Ausgabe 
28.11.1925
 
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besonders bei Erkältungen, Heiserkeit, Halsentzündungen,Grippe-Gpidemien usw.

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öffentlichen Arbei ts n achwei s das nördliche Oberhessen stimmt glatt zu.

Stad"tv. Fischer Stadtv. Dr. Krausmüller.

Am Schlüsse der öffentlichen Sitzung

AK «Wen ZreW.Smt.LkMvelW, taust die Frist ab, bis au der die Neuloie 3. Klasse der 26. (252.) Preußisch-Süddeutschen Klaffeu- lottcrie bet den Staatlichen Lotterte-Einnebmern abgefotbert sein müssen. Wer bie Frist versäumt, muß damit rechnen, daß über fein LoS anderweit verfügt wird, wett eine sehr starke Nachfrage nach Voten herrscht und die Lose knapp iittb. Dte Ziehung findet nm 11. und 12. Dezember statt ES werden 17 UDO Gewinne im Gesamtbeträge von über 2V» Mil­lionen Reichsmark ausgespielt, darunter 2 Gewinne zu je 100 000 Reichsmark, 2 Gewinne zu je 50000 Reichsmark, 2 Gewinne zu je 10 000 Reichsmark und tm i andere mehr. 5337id

bildes vorzubeugen, werde künftighin gegen Eigenmächtigkeiten im Bauen mit alter Energie vorgegangen werden, auch wenn der Bauende dadurch schweren Schaden erleide. Das Haus nimmt die Erklärung zustimmend auf.

Kleine Vorlagen.

Die Rechnung der Stadtkasse für 1920 wird debattelos genehmigt, ebenso die Risder- schlagung uneinbringlicher Ausstände aus 1920. Die Rechnungen des Gaswerks und des Wasserwerks für 1923 werden gleichfalls glatt genehmigt.

Für die am 30. August eingetretene Lohn­erhöhung der städtischen Arbeiter wird der Kredit von rund 22 000 Mk. bewilligt.

Dem Anschluß der Landmann st raße an das Stromnetz des städtischen Elektrizitätswerkes wird zugestimmt. Kostenpunkt 5000 Mk.

Für die Verlängerung des Glektrizitäts- Verteilungskabels in der Gaffkystraße wer­den 5100 Mark bereitgestellt.

Mit der Errichtung einer Hochspan- nungsstation für die Main-Weser- Basaltwerke bei Kesselbach erklärt man sich gegen entsprechende Sicherheiten einverstanden.

Zum Wieseckprojekt stimmt man der Verlegung des Abzugsgrabens nach der Ober­lach nur unter der Bedingung zu, daß die Ein- lahschleuse am Weg Rr. 111 nach Bedarf auch durch den städt. Wiesenmeister bedient werden kann.

Zur Bildung eines Selbstversichc- rungsfonds für Waldbrandschäden: sollen alljährlich 500 Mark, beginnend mit dem Rj. 1925, zurückgelegt werden.

Einigen organisatorischen Aenderungen int

Beifall, den das volle Haus vor allem auch dem aus Frankfurt herbeigeeilten Verfasser spendete, hat das bewiesen,- wir beglückwünschen den ehrwür­digen Dichter zu dem Erfolg seines Werkes.

Freilich ein Lustspiel in dem strengen Sinne, den dieses Wort in der Geschichte und der Theorie des komischen Dramas angenommen hat das Fehlen einer ganz festen Abgrenzung des Begriffs fei zu­gegeben, ist das Werk nicht. Daß es stark nach der Seite des Schwanks neigt, zeigt die an äußeren Verwicklungen reiche Handlung.

In einem Hotel in Gmunden finden sich auf der Vergnügungsreise ein Wiener Gutsbesitzer und ein Chemiker samt ihren Gattinnen zusammen. In den beiden Ehen herrscht bereits Langeweile: man be­schließt, diese durch eifersuchterregende Abenteuer zu vertreiben, und zwar sollen für kurze Zeit und unter Beschränkung auf leichten Flirt die Damen aus­getauscht werden. Bei einem Champagnersouper wird das Spiel zum Ernst: die neugeordneten Paare überraschen einander bei heißen Liebesschwüren. Den Frauen kommt es zu mehr oder weniger schau­derndem Bewußtsein, welchen Gefahren sie ihr Ge­müt ausgesetzt, wie sehr sie ihr Herz neu verstrickt haben; ste beschließen folgerichtig einen gesetzlichen Gattenwechsel. Die Auseinandersetzung der Männer, deren Eifersucht durch weiter hinzutretende selt­same Umstände noch erhöht wird, endet mit einer Duellforderung. Aber alle Vorsätze und Beschlüsse lösen sich in Wohlgefallen auf, als sich der rätselhafte nächtliche Aufenthalt eines befrackten Herrn im Salon zwischen den Zimmern der beiden Damen als ein harmloser Zufall entpuppt. Dieser Herr ist ein im gleichen Gasthof abgestiegener Wiener Konditor, der mit seiner Gattin, der neuvermählten Tochter

