Einzelbild herunterladen

lu

lee

nnten keteq

tt

Ohle.

lcklt

L

lche Artikel itzt.

^Gebrauch.

i» ss

Laden!

suche

ießen

<?

'enleiW.

irtcn:

mn ich denNYMPHOSAN eide seit 5 Jahren an offaw Öffnung an eine Bessern; .sehen Ihres Lungeaba!sar ampfhaftc Husten wwi< lärkende Schlaf hat sich ch auch langsam. Ich »an Krankheit betroffene MU' ingehenden Dankschreiben, rr.pept. ozyd. liqu. im* lasche Mk. 3.-. Zu haber

icn Engel".

München 38. «VA

Prima UollMtettj mit 2 Schlößen u. Griff, per Stück

Mk.8.-

I-Tresore

rfgeld

ifsbeutel alenVolledenortm

7.50««

IKSWÜ18

Lederwaren

Mor9en iw®*61'

llr. 48 Erster Blatt

175. Jahrgang

Bonneistag, 20. sesrnar 1925

Erscheint täglich, anher Soitru and Feiertags.

Beilagen:

BiehenerFamaltenblätter Heimat im Bild.

Moaats'8e;rgspreis: 2 Goldmark u. 20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftlettnng 112, Der« lag undGeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: AnzeigerOietze».

poitscheckfonto: grau find a. M. 11SM.

GtetzetmAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Vrvck vnö Verlag: vrühl'sche Univerfilüts-Vuch- und Sletnörudcrei R. Lange in Sietzen. 5chriftlei1ung und GeschLstrflelle: Zchnlttratze 7.

Iwnalee Hl Bnjciaen für die lageenemmer bif jum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichbeit Preis für I mm Höhe für A..zeigen von 27 mm Brette ortlid>8, auswärts 10 (Bolbpfennig; für Ne^ Klame-Anzeigen v 70>nw Breit« 36 Goldpfennig Platzvorschrist 20' .Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Or Fnedr. Wild Lange: für den übrigen Teil Ernst Dlumschem: für der Anzeigenteil: Han» 'Be<f sämtlich in Gießen.

Die Auseinandersetzung im Zentrum.

Herr Marx, der ejrtra nach Hamm geschickt wurde, um die Papen und Loennarh wieder zur Fraktion zulückzuführen, hat. wenn man den Worten der Berliner .Germania" Glauben schen­ken will, einen vollen Erfolg erzielt. Jeden­falls behauptet sie, dah die Einheitlichkeit der preußischen ZentrumSsraktion jetzt nicht mehr in Zweifel gezogen werden könne. 3n Rhein­land-Westfalen denkt aber die ländliche Bevölkerung doch immer noch ander-. Am linken Niederrhein und in Westfalen-Rord hat sich die Landwirtschaft auf - neue für Papen und Loennartz ausgesprochen. Man begreift jetzt auch den Aerger derGer­mania" über die landwirtschaftlichen Beiräte, ge­gen die sie in einer Besprechung der Ergebnisse von Hamm heftig zu Felde Aog. Sie versucht sich -war heute damit beraub ureben, dah sie auch alle anderen anderen Beiräte gemeint habe, es dürfte aber wohl feststehen, dah während der nichtöffentlichen Verhandlungen in Hamm die ländlichen Dertreter gegen die Politik des linken Flügels auf daS schärfste pro­testiert und nur mit Rücksicht aus die Par­tei und dem ihnen nahestehenden Abgeordneten Herold sich veranlaht gesehen haben, den Kampf nicht in der Oeffentltchkeit auSzutragen. Am 3. März wird die Fraktion des Zentrum- wieder zusammentreten, bi- dahin muh sich der Klärungflprozeh vollzogen haben. Soviel steht jedenfalls nach wie vor fest, dah Papen und Loennartz, die übrigen- noch Zuzug erhalten haben, auf Grund des ihnen von ihrer Wähler­schaft bekundeten Vertrauen- nun erst rech! nicht daran denken werden, ihre Mandate der Partei zur Verfügung zu stellen.

Die rheinisch-westfälische Land­wirtschaft hinter den gemaß­regelten Abgeordneten.

