

37

37

60,5'

62«

60.5«

61,12«

14.4«

47.75«

48,7")«

68.75

70

.1

40

92,75«

92,62«

94«

95«

97 12«

95«

97 4«

60.2

60,5

_

39,25

59.5

40

69.12

69 12

106«

108«

101«

107,7«

53

-

53,25

*

105»

05«

107.4«

1.5«

108«

105 2«

10b*

40.95

47

79,4

79,9

8-.25«

88,5«

67.5«

88,9«

64«

63«

69

55 5»

03«

65«

68«

68,25«

68,75

22.25

23,5

22.12

24

20.6

23

21

13

27

27,13

_

19

*

82,25

83

51,5

67,5

50

20,5

20.3

29,25

1,75

1 75

*

82

82,6

81,5

-

38,5

89

33,3

33 5

--

24 Dezbr.

28 Dez-r.

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

(Selb

Brief

Geld

Bries

Amft.-Ron.

168.49

168,91

168.59

169,01

Buen-Airek

1.7.38

1,742

1.733

1.737

Brff.-Antw.

19 125

19,065

19,02

19,06

Chrlstiania.

85,14

85.36

85.21

85.4G

fiovcnhagcn

1U4.34

104.58

103,92

104,18

Slockbolm .

112,61

112,89

112.54

112,68

ßelfinoford

10.545

10,585

10,645

10,58.5

Italien. .

16,925

16.925

16,905

16,94.

London. .

-0.34

Z0.39

20,347

20,397

Neuvork . .

4.195

4,205

4,195

4,295

ParrS. . .

15.50

'5,54

15,59

15,63

Schweiz . .

80 95

81,15

81,16

81,16

Spanien .

69,28

59,42

59,28

59.42

Japan .. .

1.805

1,809

1,817

1.821

Rio de Ian

0 60

1.62 '

0,605

0.6j6

Wien in D--

Oeft. obgeft

59,19

69/3«

69,23

69,37

Prag .

12.415

12,455

12,413

12.453

Äclzrad . .

7,43

:.45

7,43

7,45

DudapeN. .

5,875

6,895

5,87

6,89

Bulgarien

3,015

3,025

3,017

4,027

Lissabon

21 275

21,315

21,275

: 1,325

Danzig. . .

80 66

KO.b'i

80.75

80.95

fionftantin.

2,245

2,255

2.235

2.245

Alben. .

5 29

5.31

5.44

5.46

Canada. . .

4.195

4,2 5

4.195

4.205

Urnguan

4.255

4,265

4,293

4,305

Berlin, 24. Dezbr

Geld

Brief

Amerikanische Noten .....

i.l>9

4.209

Belgische Noten ...... ,

18.96

103.75

19,06

Danilche Noten - .......

101.26

Englische Noten........

Französische Noten......

20,305

20,40!*

15.49

15 57

Holländische Noten......

168,18

169.02

^italienische Noten......

16,88

16,96

Norwegische Noten ......

Deutsch'Oefterr. 5 ioo Kronen

84.89

85 31

59.03

59,33

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

112.19

112,75

Schweizer Noten.......

89,90

81,31

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

58.95

69 25

12.883

12.443

Ungarische Noten . . ...

5 82

5,86

M. 5® en»-''!1, «L!

/Die Ulonal^ o Ntich-" srs ss S%! lag i-ndves riijltn: JW jtanltriW

Jeder auswärtig' Wlker de- nut poM der ausiw lein. ®ei' Faktoten n von Poslü Rußland t starker vo Politik, daf nicht zu g- schließlich t die Umtoa heute aus Treibens Januar i negativer am Tage. Litowsi u ein Dortou i-olitit, ob der unbai aus dem 'chasksotdn

Siele ta|; die t lind, die u Moren u Konsiel.'atio Naalsmani i'cn will, i Iwtübetgef u positive '.chMchm eon neuen ,ialtoten Auch ber' len die ulsischen .elfen J'vlomatic dnb, mit - i en 5rcuni itlc, bet v lich Tteich einen Kan ichen Erst .vetain bc weiterhin

Dieser negativer Comjetuni 1925 eine; wie einen sugchen. machte' dc tollte, russischen negativen öiehungen Tat'ache. beloverirc bdnblungt men war. kanö auch ber Komu tor der b trotz Del Derie, die ten, trotz ^tigfeit $ Wn Eege nr ?Un ^tzvahetui Sutat vvi ZMeinsche

W° hierbei bi jungen, oeiöerfeiti bar 'chien 'StunCgof, oenbura ^S'ehune ift trotz 5 Un9 ge'o, neu b aasiche Px

Z.r 7°hrhunl F°len°F höC bc9ann §en aus £ °U'° ^'-rcksich^ ?>rtschg ^Ischia !°"nten '*» "Ug gelr Men Amtlich dland Ioniunftll

