Einzelbild herunterladen

^trums M (3»itlrn ?.ÄW* big

R M°! »1?* >- &eT oSJ9en Skj? ÄÜ.-ÄL KS' jlftjStlt ».Äte cn H eÄn v°n iS SSä » eteiÄ'igleU 9t""falÄ d°«ri-g« k-L°Za^ *t-Ä M*s: hrn ^aubdrShon r\nöuna eK'« W mm erst »in Äcn nur -aben, die L3?teI fl* < sind mit 6ttTflS dm tÄ1** C tiT8'« MÄt« * e|ä5J(55[iltni»9b"»®X ° P«V5Ä £ 'uc.-a,ci ÄHen»Dt- öureauraum der ^ütqet. öamilien beseht, und foL E "H einer Familie be- >cm d,e Wohnung in 1 Mai 1924 geräumt F ^nlzvecke sehr benötigt ' «J* Temeindcvettrctuna Ersucht, den ÄmliMacn seither, aber die schlechte Gemeinde säht vorlächa

Sitte zu.

s Akstld.

!4. Olt Der Aufmarsch der mmunallvahlen ist nun t As zu dem vorgejchüe» vier Wahlvorschläg« 2lls erster erschien aus dem lag der Sozialdemokratischen )or ein Dchloorfchlag der r vorgehenöen Demokrati- Freien bürgerlichen 2er- Meven dringen eine nativ« fchiWich sind neu aus den ürtschaflsverbände mit einem oereimgten Wirtschastsgrup' tagsvahlistesebensatl- einheitliche bürgerliche Liste Hier gehen die Demokraten rliche Bereimgung mit einer whrend die Äechtsparleien

) im Kreise eine gemeinsame xn. Trotz aller Detonung, Diederausbau unserer teil« ndstcs Gebot fei, auch hier Witterung aus allen Seiten, wieder ins Leben gerufene

el Kindern. Frau Heim« jein kleines Mädchen sah dauernd unlustig und litt

von einigen Pa^uDge und hatte wieder eine » Viim-Scbokoltde Jeho^ gj-ufe' J« n^ia^noTlS ist weder tosjwen' od) ohne vor mir I ,. gtzek d wenn he mich' hauen

znqenieurwerk d Habei

böte m.c n°ch « oer- , sti-ge^L/meine Seele , id) h°be f f werden ; Mit ö eLfe3 ich nie Gedanke^ Mann iE. D-nke °"^e fl die ir­rten tyW'... sjc einein bis ^imal9Ä'5ie habe" icdrungen l'nofieimat|d)ii!l f tat *'?»*«s""; r "« £P" , ®rt' Ä ^M*-**

|S? .1« Stell W,r S^ÄN 3i ® ,«K«14

Oerk, nn

n diesen' y *, ©ort, Wn" tir dos w

, ij#f über ih^.^aie' »**

w

Wochen markt entwickelt sich in erfreulicher Weis«. Die Zufuhr auf dem heutigen Markte mit Kartoffeln und Gemüse war gut, eS wurde alles verkauft. Für Kartoffeln, gute Speisekartoffeln, wurden pro Zentner 2,50 Mk. bezahlt.

-er. Homberg, 24. Oft. Für die am 15. November stattfindende Wahl Haden die Landwirte einen Wahlvorschlag in aller Stille für sich ausgestellt, während Gewerbetreibende, Beamte und Arbeiter Freitagabend ihre Wahl­vorschläge in einer öffentlichen Versammlung auf­bauten. Die Arbeiter tagten für sich, dje Gc- werbetreibendr.n und Beamten gemeinsam. Sonach liegen bis heute vier nach Berufsständen ge­trennte Wahlvorschläge vor. Hoffentlich gelingt es einsichtigen Bürgern, einen gemeinsamen Dahlvorschlag noch in letzter Stunde zu Wege zu bringen. 3n den nächsten Tagen wird eine Filiale der Dezirkssparkasse »Alsfeld dahier errichtet werden. Die Räume 'inb in guter Lage der Stadt gemietet und für die Geschäftsführung einer öffentlichen Kasse instand gesetzt worden. Zwei Beamte werden die Geschäfte der Kasse führen. Wie alle Bezirks­sparkassen absolut sicher sind, da die in ihren, Bezirke liegenden Gemeinden mit ihrem Dec- TTwgcn haften, hier z. B. 42 Gemeinden mit 150 Millionen, so soll auch diese neue Filiale mündel- sicher sein. Don dieser Kasse werden alle Geld­geschäfte, sowie auch der Kontokorrentverkehr -übernommen. Am 1. November wird die Filiale ihre Tätigkeit beginnen.