Köln, 26. Febr. (SH.) Die Mastregeluna Her beiden Zentrum-abgeordneten W-narh und v. Papen wird in der gesamten ländlichen -Presse de- Rheinland- und Westfalen- eifrig erörtert. DaS führende Organ der westdeutschen oandwtrtschaft, die .Westdeutsche Sagefl» settung, nimmt heute eingehend dazu Stel­lung. Sie weist darauf hin, dah die Reichstagfl- abge-ordneten Dr. Wirth und Imbusch bei der Abstimmung über das Vertrauensvotum für die Reichflregterung sich von der Auffassung der Zentrumspartei viel weiter entfernt .hätten als es jetzt die Herren Lönarh und von Papen getan hätten. Sfl wird gefragt, warum nicht gegen den Exkamler Dr. Wirth und den Gewerkschaftler Imbusch, der doch sicherlich auf seine Art die bet v. Papen und Lönartz so stark verurteilten berus-ständische n Sonder» wünsche vertrat, da- fraktionelle Schergen­gericht au-geführt worden ist. Diese Frage sei nicht nur angebracht, sondern im Augenblick von höchster Wichtigkeit. Die Landwirtschaft müsse Männer, die unter Hintansetzung der eigenen Person die beruf-ständischen Interessen der Landbevölkerung vertreten, mit aller nur mögl tchen Energie unterstützen.

In der gestrigen Sitzung de- Vorstände- de- OrtsvereinS der Arbeitsgemeinschaft der Äreifl- bauern,djaft Offen Stadt und Land und Mühlheim-DuiSburg (Rheinischer ^Dauern-Derein DezirkS-Verband Düsseldorf I) wurde in einer Entschließung den preußischen Landtagsabgeordneten von Papen, Lön- n a r tz und Baumann daS vollste Ver­trauen ausgesprochen und die Abgeord­neten gebeten, ihre Mandate weiter aufl- » u ü b e tu Die Entschließung stellt weiter fest, daß die genannten TTbgeorbneten sich in den letzten Wochen bemüht haben, die berusSstän- bischen Forderungen der westdeutschen Landwirt­schaft der Zentrumspartei zur Anerkennung zu bringen.

Zur Regierungsbildung in Hessen.

(Don unserer Darmstädter Redaktion.)

Darmstadt 25 Fcbr. Die Verhandlungen zur Regierungsbildung werden gegerarärtig immer noch von der Demokratischen Partei ge­führt. Sie zielen augenblicklich dahin, eine De - amt en regierung zustande zu bringen, die ihrem Wesen nach keine ausgesprochenen Partei- fendenzen verfolgt Ob die Bemühungen nach dieser Richtung hin Erfolg haben, läßt sich zur Zeit nicht sagen, doch dürsten darüber die nächsten Sage schon Klarheit bringen. Wesentlich für die Bildung deS Kabinetts aus dieser überparteilichen Grundlage wird die Haltung des Zen­trums sein. Daß die alte Regierung s- k o a l i t i o n wiederkehrt, ist nicht wahrscheinlich, liegt aber auch nicht ganz außerhalb des Be­reiches der Möglichkeit. Bis in die jüngste Zeit ist von führenden Persönlichkeiten des Zentrums die Wiederanknüpfung der Verbindung zwischen Sozialdemokratie.Demokratie und Zentrum zu einer Regierungsmehrheit, der sog. Kleinen Koalition, abgelehnt worden. Während die Lftrksparteien wohl immer noch auf einen Umfaß des Zentrums hoffen, glaubt man in anderen Streifen, daß es sich zufrieden gibt, wenn ihm in einer Beamtenregierung ein einflußreicher Posten eingeraumt wird und es so seine Belange wahren lärm.

Am Freitag werden, wie es heißt, die Vertreter des Zentrums zusammenkommen, um zu der Frage der Regierungsbildung erneut

Die Türkei

und das griechisch-südslawische Bündnis.

