Ausgabe 
27.4.1925
 
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Das Branntweinmonopol

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Hochfchulnachrichten.

Eine Dollshochfchvlwoche ix Erfurt.

Die Volkshochschule Erfurt veranstaltet

tut ixxS 3nfraft treten dieser herabgesetzten Preise der 1. Juni 1925 ist. Die endgültige Beschluß­fassung des Deichsrates, dessen Vollsitzung in der kommenden Woche stattfinden dürfte, steht noch aus.

erwaltung verbleibt

Wettervoraussage.

Wolkig, vorwiegend nördliche Winde, kühl, meist trocken.

Ausläufer der nördlichen Depression reichen bis nach Süddeutschland unb bedingen naßkaltes, trübes Wetter. Auf ihrer Rückseite breitet sich höherer Druck aus bei vorwiegend nördlicher Luftströmung, so daß eine vorläufige geringe Besserung in Aussicht steht, jedoch scheinen von Westen her neue Störun­gen gegen das Festland oorziinickcn.

MS 1

Berlin. 25. April. (WB.) Wie ver- lautet. haben die Ausschüsse des Deichs rates der Beschwerde dec B a mtw.i imonopolverval- tung gegen den Deir

schluß vom 28. März der Branntwein-

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weit stattge erna hme

England und die französische Finanznot.

London. 27. April. (341) Das Problem der französischen Schulden an England gewurnt 3ui Zeit gegenüber allen anderen Fragen der westeuropäischen Politik an Bedeutung. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so stehen wir in dieser Dichtung vor einer wesentlichen Enttvick- lung. Ein Aufsatz des befsnnten Zeitungs» Magnaten Lord Deaverbrookin derSunday Expreß" läßt diesen Rückschluß zu. Er beschäftigt sich darin mit der möglichen Dolle Caillaux' bei der Reorganisation der französischen Finanzen. Caillaux wäre derjenige Mann, dessen Fähigkeit in dem neuen französischen Kabinett auf die Probe gestellt würde. Finanzkunst und nicht Poli­tik wären jetzt die Hauptsache. Daß Caillaux an­geblich ein Feind Englands sei. wäre nach Bea- verbrovks Meinung von wenig Bedeutung. Es gäbe nur sehr wenig französische Staatsmänner, die England freundlich gegenüberstünden. Aber Caillaux wäre der Mann der Stunde. Der Sieg oder die Niederlage Frankreichs in Europa hinge von der Stabilisierung des Franken ab. Lord Beaverbrook befürchtet in­dessen. daß der Weg der Inflation zu verführerisch sein würde, als dah die fran­zösische Regierung dieser Versuchung widerstehen könnte. Unter diesen Umständen bleibe für Eng­land nichts weiter übrig, als seine eigenen finanziellen Hilfsmittel nur für England und das englische Reich zu verwerten.

Die französisch-englischen Verhandlungen sind nach mehrwöchiger Unterbrechung mit der am Samstag stattgefundenen Unterredung zwi­schen Driand und Lord Crewe offiziell wieder ausgenommen worden. Der französische Londoner Botschafter de Fleuricux. der feit zwei Tagen hier weilt, wird erst Mitte dieser Woche nach London zurückkehren. 3n der Unterredung mit Driand wurden folgende Fragen zur Sprache gebracht'

1. die deutsche Räumung,

2. die Räumung Kölns,

3. Regelung der Kriegsschulden.

4. Garantievertrag.

De Fleurieux wird bei seiner Rückkehr nach London im Auftrage des französischen Minister­präsidenten Chamberlain um eine offi­zielle Unterredung bitten, die dann zwi­schen beiden Staatsmännern Ende Mai in Lon­don ftattfrnhen soll. Eine offizielle Begegnung Caillaux mit dem Schohkanzler Ch urchill soll Anfang 3imi ebenfalls in London statt­finden.Journal des Debats" rät Painle ve ab. feinen Außenminister nach London zu be­gleiten. Keines der Probleme erheische eine so­fortige Lösung. Es sei bei dem Temperament des Ministerpräsidenten gar nicht ausgeschlossen, dah eS sonst zu übereilten Abmachun­gen kommen werde. Das beste sei, daß Driand nach seiner Rückkehr dem Ministerpräsidenten Be­richt erstatte, worauf der Meinungsaustausch auf diplomatischem Wege fortgesetzt werden könne.