CO Kirtorf, 24. Oft. (Schnelle Justiz «hne Gerichts kost en.) Gaukelte da dieser Tage morgens kurz vor acht Uhr zwischen Plaus- Lors und Kirchhain, Bez. Kassel, ein wartender Rennfahrer mit feinem Zweirad vor dem ron Kirtorf kommenden P o st a u t o herum, um mit diesem um b i e Wette z u fahren und ihm die rechtzeitige Ankunft in Kirchhain zu vereiteln. Der Autolenker suchte bei mehrmaligem Signal bald rechts, bald links an diesemGernegroß" vor­bei zu gelangen, was beinahe mit einem unsanften Rutsch in den Straßengraben auch gelungen wäre. Vorerst leiser Schrecken der Fahrgäste, nachher kurzes Halten des Autolenkers, energischen Zugriff nach dem herankommendenRadkünstler", zwei Portionen ungebrannter Asche auf die beiden Dangen des Jünglings war das Werk eines Augen­blicks des strammen und stämmigen Kasselaners und Wagenführers. Radler und dessen Vehikel sollen die Rolle vertauscht und sich im Straßengraben aiebergefunben haben. Allseitige Genugtuung und Zustimmung der Mitreisenden. Das Auto soll trotz dieser Justizio an Ort und Stelle den Anschluß in Kirchhain noth erreicht haben. Diese Handlungsweise fei zur Entlastung der Gerichtsbehörden für ähnliche Fälle weiter empfohlen.

O Lehrbach, 24. Oft. Zur Verschönerung i nseres Dorfbildes wird, wenn es erst einmal ganz Wertig ist, das in diesen Tagen aufgeschlagene zwei- bockige Wohnhaus von Schmiedemeister Karl uochott sehr viel beitragen. Trotz der Ungunst der Zeiten hat dieser Mitbürger es unternommen, den schon lange gehegten Plan zu verwirklichen. Der cm der Kreisstrahe liegende, von Schott erworbene Äauplatz, auf dem noch die Abbruchreste des frühe- ren Hauses lagen, glich einem Trümmerfeld, das inmitten des Dorfes und noch dazu an einem Hauptoerkehrsweg äußerst unschön und störend loirlte. Nun kann man mit dem Dichter Schiller f igen:Und neues Leben blüht aus den Ruinen .. Tic Pläne verfertigte Bauingenieur Essel (ein Sohn von Oberbauinspektor Essel in Homberg). Sie sind als eine sehr gute Lösung der gestellten Aufgabe zu bezeichnen. Das Fundament errichtete Bauunternehmer Theodor SBreibenftcin von Riederklein, die Zimmermannsarbeiten führte Zim- mermeifter Georg Kamm von Schweinsberg aus. Das Sprichwort lagt:Wer an die Straße baut, hat viele Meister" aber dies Hans kann sich getrost >ehen lasten. Auch der Nichtfachmann kann es be­urteilen, daß vor allem einwandfreies, gutes Holz- material verwandt wurde, und daß das Ganze eine saubere Arbeit darstellt. Sehr zu wünschen wäre nur noch, daß einer der Frontvalken nach alter deutscher Sitte eine Inschrift erhielte und ein sinnvoller Hausspruch angebracht würde, der bas Haus zielte unb die Vorüberfahrenben xum Nachdenken anregte. Ferner wäre es sehr zu begrüßen, wenn der Bauherr an seiner ebenfalls kürzlich erbauten neuen Schmiede ein schön aus- geführtes Schild unb Wappen seines Handwerks anbringen würbe. Mögen sich bic Seiten halb so bessern, bah er sein begonnenes Werk zu einem guten Ende führen kann.

