Ausgabe 
24.12.1925
 
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scheidenden Angriff begonnen habe. Wenn seine Armee eine Aiederlage erleide, werde er anher Landes seine Zuflucht suchen.

KuoSunglingausdemRüÄmarkch

Schanghai, 23. Dez. (WTB.) Eine japw nische Meldung ans Mulden besagt, baß der Hauptangriff Kuo Sung-Lings gegen Tschana Tso-lin. der gestern abend begann, ge - scheitert sei. Die Streitkräfte Kuo Sung- lings befänden sich zur Zeit auf dem Süd» zug in Richtung auf Hfinmin-Fu

Keine amtliche Bestätigung von der Einnahme von Tientsin.

London. 24. Dez. (WTB. Funkspruch.) LautMvrnina Post" ist in London noch keine amtliche De stä t ig un g von der Meldung über die Einnahme Tientsins durch Feng°Puh°Siang eingetroffen.

Das japanische Kabinett berat über China.

London. 23. Dez. Aach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Tokio ver­laut^ amtlich, daß das Kabinett sich bei der Beratung über die Fragen, die die Mand­schurei betreffen, auch mit der

japanseindlichen Stimmung in China befaßt und seiner Meinung dahin Ausdruck gegeben habe, bah, so bedauerlich diese Stimmung auch sei, das gegenwärtige Dorgehen Japans zum Schuhe der japanischen Interessen notwendig sei, dos; Japan völlig neutral sei und weder einen stärkeren Einfluß in China zu erreichen beabsichtige, noch irgendwelche anderen we'.ter- gehenden Beweggründe habe. Die japanischen Truppen würben Mulden verlassen, sobald es die Lage gestatte.

Die Untersuchung der Mai- ur.ruhen in Schon Hai.

Peking, 23. Dez. (WTB.) Die mit der Untersuchung der blutigen Zwischenfälle in Schanghai im vergangenen Mai betraute Kommssst.-n erstattete einen 'Bericht, der beiagr, daß eine einmütige Entscheidung der juristischrn Be­vollmächtigten nicht erzielt werden konnte, und daß deshalb jedes Kommissionsmitglied einen be­sonderen Bericht vorlegte. Der Bericht des amerikanischen Bevollmächtigten be­lastet don Leiter der englischen Polizei in Schanhai mit einem Teil der Schuld, dagegen haben der englische und der japanische Vertreter an der Haltung der Polizei in den kritischen Tagen nichts zu tadeln. Der Prä­sident der Gemeindeverwaltung in Schanghai stellte fest, daß der Leiter der Polizei und ein anderer englischer Beamter vom Amt zurück­traten, und daß die Gemeindeverwaltung für die Hinterbliebenen der bei den Zwischenfällen Ge­töteten einen Scheck im Betrage von 75 000 Dollar zur Verfügung stellte.

Ein russisch-türkischer Neutraiitätsvertrag.

Angora, 23. Dez. (Wolff.) Das offiziöse BlattHakimieti M i l l i e" veröffentlicht den Wortlaut des zwischen Rußland und der Türkei am 17. Dezember in Paris unterzeich- neten Vertrages. Dieser enthält drei Ar- titel und drei Protokolle, die die R e u 1 r a l i - tat beider Parteien garantieren. Beiden Par- 7 teien ist

vollständige Freiheit in ihren Beziehungen zu dritten Staaien

gegeben, wobei die Bestimmungen des vorliegen­den Vertrages zu beachten sind.

Reuter meldet aus Konstantinopel: Die Ansicht des RegierungsorgansHackmieti Millie" üver die Unterzeichnung des Vertrages gegenseitiger Reu'.ralitat zwischen der Türkei - und der Sowjetunion sei, daß die Bedeutung dieses Abkommens unmittelbar nach der Entscheidung des Völkerbundsrates im M o s s u l st r e i t nicht der Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit entgehen könne, daß aber trotzdem dieser Vertrag nicht als eine Drohung gegen irgend jemand beabsichtigt fei, sondern als eine

Antwort auf den kürzlich unter den West» fiaaien aigeschlossenen SicherheitSpakt angesehen werden könne. Das Ablommen sichere in Wirtlichkeit Aktionsfreiheit gegen orientalische Staaten.