100 000 Mk. koste, aber auf mehrere Jahre verteilt werden solle, daß nach der Motorisierung viermal mehr als jetzt gereinigt werden könne und schließ- lick jährlich rund 12 000 Mk. gegenüber heute zu ersparen seien. Die freiwerdenden Arbeitskräfte seien bann anderswo unterzubringen.

Von der Deutschen Volkspartei liegt ein Antrag vor, nach dem die Beschaffung der oben­genannten Maschinen vorläufig noch zurückgestellt werden soll. In der Begründung dieses Antrages betont der volksparteiliche Sprecher, der Straßen­reinigungsbetrieb bedürfe dringend einer Umfor­mung, aber die jetzt angeforderte Summe müsse von dem neuen Stadtparlament beschlossen werden, da sie ja in den nächstjährigen Voranschlag einge­stellt werden solle. Der Oberbürger m ei st er und verschiedene Redner der Linken ersuchen um Ablehnung des volksparteilichen Antrages und um sofortige Bewilligung des Kredits.

Die Abstimmung ergibt die Ablehnung des volksparteilichen Antrages und die volle Annahme des obenstehenden Ausschuhantrages. Rotstandsarbeiten im Winter 1925/26.

Zur Beschäftigung von Arbeitslosen in die­sem Winter wird ein Betrag von vorläufig 15 000 Mark zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag stellt nur eine Rate im Rahmen eines weitergesteckten Programms dar.

Reuregelung der elektrischen

S t r o nt p r e i s e.

Der Berichterstatter erläutert die Be­schlüsse des Betriebsausschusses, die dahin ge­hen: Der jetzige Lichtstrompreis soll von 51 auf 50 Ps. pro Kwtt. herabgesetzt werden, für Koch- und Heizzwecke will man einen Vorzugstarif von 10 Pf. je Kwtt. während der Tages- und gewisser Rachtstunden einführen, dem Klein­gewerbe tollen besondere Vergünstigungen für den Kraftstrombezug zugute fommen. Der 10- Pf.-Tarif für Koch- und Heizzwecke soll aller­dings nur denen eingeräumt werden, die sich verpflichten, mindestens 600 Kwtt. jährlich für diese Zwecke zu verbrauchen.

Gin Antrag der Deutschen Volkspar­tei fordert die Ermähigung des Lichtstrompreises von 51 auf 48 Pf. je Kwtt., außerdem die Be­seitigung der 600-Kwtt.°Verpflichtung bei der Heiz- und Koch-Stromabnahme, sowie einheit­liche Sperrstunden. In der Begründung des Antrages wird betont, eine Ermäßigung von 1 Pf. sei nicht ausreichend, um wirklich als Er­mäßigung gelten zu können, die 600-Kwtt.-Ver- pflichtung sei viel zu schwer, niedrigere Preise und Benutzung ohne zu schwere Fesseln würden die Inanspruchnahme des Stromes steigern und damit auch die Einnahmen des Werkes för­dern. Geschäftsordnungsmäßig kann dieser Ab­änderungsantrag heute nicht zur Beratung und Beschlußfassung gestellt werden, er wird deshalb vom Vorsitzenden an den Betriebsausschuß ver­wiesen.

In Anbetracht dieser Sachlage ist das Haus auch nicht geneigt, heute über den Antrag des Betriebsausschusses zu entscheiden. Auf Antrag wird daher die ganze Vorlage ebenfalls an den Detriebsausschuh zurückverwiefen.

Zuschüsse zur Beschaffung D o:: Winterbedarf für Fürsorge­empfänger.

3um Zwecke der Winterversorgung der Kriegsopfer, Kleinrentner, Sozialrentner, Er­werbslosen und Kurzarbeiter wird ein Kredit von 40 000 Rm. zur Verfügung des Wohl­fahrtsamtes eröffnet.