(T) Erbenhausen, 24. Oft. Wie schon im vorigen Jahr, so haben auch bieses Jahr die Schnecken wieder großen Schaden auf den ausgestellten Aeckern angerichtet. Es ist oorgekom- men, daß sie selbst eine dritte Aussaat ver- nichteten. Die Meinungen über die erfolgreichste Bekämpfung dieser Schädlinge geben oft sehr aus­einander, es hilft sich halt feder auf die Art, die ihm ab die beste erscheint. Es kommt auch viel auf die Lege und Beschaffenheit des Landes an. Ein absolut sicher wirkendes Mittel zur Vertilgung dieser Land­plage ist wohl noch nicht erfunden.

Kreis Schotten.

Ig. Gebern, 24. Oft. (Aus dem Ge - Dteinberat) Für die ausgeschriebene Nachp- wächterstelle lagen drei Bewerbungen vor. Durch schriftliche Abstimmung wurde Alvys Em- rich dahier für diesen Posten bestimmt. Zur Vergrößerung des Marktplatzes soll dvn der Kirchengemeinde durch Tausch ein Acker am Auerzahn erworben werden. Es wird be­schlossen, für die neuen Straßen und Häu- 'er Nummernschilder zu beschaffen Die unzeit-

gemähe Benennung mehrerer Straßen soll wie folgt geändert werden: Erbsengasse in Schloß- straße, Kendel in Deestrahe. Die Linsengasse soll als Anfang der Mühlstraße betrachtet werden und diese Bezeichnung erhalten, während die neue Straße auf dem Brühl den Namen21m Brühl" tragen soll. Die Versicherung des Gemeindewaldes gegen Feuer wurde abgelehnt. Es wurde weiter beschlossen, im nächsten Jahre für sämtliche Haushal­tungen Wassermesser zu beschaffen. Die vorgesehene Kirschba u in a n lag e soll nicht oberhalb des Friedhofes, sondern am Kuh­trieb in der Nähe der Schönau geschafft werden.

Eichelsborf, 24. Oft. Auch hier einigte man sich für bie bevorstehende Gemeinderats­wahl auf bie Aufstellung einer Einheitsliste, so baß eine Wahl überflüssig wird. Arbeiter, Bauern und Mittelstand wurden mit je 3 Mitglie­dern bedacht. Die Nachfrage nach W i r t - schafts- unb Tafelobsl ist nicht sonderlich groß, was zur Folge hat, daß die Höhe des Preises nicht den Erwartungen entspricht, die man, an der Bezahlung des Kelterobstes gemessen, hegen mußte. Für gewöhnliches Wirtschaftsobst zahlt man 7,50 Mark, beste Tafeläpfel, undurchgelesen, werden mit 12 Mk. bezahlt und abgesetzt.

Kreis Büdingen.

Stockheim, 24. Oft. Heute fand im Weihetschen Saale eine Kreislehrerver- f a m m l u n g statt, in der Lehrer Vier- Heller- Düdelsheim über den Reichsschul - gesctzentwurf referierte. Eine Protestreso­lution fand einstimmige Annahme. Bei den vor­genommenen Wahlen wurde der bewährte Ob» marm Rektor Gahert - Nic^a durch einstimmi­gen Zuruf toicbergetoäMt, ebenso d e Mitglieder zum Kreislehrerausschuß. Jeder der fünf Bez'.rks- lehrervereine im Kreise ist durch ein Mitglied vertreten.

A Echzell, 24. Oft. Hier wurden sieben Wahlvorschläge mit originellen Kennwor­ten zur bevorstehenden Gemeinderatswahl aufgestellt. Es gibt: eine Rote Liste, eine Dauern liste, eine verärgerte Liste, eine außergewöhnliche Liste, eine Zukunfts- liste, eine wirklich schöne Liste und eine Kompagnie liste. Vielleicht werden bis 5um Schlüsse der Einreichungsfrist noch ein oder die andere Liste hinzugetan.