Der Korrespondent derTimes" in Angora hat in türkischen politischen Kreisen eine Enquete darüber angestellt, wie man den russisch-türkischen Vertrag auffaßt. Er glaubt darüber folgendes mit­teilen zu können: Nach dem Geisteszustand in An­gora zu urteilen, werde die

Türkei von nun ab den Völkerbund als einen wirklichen Feind betrachten.

Der neue Vertrag sei deshalb deutlich gegen den Völkerbund gerichtet, den man anklage, allein den europäischen Interessen und hauptsäch­lich England zu dienen und der erklärte Gegner des Orients zu sein. Unter diesem Gesichtspunkt könnte der türkisch-russische Vertrag sogar als ein Versuch angesehen werden, einen

neuen asiatischen Völkerbund zu bilden, der sich gegen den Genfer Völ­kerbund wendet, und um dessen Fahne sich nach und nach sämtliche Völker des Orients icharen wür­den. Diese Idee liege auf jeden Fall in der Luft und drohe wahr zu werden. Aber man würde in Europa Unrecht haben zu glauben, daß dieser Vertrag besagen wolle, Angora wolle sich übereilt in einen bewaffneten Widerstand stürzen. Die kühle Vernunft, jeder Leidensck)aft bar, be­seele die führenden Manner von Angora, die gegen niemanden eine drohende Haltung einnehmen woll- fen. Ihre gegenwärtige Ueberzeugung sei einfach, daß der neue Vertrag die Sicherheiten gebe, bi» der Türkei gefehlt haben, und gleichzeitig ihre Verkeidigungsmittel vermehre.

Das Echo in Paris.

Paris, 23. Dez. (WB.) Dem am 23.Dez. in Paris abgeschlossenen türkis ch-russi­sche y Reutralitätsvertrag wirb von der Äl'endpresfe eine große Bedeutung beige­legt .DerTemps" 'chreibt. Man hatte sich gefragt, welche Antwort die Regierung von Angora auf den Beschluß des Völkerbun­des in der M o s s u l f r a g e erteilen werde. Jetzt ist man hierüber aufgeklärt. Die ttnkerzeich-- nung des Vertrages ist ein Ereignis, dessen Bedeutung man nicht verkennen darf, denn er wird im ganzen Orient st arten Wider­

hall finden. Die Türkei hat dein Döllerbund in der Mofsulfrage eine Antwort erteilt und Rußland eine solche auf den Vertrag von Locarno. Beide Vertrüge richten sich jedoch direkt gegen England.

Auch das Wirtschaftsblatt dieInformation" legt den Vertrag in der gleichen Weise aus und bezeichnet ihn für die Türkei als eine Garantie gegen England, und für So- wjetrußland als eine Garantie gegen Lo­carno. Angesichts dieser Verträge habe die westeuropäische Diplomatie keine leichte Aufgabe. Sie müsse durch die Tatsachen beweisen, daß ßoearno eine Geste des europäischen Friedens uni> daß der Sicherheitspakt gegen niemanden gerichtet fei, und daß der englisch-türkische Kon­flikt von Mossul durch direkte Verhau»' fungen auf freundschaftliche Weise geregelt werden könne.

DasJournal des Debats" fragt: Wie find die freundschaftlichen Versprechungen. die Tschitscherin und Ruchdy Bey einander gegeben haben, zu werten? Die Türkei und Rußland seien hauptsächlich rivalisierende Mächte, doch würden sich beide unter ihrem gegenwärtigen Regime dem Teufel verschreiben, um den West Mächten Schaden zuzufügen. Baldwins Unterredung m't dem

türkischen Botschafter.

London, 23. Dez. (TT1.) Dis gestrige Unter­redung zwischen Baldwin und bem türki­schen Botschafter ist ohne jedes Er --

Nur Faszisten können Ehrenämter bekleiden.