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zu Messerstechereien zwischen Deichs- bamierleuten und Angehörigen der Vaterländi­schen Verbände. 3n der Knesebeckstrahe über­fielen nach Mitteilung des Polizeipräsidiums Deichsbarmerleute ein Personenauto, in dem sich einige Angehörige des Reichsblocks befanden. Zwei Polizeibeamte, die einschreiten wollten, wur­den von den Reichsbannerleuten umringt und ein Oberwachtmeister durch Stockhiebe zu Boden geschlagen. Ein Polizeiaufgebot stellte vier der Täter, die aber von ihren Freun­den gewaltsam befreit wurden. Der ver­letzte Beamte wurde besinnungslos zur Wache gebracht, wo er sich nach ärztlicher Hilfe wieder erholte. Auch Ecke Friedens- und Große Frank­furter Straße kam es zwischen Reichsbanner- und Frontbanner-Angehörigen zu einer blutigen Schlägerei.

Ein Zusammenstoß ereignete sich ferner in der Erasmusstrahe, wo Reichsblockleute und Kommunisten sich mit Steinen und Fla­schen bewarfen. Zwei Passanten wurden am Kopfe leicht verletzt. Die Täter konnten nicht feslgestellt werden.

Der Wahlverlauf im Reich

Berlin, 26. April. (WTB.) Nach den vor­liegenden Meldungen im Reiche ist es nur in ein- zelnen Städten zu ernsten Zwischen­fällen gekommen. Die Wahlbeteiligung war durchweg sehr stark. Während in Leipzig die Wahl am Vormittag überaus ruhig verlief, steigerte sich die Beteiligung am Nachmittag bedeutend. Zu Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. Auch in Dresden vollzog sich der Wahlakt in vollkomme­ner Ruhe und Ordnung. Man schätzt die Beteiligung bis in die Nachmittagsstunden auf 70 bis 75 Proz. In Magdeburg war die Wahlbeteiligung außer­ordentlich stark. Zusammenstöße sind bisher nicht be­kannt geworden. Auch in Hannover ist die Wahlbeteiligung in der letzten Stunde auf etwa 85 bis 90 Prozent gestiegen. Aus Halle wird gemel­det, daß die Wahlbeteiligung auf dem Lande stärker ist als in der Stadt. Zwischenfälle sind nicht vorgekommen. In Nürnberg, Karlsruhe, Esten, Breslau, Görlitz und Schwerin ist die Wahl unter starker Beteiligung durchaus rrchig verlaufen.

In Erfurt ereignete sich vor dem Wahllokal am Frredrich-Wilhelm-Platz ein Zwischenfall. Ein Angehöriger des Reichsbanners wurde nach einem vorausgegangenen Wortwechsel durch Messer- st i ch e verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Spä­ter erfolgten zwei weitere Verhaftungen von An­gehörigen rechtsradikaler Organisationen, von denen der eine einen politischen Gegner mit dem Messer bedrohte, während bei dem andern eine Schußwaffe gefunden wurde.

Die Wahlbeteiligung in Hessen.

Darmstadt, 26. April. Die Wahlbeteili­gung in Hessen war die stärkste feit der Datio- nalverfammlung. Es haben 91,5 Prozent der Wahlbeteiligten gewählt. Bei der Äationalver- fammlung seinerzeit 87,0 Prozent. Bei den spä­teren Reichstagswahlen ging die Wahlbeteili­gung 1920 auf 75,4 Prvz., im Mai 1924 auf 74,5, hn Dezember 1924 auf 75J5 Prvz. zurück. Beim ersten Wahlgang zur Präsidentenwahl stimmten 66,6 Prvz. Der Reichsblock hat im Wahlbezirk Hessen-Darmstadt gegenüber dem ersten Wahlgang eine Zunahme von 44,6 Proz. der Volksbkock eine von 5,2 Proz. zu verzeichnen.

