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Nachdruck verboten.
25. Fortsetzung.
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(^Uleßur.g folgt)
schuld.
,.Ooh — aah!... Ooooh — aaah!"..
Röcheln eines Erhängten Hang.
„Ooh — aahl... Ooooh — aaah!' Alle guten Geister, was war das?
Abraham Schloß hatte sich nach jener Ho nacht überzeugen müssen, daß er keinen W« ,, gebilden zum Opfer gefallen war, wie er sich zuerst einzureden versuchte, sondern vor Tatsachen stand. Gewiß, einen Rausch hatte er gehabt, das war sicher, der Balg der Elster aber lag nicht mehr im Käfig, das war auch sicher. Daß die Toten auserstehen können, das war also keine jener Mähren, wie sie der Nürnberger Trichter eingibt. Schaudernd erinnerte sich Abraham Schloß, schon öfters von Geistern gehört zu haben, die ihr Opfer so lange verfolgten und aufs grausigste quälten, bis es seine Schuld eingeftanDen
Zehntes Kapitel.
Die Fifis zweiter Streich den Bösewicht durch alle Höllen hetzt und dem Baum der Gerechtigkeit in die Arme treibt.
Fifis zweiter Streich aber sollte noch ganz andere Wirkungen haben.
Starkenburg.
Derkeucinsturz im Darmstädter Hanptbahnhos.
Darmstadt, 24. Dez. (WTB.) 3m Haupt- bahnhof Darmstadt ereignete sich heute mittag 3.50 Ahr ein schwerer Anfall, der leider auch ein Menschenleben fordern dürfte. Aus bisher unaufgeklärter Arsache stürzte plötzlich der Plafond der Hallendecke von der Sperre bis zu den Te l e p h o n -
Preußen.
KreiS Wetzlar.
• Wißmar. 24. Dez. 3n diesem 3ahre konnte die Firma Rinn & Elvvs A.G., Zigarren-Fabriken in Heuchelheim wiederum eine gröbere Anzahl Arbeiter zum 25jährigen Arbeitsjubiläum beglückwünschen, darunter auch zwei Arbeiter aus unserer Gemeinde. Als Anerk, nnung erhielten die 3ubi- lare ein kunstvolles Diplom in feinem Rahmen, sowie ein ansehnliches Geldgeschenk.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 26.Dez. Vier Frauen der hiesigen Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos wurde eine große W e i h n a ch ts üb e r raschung bereitet. Für 25jährige treue Dienste erhielten sie ein schönes, eingerahmtes Diplom und 100 Mark als Geschenk. — An Weihnachtsfeiern hat es uns nicht gefehlt. Vier Schulfeiern und eine von dem Gesangverein fanden statt.
bl. Bischoffen, 24. Dez. Neuerdings ist der Kraftpost betrieb von Wetzlar nach hier wieder ausgenommen worden.
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svrdens 1912 unb bic Zunkru- :-Ehrenkreuzes bc8 Sailer« tir s Kriegervereinswesen im h ) ein Beweis für bic Är< id) unser Jubilar auch I m seiner TaterNadl «freut. I mten. allgemein beliebe- alten sceicher treuer Ackii Mühsal > ein langer, tuhiyr Lebens- seiner Sieben belchedm sein!
Fifi kehrte in ihr Versteck unter dem Schrank zurück, und gleich darauf zeterte ein langer, herzzerreißender Seufzer durch das Zimmer, dem ein furchtbarer Laut nachkollerte, der wie das
Ich will es euch sagen: es war bloß Miauen. Natürlich nicht mehr jenes klangvolle, untadelige Miauen, wie es Peter Tand so meisterhaft nachmachen konnte. Die künstliche Stimme, die man Fifi mitgegeben hatte, als sie noch dazu bestimmt schien, ein kameradschaftliches und gutmütiges Gummikähchen in der Hand eines Kindes zu werden, war durch ihre zahllosen Abenteuer, die feuchten Dächer, die ungewöhnlichen Sprünge, die Quetschungen und Abstürze stark in Mitleidenschaft gezogen worden; mit einem Wort, die Klangfeder war kaputt. And statt ein klares, musikalisches Wiau-iniau hervor- zubringen, stieß sie jetzt einen unbestimmbaren, eingerosteten, gräßlichen Schrei aus, daß jedem, der es hörte, die Zähne aufstehen und eine Gänsehaut auflaufen mußte, wie in der Schule, wenn eine harte Kreide an der Wandtafel kreischt.