Mailand, 24. Dez. (Sil.) Der frühere Ministerpräsident G i o l i t t i ist als Provinzrat von Cuneo zurückgetreten, weil die Mehrheit be­schlossen batte, daß die Vorstandsmitglie­der nur aus Faszisten bestehen dürf- 1 e n. Aus Solidarität mit Giolitti ist auch der frühere Minister Soleri als Provinzrat zurück- getreten.

Die Finanzpläne Doumers.

Paris, 23. Dez. (Wolff.) Finanzminister Do um er wird morgen dem Parlament feine Finanzpläne unterbreiten, durch die der Aus­gleich des Budgets für 1925 fichergestellt wer­den soll. Das Budget für 1925 hat ein Defi - z i t von annähernd sechs Milliarden. Um es zu beseitigen, wird der Finanzminister Vorschlägen, für 1926 die drei Milliarden neuer Steuern, die als Vorschlag des zurückgetretenen Finanzministers übernommen werden, beizu­behalten, ferner den Tabakspreis so zu erhöhen, daß eine Mehreinnahme von 600 Millionen Franken erzielt wird, eine Taxe auf den Export zu legen, durch die ebenfalls 800 Millionen Franken erzielt werden sollen. Zwecks Sanierung der Finanzen schlägt der Minister die Schaffung einer Amortisationslasse, der jährlich eine Summe von annähernd zwei Milliarden zufließen soll.

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des Gteßsuev Ämelsevs fite feine Lefsv ifi von dem BsvSmsV Male« Mofestov Lueia« Vesnhavd sntwokße«. Ln dvei bunten Savbsn «nf ßEüsem holzfreien ^artonvavtev sedrmSt, stellt sich als srtchmackvoVsv Wandschmuck dar der

MünMerSalendsv 1926

gebnis gewesen. Der diplomatische Korrespon­dent desDaily Telegraph" nennt sie eine diplo­matische Geste. Mehr hätte in Abwesenheit Austen Chamberlains nicht getan werden können. Das Kabinett scheint im übrigen nicht einstimmig von der Zweckmäßigkeit der Unterredung über­zeugt gewesen zu sein. Dem türkischm Botschafter ist, wie dieWestminster Gazette" schreibt, zu verstehen gegeben worden, daß, abgesehen von kleinen Grenzberichtigungen natürlich von einer

Revision der Entscheidung des Völkerbundes keine Rede

fein könne. Der türkische Botschafter soll sich dar­auf beschränkt haben, den Standpunkt seiner Re­gierung noch einmal ztz wiederholen, Immerhin begrüßt man in London auch diese Unterredung als einen Beweis für die Möglichkeit einer fried­lichen Verständigung mit der Türkei.

Ende der MUitärkontrolle in Bulgarien.

Sofia, 23. Dez. (TU.) Die Gesandten der Ententemächte übergab?n gestern d:m bul­garischen Außenminister K a l f o f f d e Rote über die Aufhebung der interalliierten M i l i t ä r k o n t r o l l e, die ab^r provisorisch so­lange aufrechterhalten bleiben soll, bis der Völ­kerbund die Kontrolle übernehmen kann.

Ein neuer Verwelschungsplan für Südtirol.

Berlin, 23. Dez. (Abendblätter.) Der Lokalanzeiger" meldet aus Rom: Rach dem faszistischenImpero" wird im Ministerium des Innern der laizistisch? Vorschlag geprüft, Bozen zur Hauptstadt einer Provinz zu machen, zu der die Kreife Bozen, Bruneck, Brix en. Meran und Cavalose gehören sollen. Auf diese Weise würde die neue Provinz Bozen etwa 250 000 Einwohner haben, von denen 150 000 Deutsche, 30 000 Ladiner und 79000 Italiener wären. Eine einzige große deutsche Zeitung mit dem TitelAlpe?rzeitung" soll er­scheinen. Dieses Blatt wird dazu bestimmt sein, die deutsche Bevölkerung italienisch zu machen. Zum neuen Präfekten von Bozen soll eine dem Ministerpräsidenten nahestehende be­kannte Persönlichkeit vorgesehen sein.

Täglich neue Vergewaltigungen der Deutschen.