Die Ausnahme im Ausland.

Pariser Presseftimme».

Paris, 27. April. (TU.) Die Wahl Hindenburgs wurde gegen 4 Uhr morgens in Paris bekannt. Rur die wenigsten Blätter neh­men zu der Wahl redaktionell Stellung. Da die Möglichkeiten der beiden Kandidaten am Vor- aberrd der Wahl so gut wie gleich standen, während vor Wochenfrist noch ausschließlich auf Marx gewettet worden war, überraschte das Wahlergebnis nicht besonders. Ern Teil der rechtsstehenden Presse, befonberd3 t> u r n a I des Debats" verbreitet eine Londoner Meldung, wonach die Wahl Hindenburgs in englischen Kreisen große Befürchtungen hervorgerufen habe und sich das Foreign Office unverzüglich mit der franzöfischen Regrerung zur Prüfung dec neuen Lage in Verbindung setzen werde. Aus den vor­liegenden Dlättermeldungen geht unzweideutig hervor, daß die Wahl Hindenburgs keine tief­gehende Verstimmung auslöste.

Von der Feststellung ausgehend, dah Marx und Hindenburg in den Zielen der Außenpolitik übereinstimmen. nimmt ..Echo de Paris" nur eine Verschiedenheit der Methoden an. Hindenburg sei auf dem Gebiete der auswärtigen Politik wahrscheinlich weniger geschickt und geübt, was die Innen­politik anbelange, so lehne er die Sozialdemo­kratie ab.Echo de Paris" kommt zu dem Schluß, daß cs entgegen den Voraussagen der Eirgländrr, Amerikaner und des unfähigen 5erriet kein neues Deutschland gäbe. Wenn der 26. April dieses unerwartete Ergebnis und die Kenntnis ver­mittelte, so habe Frankreich allen Grund, damit zufrieden zu sein.Erc Rondelle" schreibt, man müsse angesichts dieses 'Wahlergebnisses kaltes Blut bewahren. Die Wahl sei letzten Endes nur eine unzweifelhafte Folge der Ruhrbesetzung.

Man hätte der neuen deutschen Staats conn nach der Niederlage von 1918 mehr Ansehen geben müssen. Statt dessen ist Frankreich immer nur während der vielen Jahre bereit gewesen, dem Streben nach Festigung der deutschen Demo­kratie entgegen zu arbeiten. Deutschland habe immer noch nicht begriffen, dah sich in Frankreich manches geändert habe, soweit es davon überzeugt ist, daß das Frankreich Pain- leve-Driand-Cail'aur das wahre Frankreich ist, wird cs aus dieser Erkenntnis die richtigen Kon­sequenzen -iehen. -L Oeuvre" schreibt die Wahl Hind.nburgs ausschließlich dem (3 in» f lüfte der deutschen Frauen zu. Rach- öem der neue Reichspräsident ausdrücklich er­klärt habe, daß er die Weimarer Verfassung anerkenne und eine friedliche Entwicklung an» strebe, so liege fein Grund z u allzu großer Besorgnis vor.

5 Herrn1 I,eber den.

1. Wahlgang: Rcichsblock 331 349, Volls- block 722 931, Thälmann 108 686.

Wahlkreis 19. Hesfen-Rassau.

Hindenburg 547 832, Marr 624 618, Thäl­mann 46-647.

1. Wahlgang: Reichsblock 396 529, Volks- block 621826, Thälmann 43 924.

Wahlkreis 20. Köln-Aachen.

Hindenburg 212 514, Marr 670 562, Thäl­mann 48 274.

1. Wahlgang: Reichsblock 150322, Volks, block 596 566, Thälmann 51 675.

Wahlkreis 21. Koblenz-Trier.

Hindenburg 166148, Marr 362 804, Thäl­mann 15 693.