Starkenburg.

* Darmstadt, 25. Oft. Der Ober­bürgermeister von Darmstadt, Dr. Gläs- fing, beantwortet die letzte Erklärung der Deutschen Volkspartei mit einem län­geren Schreiben, in dem er zu den Vorwürfen der Deutschen Volkspartei in derselben Weise wie in seiner ersten Erklärung oder wie er das bereits in der Stadtverordnetenversammlung ge­tan hat, Stellung nimmt. Am Schluß seines Schreibens teilt der Oberbürgermeister mit, daß er aus der Deutschen Volkspartei ausscheidet. Die Deutsche Volks- Partei in Darmstadt hat die Kandidatenliste für die Stadtverordnetenwahlen be­kanntgegeben. Sie enthält mit geringen Aende- rungen die Namen der bisherigen Stadt­verordneten.

Preußen.

Die Novembermiete in Preußen unverändert.

WiederAmtliche Preußische Pressedienst" mitteilt, tritt in der Berechnung der gesetzlichen Miete für den Monat November gegenüber dem Vormonat keine Aenderung ein. Der Oktobersah betrug 82 bezw. 78 Prozent.

Kreis Wetzlar.

kz. Wetzlar, 24. Okt. Eine segensreiche Einrichtung ist in den hiesigen Schulhäusern durch Anbringung von Sparautomaten ge­troffen worden. Der Sparautomat nimmt nur Zehnpsennigstücke auf und gibt durch Drehen an einer Kurbel auf eine eingeschobene Sparkarte in Blaudruck eine entsprechende Quittung. So­bald die Sparkarte für eine Nlark Einlagen auf­weist, wird der Betrag bei der städtischen Spar­kasse, die die Sparapparate hat anbringen, lassen, verzinst. Von den Kindern sollen bis jetzt schon viele Groschen eingezahlt worden sein.

ß Dutenhofen, 24. Okt. 3n der Nacht zum Freitag, anscheinend gegen Morgen, wurde hier in den Laden des Mehgermeisters Heinrich Geier eingebrvchen. Der Dieb gelangte durch eine Fensteröffnung, nachdem er vorher den daran befindlichen Fliegendraht entzweige- schnitten hatte, in das Innere. Anscheinend ist er in seiner Arbeit durch ein Geräusch gestört un>t- den und hat dann schleunigst den Ort seiner üblen Tätigkeit auf demselben Wege, auf dein er gekommen war, verlassen Dabei verfing sich aber feine Taschenuhr mitsamt der Kette in dem entzweigeschnittenen Draht am Fenster und blieb am Tatort zurück, wo sie bei Tages­anbruch aus dem Fenster heraushängend vorge­funden wurde. Vielleicht trägt dieser Zufall dazu bei, des Täters habhaft zu werden. Entwerrdet wurden Speck und Fleisch, dagegen blieb die Kasse unberührt.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 24. Okt. Der frühere lang­jährige Vorsitzende des Hessischen Ge­schichtsvereins, Generalleutnant a. D. Aug. Veh, ist im Alter von 78 2ahren gestorben. Der Verblichene, der im Jahre 1866 in die Armee eintrat, machte als Artillerieoffizier die

Feldzüge 1866 und 1870'71 mit unb war zu- letjt Inspekteur in Köln Seit 1902 wohnte er, tote so viele alte Offiziere, hier in Marburg und machte sich, toic schon angedeutel, auch im Zivilleben vielfach verdient. Bei der Aus­schreibung eines Werbeplakats für Mar­burg in engerem Kreise wurde dem Kunst­maler Kurt Schmelz, hier, der erste und dem Kunstma'er und Graphiker Werner Will- g e r o b t, hier, der zweite Preis zugebilligt. Der Polizei gelang cs, hier einen Ma n n f c ft» zunehmen. der in Gießen in einer Klinik einem Kranken Kleidungsstücke gestohlen hatte. Ferner wurde ein aut der Strafanstalt in Ziegenhain entwichener Sträfling er­griffen.