Pelzmärtel.
Ein Nürnberger Spielzeugroman.
Nach dem Italienischen der Teresah erzählt von Gustav W. Eberlein.
Copyright 1925 bh A. Scherl G. m. b. H., Berlin.
ete Büdingen.
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lorft.abt, 26. D^Wlgtber meße ist die Äidda weit s'er getreten unb bat bat iLrnbisMclsiadlüderschwrMii i der tiefer gelegenen N” uechrihe Dasser ausgevE'
Er war voll wie ein Faß. Seit dem Tage, wo er einen Unschuldigen ins Gefängnis gebracht hatte, ließ ihm sein Gewissen keine Ruhe mehr. Er konnte die Nacht nicht hereinbrechen sehen, ohne von einet Angst ergriffen zu werden, die ihm die Kehle zuschnürte. Auf Schritt und Trett fühlte er sich von unheimlichen Schatten umgeben, von irrenden Geistern, die ihm auf den Fersen folgten und den Weg verlegten, bald klagende Seufzer ausstießen, bald mit wütender Gebärde auf ihn eindrangen. Aeberall hörte er diese verzweifelten und anklagenden Stimmen, er fürchtete sich vor sich selber, er konnte es nicht ertragen, allein zu sein. Sowie es dunkel wurde, schlich er sich in das Bratwurstglücklem, jene altberühmte, kleine, an die St.-Moritz-Kapelle angebaute Wirtschaft, wo es die besten Brat- Würstchen und das beste Bier gibt. Hans Sachs und Albrecht Dürer waren dort Stammgaste, und auch heute noch ist das Bratwurstglocklein betannt und beliebt bei Einheimischen und Fremden. Abraham verzehrte die Würstchen dutzendweise, leerte GlaS auf Glas und lachte und lärmte mehr als die anderen, nur um sich selber einzureden, er habe Mut für zehn. Wenn ihm dann der Schädel rauchte, die Kehle brannte und die Augen flackerten, glaubte er nicht mehr Abraham Schloß zu sein, sondern ein anderer, ein Schelm ohne Skrupel und Furcht, der geradeswegs nach Hause gehen könne, um zu schlafen wie ein Murmeltier. Wenn es so weit war, dann zündete er seine Laterne an und machte sich auf den Weg. Kaum aber allein auf der Straße, füllte sich die Luft mit drohenden Geistern, und sogar die Häuser rückten ihm auf den Leib. Mit zitternden Knien, kalten Schweiß aus der Stirne, flüchtete er wie verfolgt in toller Angst durch die Straßen, nicht anders wie Karn.
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»eklen ein. Zahlreiche Passanten, die durch herabfallenden Derputz aufmerksam gemacht worden waren, konnten rechtzeitig beiseite springen, während nach den ersten Ermittelungen zehn Personen unter dem Schutt begraben wurden. Bon diesen wurde eine lebensgefährlich, drei schwer und sechs leicht verletzt. Sämtliche Derlchte wurden nach dem Krankenhaus gebracht. Die Aufräumungsarbeiten wurden sofort ausgenommen. Nach späteren Feststellungen erhöht sich die Zahl der Berlehten auf über 20. Etwa 17 davon konnten sich selbst ins Krankenhaus begeben und wurden Dort nach Behandlung wieder entlassen. Sechs Schwerverletzte sind im Krankenhaus verblieben. Ss handelt sich bei dem Deckeneinsturz um eine über 200 Quadratmeter große Rabitzdecke, die sich zunächst aus einer Ecke löste und kurz darauf mit furchtbarem Getöse herabfiel. Es waren zur Zeit des Ginfalls annähernd 100 Personen in der Halle. Die Arsache des Einsturzes läßt sich noch nicht feststellen. Der Dienst wurde nicht gestört.