den führenden Werten äußerte. Die bessere Stimmung schrieb man einigen Deckungskäufen der Spekulation zu. Das Geschäft hielt sich aber in engen Grenzen. Irn allgemeinen wurde da­rauf hingewiesen, daß die Aufwärtsbewegung mehr ein börsentechnischer Vorgang sei, da ge­wisse Börsenkreise vor dem Jahresabschluß an höheren Kursen stark interessiert sind. Vor allem standen heute Ch emieaktten im Vorder­gründe, die recht ansehnliche Kurssteigerungen zu verzeichnen hatten, es wurden Gewinne bis zu 3 Prozent erzielt. Die übrigen Märkte profitierten von dieser Höherbewegung und zeig­ten gleichfalls eine festere Tendenz. Montan- und Elektroaktien wurden etwa 2 Prozent höher. Auch Schiffahrtsaktien waren gut » gefragt und zogen bis zu 2,5 Prozent an. Die übrigen Aktiengrrtppen lagen ruhig und wenig verändert. Bankaktien waren vernachlässigt. Autoaktien unwesentlich höher. Zucker- aktien überwiegend leicht erholt. Auch am Einheitsmarkt der Industriepapiere waren Anzeichen einer Besserung ju. beobachten. Deutsche Anleihen wenig verändert. Schutz­gebiet 4,15. Ausländische Renten be­hauptet. Der Freiverkehr war still. Api werden ab heute nicht mehr notiert. Becker- kohle 37 Prozent, Benz 21 Prozent, Brown-- Boveri 50 Prozent, Entreprise 8.5, Growag 36 Proz., Krügershall 64 Proz., Ufa 51 Prvz?. Hnterfranken 51,5 Prvz. Der weitere Verlauf wurde wieder recht unsicher. Infolge vorge­nommener Gewinn-Sicherungen tarn cs zu einer Abschwächung der vorher ftarT gesteigerten Werte, besonders für Chemieaktien. Der Geldmarkt ist trotz des bevorstehenden Ultimos todtcr leicht. Tägliches Geld ist zu 9 Proz. angeboten, Mo­natsgeld 9V» bis 11 Proz. Im Devisenver^ kehr lag Paris gegen London wieder schwächer mit 133. DaS englische Pfund war mit 4,85V« gegen Kabel befestigt. Die übrigen Valuten sind unverändert.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 28. Dez. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 26, Roggen, in­ländischer 17,75 bis 18, Sommergerste für Brau- zwecke 22,50 bjs 25. Hafer, inländ. 18,50 bis 21,50, Mais, gelb 21 bis 21,25, Weizenmehl inländ., Spezial 0 41 bis 42, Roggemnehl 26,50 bis 26,75, Weizenkleie 11 bis 11,25, Roggenkleie 11,25, Erbsen 30 bis 34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50, Weizen- und Roggenstroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 18 18,50. Tendenz fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

^Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 28. Dez. Auftrieb:

885 Stück Rinder, darunter 125 Ochsen, 19 Bullen, 671 Färsen und Kühe; 257 Kälber, 74 Schafe 3274 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Psd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 58. junge, fleischige, nicht- ausgemästete und älter: ausgemästete 42 bis 49, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 40, Dullen, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 52, vollfl. jüngere 40 bis 47, Färsen und Kühe, vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlacht- Werts 50 bis 56. vollfl. ausgemästete Kühe höch­sten Schlachtweris bis zu 7 Jahren 43 bis 50, wenig gut entwickelte Färsen 40 bis 49, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 33 bis 42, mäßig genährte Kühe und Färfen 20 bis 30. gering genährte Kühe und Färsen 13 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälber 80 bis 85, mittlere Mast- und beste Saugkälber 70 bis 75, geringere Mast- und gute Saugkälber 65 bis 67. Schafe: Mastlämmer und Mast- hännnel 44 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 30 bis 38. Schweine: Vollfl. von 80 bis 100 Kg. 90 bis 92, unter 80 Kg. 82 bis 89, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Äg. 90 bis 92. unreine Sauen und geschnittene Ebet 70 bis 85. Marktverkauf: Bei langsamem Handel Markt geräumt.

Letzte Nachrichten.

Schwere Schlagwetterkatastrophe und Erdbeben in Mexiko.

Berlin, 28. De,. (2BIB. Drahlbericht.) Nach einer Meldung derB. Z." aus Reuyork wurden bei einer Schlagwetter-Katastrophe im Staate Coahuila in Mexiko 52 Bergleute getöten und viele verletzt. Das Bergwerk ist vollständig zu- gefchüttet. Mexiko wurde von einem Erdbeben heimgefucht.

Rundfunk-Programm

-es Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Hmschau".)

Montag, 28. Dezember.

4,30 bis 6 Hhr: Rachmittagskonzert des Hausorchesters: Reue Schlager. 6 bis 6.30 Hhr: Die Lesestunde. 6,30 bis 7 Hhr: Die Bücher- stunde. 7 bis 8 Hhr: Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung. 8,30 bis 9,30 Hhr: Konzert des Maerzschen Madrigalchores. 10 bis 11 Hhr: Hebertragung von Kassel, Konzert des Zulaufschen Madrigalchores.

Dienstag, 29. Dezember.

3,10 bis 4 Hhr: Die Stunde der Jugend 4,30 bis 6 Hhr. Rachmittagskonzert des Haus- orchesters: Richard Wagner. 6 bis 6,30 Hhr: Die Lesestunde. 6,30 bis 7 Hhr:Reuyorker Bilder­bogen II von Direktor Otto Behrens. 7 bis 7,30 Hhr: Stunde des Südwestdeutschen Radio klubs. 7.30 bis 7,55 Hhr: Hebertragung von Kassel, Vortrag der Landwirtschaftskammer. 8 bis 8,30 Hhr: Funkhochschule,Führung durch fcen Lichthof des Senckenberg-Museums", Vortrag vo» Prof. Dr. Dievermann. 8,30 Hhr: Einmaliges Gastspiel des Braunschweiger Operettenhaufes Der Leutnant des Königs" (Fridericus Rexs ein Singspiel aus dem deutschen Rokoko in drei Akten von Curt Lauemann und Phil. Malburg Musik von Leo Schottländer.

VERTRETER: H. Elges jr Gießen, Seltersweg 68