Zwischen Jugoslawien und Griechenland ist ein Abwehrbündnis geschlossen worden, das sich in der Hauptsache gegen öie Türkei richtet, deren energisches Vorgehen in der P a - triarchensroge und Zurückbesinnen auf eine nationaltürkische Polittik den Unwillen Griechenlands und der übrigen Balkanmächte hervorgerufen hat. Daß diese- Bündnis die volleBikligungEngla nds gefunden hat. braucht nicht zu wundern, da ja England schon immer in Griechenland einen besonderen Einfluß ausgeübt hat und außerdem in dem Bündnis eine Gelegenheit sieht, seine Machtposition auf dem Balkan gegenüber Italien zu stärken. Die Frage der albanischen Oelkonzes- Honen haben ja auch deutlich die englische Rührigkeit auf dem Balkan offenbart. Zudem wird auch England jede- Bündnis gegen die Türkei billigen und unterstützen, dessen Rivalltät In Kleinasien ihm Unannehmlichkeiten und Ver­luste bringt.

Interessant ist immerhin auch bet diesem Bündnis und seiner Billigung durch England, dah sich darin auch der Interessengegen­satz zwischen Englandund Frankreich offenbart, dessen Einfluß sich hauptsächlich in der Türkei bemerkbar macht. Dor einigen Wochen erst hat die türkische Regierung ein Abkommen mit Frankreich getroffen, nach dem französische Offiziere al- Instrukteure nach der Türkei ge­schickt werden sollen. Auch die Vermittlerrolle, die Frankreich in dem Patriarchenkonslikt spielte, zeigt deutlich die Bemühungen der fran­zösischen Regierung um die Türkei.

Dah sich die Türkei durch diese- Bündnis Griechenlands mit Jugoslawien nicht einschüch- tern lassen wird, beweist die Rede Schükri Kaja Deys über die Außenpolitik der Türkei, in der er besonder- hervvrhob, dah die Angora- Regierung im Gegensatz zu der letzten o-rna- nischen Periode eine rein türkische Politik betreiben werde. Sie werde alle- aufbieten, die Grenzen und Rechte der Türkei zu schützen und nicht dulden, dah sich eine fremde Macht In die inneren Angelegenheiten des Landes einmische.

Au- diesem Grunde ist es nut selbstverständ­lich. dah die Türkei jede Einmischung befl Völker­bundes in den Patriarchenkonslikt ablehnt und auch keine Einladung des Völkerbun­des zu Verhandlungen darüber anntmmt Sie betrachtet die Patriarchenfrage als eine innere Angelegenheit der Türkei, well der Patriarch von der gemischten Kommission auf die AuS- tauschliste gesetzt worden war, und sich wobl auch bei seiner Amtsführung nicht von politischen Quertreibereien sreigehalten hat, wie es seiner Würde entsprochen hätte. Gestützt auf ihr gute« Recht kann die Türkei ihren ablehnenden Stand- punft entnehmen und der Völkerbund wird auch, wenn er nicht noch mehr an Prestige einbüßen will, nichts weiter tun können, als Griechenland davon zu überzeugen, dah fein Einspruch un­gerechtfertigt ist.

Aufstand in Kurdistan.

Die Kurden

gegen bvt türkische Herrschaft.

Angora, 25. Febr. (Anatolische Telegra- phcnagentur.» Ein gewisser Scheich Said ent­fachte durch Mißbrauch des Vertrauens des un­wissenden Dollefl unter dem Vorwand religiöser Grunde einen Ausstand in Kurdistan. Die türkische Regierung hat zur Wiederherstellung der Ordnung scharfe Maßnahmen er­griffen und den Belagerungszustand

in dem fraglichen Gebiet verkündigt. In einer Versammlung der Volk-Partei am 24. Febr. hat die Partei die Maßnahmen der Regierung gutgeheißen.