Zur Zeit zählt bas Wohlfahrtsamt als Für- sorgeentt>fänger: Kriegsopfer: 370 Haushaltungs- Vorstände, Kleinrentner: 254 Haushaltungsvor- stünde, Sozialrentner: 386 Haushaltungsdor­stände, Erwerbslose: 63 Haushaltungsvorstände und 25 Unverheiratete, Kurzarbeiter: 120 Haus- haltungsvorständr und 70 Unverheiratete.

Der hessische Staat leistet als Ersah für diese Ztvecke 13 000 Mk., die in dem Betrag von 40 000 Mk. enthalten sind.

Bausachen. Eine Warnung.

Sieben Baugesuche werden antragsgemäß er­ledigt. 3'm Hinblick auf frühere üble Erfahrungen betont Beigeordneter Dr. Hamm, es könne unter keinen Umständen weiterhin geduldet wer­deir. daß Baugesuche zur Genehmigung ein- gereicht würden, während man gleichzeitig schon mit dein Dau beginne, ohne die Genehmigung abzuwarten. Um einer Verschandelung des Stadt- und dem Schwiegersohn, die hier ebenfalls wohnen, flitterwochenstörend nachgereist ist und der, um seine Position in der Ehe neu zu festigen, seiner Frau durch einen nächtlichen Scheinseitenfprung impo­nieren will. Alle Paare kehren in ihre ursprüngliche Ordnung zurück, auch die verliebten Kinder des Kon­ditors, die die Duellaffäre ebenfalls entzweit hatte, und man erkennt, daß man tatsächlich den Teufel durch Beelzebub auszutreiben im Begriff gewesen.

Diese Wiederherstellung des alten Zustandes nach dem Gewitter ist in ihrer Ausführung durchaus schwankhaft. Vom Schluß des zweiten Aktes an komplizieren sich nach Schwankmuster die Ge­schehnisse, aber die innere Handlung bleibt stehen: der Vorschlag der Ehetrennung, der eine ernste und sehr wahre Wendung herbeiführen könnte trotz der Ziifalligteiten, denen er seine Entstehung verdankt, verlauft im Sande, der Keim zu einer folgerichtigen Entwicklung im Sinne eine höheren Lustspiels verkümmert: es ist eben ein Schwank gewollt. Trotz der hübschen Situationskomik im 2. und 3. Akt er­lahmt doch zuletzt ein wenig das Interesse des­jenigen, der durch die durchaus diskutable Problem­stellung des 1. und 2. Aktes stärker gefesselt worden ist, und wer seine Freude daran hat, daß in Akt 1 und 2 die handelnden Personen bei aller Kornödien- hoft'gkeit der Mittel noch wahre Zwecke im Auge haben, noch von Motiven und Absichten geleitet sind, wer dort die schönen Ansätze einer Charakterkomödie erkennt, der bedauert vielleicht die Direktionslosig- keit der Figuren, ihr bloßes Komödienspielenwollen im 3. Akt.

Indessen, stellen wir nicht an einen Schwank Anforderungen, die sich mit seinem Wesen so leicht nicht vertragen! Das Ulkige und Törichtharmlose

soll ja in ihm triumphieren, sein Ziel ist ja Lachen, und dieses wird das Merkchen überall erreichen. Und zur Mehrung des Erfolges wird die glatte und anregende Diktion wie die Behaglichkeit der öster­reichischen Mundart, die die Sprechweise der Per­sonen färbt, ihr gut Teil beitragen.

Die Inszenierung durch den Intendanten Stein- !>o etter ließ nichts zu wünschen übrig; die ichere Hand hatte für fein abgetöntes Zusammen- piel gesorgt, das sich in dem von Karl Löffler geschmackvoll hingestellten Bühnenbild flott entfal­ten konnte. Die Darsteller wetteiferten in tüchtigen Etnzelleistungen. Friedrich Geffers lieh dem Gutsbesitzer all seine Frische und feine souveräne schwerenöterische Heiterkeit, Willi Hanke (das aramm verwechselte ihn mit Julius Baste) dem schen Stubengelehrten seine schüchterne Be- dachtsamkeit, Karl V o l ck zeichnete mit unnach­ahmlicher Feinheit des Mienenspiels und warmer Sprechart seinen Konditor, Julius Safte mit allen Nuancen des Temperaments den entrechteten Schwiegersohn. Ise O ß k e und Rita Andrs als die beiden tauschenden Ehefrauen stellten sowohl weibliche Zurückhaltung wie fesche Abenteuerlust mit herzerfreuender Komik bar, Ise Oßke mit beson­ders feiner Betonung der fraulichen Würde, Luise Jüngling spielte mit sicherer Drastik die Schwie­germutter, Alix K r a h m e r in ihrer lieblichen Art die Jungoermählte. Daß H. Kurzhoff, I. Scherer und H. Stichel in kleineren Rollen gut an ihrem Platze waren, sei heute nur kurz er­wähnt. So erscheint es als ein Verdienst unseres Theaters, den Dichter so verstehend unterstützt und ihm mit dem vollen Einsatz aller Kräfte zu dem verdienten Erfolg verhalfen zu haben. -g.