Hierzu wird uns von unserem technischen M. D.-Milarbeiter geschrieben: Da in zahlreichen öffentlichen und anderen Gebäuden Rabitz decken oft in noch größeren Abmessungen verwendet sind, so dürfte dieserfchwere Anfall zur Folge haben, daß man derartige bestehende Drahtger-ebedecken in Bezug auf Die Konstruktionseinzelheiten, wie z. B. Die Haltbarkeit der Aufhängepunkte, nachprüft und vielleicht auch Belastungsproben vornimmt. Bei Reu baut 7 u dürfte eß sich empfehlen, die Berechnung dera.üger Decken mit allem Rüstzeug Der moder::.., Technik vorzunehmen und vielleicht auch wiederholte Belastungsproben vorzuschreiben.
Rheinhessen.
WSR. Mainz. 27. D:z. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte in .ihrer letzten Sitzung mit allen Stimmen gegen diejenigen der Kommunisten w iter* 15 000 Mk. zu den Kosten für die Wie D erherstel - lung des Mainzer Domes. — Für die komm: we Spielzeit am Mainzer S tadt- t Heal er errechnet man ein Defizit von rund 700 000 M k. Man sprich, schon davon, ob man nicht etwa mit Darmst-adt einen Gemeinschaftsbetrieb einrichten solle. Auch Oberbürgermeister Dr. Külb kam in der letzten Stadtverordnetenversammlung auf die Ange- gelegenheil zu sprechen und erklärte, wenn das Mainzer Staütthealrr als wertvolle Kulturstalle am Rhein seine 'Morten geöffnet haben solle, müsse die Dürgertchnft große Ovscr bringen, und außerdem mm;: .ich und Staat bAr ohnehin
stark belasteten Stadt helfend zur Seite stehen. - Vertreter der Presse und des Stadtpariamentö waren am Heiligen Abend zur Besichtigung der Stadthalle in ihrem neuen G ewa nde eingeladen. Oberbürgermeister Dr. Külb gab einen kurzen Rückblick über die Geschichte Dey Stadthalle. Hieraus erfolgte ein Rundgang durch die Halle. Deren Saal in roten und goldenen Farben gehalten ist und im Lichte der 12 Kronleuchter einen imposanten!und zugleich anheimeln-, den Eindruck macht. Auch Die Redenrüume sind in zweckentsprechender Weise umgebaut worden.
svldeten Bürgermeisters waren tn der neuen Offenlagefrist 4 Einsprü che erhoben worden. Siner davon war mit etwa 70 Anter- schriften versehen. Der Gemeinderat faßte daher den Beschluß, von der Wahl eines De- rufsbürgermei stets abzusehen. Es kommt nunmehr zur Wahl eines Ehr en- bürgermeistets durch Die Bevölkerung. AlS Wahltag wurde Der 17. Januar 1926 in Aussicht genommen. — Ebenso wie bei der Linie Büdingen-Dindsachsen hat nunmehr das Reichs- postministetium entschieden, vorläufig von Der Errichtung der geplanten Kraftpo st linie Alfa—Eichelsdorf, Alfa—Nidda, Al a—Hungen. Nidda—Glashütten—Hirzenhain und Düdingen- Sangenbergbeim abzusehen. Als Grund hier- für wird angegeben, daß Die zur Erweiterung deS Kraftfahrbetriebs erforderlichen Mittel im laufenden Wirtschaftsjahr nicht mehr aufgebracht wer- deit können. Ob dies im nächsten Jahre geschehen kann, läßt sich noch nicht absehen. Sämtlich? Linien werden jedoch im Auge behalten und zu gegebener Zeit in Betrieb genommen werden.