Bozen, 23. Dez. (TU.) Sin Zivilist und ein Karabinieri kamen in ein Privathaus in Bruneck und verfügten die sofortige Einstel­lung des deutschen Unterrichts, den Frl. Gemaßmer einigen Kindern erteilte. Mittlerweile kamen vier weitere Carabinieri ins Lokal. Den Kindern wurden nun die Schul­taschen durchsucht und alle deutschen Bü­cher und Hefte weggsnommen, einschließlich der Katechismen. Auch die Schiefertafeln wurden mit­genommen. Rach genauester Hausdurchsuchung mußte sich daS Fräulein in Begleitung der sechs Männer (fünf Karabinieri) zur Unterpräfektur begeben. In ihrer Abwesenheit wurde ihr Zim­mer genau durchsucht. Reisepaß. Schulzeugnisse, Vormerkungen, selbst ein ge Kunstleckert-n wurden mitgenommen. Sic wurde auch gefragt, ob ihr Vater Staatsbeamter fei, bejahenden'ails wäre derselbe sofort entlassen worden. Fräulein Ge­maßmer erhielt kodann einen Abschubbefehl nach Bozen. Bei Abfahrt des Zuges veranstaltete die Bevölkerung von Bruneck herzliche Sym­pathiekundgebungen. In dem kleinen Orte Montaii gab es eine wahre Treibjagd nach Lehrpersonen und deutschem H a u s u n t e r r i ch t, an der sich sechs Amts­personen beteiligten. Auch hier wurden einige Fibeln, Tafeln und Rechenbücher weggenommen.

Andererseits soll durch sie regelmäßig eine Summe von etwa einer Milliarde an die Dank von Franlreich abgeführt werden, um die Vor­schüsse an den Staat zu amortisieren. Die rest­lichen drei Milliarden will der Finanzminister durch Verdoppelung der Umsatzsteuer, ferner durch die Schaffung einer Stempelsteuer für jede geschäftliche Transaktion, wie sie in Ita­lien schon seit Jahren besteht.

Der radikale Abgeordnete Archimbaud hat den Entwurf einer Entschließung an die Kammer eingebracht, demzufolge die Regierung aufgefordert werden soll, eine Untersuchung über die Devisen- und Börsenspekula­tionen einzuleiten, die vor und nach der Be­kanntgabe der Demarche gewisser französischer Industrieller erfolgt sind, did der Regierung ihre finanzielle Hilfe durch Stabilisierung der französischen Währung angeboten hatten.

Nicht 10, sondern 50 Milliarden bezahlt.

Berlin, 23. Dez. Don autoritativer Seite wird derTäglichen Rundschau" geschrieben: Die von der Neparationskommission in ihrem Kommu­nique über den Ertrag der Ruhrbesetzung veröffent­lichten Zahlen von zehn Milliarden Gold­mark als gesamte Reparationszahlung Deutschlands von der Unterzeichnung des Versailler Vertrages bis zum 30. November 1925 können deutscherseits nicht anerkannt werden, da sie be- tanntlich auch zum Teil aus sehr erheblichen Minderschätzungen deutscher Leistungen be­ruhen, über andere Leistungen eine endgültige Ab­rechnung überhaupt noch nicht erfolgt ist. Nach deutscher Berechnung ist mindestens das Fünf­fache der hier angegebenen Zahl geleistet worden. Im übrigen kann darauf hingewiesen werden, daß beispielsweise das Washingtoner Institut of econo- mic die deutschen Leistungen bis Ende 1922 bereits auf 25,8 Milliarden Goldmark veranschlagt hat, eine Schätzung, der sich I. M. Keynes in einem Aufsatz in derNation" im Oktober 1923 ange­schlossen hat.

Das Urteil im Kasieler Kommunisienprozetz.

In dem Hochverratsprozeß gegen den kommunistischen Parteisekretär Ernst Woll- weber aus Kassel, der sich wegen Beihilfe zum Hochverrat und Vergehens gegen das Republik- schutzgefetz zu verantworten hatte, wurde heute in den späten Rachtsiunden vom Staatsgerichtshof das Urteil gefällt. Der Angeklagte wurde zu drei Jahren Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Ein Jahr sechs Monate und die Geldstrafe werden auf die Untersuchungshaft angerechnet.