wahrt sich Stadtv. Fischer (Sem.) namens seiner Fraktion in einer Polemik gegen den; Stadtv. Dr. KrauSmüller gegen Porwürse, die, wie ja noch zur Genüge- bekannt, im Wahl- kanrpf vor der Stadtverordnetenwnhl in Auf­rufen des Wahlausschusses der Vereinigten; Dürgerliste gegen die Demokraten erhoben wur­den. Stadtv. Dr. Krausmüller (Dt. Vp.) antwortet, obwohl an dieser Stelle nicht der Ort zum Austrag der Sache sei, wolle er doch erklären, daß sich die betr. Aufrufe nicht gegen, die Mitglieder der demokratischen Fraktion die­ses Hauses gerichtet hätten, sondern nur gegen! die Demokratische Partei in der Gesamtheit. Auch hiergegen nimmt Stadtv. Fischer Stellung. Oberbürgermeister Keller bittet, doch den Wahlkampf nicht im Stadtverordneten-Sitzungs- saal fortzuseyen. Um eine weitere Verschärfung der Gegensätze in der Öffentlichkeit zu ver­meiden, verzichten wir auf die Wiedergabe von Einzelheiten dieser Auseinandersetzung.

Schluß der öffentlichen Sitzung.

auf die schwere Lage der Geschäftswelt hin. Die Steuerschraube werde zu stark angezogen, die Ausgaben auch im Staate dürften nur nach den Einnahmen bemessen werden. Die Bremse müsse man endlich mal anziehen. Ein anderes Mit­glied dieser Fraktion hebt hervor, auch im Falle -der RichterAbung dieser Abgabe könne von einem Geschenk an die Hausbesitzer nicht ge­sprochen werden, denn die Mieten ständen immer noch in einem krassen Mißverhältnis zu den Lasten.

Rach weiterer kurzer Aussprache kommt man zur Abstimmung. Der oben wiedergegebene Antrag des Finanzausschusses wird gegen wenige Stimmen angenommen.

Die Gewerbesteuer im Rj. 192 4.

Einem Antrag des Finanzausschusses ent- sprechend wird beschlossen, di« erhobene vor­läufige Gewerbesteuer für 1924 als endgültige Gewerbesteuerzahlung für das Rj. 1924 gelten zu lassen.

Staatliche Daudarleheu zur För­derung des Wohnungsbaues im

Jahre 192 5.

Auf Antrag des Bauausschusses wird die Stadtverwaltung ermächtigt, die zur Erlangung der staatlichen Daudarlehen für die auf städt. Gelände bauenden Darlehensnehmer erforder­lichen Schuldurkundeu anzuerkennen. Mit lieber* eigmmg des Geländes an den Darlehensnehmer ist das Darlehen im Grundbuch einzutragen.

Instandsetzung der Frankfurter Straße.

Es werden folgende Arbeiten in der Frank­furter Straße, von der Fri^richsteahe bis zur Klinikftratze, genehmigt: 1. auf der Südostssite: Regulierung der Bordsteine und Pflasterung des Streifens zwischen den Bäumen mit Mosaik­steinen: 2. auf der Rordwestseite: a) in der Straße zwischen der Friedrichstraße und Hofmannstrahe: Auswechselung der Bordsteine und Pflasterung des Bürgersteiges mit Mosaiksteinen: b) in der Strecke zwischen der Hofrnmrn- und Klinikstraße: Regulierung der Bordsteine. Die Arbeiten wer­den dem Unternehmer Karl Verlach zu Krof­dorf zu seinen Angebotspreisen übertragen.