bei). Bleichenbach, 23. Dez. Wenn in der Adventszeit die Abendglocken über dem Dorfe verhaut smd, eilen unsere Kinder und sogar auch Große schon seit drei Jahren zweimal in der Woche in die Schule, wo ihnen beim Scheine der 4 Lichter des schön geschmückten Adventskranzes in Lied und Spruch, Legende, Märchen und Erzählung eine erwartungsfrohe V o r w c i h n a ch t s st i m in u n g genährt wird, die so viele jetzt zu Hause entbehren n,ässen. Der letzte dieser Adventsabende bildet den äußerlichen Höhepunkt dieser so seligen Zeit, weil Dann so mancher kindlichen Erwartung eine frohe Erfüllung wird. Das war auch heuer wieder die eigentliche Weihnachtsfeier unserer S ch u l e.' Perle aus deutschem Weihnachtsschrifttum schmückten diesen Abend. Zunächst tarn noch einmal all die wunschselige Lorweihnachtsstimmung zum Ausdruck in Lied und Gedicht; dann die frohe Erfüllung durch den langbärtigen Knecht des liebespendenden Christkinds. Im Kerzenschein eines diesigen Christbaumes lachten die vielen, vielen Sachen den Kindern in die Hcrzen, daß sie aufjauchzten. Durch Ausgabe von Losen und durch das Entgegenkommen der Gemeinde war es möglich, allen Kindern zusammen 216 Geschenke zu verteilen. Das wundervolle Weihnachtsevangelium mit vielen Einlagen alter Weihnachtslieder war für die Erwachsenen der Höhepunkt der Feier, die nachher langsam ausklang im Gedenken an die Weihnacht oll derer, denen Liebe am meisten nottut. Tiefsten Eindruck machte das von vier Schülerinnen vorgetragene Halmsche Gedicht „Die Glocke von Snnisfare . In seiner kurzen Ansprache wies der Lehrer hin auf die verinnerlichende Bedeutung dieser Abende und Feiern. Am nächsten Abend machte noch der hiesige Raiffeisen- Verein den Kindern seiner Mitglieder eine schöne Weihnachtsbescherung in stimmungsvoll umrahmter Feier. So war in diesem schweren Jahre Dafür ge sorgt, daß kein Kind unseres Dorfes ohne eine Weih nachtsfrende blieb.
Kreis Schotten.
M Schotten. 24. Dez. Im Rathaussaal hier sand dieser Tage eine sehr gut besuchte Versammlung der Bürgermeister des Kreises Schotten statt. Rach einleitender Begrüßung durch den Dorsihenden des Kreisver- bandes. Bürgermeister Menge! - Schotten, wurde der im letzten Jahre verstorbene Bürgermeister Herroder -Oberseemen und Müller- Behenrod gedacht. Eine große Anzahl wichtiger Gemeindeangelegenheiten wurde eingehend besprochen. Die Aufwertungsfragen, besonders soweit sie die Gemeinden interessieren, die Ablösung der Reichsanleihen, die Borzugsrenten wurden näher erläutert. Auch die Aufwertung der Sparkassenguthaben, deren Rückwirkung auf die Gemeinden als Garantieträger der Kassen, unb die Aufwertung der eignen Seineindeschulden und der Gemeindeansprüche wurden näher behandelt. — Gegen den neuen Reichsschulgesetzentwurf, der bet der Durchführung die Gemeinde mit erheblichen neuen Lasten und Ankosten treffen würde, wurde p rote st i e r t. — Der hessische Staat beabsichtigt für 1925 von den w a l d b e s i tz e n d e n Gemeinden eine 11 in l a fl c von 12,30 Mark je Hektar Wald zu erheben. Gegen diese unbegründete Erhöhung erheben die Gemeinden im Hinblick auf die gesunkenen Preise bei der Holz- Verwertung und die erhöhten Gestehungskosten (gestiegene Löhne, größere Äaf fenbeit tage usw) scharfen Einspruch. Zum mindesten soll eine Staffelung je nach dem Alter des Waldes gefordert
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men der Teilnehmer, der Kriegsopfer, angepaßt \ war. Ansprachen hielten der Borsitzende der 1 Ortsgruppe, Kanzleisekretär Jung, sowie Der Vorsitzende des Kreis Verbandes der Kriegsbeschädigten, Lehrer Funk.