1. Wahlga « g: Reichsblock 106 731, Volks­block 350 391, Thälmann 12 420.

Wahlkreis 22. Düsseldors-Oft.

Hindenburg 408 795, Marr 442 430, Thäl­mann 147 530.

1. Wahlgang: Rcichsblock 305 832, Volks­block 412 664, Thälmann 151 676.

Wahlkreis 23. Düsseldorf-West.

Hindenburg 253 017, Marx 456 457, Thäl­mann 61 237.

1. Wahlgang: Reichsblock 182 228, Volks­block 433 228, Thälmann 67 603.

Wahlkreis 24. Oberbahern-Schwaben.

Hindenburg 630 254, Marr 306 067, Thäl­mann 26 509.

1. Wahlgang: Rcichsblock 606 753, Volks­block 216 271 Thälmann 25 562.

Wahlkreis 25. Aiederbahern.

Hindenburg 260 729, Marx 113 485, Thäl­mann 8744.

1. Wahlgang: Rcichsblock 272 434, Volks­block 61 360, Thälmann 7300.

Wahlkreis 26. Franken.

Hindenburg 672 643, Marr 447 676, Thäl­mann 25 768.

1. Wahlgang: Rcichsblock 615994, Volks­block 328 701, Thälmann 23 318.

Wahlkreis 27. Pfalz.

Hindeirburg 166818. Marr 179 425, Thäl­mann 22 195.

1. Wahlgang: Reichsblock 136 847, Volks - block 144 360, Thälmann 23 575.

Wahlkreis 28. Dresden-Dauhen.

Hindenburg 511653, Marr 416 279, Thäl­mann 65 180.

1. Wahlgang: Rcichsblock 403 420, Volks­block 471 726, Thälmann 36 636.

Wahlkreis 29. Leipzig.

Hindeirburg 331 643, Marx 276 628, Thäl­mann 82 271.

1. Wahlgang: Reichsblock 273937, Volks­block 326 476, Thälmann 67 663.

Wahlkreis 30. Chemuih-Zwickau.

Hindenburg 490 272, Marr 284 993, Thäl­mann 138 653

1. Wahlgang: Reichsblock 377 146, Volks­block 336 874. Thälmann 99864.

Wahlkreis 31. Württemberg.

Hindenubrg 544 122. Marx 587 961, Thäl­mann 57 040.

1. Wahlgang: Reichsblock 361 634, Volls- ' block 585 102, Thälmann 56 521.

I QBahffreiS 32. Baben.

J Hindenburg 375 283, Marx 635 771, Thäl- * mamt 41 449.

1. Wahlgang. Reichsblock 251 609, Dolks- block 581 768, Thälmann 39 152.

Wahlkreis 33. Hessen-Darmstadt.

Hindenburg 279 353. Dr. Marx 370 074, Thäl­mann 23 246.

1- Wahlgang: Reichsblock 193068, Volks­block 351 387, Thälmann 20 951.

Wahllreis 34. Hamburg.

Hindenburg 294 506, Dr. Marx 281 624, Thäl­mann 68 804. '

1. Wahlgang: Reichsblock 220307, Volks­block 292 671, Thälmann 67 566.

Wahlkreis 35. Mecklenburg.

Hindenburg 242 657. Dr. Marx 151 405, Thäl­mann 15 248.

1. Wahlgang: Reichsblock 231 693, Volks­block 183 926, Thälmann 15 104.

Der Wahlsonntag in der Reichshauptstadt. Starke Wahlbeteiligung. Schlägereien.

Berlin, 26. April. (SU). Seit dem frühen Morgen regnet cs hier ununterbrochen. Trotz­dem waren die Propagandalvaaen dicht beseht mit 3ungmannen der vaterländischen Verbände oder des Reichsbanners. Es ist in Berlin kaum ein Haus, von dem nicht eine oder mehrere Fahnen herunter! lottern. Kaum ein anderer Wahlkampf wurde wohl so erbittert ausgetragru wie der gegenwärtige. Das Wetter beeinflußte natürlich das Wahlgeschäft. Bis in den Rach­mittag hinein war die Beteiligung nicht so stark, als man nach dem lebhaften, teilweise erbittert vorbereiteten Wahlfeluzug hätte erwarten können.