Krematorium Gießen.

Die Lieferung und Montage d:r bsiden Auf­züge für das Krematorium wird der Maschinen­fabrik Jakob Baß, Darmstadt, zu ihren Ange­botspreisen übertragen.

Bezirksschu le in der West an lag e.

Die Ausführung der Heizungsanlage in der Bezirksschule in der Westanlage wird der min­destfordernden Firma Georg Appel zu Gie­ßen zu ihrem Angebotspreise von 34 170,76 Mk. übertragen.

Stadt km abenschule.

Für die Erneuerung der Heizungsanlage in der Stadtknabenschule wird der im Voranschlag vorge­sehene Kredit von 20 000 Mk. auf 32 000 Mk. er­höht, da zahlreiche weitere Mängel festgestellt rourtan.

Auf eine Anfrage, wie weit die Pläne zur E r - bauung eines neuen Schulhauses een seien, antwortet Beig. Dr. Hamm, im asfchuß neige man der Ausführung eines Paoillonbaues zu. In Mainz habe man sich nach den Grundlagen des Pavillonsystems erkundigt, bis jetzt fei man aber noch nicht zu dem gewünschten Ergebnis gelangt.

Ausbau der Wilhelm ft raße.

Die Ausführung der Straßenbeseftiaung in der Wilhelmstraße zwischen der Straße auf der Weiß, erbe und dem Äulweg wird genehmigt und ein Kre- dit von 8500 Mk. zur Verfügung gestellt.

Einführung des maschinellen Be- triebe für Die Straßenreinigung.

Der Dauausschuß und der Finanzausschuß bean­tragen:

Der Einführung des maschinellen Betriebs für die Straßenreinigung wird zugestimmt. Zur Be­schaffung einer automobilen Kehrmaschine, eines automobilen Sprengwagens, zweier Elektrokarren, Erbauung einer Fahrzeughalle sowie einer Lade­einrichtung wird ein Kredit von 62 000 Mk. für das Rechnungsjahr 1926 zur Verfügung gestellt."

Der Berichterstatter betont Die Reform- bebürftigteit unserer Straßenreinigung, erklärt, daß deren Umstellung auf Motorbetrieb etwas über

gen desPferbefußes", der rn der Garantie­rung der Jahresmindestabnahme von 600 Kilo­wattstunden ftedt D i e Vorlage, dte heute unter­breitet wurde, befriedigt jedens alls nicht im entferntesten, und verwunderlich war nur, daß der sozialdemokratische Wortführer die Zurückverweisung dieser Vorlage an den Ausschuß bedauerte, sie also doch Wohl lieber in Kraft gesetzt hätte. Hoffentlich kommt nun auf Grund des volksparteilichen Antrages etwas Besseres aus dem Ausschuß heraus, mit dem man sich einverstanden erklären kann.

Von besonderer Bedeuttmg sind schließlich noch einige Bewilligungen für soziale Zwecke und eine ernste Verwarnung, dte der De­zernent . des D a u a m t e s an die Adresse aller B a u l u ft i g e n richtete. x

Sitzungsbericht.

Anwesend Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Dr. S e i b, Dr. F r e y. Dr. Hamm, Justizrat Dr. Rosenberg, Kom­merzienrat K l r n g s P o r und 35 Stadwerord- y.ete. Der Zuhörerraum ist mäßig beseht. Der Ausschlagssatz für öie Sonder- ft euer vom bebauten Grundbesitz.

Der Finanzausschuß beantragt, solgenden Beschluß zu fassen:

Der Ausschlagöfatz für bie Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz wird vorn 1. Rovern- ber 1925 ab von 60 R.-Pf. auf 80 R.-Pf. für k 100 Mk. Steuerwert erhöht. Die Erhebung erfolgt durch eine entsprechende Erhöhung der bisherigen Zielbeträge."

Aus ben Erläuterungen bes Bericht­erstatters geht hervor, baß biete Erhöhung eine Mehreinnahme von 91 000 Mk. erbringen teil, die dazu beftimmt ist, ben Gießener Bei­trag zu den Polizeilasten des Staates zu decken. Für bie Deckung ber Steuerausfälle der Stadt infolge dec Senkung großer Reichssteuern bleibt dabei, nichts übrig. Die Frage, auf welche Weise hierfür Deckungsmittel beschafft werden, müsse man bis Ende Januar n. Js. zurückstellen. Die neue Belastung trage der Hausbesiy, wofür bie Miete von 84 auf 88 v. H. erhöht worden ci. Wenn man diese Erhöhung nicht geneh­mige, müsse die Miete wieder herabgesetzt werden.