Kleine Politische Nachrichten.

Wie der Berliner ^Lokalanzriger" meldet, haben sich nach kurzer Verhandlung die Deutsch­soziale Partei unter Führung von Rich. Kunze und die Deutschvölküche Freiheitspartei unter Führung von Wulle zu einer Völkischen Arbeitsgemeinschaft znsammengeschlos en.

Im Reichstage ist ein brutschnationaler An­trag eingegangen, der die Reichsregierung auf­fordert, schleunigst einen Ge'ehentwurf vorzulegen, durch den die Wo hnungSümter beseitigt und der Mieterschutz neu geregelt wird.

Ein Antrag der Deutschen Volkspartei fordert Auskunft, ob die Preistreiberei - und ähn­liche Verordnungen aufgehoben werden soll.

Ein Antrag der Demokraten verlangt eine Uebersicht über die Maßnahmen der Länder zur Bekämpfung der Mißstände im Hausierer- Handel und Mandergewerbebetriebe, ferner

eine Uebersicht über die Maßnahmen der Regie­rung in der Preissenkung, besonders innerhalb der Kartelle und Trusts.

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Das Professorenkollegium des Mailänder Polytechnikums hat M u s s o l i n i einstimmig zum Ehrendoktor ernannt mit folgender Wid­mung:®em großen Baumeister und Erneuerer aus einem Haufen von faulen und gefährlichem Schutt."

Aus aller Wett.

Ein neues kathslisches Fest.

Berlin. 24. Dez. (TU.) Wie die Mor- genblätter aus Rom melden, verkündet der Papst in einer Enzyklika die Einsetzung eines neuen Festes, das unter dem □tarnen Christus König" jedes Jahr am letzten Sonntag des Oktobers gefeiert werdet: soll.

Ein Lastkahn mit 9000 Zentner Weizen gestrandet.

Halle a. d. Saale, 23. Dez. (Wolff.) Der einer hiesigen Reederei gehörende DampferI. K. 14", auf dem 9000 Zentner Getreide verfrachtet waren, ist heute mittag bei Lettin bei Halle gestrandet Der Kahn hatte infolge des Sturmes und der Verschiebung einer Doie durch den Eisgang die Fahrtrichtung verloren. Alle Versuche, den Kahn vor dem Dwsacken zu retten, sind gescheitert, so daß zu befürchten ist, daß ein großer Teil der Ladung verloren geht. Bisher konnten nur 1000 Zentner umgeladen werden.

Bier Menschen ertrunken.

München, 23. Dez. (TU.) Rach einer Mel- 7 düng der .Münchener Rauesten Rachrichten" aus Innsbruck ereignete sich bei der Innregu- lierung in der Rahe deS Tiroler Dorfes Fritzen ein schweres Unglück. Infolge der rei­ßenden Strömung kenterte ein Doot mit acht Mann, von denen nur vier gerettet wer­den konnten, die übrigen vier sind er­trunken.

Blutiger Ausgang einer Familienstreitigkett.

Münster i. W., 23. Dez. (WB.) Im Ver­laufe von Samilienftreitigteilen stach der Loko­motivführer Heines seinem Schwager mit einem Schraubenzieher in den Hals und flüch­tete dann. Der Verwundete und vier andere Verwandte folgten Heines in seine Wohnung, wo ihn einer der Verfolger durch den Kopf schoß. S)eine£ erlag der Verletzung im Kran­kenhaus. Die fünf Personen wurden in Haft genommen.

Eine neue englische Großfunkstation.