•!• Aus dem westlichen Vogelsberg, 24. Dez. Die in den Zeitungen acmelbcte Explosion auf Der Grube Merlenbach bei Saarbrücken am 21. Dezember wurde in unserer Gegend, 200 Kilometer von der Unglücksstelle, deutlich vernommen. Kurz nach 12 Uhr wurde die Lust von einem Geräusch erschüttert, das die einen für einen kurzen Donner, anocre für den Absturz eine Schneelawine vom Dach hielten. Da aber der Schnee weg- geschmolzen war, wurde auch die Vermutung, es könne sich um eine Explosion handeln, ausgesprochen. Die Erschütterung war so stark, daß die Fensterscheiben klirrten. Das Geräusch erinnerte an den Geschützdonner, den wir während des Krieges häufig von der Westfront her gehört haben, besonders stark während der Kämpfe von Verdun. Offenbar ist der Westabhang des Vogelsberges eine der Stellen, wo die Schallwellen solcher Erschütterungen im Westen die Erde berühren, im Gegensatz zu der von der Wissenschaft feftgefteUtcn sogenannten „toten Zone", in dem man trotz größerer Nähe des Ursprungsortes nichts davon hört.
Mrcid Lauterbach.
hrnl. Lauterbach, 23. Dez. Den Anfang der diesjährigen Weihnachtsfeiern machte am Freitag Der Frauenverein mit feiner Feier im Konfir- nianDenfaale. Schwester Charlotte hatte den Saal festlich geschmückt und jedem Der Mitglieder vor seinem Platz ein Christbäumchen und eine kleine Weihnachtsgabe gestellt. Mit Gesang unD einem Vegrüßungsgedicht Der eifrigen Helferin Der Schwester wurde die Feier eröffnet. Die Weihnachtsansprache hielt Dekan Schlösser. Unter Gesang und Vorträgen ging die Zeit allzu rasch vorüber. Alle waren "ber Schwester Charlotte von Herzem dankbar für den schönen Weihnachtsabend, zu dessen Vorbereitung sie trotz ihrer vielen sonstigen Arbeit keine Zeit und Mühe gescheut hatte. Am Sonntagnachmittag hatte Schwester Charlotte unter Dem Gesänge von „Ihr KinDerlein kommet" Die 130 Kleinen unserer K l e i n k i n D e r s ch u l e zur Weihnachts- feier in Gotteshaus geführt. Viele HunDerte, Alte und Junge, hotten sich zu Dieser Feier eingefunDen. Es war eine Freude, Den Kleinen zuzuhören, wie sie vom Christkind reDetcn und fangen, unD zu sehen, wie ihre Augen unter Dem Christbaume vor Gluck und Seliokeit strahlten. Auch in Diesem Jahre hatten Die Kleinen die Heidenkinder nicht vergessen und in einem silbernen Glöckchen ihre Missionsgabe Dekan Schlösser überreicht Der ihnen herzlich Dafür dankte. Nach einer weiteren Ansprache Des Vorsitzenden Der Kleinkinderschule an Die Eltern Der KinDer und Die Gemeinde wurde die schöne, von Schwester Charlotte mit viel Geduld und Liebe vorbereitete Feier mit Dem Liede „O Du fröhliche, o Du selige, gnadenbringenDe Weihnachtszeit" geschlossen. Als Weihnachtsgabe erhielt jeDes Kind eine große mit Spielsachen unD nützlichen GegenstänDen gefüllte Tüte. Eines ebenso zahlreichen Besuches Durfte sich um 5 Uhr Die Weihnachtsfeier Des Kinder- gottesDienstes erfreuen. Gemeindegesang unD Vorträge