Der Vorsitzende der Fraktton der Deut­schen Volkspartei betont, seine Fraktion habe von vornherein Stellung gegen diese Er­höhung nehmen wollen, weil das Maß der steuerlichen Belastung für die heutigen wirt­schaftlichen Verhältnisse hoch genug erscheine, zum andern wegen der Gründe, die für bie Re­gierung maßgebend seien. Die Erhöhung solle dazu dienen, einen Teil des Defizits im hessi- fchen Voranschlag zu decken. Der Landtag habe vetanittlich ein Gesetz verabschiedet, wonach die großen Städte alljährlich Zuschüsse zu ben Po- IWeitesten zu leisten haben. Untere Stabt solle also hier auch zahlen, ohne bah ihr irgendein Recht hinsichtlich ber Polizei zugestanben werbe. Ein Defizit könne auch gedeckt werben burch Sparsamkett. Seine Partei protestiere gegen diese Belastung, die der Stadt nur nach dem Grund­satz »Gewalt gehr vor Recht" aus gebürdet werde, ohne für ihre Leistung auch Rechte zu ge­wahren. Hm bie Stabt aber nicht mit einem Defizit im Haushalt zu belasten beim sie sei ja nicht schuld an dieser Belastung werde ein Teil der Fraktion für den Antrag des Finanzausschusses stimmen, andere aber dagegen. Geschlossen erhebe die Fraktion aber Protest gegen diese Abgabe, bie trotz des Opfers bie Stadt ohne Rechte auf der andern Seite lasse. . Von dem Wortführer der Fraktton ber Zreien Vereinigung wird betont, ein - Teil bet Fraktion werde gegen die Vorlage stimmen, und zwar wegen der Art der Der- Ftoenbung, zum andern, weil diese neue Be­lastung für den Grundbesitz untragbar sei.

Die sozialdemokratische Frak­tion läßt durch ihren Sprecher erklären, daß sie sür die Erhöhung stimme, denn den Haus­besitzern sei ja die entsprechende Mieterhöhung schon zugebilligt worden. Diese Steuererhöhung nicht durchführen, bedeute den Hausbesitzern ein Geschenk von 75 bis 80 000 Mk. machen. Es sei gerecht, diese Steuer, die von ber Mieterschaft bereits mitbezahlt werde, auch hereinzunehmen. Deshalb stimme seine Fraktion dafür.

Ein deutsch-volksparteiliches Frak- uonsmitglied (Obermeister einer Innung) weist

Rechnung zu tragen, aber manche der stilisti- lchen Feinheiten erschließt sich erst in der Form, 'Die dem historischen Vorbild folgt.

Den Abschluß des Konzerts bildete Beet­hovens Hohes Lied des Heldentums. Von C&eete Hoven dem Konsul Bonaparte zugeignet, hatte Beethoven bas Titelblatt wütend zerrissen, als er von der Kaiserproklamation Rapvleons er­fuhr: denn nun stand er für ihn als der Tyrann La, und jetzt gatt für ihn das Werk nur noch: ,.per festeggiare il sovvenire di un granduomo. Das hehre Werk in seinem mannigfachen Stirn- inungsgehalt wurde bis zum letzten von den Meiningern erschöpft. Alle in bester Form, die Streicher mit sonorem Klange, die Holzbläser und zu allermeist die Hornisten, ilnö Peter Schmctz, auf dem die Verantwortung des Abends ruhte. Bei scheinbarer äußerlicher Ruhe, ging er ben Werken bis ins Cinzelste nach, gleichsam wie mit einem Zauberstock Schönheit für Schön- heit erschließend und wiederum mit stärkstem Impuls das Orchester mit sich fortreißend.

(Sm Ehrentag für die Meininger; ein Festtag für ben Konzertverein, der durch feine Hinsicht solche künstlerische Großtat für Gießen er­möglichte. -in-

Uraufführung im Aadüheater.

Den Teufel durch Beelzebub.

Lustspiel in 3 Auszügen von Harry Pohlmann.

Diese Uraufführung hat die Erwartungen aller derer, die das neue Lustspiel zu schauen kamen, um sich zu vergnügen und vor allem um zu lachen, in reichstem Maße befriedigt. Der große und herzliche I