TU. London, 24. Dez. Die neue eng­lische Großfunk st ation in Rugby wird am 31. Dezember um Mitternacht den Sende­verkehr aufnehmen. Die Station, beten Ein­richtung 400 000 Pfund Sterling gekostet hat, dürfte eine der größten Anlagen der Welt fein und wird den drahtlosen Verkehr zwischen allen Tei­len des britischen Weltreichs wesentlich erleich­tern. Die Sendestärke der Anlage ist außer­ordentlich groß. Die Versuche haben ergeben, daß die Station in Hongkong und auf Java deutlich gehört werden konnte. Die Reichweite der Anlage für drahtlose Telephonie beträgt etwa 9000 Kilometer. Von besonderem Interesse sind verschiedene neue Errungenschaften auf dem Gebiete der Radiotechnik, die in Rugby zum erstenmal angewendet werden. So können u. a. gleichzeitig Wellen verschiedener Länge gesandt werden. Auch sind besondere Me­thoden zur Verhinderung von Störungen und Einwirkungen durch andere Stationen angewandt worden, die von großer Bedeutung für die Ent­wicklung des Radioverkehrs finb.

Amerikanischer Rordpolslug 1926.

Paris, 23 Dez. (WTB.) Nach einer Meldung desNeuyork Herold" plant man in amerikanischen Kreisen für das Jahr 1923 einen Nordpolflug, der von Henry Ford finanziert werden wird und von Barrow auf Alaska über den Pol nach Spitz­bergen gehen soll.

Ein eigenartiger Augunfall. Rauchvergiftung des Zugpersonals.

Bafel, 24. Dez. (T. U.) Auf der Iura-Eisen- bahnlinie BaselDelsbergBiel blieb gestern in dem acht Kilometer langen Tunnel zwischen Grenchel und Moutier ein Güterzug stecken. Bei den Nachforschungen nach dem Verbleib des Zuges fand man ihn im Tunnel. Der Lokomotiv­führer, der Heizer und der Zugführer lagen be­wußtlos auf der Lokomotive. Infolge der starken Rauchentwicklung durch den zuneh­menden Feiertagsoerkehr und der Unmöglichkeit des Abziehens der Gase durch die starken Nieder­schlage erlitten alle drei Personen eine Gasver­giftung. Sie hatten aber, bevor sie bewußtlos wurden, noch die Kraft, den Zug zum Stehen zu bringen, wodurch ein schweres Unglück verhütet wurde. Die drei Beamten konnten durch künstliche Atmung wieder ins Leben gerufen werden.

Eine Flutwelle im Pazifischen Ozean.

London, 24. Dez. (TU.) Aus Tokio wird gemeldet, daß eine Flutwelle, die offenbar durch ein unterirdisches Erdbeben verursacht wurde, die Insel Hap überflutet hat. Japan selbst ist von schweren Stürmen heimgesucht worden. Ganze Dörfer sind z e r st ö r t und der Eisen­bahnverkehr ist teilweise unterbrochen.

Derwerksungluck in Amerika.

TA. Rew Bork, 23. Dez. Bei einem Grubenbrand in Dellaire (Ohio) sind a ch t Bergleute ums Leben gekommen.

Wettervoraussage.

Heiter bis wolkig, meist nördliche Winde, kälter, Nachtfrost, nur leichte Niederschläge oder Reifbil­dung.

Das mit feinem Kern gestern über Jütland gelegene Fallgebiet ist nordöstlich nach dem finni­schen Meerbusen hin abgezogen. Kleinere Ausläufer bewirken heute noch Regenfälle, die bei sinkenden Temperaturen in leichtes Schneetreiben übergehen dürften. Nachts stärkere Ausstrahlung und Frost.

In den nächsten Tagen dürfte unter Herannahen eines neuen Störungsgebietes, das sich zur Zeit westlich von Irland anbeutet, nach leichtem Frost- wetter wieder mildere Witterung bei vorwiegend südlicher Luftströmung eintreten.

Gestrige Tagestenweraturen: Maximum. 6,1 Grad Celsius, Minimum: minus 1,1 Grad Celsius. Niederschläge 1,8 Millimeter. Heutige Morgentem-, veratur: 1,4 Grad Celsius.

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gant. Die Nonne Kloster Helfta bei ö in einem (Sebufjle, tünstlerifche Anschau nllr die Well mein u reinem Solde), uni ewiglich sein, die c alleneichsie Kaiseri immer wäre! Also slurn, meinen liebe Ehren. Bedenkt, nx behren!" In einen gene durch Lösegeld 'hm, daß er di hrit erlöst habe. 1 müde, in uriprüng

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