Der KinDer wechselten miteinanDer ab. Auch hier hatte Das ChristkinD jedem Der KinDer eine Weihnachtsgabe unter Den Christbaum gelegt. Am Montagabend hielt Der Jünglingsverein feine schlichte Weihnachtsfeier ab, der Dann am Dienstagnachmittag Die Weihnacht-feier im K ranke n h a u s e folgte. Hier hatte Oberschwester Dora mit viel Liebe unb Sorgfalt Die Feier vorbereitet unb ihre Mitschwestern haben ihr babei treulich geholfen. Ansprachen, Vorträge unb bie Weihnachtschöre ber Schwestern unb ihrer Gehilfinnen haben bic Kranken auch hierbei erkennen lassen, Daß Die Kraft unD Liebe, mit Der in unserem Hause gearbeitet unb gepflegt wird, von dem kommt, Dessen Geburtstagsfest man miteinander feierte. Dankbar nahmen bie Kranken bie Gaben hin, mit Denen bie Schwestern ihnen ben Weihnachtstisch geberft hatten.
und gesühnt hatte.
Es muß wohl so fein, überlegte er. Jedoch. . jedoch... bei Licht betrachtet handelte es sich hier ja nur um eine Elster. Die Geister, von denen die furchtbaren Geschichten umgingen, waren sozusagen menschliche Geister, die nicht zur Ruhe kommen konnten. Daß aber eine Elster nach ihrem Tode noch ihr Wesen treibe, nein, davon hatte er noch nie etwas gehört. Je heller es wurde, basto mehr fühlte er seinen Mut zurück- kehren. Er dachte hin, er dachte her und legte sich schließlich die Sache so zurecht, daß gar nichts Außergewöhnliches mehr dahinterstand. Man hatte eS einfach mit einem Fall von Scheintod zu tun, wie es ja zuweilen vorkam. Da stirbt einer, der Arzt stellt ihm den Totenschein aus, alle stehen um den Sarg und vergießen heiße Tränen--auf einmal, was geschieht? — ist
es nur möglich? — erhebt sich der Leichnam, atmet und reibt sich die Augen. Da sitzt er, lebendiger denn jel Natürlich, genau so war es mit der Elster gegangen, und einmal munter, hatte sie die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen unb war ausgeflogen. And was die schrecklichen Seufzer und Schreie und die spukhaften Erscheinungen in der Nacht anbetraf, so waren nur die Dralwürstchen und das viele Bier daran
Niemals würde es Fifi gewagt haben, den auf den Dächern herumstreunenden Katzen ein so mißtöniges Konzert au bieten, aber mit Abraham war das eine andere Sache. Sie zappelte vor Freude über ihren gelungenen Spaß ausgelassen mit Den Pfoten.
„Oooh — aaah!... Oooh — aaah!" ... Hohl und drohend klang es.
„Wer ruft mich?" stammelte nach einer Weile eine fabenöünne Stimme. Abraham Schloß muhte grün sein vor An ast.
„Oooh — aaah!... Oooh — aaah!... Oooh — aaah!" ...
„Räuber! Mörder!" schrie der Spitzbube vor Entsetzen auf. „Zu Hilfe! Zu Hilfe!"
Niemand kam ihm zu Hilfe, dagegen der grauenhafte Ton immer näher, wurde immer stärker, immer gespenstischer, immer unerbittlicher ...
„Oooh — aaah!. Oooh — aaah!... Oooh — aaah!" ...
Jetzt sprang Abraham Schloß, in Schweiß gebadet, aus dem Bette, zündete das Licht an und blickte sich mit Dem Mute der Verzweiflung um.