Auch bis zum Schlüsse des Wahlaktes um 6 Uhr abends blieb es in Berlin verhältnismäßig ruhig. Große Menschenmenge« gab es nur auf dem Kurfürstendamm In verschiedenen Stadt» teilen kam es zu Zusammenstößen, die besonders durch kommunistische Jugendliche provo­ziert wurden. Zwei Unbeteiligte wurden durch Stockhiebe leicht verletzt. Ecke Kamphausen- und Grimmstrahe geriet ein Passant mit kommunisti­schen Zettelverteilern in Streit. Ein Schuhmann, der den Streit schlichen wollte wurde von den Kommunisten überfallen und durch Swck» hiebe verletzt. Einer der Täter konnte verhastct werden.

In den späten Abendstunden hatte der Regen nachgelassen. Im 3citungäviertel staute sich eine unübersehbare Menschenmenge und nahm die durch Lichtschrist betann gegebenen Wahlresultate mit lauten Kundgebungen äuc Roch lange nach dem Schießen der Wahllokale zogen Angehörige des Reichsbanners urto des roten Iungsiurmes in Trupps durch die Straßen. Fast überall, wo n? auf Passanten stoßen die sich zum Reichsblock bekennen, kommt cs zu Rei­bereien. A :ch R ichsbanner und co'e Jung- sturm rempeln sich hie und da am Rach einem solchen Zusammenstoß gab es in T rept ow drei Leichtverletzte. An anderen Stellen kam cs

meinsam mit der Volkshochschule Thüringen in der Psingstwoche eineD ol ks h ochs chu l - woch e". in der die reichen fulturellen und künstlerischen Denkmäler der Stadt Erfurt be­handelt werden sollen. Das Thema tautet: Deutsche Städtekultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart", und die ganze Entwicklung vom Mittelalter bis zur Entfaltung der modernen In­dustrie wird an dem Beispiel dieser Stadt aus» aezeigt. Reben der Dildungsarbeit gehen ge­sellige Veranstaltungen einher, und die Woche schließt mit einer Burgenwanderung über die Drei Gleichen.

Deutscher Gesgrapheutag Breslau 1925.

Der Deutsche Geographentag, der bereits im Jahre 1923 stattsinden sollte und wegen der un­günstigen wirtschaftlichen Lage verschoben wurde, ist jeht für den 2. bis 4. Juni in Breslau fest­gesetzt. Die Tagung, an der sich sowohl Hoch- schul- wie Schulgevgraphen beteilig:«, erhält ihr besonderes Gepräge durch den Verfammlungsort. Den Hauptpunkt der Verhandlungen werden Schlesien und die deutsche Ostmark bilden, wobei besonders wirtfchaftsgeographifche Fragen beritd- sichtigt werden. Eine landeskundliche Ausstellung und eine vergleichende Llusstellung geographischer Anschauungsmittel sowie eine Anzahl wissen­schaftlicher'Ausflüge sollen dazu dienen, das Ver­ständnis für Schlesiens Eigenart und die Bedeu­tung der Ostmark zu vertiefen.

Eine deutsche Schultagung in Danzig.

Die Schulvereinigung der deut­schen Städte wird ihre diesjährige Tagung vorn 22 bis 24. Juni ds. 03. in Danzig ab­hallen. Zur Beratung stehen: 1. Die Schulocgani- fation im Lichte der neuen Begabungsforschung, 2. Die Stellung der Volksschule zu den verschie­denen öffentlichen Er^iehungsfaktoren. 3. Der Werkunterricht im Rahme« der Schularbeit der Volts-, mittleren und höheren Schule«. Gleich­zeitig wird eine Ausstellung von Wertstätten» arbeiten Düsseldorfer Schulen statifinden. Daran schließt sich ein Besuch dec Stadt Königsberg und der Marienburg.

beim 36. Zuge auf remis. Ebenfalls remis wurde die englische Partie Carl-Deutschland gegen Dr. Tartakower-Oesterreich mit dem 50. Zuge. Ab­gebrochen wurde die Partie Sir Thomas-England gegen Vatcs-England in besserer Stellung für Sir Thomas und Marchese Roselli-Italien gegen 2^rbinstein-Rutzland in günstiger Stellung für Rubinstein. Te Kolste-Holland war spielfrei.