Der Führer der kurdischen Aufständischen ist daS Oberhaupt der Rakschibendi-Derwische, einer wichtigen Drüberschaft mit Zweigen' in Persien. Chiwa und Duchara. Der Scheich genießt auch großen Einfluh in gewissen Teilen Kurdistans. Es wirb mitgeteilt, dah eine Anzahl türkischer Offiziere die während der Restorianischen Unruhen nach M o s s u l flohen, die Dewegung organisieren. Unter ihnen befindet sich ein ge­wisser Rewreh Dey, ein Stabsoffizier mit großer Erfahrung, der auf der Liste der 150 präskribierten Personen steht, die nach den De- stimmungen des Vertrages von Lausanne nicht nach der Türkei zurückkehren dürfen. Es war geplant, den Ausstand er st im März beginnen zu lassen, er brach jedoch vorzeitig aus. Ein unter dem Vorsitz von Vlustapha Kemal Pascha abgehaltener außerordentlicher Kabinetts- rat tagte in später Stunde vorgestern abend, um die Lage zu erörtern und die wirtsamstcn Maßnahmen zu erw. gen. Verschiedene extremisti­sche Abgeordnete traten für die Ausdehnung des Delagerungszustandes auf Kon­stantinopel und Trapezunt ein. Es geht auch das Gerücht, dah eine Abordnung von Depu­tierten entsandt wird, um mit den Auf­ständischen zu verhandeln. In der Rational­versammlung gab gestern Premierminister F e t h y Dey eine Erklärung über den kurdischen Aus­stand ab. Er sagte, der Aufstand habe begonnen infolge der Versuche der Dehörden, zwei An­hänger des Scheichs Said in Ghedj, au verhaften. Die Anhänger des Scheichs setzten ihrer Verhaf­tung Widerstand entgegen, verwundeten meh­rere Gendarmen und nahmen den besehlshabcnden Offizier gefangen.

Premierminister Fethy Deh la- eine Proklama­tion des Scheichs vor, die folgende Punkte ent­hält: Bildung einer kurdischen Regierung, Wie­derherstellung de- Kalifat-, Beobachtung befl Echeria und der religiösen Gesetze, Absetzung der augenblicklichen türkischen Regierung.

Eine spätere Konstanttnopler Aaenturmeldung besagt, bah die schriftliche Proklamation des Scheichs, die an der Mauer gegenüber dem Re­gierungspalast in Diarbekir angeschlagen wurde, erklärt, dah geplant sei, einen der Söhne Sul­tans Abdul Hamid zum König von K u r d i st a n zu prollamieren. Rach einer wei­teren Meldung aus Konstantinopel bombardierte die türkische Flottille das Dorf Haten, in dem dar Scheichs wohnt. Der Befehlshaber der Flot­tille gab an, dah unter der Bevölkerung große Panik herrschte und beträchtlicher Schaden an­gerichtet wird. Eine spätere ^Matin^-Meldung aus Konstantinopel will wissen, dah sich der Auf­stand in Turkestan immer weiter ausbrei- t e t und dah die Aufständischen Elziz-Djarbekir eingenommen haben. Weiter wird gemeldet, dah türkische Soldaten der Gendarmerie-Abteilung zu den Aufständischen übergegangen sind. Der tür­kische Ministerpräsident Fethy Dey teilte in der Rationalversammlung mit, dah ein Haftbe­fehl gegen 2 Anhänger des Said den Anlah zu der Revolte gegeben habe. Die beiden Par­teigänger und ihre Freunde hätten auf die tür­kischen Gendarmen, die zu ihrer Verhaftung schrei­ten wollten, heftiges Gewehrfeuer eröff­net und bann die Flucht ergriffen. Die Zahl der Aufständischen wirb auf 20 000 geschätzt.

Stellung zu nehmen. Wahrscheinlich liegen bann Ergebnisse der Besprechungen zwischen Zentrum und Demokraten vor, und möglicherweise sind von dieser Sitzung entscheidende Schritte nach der einen oder der anderen Seite bin vom Zentrum zu erwarten. Auch die Sozialdemokraten halten am Freitag eine Fraktionssitzung ab.

Heute Dormütag fanden Verhandlungen zwi­schen Vertretern des Zentrums und der Demo­kraten statt. Vom Zentrum nahm Ministerialrat Kirnberger daran teil; man schließt daraus, daß er für einen führenden Posten in der neuen Regierung aus erseh en ist.

Der Kampf

um die Aufwertung.

Ein hessisches Ersuchen der Reichs­regterung in der Aufwertuugsfrage.