Hilf, Himmel! Die totgeglaubte Elster war aus Dem Käsig entwichen, auf Den Stuhl geflogen und filierte ihn mit gesträubtem OefieDer, bereit, im nächsten Augenblick sich mit scharfem Schnabel auf ihn zu stürzen.
Schlotternd wie ein Gerippe warf Abraham Die Lampe hin. daß sie erloschte, und zog Die BettDecke über sich, um nichts mehr zu sehen und zu hören Der schreckliche Schrei verstummte, Dafür aber fühlte er etwas Weiches unb Kaltes über seinen Körper schleichen. Wehr tot als lebenbig, streckte er Den Kops hervor unD sah zwei gläserne, gelbliche Augen im Dunkel leuchten. Da war er mit feiner Kraft am Ende, sah nichts mehr, hörte nichts mehr, sank ohnmächtig in Die Kissen.
Am Morgen fiel sein erster Blick auf Den Stuhl, Dann auf Den Käsig — eine Elster war nicht mehr zu erblicken, feine tote unD keine lebenDigc.
Dos war Fifis erster Streich.
werden. — Näher besprochen wurden die De- i Dingungen, unter Denen die Iagdverpach» 1 t ungen Der Gemeinden vorgenommen werden 1 sollen. Man hält allgemein eine Iagdverpach- tungSdauer von neun Jahren für zweckmäßig. Verboten werden sollen die Fuchsvergiftungen und die Nachtlreiben. Anter Den drei Letztbietenden soll Auswahl Vorbehalten bleiben. Da bei Zuschlag nicht nur Der Gelds!andpunkt, sondern auch Die Zuverlässigkeit der Jagdpächter mit ausschlaggebend ist. - Auch bei der Hunde st e u e r hat der Staat durch seine vierfache Erhöhung der staatlichen Steuer (12 Mk. für jeden Hund, früher 3 Mk.) die Gemeinden zurückgesetzt. Man merkt auf allen Gebieten das Bestreben des Staates, Gebühren und Steuern herauszuholen und zu erhöhen, wo nur immer möglich, auch wenn die Gemeinden Darunter Not leiden. So bei Der Hundesteuer, den Forstverwaltungsav- gaben. Dem Iagdstempel u. Dergl. in. — Die Versammlung verhandelte ferner über die Führung des Ortsgerichts und Der St an- desamtsregister. Auch über das Für- sorgegeseh für ®emdnD,b:amte wurde referiert. ©Qnrfe Stellung wurde genommen gegen Die betrüblichen Vorkommnisse u.iD Auswüchse bei Den letzten Bürgermeister- undKorn- munalwahlen. Die zahlreichen W a h l b e - einslussungsversuche, Freibierspenden u. Dergl. tourDen aufs schärfste verurteilt. Die Versammlung verlies äußerst anregend, Der Wunsch wurde laut, öfters abwechselnd in den verschiedenen Bezirken Schotten, Gedern. Laubach, Alrichstein derart Versammlungen mit offener freier Aussprache über alle interessierenden Gemeindeangelegenheiten abzuhalten.
♦ Eichelsdorf, 24. Dez. Das hiesige Sägewerk der Firma Himmelsbach wurde vorläufig auf die Dauer von 14 Tagen ft iU gelegt. Da die Holzvorräte restlos aufgearbeitet sind. Das Werk Nidda der gleichen Firma läuft noch, allerdings feit einigen Wochen nur an fünf Tagen der Woche. — Im Basalt werk Eichelsdorf, in das am 15. Dezember eine Gießener Firma als Teilhaber eingetreten ist, herrscht wieder reges Leben. Das bei der Herstellung der Pflastersteine entstehende Abfallmaterial, das sich im Lauf der Zeit zu großen Halden auftürmte, soll durch eine Klopfmaschine zu Straßenschotter und Grus verarbeitet werden.