Die Reichsreklamemess«.

Die Reklamemesse ist, wie wir bereit» am Samstag meldeten, vorläufig inoffiziell für die Vertreter der Presse mit einer'Ansprache des Direktors des Messeamts, Dr. Adolf S ch i <t. eröffnet worden, der ihre Bedeutung für dic Werbetechnik hervorhob und dem Ausstellungs­leiter S a v e r n den Dank für dic geleistete Arbeit abstattetc. Dann folgte ein kurzer Run d- gang, der zeigte, daß hier vielversprechende Versuche gelungen sind. In der Ausstellung nimmt de« ersten und größten Raum des In­serat ein mit seiner altbewährten Werbe kraft, hinter der jedes andere Mittel der Reklame Zu­rückbleiben muß. Besonders toirffani.ift die Aus­stellung des Vereins deutscher Zei­tungsverleger, der die Besucher in ein­prägsamem Sinne auf die Bedeutung und die Wirkung des Inserats hinweist. Auch die sozia­listische Presse hat eine besondere Abteilung ein­gerichtet. Daneben wird eine gründliche lieber- sicht über die vielen anderen Werbemittel ge­boten. Dic Reichsrellamcmcsse ist Samstaavvr- niittag 10 Uhr vom Oberbürgermeister Dr. Böß offiziell eröffnet toorben.

Fürst Sahn-Wittgenstein tödlich verunglückt.

D e r [ i n , 27. April. (SU.) Wie dic .Mon­tagspost" aus Hanau a. M. meldet, ist der aus Berleburg in Westfalen wohnende 46jährige Fürst Richard zu Sayn-Wittge-nstein mit feinem Auto in der Rähe von Hanau tödlich verunglückt. Er hatte an der Deifehung seines auf Schloß Langenfeld in Bade« ver­storbenen Schwiegervaters, des Prinzen Alfred von Löwenstein-Wertheirn-Freuden- b e r g teilgenommen und befand sich auf der Rückfahrt nach seiner Heimat. Mit ihm fuhr noch feine Gattin und sein 18jähriger Sohn. Auf offener Landstraße erlitt das Auto einen Reifenbruch und stürzte in den Straßen­graben, wobei alle Insassen herausge­schleudert wurden. Der Chauffeur war sofort tot, der Fürst erlitt schwere innere Ver­letzungen. denen er kurz nach feiner Ein­lieferung in das Schwesternhaus in Hanau er­lag. Die Fürstin und der Sohn sind leichter verletzt.

Deutsche Expedition ins Wolgagebiet.

Professor Dr. Martini vom Hamburgi­schen Tropeninstitut ist ins russische Wvlgagebiet abgereift. Die Arbeiten Martinis, der zu den besten Kennern der Stech-ckenfauna zählt, sollen in erster Linie dem Kampf gegen die Malaria, die durch ihre ungeheure Aus­breitung in den letzten Jahre« das Wirtschafts­leben jener Gegenden in höchstem Maße bedroht hatte, ihren 11 eberträgern, ferner aber auch dem Kampf gegen einige wichtige durch Infekten über­tragene Tierkranlheiten gelten.

Mordversuch im Wahllokal.

Berlin, 26. 2IpriL (WTB.) Heute nachmittag mackste der Konditor Oskar Laube einen Mord- anfchlag auf das Ehepaar Wachtel. Als das Eh^- paar Wachtel das Wahllokal in der Kurfürsten­straße 159 betrat, feuerte Laube mehrere Schüsse auf das Ehepaar ab und verletzte beide sehr schwer. Der Täter wurde festgenommen und der Staatsanwaltschaft übergeben. Es handelt sich um einen Racheakt wegen eines verlorenen Ziott- prozesses. Wachtel erhielt einen schweren Bauch- nnd Rückenschuß und seine Frau einen Oberschem kelschuß.