Darmstadt, 25. Febr. (TU.) Der hes­sische Landesverband der Hypothe- lenglä ubig er und Sparers chuhver» bände für das Deutsche Reich bat an die Reichsregierung, den Reichstag und die Reichs­tagsfraktionen, an die hessifche Staat-regierung, den hessischen Landtag unö die Lanbtag-frakiivnen eine Entschließung gesandt, in der schärfster Pro­test erhoben wird gegen die von wirtschaft­lichen Spitzenverbänden gestellte For­derung, die in der 3. Steuernotverord- n u n g getroffene, mit Recht und Gesetz im Wider­spruch stehende Regelung der Aufwer- tungsfrage zur dauernden Gesetze«- n o r m z u erheben oder den Aufwertung-- sah nur unwesentlich zu' erhöhen. In der Enk^ schliehung heiht es u. a.:

Die Behauptung der Aufwertungsgegner, eine gerechte Aufwertung werde den Bestand

unserer Währung erschüttern, ist völlig haltlos und längst widerlegt. Das Aufwertungsproblem ist kein Rückzahlungs-, sondern ein Anerken­nung-- und Verzinsungsproblem. Der Gesetzentwurf des Präsidenten Dr. Best fordert einen gerechten Ausgleich zwischen Gläu­bigern unb Schuldnern nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit der letzteren. Er enthält damit die denkbar sicherste Garantie gegen jede Ueberspannung dessen, was dem Privatschuloner und damit der gesamten Wirtschaft auferlegt werden kann. Reben der Regelung der privaten Schuldverhältnisse blldet der sofortige Be­ginn einer mäßigen Verzinsung der öffentlichen Anleihen die dringendste Frage. Auf Grund der Beschlüsse der Delegierten- Derfammlung befl Hessischen Landesverbandes und im Ramen der hessischen Sparer wird zum Schluß die Reichsregierung sowie der Reichstag auf- gefordert, unverzüglich eine gerechte Lösung der Aufwertungsftage auf der Grundlage der Forde­rungen des Sparerschutzverbandes, insbesondere der Vorschläge des Gesetzentwurfes des Ober­landesgerichtspräsidenten Dr. Best nach dem Grundsatz von Treu und Glauben durchzuführen.

Ein Dawesplan für Frankreich.

London. 25. Febr. (TU.) Der ReichS- verband der britischen Industrte hat dem Schahkanzler Churchill in einem Me­morandum den Standpunkt der britischen Indu­strie in der Frage der interalliierten Schulden dargelegt. Unter Hinweis auf die schwere Be­lastung der Industrie durch die Kriegsschulden fordert der Reichsverband die Anwendung des Dawes-Sy st ems auf Frankreich, damit England auf diesem Wege zu feinen be­rechtigten Ansprüchen tarne.

DieAbrüstungskonferenz

Das erste Ergebt, S des französisch englischen Meinungsaustausches.

Pari-, 25. Febr. (TU.) Wie in diplo« malischen Pariser Kreisen verlautet, liegt sei» heute abend da- erste greifbare Ergebnis dcS fran­zösisch-englischen Meinung-au-tauschcS vor. Aus die britischen Vorstellungen hin hat sich Frank­reich damit einverstanden erllärt, baß aus der Abrüstungskonferenz lediglich der K o n t r o l l b e r i ch t und die Frage der Räumung Kölns behandelt werden. Die englische Regierung hat da,ür ihre Forderung auf Festsetzung der F r i st für die Räu­mung der Kölner Zone zurückgezogen.

Der Sicherheitspakt.

London, 26. Febr. (WTD. Funkspruch.) Der diplomatische Derichterstatier desSatin Telegraph" schreibt: Der Gedanke etnefl eng­lisch-französisch-belgischen Pa'tes ohne Deutsch­lands Beteiligung finde entfch eben weniger An­hänger in ministeriellen Kreisen alS der Ge­danke eines gegenseitigen regiona­len Abkommens zwischen diese nM ä ch- t e n und Deutschland. Letzteres würde, wie seine Verfechter sagen, weit mehr ben Geiste des Völkerbundes entspreche und würde die Spaltung Europas in zwei Lager verhindern sowie gleichzeitig genügen. Deutschland nicht in die Arme Sowjetrußlands oder irgendeiner asiatischen Kombination zu treiben In französischen Kreisen werde Loucheurs Ge danke einer autonomen neutralisierter recbtsrheini schen Republik Innerhalb des Reiches bei gleichzeitiger Abtrennung von Preußen und unter Au ssicht befl Völkerbundes viel erörtert als ein ernster Puffer zwischen Frankreich und Deutschland.