* Eichelsdorf, 25. Dez. Uraltem Väterbrauch folgend, wurde auch heute morgen wieder uön 5 bis 6 Uhr in unserem Bergkirchlein „dem C h r ist k i ndch c n geläutet". Während die Glocken übers nächtliche Dorf klangen, oersammei- ten sich jüngere Männer, die gesamte Jugend und ältere Schüler, um nach Beendigung des Läutens an vier Plätzen im Dorf, das im Lichte der Christ- bäumchen erstrahlte, Weihnachtslieder zu fingen. Diesmal begleitete unser Musikverein die Weisen. Die alte Sitte, während des Läutens am Brunnen den „Christta u“ zu holen, ist, feit unser Dorf eine Wasserleitung,hat, in Vergessenheit geraten.
eb. Eichelsachsen, 27. Dez. Unsere beiden Schulklassen veranstalteten eine Rheinland- und Weihnachtsfeier. Durch Ansprache, Lichtbilder, Gedichte unb Weibnachtsmärchenaufführung mürbe die Weihnacht im schweren Jahre 1925 zum inneren Erlebnis.
Kreis Alsfeld.
H AlsfelD, 27. Dez. Am ersten Weih- nachtsfciertage wurden Die neu hn:gestellten unb erweiterten Räume des (Safe Klingel- Höffer am Markt eröffnet. Nachdem es seither als ein Mangel empfunden worden war, daß in der hiesigen Stadt ein geräumiges, größeres Eafä nicht vorhanden war, ist nunmehr diesem Mangel abgeholfen. Die Inneneinrichtung ist in durchaus künstlerischer Wecke Durchgeführt worden. Die vorkommenden Malereien wurden von Prof. Hamann aus München ausgeführt. — Am 1. Feiertage hielt die Ortsgruppe Alsfeld des Reichsverban- des Deutscher Kriegsbeschädigter und K r i e g e r h i n t e r b l i e b e n e r in Der bis auf Den letzten Platz besetzten Turnhalle eine Weihnachtsfeier, verbunDen mit einer Gabenverteilung an sämtliche Kinder ber Angehörigen d?r Ortsgruppe, ab. Neben zwei sehr sinnigen Weihnachtsspi?len, die von Kindern allerliebst gespielt wurden unb Die Kleinen in Helles Entzücken versetzten, umrahmten Die gediegenen Musikoorträge der Kapelle Meinhardt und ein Schülerchor „Tochter Zion, freue Dich" Die schlichte, aber eindrucksvolle Feier, die dem Rah-
Das wird ein feiner Spaß werden, dachte Fifi, wie sie ihn so gehetzt und seiner Sinne kaum mehr mächtig eintreten sah. Sie lieh ihn ruhig bie Kleider ablegen und zu Bett gehen: sie hörte ihn demütig Dem Papagei gute Nacht sagen, der aber schon, den Kopf unter Dem FMgel, schlief, und Dann Der Amsel, Die ihn nicht einmal ansah. Dann löschte er bas Licht aus unb murmelte:
„Arme Berta, morgen sollst Du begraben werden."
Begraben? zweifelte Fifi. Das wird sich erst noch zeigen!
Als alles still war, schlich sich Fifi lautlos in Den Käsig, zog Die tote Elster heraus und setzte sie behutsam, in aufrechter Haltung an Die Kissen gelehnt, auf Den Stuhl vor Dem Bett. Da hockte sie nun mit gesträubtem Gefieder und zustoßendem Schnabel gerade vor Dem Gesicht ihres Herrn.
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Qmt ^kleidete, hat auch e r ali 5 Überg. Mrbtolfcn unb >em Humor bemühte et sich 5* Rechnung »u tragen' Mw® M MmxaM 1 M auf den heutigen Tag Gelchicytsvereins. 1897 trat 3rat des Torlchuh- und flrebii- von 1901-1923 dessen Doch t für Handel, Gewerbe unb -^gleichen leitete er von 1911 nnergesangverein und tief den nein ins Leben. Die Derlei.