Ein Bombenfund in Hannover.

Am Freitag vormittag 6 Uhr wurden- in Hannover in der Grupenstraße von einem Schutz­polizeibeamten zwei Handbomben» auf dem Fahrdamm liegend, gefunden. Es handelt sich um zwei selbstgefertigte Handbomben mit Blech- Umhüllung und mit Brisanten-Sprengstoffüllung. Die Bomben sind nicht gebrauchsfertig. Die Sprengkapseln, Zündschnur und Zundpatro- nen fehlen. Dic angebrachte Schlagbolzenvvrrich- tung ist in Ordnung. Die Bomben habcrr ein Ge­wicht von io und I Kilo.

Ooppelmocd.

In B e l l e t r i in der Provinz Rom wurden zwei Frauen, welche allein in einem Hause wohnten, ermordet auf gefunden. Die Mörder hatten die Frauen durch Mesierstiche getötet und als­dann ihre Leichen in einen in der Nähe des Haistes vorbeistiehenden Bach geworfen.

Zwei Personen erirm»ken.

Am Sonntagnachmittag ereignee sich bei stür­mischem Wetter aus dem Arendsee (Altmark) in der Nähe des Dorfes Zießau ein schweres Boots- Unglück, dem zwei Personen zum Opfer fielen. Ein dritter Bootsinsosfe konnte gerettet werden. Das Boot kenterte, als die Insassen die Plätze wechselten.

Spritschieber.

Ein großer Schiebers kandal erregt tu Friedrichshafen beträchtliches Aufsehen. Der Fabrikant Eugen Brügger hatte große Mengen Sprit, die ihm vom Reich zu gewerblichen Zwecken überwiesen worden waren, in Trink- branntroein umgearbeitet und dadirrch neben sehr großen Gewinnen den Staat um mehrere Hunderttauiend Mart Steuern geschädigt. Brügger wurde veristtftet.

Schweizer Höhenflug.

Nach einer Meldung aus Bern hat der schwei­zerische Oberleutnant Chacicr in Chur mit einem neuen Jagdflugzeug, das mit einem 200-P.-S.-Mo- for ausgerüstet ist. einen neuen schweizerischen Höhenrekord ausgestellt. Rach einer Flugdauer von einer Stunde erreichte er die Höhe von 9750 Meter.

Los Angeles" heimgekehrt.

Das ZeppelinluftschiffLos Angeles" ist Freitag vormittag in Lakehurst wohlbehalten ge­langet.

Aus aller Wett.

Das Badru-Badener Schachturnier.

Baben-Bad en, 25. April. (WTB.f Die achte Runde des Intcrnativnalen Schachgroß- meistcrtur.iiers brachte fotgeades Ergebms/Reti- Oesterreich vcrlor gegen Aljechi.n-Frankreich «ach dem 42. Zuge, obgleich er beim 20. Zug das R:misang.pot ;urückgcwiesc« hatte. Dr. Trenbal- Tich^Hoslowakci gewann gegen Ricmzowi s:h- Dänemaik nach dem 25. Zuge. Saemilch-Deutfch- land verlor fein Dameirbaucripiel gegen Dr. Tar- rafch-D.utschla .d nach dem 28. Zuge. Spielinaan- Oesterreich g.wann eine f z iian.sch: Part e gegen Colle-Belgien nach d m 21. Zuge. Miefes--Deutfch- (anb verlor, in Zeitnot geraten, gegen Grün- fcld-Oesterrcich nach dem 26. Zuge. Marshall 11. S. A. gewann gegen Bogoljubow-Hkraine mit öcm 54. Zuge. Rab'.-wr»tfch-Rr.ßland und Torre- Mexiko einigten 'ich in einer indischen Partie

auf 30 Mark und für

4? Mark he a.-gesetzt Anträge der Monovol- 1 habet. daß der Termin