Die Veröffentlichung des Kontrollberichts.

Chamberlain im Unterhaus.

London. 25. Febr. (W TB )Im Unterhaufl richtete Thomson an den Staatssekretär für aus­wärtige Angelegenheiten die Frage, ob er bereit sei, mitzutellen, was der Grund für die Verzögerung des Derichtes der inter­alliierten Militärkvntrollkomrnis- sion sei. Ehamberlain antwortete, die Frage beruhe auf einem Mißverständnis. In Wirklichkeit läge keinerlei Verzöge­rung hinsichtlich des Berichtes vor, der sehr umfangreich sei und der bei dem interalliierten Militärkomitee in Versailles, an das er gerichtet sei, erst am 18. Februar eingegangen sei. Diesefl Komitee habe die Pflicht, den Bericht zu prüfen und seine Bemerkungen der Dotschafterkonferenz zu übermitteln, die an die alliierten Regierungen berichtet werden. Die Frage der Veröffent­lichung müsse von den Alliierten in Verhand­lungen entschieden werden.

Ich wünsche, so erklärte Chamberlain, jetzt keine Ansicht zu äußern. Ich will nur fegen, daß ich erkennen kann, daß das Zjel der Alli­ierten darin bestehen muß, die Erfüllung derjenigen Bestimmungen des Versailler Ver­trages zu erlangen, von denen dieser Vertrag ausdrücklich eine Ermäßig ung der De - setzungszeit der Kölner Zone abhängig macht. Wenn dem so ist, so toürröe es scheinen, daß eine geeignete oder überhaupt irgendwelche Ver- öffentlichung davon abhängig sein muß. o b b t < Veröffentlichung der Erfüllung bet Wünsche ber Alliierten und ihrer direk­ten Forderungen, habet auch der Räumung bei Kölner Zone, eine Erleichterung gewäh­ren würde. Der Abg. Benz fragte darauf, ok es im Hinblick darauf, daß zu wiederholten Ma­len öffentlich erklärt worden fei, daß Deutsch­land seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt habe, nicht wünschenswert sei, daß Einzelheiten ber Vorwürfe veröffent­licht würben. Chamberlain ertotberte, er habe eine sorgfältig erwogene Erklärung abgegeben. Er halte es im gegenwärtigen Augenblick nicht für geeignet, auf bie Angelegenheit zurückzu­kommen.

Amerika und England.

Amerikanische Marinercden.

Reuyork, 25. Febr. iKobeldienst der Tele» graphenunion.) Admiral Phelpe. Mitgied befl amerikanoifchen Flottenausschusses, dem die be­fähigten Offiziere angehören, hielt vor dem na­tionalen Frauenausschuß eine äußerf^ scharfe Redr gegen England. Er erklärte, dah nur eint starke Flotte e- verhindern könne, daß bic zwischen England und Amerika bestehenden Diffe­renzen nicht schließlich zu einem Konfllkt führen. Amerika habe nicht, wie es von England er­wartet wurde, nach dem Kriege seine Handels­flotte verringert und England die Ruhnießung des Handel- wie vor dem Kriege allein über­lassen. England versuche, die Seenationen zur Festlegung auf dem Grundsätze zu veranlassen, daß alle Seewege allen gehören. England hoffe, Amerika durch ein derartiges Abkommen mit Skandinavien, Deutschland, Holland, Belgien und Japan zu zwingen, seinen Küstenhanbe' allen freizugeben.

Es sei möglich, daß dieser Punkt in da- Genfer Protokoll gebracht toerbe. Der größte Teil der Oelvorräte der Well wäre unte* englischer Kontrolle innerhalb eine., weiteren Generation würden die amerikanischen Oveile» erschöpf/ [üp. De-baD- *v3Äe die