Dillkreis.

Haiger. 24. Okt. Gestern wurde hier ein Bergmann aus dem Dorfe Derschen mit vollkommen zerschmettertem Schä­del auf der Straße tot aufgefunöen. Die Fest­stellungen der GerichtSkommlfsion ergaben, daß der Getötete von einem Auto überfah­ren wurde. 3n seiner Begleitung soll sich eine zweite Person befunden haben, nach der eifrig gefahndet wird.

Oberlahnkreis.

Weilburg, 24. Okt. Die Brand­stiftung in der M 0 serschen Getreide- und Sägemühle in Weilburg hat jetzt ihre Aufklärung gefunden. Die Annahme, daß Ar­beiter der Nachtschicht aus Rache den Brand verursacht hätten, hat sich als völlig unrichtig herausgestellt. Der Besitzer der Mühle hat jetzt eingestanden, daß er mit Hil-e einer anderen Person, die sich schon in Haft befindet, das Feuer selb st angelegt habe. Moser wurde von der Staatsanwaltschaft festgenommen.

Frankfurt a. M. und Umgehend.

Der Frankfurter Slraßenbahnerslreik beendet.

fpd. Frankfurt a. M., 25. Okt. Sonntag nachmittag ~4.30 Uhr wurde nach achttägigem Streik der Straßenbahner der Straßenbahn­betrieb wieder ausgenommen. Nach hartnäckigen Kämpfen zwischen den streitenden Parteien wurde Sonntag früh gegen 2 Uhr in Darmstadt eine Einigung erzielt. Die Straßen­bahner haben nur einen Bruchteil ihrer Forde­rungen durchsetzen können, sind also in dem Kampf, der von ihnen erhebliche Opfer heischt, größtenteils unterlegen. Heute früh unterbreiteten die Führer der Arbeitnehmer im Gewerkschaftshause den Stra­ßenbahnern die Einigungsbedingungen, die sich stundenlang hinzogen, konnte man schließlich der Straßenbahndirektion die Mitteilung machen, daß man zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit sei. Der Betrieb sollte um 1 Uhr ausgenommen wer­den, dann um 3 Uhr, dann um 4 Uhr, schließlich rollten 4.30 Uhr die ersten Wagen aus den Bahn­höfen auf die verrosteten Gleise in die Stadt. Mit einem Schlag waren die nach Hunderten zählenden Notfohrgelegenheiten aus dem Straßenbilde ver­schwunden, Der Straßenbahnbetrieb wickelt sich wieder im gewohnten Gleise ab. Diegoldenen" Tage für die Omnibusse sind vorüber. Goldene Tage im allerbesten Sinne des Wortes. Die Reichs- postverwaltung, die allein mehr als vierzig Omni­busse laufen ließ, hatte, wie uns von unterrichteter Seite berichtet wird, enorme Einnahmen. Einzelne Privatunternehmer heimsten für jeden Wagen durchschnittlich an jedem Tage einen Reingewinn von 500 Mark ein. Andererseits büßte die Stadt während des achttägigen Streifs täglich rund 20 000 Marf ein.

Todessturz auf der Rennbahn.

fpd. F r a n f f u r t a. M., 25. Okt. Die Sonn­tag nachmittag auf der Rennbahn des Stadions ftattgefunöcnen Fahrradrennen wurden gleich zu Anfang durch einen folgenschweren Unfall jäh unterbrochen. Der Rennfahrer Weiß aus Groß-Auheim stürzte mit seinem Rade und verstarb auf der Stelle. Die Rennen nahmen nach geraumer Zeit erst ihren Fortgang.

Buntes Allerlei.

Hunger und Liebe im Rattenreich

Hunger und Liebe herrschen nach Schillers Wort im Weltgetriebe,solang noch nicht die weite Welt Philosophie zusammenhält." Obwohl wir von diesem idealen Ziel noch weit entfernt sind, treten bei uns diese Haupttriebe doch nicht so deutlich hervor wie im Tierreich, sodaß sie sich dort leichter studieren laßen. Um Die Stärke Der verschiedenen Triebe und Hemmungen gegeneinander abzuwägen, hat Fred A. M 0 ß mit Ratten intere ante Untersuchungen vorgenommen.

In einem langen Rattenkasten befinden sich drei hinteinanderliegende Kammern mit durchgehenden Türen. In Der ersten Kammer A sind Die Ratten, Die zweite D trägt am Fußboden zwei elektrisch geladene Messingplatten und in Der örtlen C ist Futter, sodaß Die Ratten, um zur Nahrung zu ge­langen, über Die Platten hinweggehen müssen und Dabei einen elektrischen Schlag erhalten. Ein einziger Schlag von 90 Volt genügt, um dem Tier eine unüberwindliche Scheu vor den Platten beizubringen.

Zuerst wurde die Stärke Des Hungertriebes unter­sucht. Von vier Ratten, die die böse Erfahrung beim Gang durch Kammer B gemacht hatten, wagte sich nach 12-ftünDigcm Hungern keine einzige auf die Platten, nach 24 Stunden 1, nach 48 Stunden 3, nach 72 Stunden aber gingen alle 4 Natten über Die Platten zum Futter hin. Dieser Hunger- graD hatte also die Hemmung überwunden. Bei Der

Untersuchung des GeschlechtStriebS wurde in die Kammer 6 ein Weibchen gesetzt, und von 5 Männ­chen gingen 2 über die Platten. Waren aber Die Weibchen in A und Die Männchen in C, so wag­ten sich von 5 Weibchen 3 über Die Platten zu Den Männchen. Von Den 10 bei bleiern Versuch verwandten Tieren gingen unter sonst gleichen Be­dingungen 8 Tiere nach 72stünbigcm Hunger über Die Platten zum Futter. Cs ergab sich also, daß im Rattenreich die Liebe weniger stark wirkt als Der Hunger und Daß Die Männchen weniger ent­schlossen sind, Hindernisse zur Vereinigung zu über- winden, als bic Weibchen.

Um Gcschlechlstrieb unb Hunger unmittelbar gcgenelnanber abzuwögen. würbe bie Schlagplatte in B entfernt unb bort ein Männchen eingesetzt, bas Gelegenheit gehabt hatte zu lernen, baß c4 beim Verlassen von B in A ober C jeweils eine Stunde cingcivcnt wirb. In A würbe biefem Männchen Futter, in C ein Weibchen geboten. Von 5 Männchen, bie 72 Slimbcn gehungert hatten unb vor Die Wahl gestellt wurden, wählte nur ein ein­ziges Das Abteil C mit dem Weibchen. Alle üb­rigen gingen zum Futter. Wurden bie Ratten in A unter Wasser gesetzt, während in C kein Wasser war. aber auch feine Belohnung, so gingen bei einer Wassertemperatur von 25-20 Grad von 10 Ratten keine, bei 19-10 Grab 2, bei 9-5 Grab 5 Ratten über bie Platten. Sie wählten also von zwei Hebeln bas kleinere".

Weiter würbe gutpefütterten Ratten zwischen ihre Nahrung Käse auf bie schlagende Platte ge­legt. Nach 8 Tagen rührte keine der Ratten mehr den Käse an, auch wenn er ungeschützt vor sie gelegt wurde, unb bie Dressur erhielt sich eine Woche lang. Schließlich würbe untersucht, ob Hunger, Geschlechtö- trieb ober Strafen ein rascheres uub länger vorhal- tenbes Lernen ermöglichen. Es befanb sich nämlich in Der Snbkammer enttoeber Futter, nachdem die Tiere gehungert hatten, ober für gutgenährte Männ­chen ein Weibchen ober es würben bie anberen Kammern mit gestoßenem Eise belegt unb nur bie Enbkammer war bavon frei. Nach 30 Tagen würben bie Dressurversuche wiederholt. Dabei zeigte sich, baß Belohnungen beider Art besser wirkten als bic Strafe unb baß bie durch Liebe belohnten Tiere besser behielten als die durch Futter angelodtcn,

Wirtschaft.

Iu den Aus!andanleihen deutscher Kommunen.

Don zuständiger Seite wird uns geschrieben: Durch Die Presse gehen jetzt fast täglich Mel­dungen über Berhandlungen ober Abschlüsse von Anleihen deutscher 'Städte mit amerikanischen Geldgebern. Dadurch kann in der Oeffentlichkeit der Anschein erweckt werden, daß bereits eine große Anzahl deutscher Stadtanleihen Dem ame­rikanischer Kapitalmarkt zugeführt ivorden ist oder in Der nächsten Zeit zugefuhrt werden soll. Die beim Retchsfincrnzministerlum gebildete Bera­tungsstelle für Auslandkredite, bereit Begutach­tung Die Auslandkrebite der Kommunen unter­liegen, meist darauf hin, baß bisher mit Zu­stimmung Der Beratungsstelle nur die Anleihen der Städte Berlin, Köln und München in den Bereinigten Staaten von Amerika zur Ausgabe gelangt find. In letzter Zeit find verschiedentlich Anträge anderer Kommunen durch Die zustän­digen Landesregierungen der Beratungsstelle zur Begutachtung vorgelegt worben. Die Beratungs­stelle wird indes in allen Fällen die unbedingte Notwendigkeit und Nützlichkeit derartiger An­leiheanträge prüfen. Die Beratungsstelle steht auf dem Standpunkte, daß nur in ganz besonderen Ausnahmefällen die Produkttvltät der von Städten erstrebten Auslandkredite nachzuweisen sein wirb. Sie ist aber der Meinung, daß In allen Fällen, in Denen das nicht möglich ist, die Ausgabe von Auslandanleihen deutscher Städte im Hinblick auf Den Schuh Der deutschen Wäh­rung zu unterlassen ist. Es muß auch verhütet werden, daß die vom Auslande für bie deutsche Wirtschaft verfügbaren Gelder durch Anleiheaus­nahmen der Städte geschmälert werden: denn es erscheint viel dringlicher, Industrie und Land­wirtschaft, soweit sie die Kredite zur Hebung des Exportes oder mittelbar zur Minderung des Importes verwenden können, mit Auslandkredi- ten auszustatten, als den Kommunen Mittel zuzu­führen für Zwecke, die zwar an sich wertvoll sind, aber auf eine spätere Zeit zurückgestellt werden können.

Die Amerika-NnleiHen von Duisburg und Diisseldorf.

Wie Der DHD. bereits berichtet hat, haben die beiden Städte Duisburg und Düssel­dorf wegen einer Amerika-Anleihe in Höhe von 6 Millionen Dollar verhandelt. Diese Anleihen sind nunmehr $um Abschluß ge­langt, fallen aber zu Den Bedingungen Der all­gemeinen deutschen Etädteanleihen ausgenommen werden. Aus diesem Grunde verzögert sich die Genehmigung der Anleibe durch die Beratungs­stelle für Ausländsanleihen beim Reichssinanz-

sowle alle Arten v. Haulunrelnlgkeiten, Houtaueichlägen, wie Blütchen, Mitesser, etc. verschwind, d.tigl. Gebrauch d. echten ftadaenpferd

won Bergmann & Co., Radebeul, überall zu haben.

Kreu-Drog. Aageet Moll, Nemtadt-Drog. Hass Noll, P. J. Möbi, Seifenfabrik, Serwao'a-Vrog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. Waldschmldt, Drogerie Georg Wallenfels, Drogerie Otto Win'erholL 46c

Licht bewirtschaften

heißt, mit Licht Geld verdienen. Den Irrglauben vom Luxus des elef- ' irischen Lichtes beseitigt die Lichtwirffchost. Zeder lerne Licht richtig

anwenden. Oer Betriebsleiter muß seine Selbstkosten darauf prüfen, um wieviel sie durch verbesserte Beleuchtung vermindert werden können.

Das LlchthestLicht und Arbeit» ist bei (LlektrizitatSwerken, Osram-Derkaufs.

stellen und anderen Elektro-Fachgeschäften zum preise von 25 pf. erhältlich. 5

OS RAM